Aufstiegsrunde zur 2. Fußball-Bundesliga

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Die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga war ein bis 1994 am Ende der regulären Saison stattfindender Wettbewerb, um die Aufsteiger in die 2. Bundesliga zu bestimmen.

Eine Aufstiegsrunde war notwendig, da es mit den Meistern der zunächst als Unterbau zur 2. Bundesliga existierenden 15 Amateurligen, die 1978 zu acht Oberligen zusammengefasst wurden, mehr Meister als zur Verfügung stehende Aufstiegsplätze gab.

Mit Einführung der Regionalligen als dritthöchste Spielklasse im Jahr 1994 war die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga nicht mehr notwendig. Die Regionalligameister stiegen seitdem direkt in die 2. Bundesliga auf.

Aufstieg zur 2. Liga Süd[Bearbeiten]

Von 1975 bis 1978 stiegen die Meister der 1. Amateurliga Bayern und Hessen direkt in die 2. Bundesliga auf. Die erstplatzierten der Amateurligen Nordbaden, Südbaden, Schwarzwald-Bodensee und Nordwürttemberg spielten den dritten Aufstiegsplatz untereinander aus. Den letzten Aufsteiger ermittelten die Meister der Amateurligen Saarland, Südwest und Rheinland. Beide Aufstiegsrunden wurden als Gruppen mit Hin- und Rückspielen ausgespielt.

Aufstieg zur 2. Liga Nord[Bearbeiten]

1975 und 1976 spielten die Meister der 1. Amateurliga Niederrhein und Mittelrhein gemeinsam mit dem Zweitplazierten der bereits 1974 eingeführten Oberliga Nord zwei Aufstiegsplätze untereinander aus. Die anderen beiden Plätze ermittelten die Meister der Oberliga Berlin, der Oberliga Nord sowie der Gewinner des Entscheidungsspiels der beiden Meister Westfalens.

Von 1977 bis 1978 spielten die ersten vier der Oberliga Nord sowie die Meister der 1. Amateurliga Niederrhein, Mittelrhein, Westfalen 1, Westfalen 2 und der Oberliga Berlin um den Aufstieg. Vor der eigentlichen Aufstiegsrunde wurden die neun Vereine durch ein Entscheidungsspiel zwischen dem Vierten der Oberliga Nord und dem Vizemeister Westfalens auf acht reduziert. Die vier Aufstiegsplätze wurden schließlich in zwei Vierergruppen, bei denen die beiden jeweils Erstplatzierten aufstiegen, ermittelt.

Aufstieg zur eingleisigen 2. Bundesliga[Bearbeiten]

Durch die bundesweite Zusammenfassung der 1. Amateurligen in acht Oberligen, war 1979 und 1980 keine Aufstiegsrunde notwendig. Die Meister der Oberligen qualifizierten sich direkt für die 2. Liga Nord und Süd. Lediglich der Meister der Oberliga Berlin hatte keinen festen Aufstiegsplatz und musste in einem Entscheidungsspiel um den letzten Aufstiegsplatz gegen den Zweiten der Oberliga Nord antreten.

Nachdem es 1981 durch die Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga überhaupt keine Aufsteiger aus der Oberliga in die 2. Bundesliga gab, waren ab 1982 wieder Aufstiegsspiele notwendig.

Von 1982 bis 1991 wurden diese in einer Nord- und einer Südgruppe ausgetragen, deren beide Erstplatzierten schließlich aufstiegen. Im Süden qualifizierten sich die Meister der Oberliga Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Südwest für die Aufstiegsrunde. Im Norden traten bis 1983 die Meister der Oberliga Berlin, Westfalen, Nordrhein und Nord gegeneinander an. Ab 1984 qualifizierte sich zusätzlich der Vizemeister der Oberliga Nord. Die Aufstiegsrunden wurden 1982 in einer einfachen, und ab 1983 mit Hin- und Rückspielen ausgetragen.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde die Anzahl der für die Aufstiegsrunde qualifizierten Mannschaften erhöht. 1991 gab es insgesamt vier Gruppen bei denen auch vier zusätzliche Teams aus Ostdeutschland teilnahmen und der jeweilige Gruppensieger sich qualifizierte. 1992 wurde eine Play-Off-Runde in vier Gruppen mit den zehn Oberligameistern, dem Zweitplatzierten der Oberliga-Nord und zwei Teams aus der 2. Bundesliga ausgetragen.

Von 1993 bis 1994 spielten die zehn Oberligameister und der Vizemeister der Oberliga Nord in drei Gruppen um vier beziehungsweise drei Aufstiegsplätze.

Mit Einführung der Regionalligen als dritthöchste Spielklasse im Jahr 1994 war die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga nicht mehr notwendig. Die Regionalligameister stiegen seitdem direkt in die 2. Bundesliga auf, die Meister der Oberliga qualifizierten sich für die Regionalliga.

Aufsteiger (Süd)[Bearbeiten]

(H) = Hessen, (B) = Bayern, (SW) = Südwest, (R) = Rheinland, (S) = Saarland, (S-B) = Schwarzwald-Bodensee, (SB) = Südbaden, (NB) = Nordbaden, (W) = Württemberg, (BW) = Baden-Württemberg

  • 1975: FSV Frankfurt (H), Jahn Regensburg (B), Eintracht Bad Kreuznach (SW), SSV Reutlingen (S-B)
  • 1976: KSV Baunatal (H), FV Würzburg 04 (B), Eintracht Trier (R), BSV Schwenningen (S-B)
  • 1977: VfR Bürstadt (H), Kickers Würzburg (B), Wormatia Worms (SW), Freiburger FC (SB)
  • 1978: FC Hanau 93 (H), MTV Ingolstadt (B), Borussia Neunkirchen (S), SC Freiburg (SB)
  • 1979: VfR Bürstadt (H), ESV Ingolstadt (B), Röchling Völklingen (SW), SSV Ulm 1846 (BW)
  • 1980: Hessen Kassel (H), FC Augsburg (B), Borussia Neunkirchen (SW), VfB Eppingen (BW)
  • 1982: FSV Frankfurt (H), FC Augsburg (B)
  • 1983: SSV Ulm 1846 (BW), 1. FC Saarbrücken (SW)
  • 1984: VfR Bürstadt (H), FC Homburg (SW)
  • 1985: Viktoria Aschaffenburg (H), SpVgg Bayreuth (B)
  • 1986: SSV Ulm 1846 (BW), FSV Salmrohr (SW)
  • 1987: Kickers Offenbach (H), SpVgg Bayreuth (B)
  • 1988: Viktoria Aschaffenburg (H), FSV Mainz 05 (SW)
  • 1989: Hessen Kassel (H), SpVgg Unterhaching (B)
  • 1990: FSV Mainz 05 (SW), FC Schweinfurt 05 (B)
  • 1991: TSV 1860 München (B)
  • 1992: SpVgg Unterhaching (B)
  • 1993: TSV 1860 München (B)
  • 1994: FSV Frankfurt (H)

Aufsteiger (Nord)[Bearbeiten]

(MR) = Mittelrhein, (NI) = Niederrhein, (NR) = Nordrhein, (W) = Westfalen, (B) = Berlin, (N) = Nord

  • 1975: Bayer Leverkusen (MR), Union Solingen (NI), Westfalia Herne (W), Spandauer SV (B)
  • 1976: Bonner SC (MR), SC Herford (W), VfL Wolfsburg (N), Arminia Hannover (N)
  • 1977: 1. FC Bocholt (NI), RW Lüdenscheid (W), TuS Bremerhaven 93 (N)
  • 1978: Viktoria Köln (MR), DSC Wanne-Eickel (W), Holstein Kiel (N), Wacker 04 Berlin (B)
  • 1979: RW Oberhausen (NR), SC Herford (W), OSV Hannover (N), OSC Bremerhaven (N)
  • 1980: 1. FC Bocholt (NR), SpVgg Erkenschwick (W), VfB Oldenburg (N), Göttingen 05 (N)
  • 1982: BV Lüttringhausen (NR), TuS Schloß Neuhaus (W)
  • 1983: RW Oberhausen (NR), SC Charlottenburg (B)
  • 1984: FC St. Pauli (N), BW 90 Berlin (B)
  • 1985: VfL Osnabrück (N), Tennis Borussia Berlin (B)
  • 1986: FC St. Pauli (N), RW Essen (NR)
  • 1987: SV Meppen (N), BVL 08 Remscheid (NR)
  • 1988: Eintracht Braunschweig (N), Hertha BSC (B)
  • 1989: MSV Duisburg (NR), Preußen Münster (W)
  • 1990: VfB Oldenburg (N), TSV Havelse (N)
  • 1991: FC Remscheid (NR)
  • 1992: Wuppertaler SV (N), VfL Wolfsburg (N)
  • 1993: RW Essen (NR)
  • 1994: Fortuna Düsseldorf (NR)

Aufsteiger (Nordost)[Bearbeiten]

  • 1991: Stahl Brandenburg, 1. FC Lok Leipzig
  • 1992: keiner
  • 1993: Tennis Borussia Berlin
  • 1994: FSV Zwickau

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]