Karaiskakis-Stadion

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Georgios-Karaiskakis-Stadion
Das Karaiskakis-Stadion in Piräus
Das Karaiskakis-Stadion in Piräus
Frühere Namen

Velodrom Neo Faliro (1895–1964)

Daten
Ort GriechenlandGriechenland Piräus, Griechenland
Koordinaten 37° 56′ 47,4″ N, 23° 39′ 50,7″ OKoordinaten: 37° 56′ 47,4″ N, 23° 39′ 50,7″ O
Klassifikation 4
Eigentümer Hellenic Olympic Committee
Betreiber Olympiakos Piräus
Eröffnung 1895
Renovierungen 1960, 2004 (Neubau)
Abriss 2004
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 33.296 Plätze
Spielfläche 105 x 68 m
Verein(e)
Veranstaltungen

Das Georgios-Karaiskakis-Stadion (griechisch Γήπεδο Γεώργιος Καραϊσκάκης, kurz: Karaiskakis-Stadion) ist heute ein Fußballstadion in Piräus mit einem Fassungsvermögen von 33.296 Plätzen.[1] Es ist nach dem griechischen Freiheitskämpfer Georgios Karaiskakis benannt, der 1827 während der Griechischen Revolution in der Nähe tödlich verwundet wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1895 wurde das Stadion als Velodrom Neo Faliro für die Bahn-Radrennen der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 auf einem von einer Eisenbahngesellschaft gestifteten Geländes errichtet.[2]

1920 wurde es erstmals als Fußballstadion genutzt. 1960 fanden umfangreiche Umbaumaßnahmen statt. Das Stadion wurde zum Mehrzweckstadion, und es konnten Leichtathletikwettbewerbe ausgetragen werden. 1998 endete der Vertrag zur Nutzung des Stadions durch Olympiakos, und ab den 1990er Jahren wurde die Option eines Neubaus oder eines Umzugs untersucht.

2002 wurden die Pläne des Neubaus vorgestellt, welcher von Olympiakos getragen wurde. Der neue Vertrag sieht eine Nutzung des Geländes bis 2052 vor. Sokratis Kokkalis, der damalige Eigentümer des Vereins hat auch die Nutzung des Stadions durch Ethnikos Piräus im neuen Vertrag aufgenommen, da dieser einst mit Olympiakos gemeinsam das Gelände genutzt hatte. Ethnikos hat bis heute (2013) nicht von dieser Option Gebrauch gemacht. Eigentümer des Geländes ist das Nationale Olympische Komitee (NOK) Griechenlands. Das Stadion wurde in einer Rekordzeit von nur 14-Monaten abgerissen und neu gebaut, seine Fertigstellung stand jedoch nicht in Zusammenhang mit den Olympischen Spielen.

Heute ist die reine Fußballarena die Heimstätte des erfolgreichsten griechischen Clubs Olympiakos Piräus. Außerdem nutzt die griechische Fußballnationalmannschaft das Stadion für ihre Partien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadion befindet sich im Stadtteil Neo Faliro von Piräus, in der Nähe des Hafens. Direkt am Stadion kreuzen sich die Tram und die Metro. Die Stationen liegen zwischen dem Karaiskakis-Stadion und der benachbarten Stadion des Friedens und der Freundschaft („SEF“).

Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. Oktober 1974 fand hier das erste öffentliche Konzert des Komponisten Mikis Theodorakis und seiner Musiker nach dem Ende der Militärdiktatur in Griechenland (1967–1974) statt.

Otto Rehhagel nutzte das Stadion für Spiele der Griechischen Fußballnationalmannschaft. Zuvor war es üblich, Spiele im Olympiastadion stattfinden zu lassen.

In der 2004 fertiggestellten (nicht in erster Linie für die Olympischen Sommerspiele 2004) neukonstruierten Arena fanden mehrere Spiele des olympischen Fußballturnieres statt, darunter die Finalspiele bei den Damen um Bronze (DeutschlandSchweden 1:0) und um Gold (USABrasilien 2:1 n. V.).

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Georgios-Karaiskakis-Stadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Liste griechischer Stadien
  2. Volker Kluge: Olympische Sommerspiele – Die Chronik I. Sportverlag, Berlin 1997, ISBN 3-328-00715-6, S. 29 und 39