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BMW M8 GTE

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BMW
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Ein BMW M8 GTE während des 6-Stunden-Rennen von Silverstone 2018.
M8 GTE
Produktionszeitraum 2018–2021
Klasse Rennwagen

Rennserie GTE
Karosserieversionen Coupé
Motoren Ottomotor V8:
4,0 Liter
Länge 4980 (ohne Heckflügel) mm
Breite 2046 mm
mit Spiegel 2224 mm
Höhe 1212 (variabel) mm
Radstand 2880 mm
Leergewicht 1220 kg

Vorgängermodell BMW M3 GT2 (Le Mans)
BMW M6 GTLM (IMSA)

Der BMW M8 GTE ist ein von BMW Motorsport nach dem GTE-Reglement der FIA und des ACO aufgebauter Rennwagen. Basisfahrzeug ist der BMW M8 (G15). Die größten Erfolge waren die Klassensiege bei den 24h von Daytona in den Jahren 2019 und 2020.[1] Mit dem Rückzug von BMW aus der WEC und der Einstellung der GTE-Klasse durch die IMSA Ende 2021, war der Rennwagen nur vier Jahre im Einsatz. Er gilt als teuerstes Rennsportprojekt in der Geschichte von BMW.[1]

Der BMW M8 GTE ist, im Gegensatz zum ursprünglichen Kundensport-Konzept des in der GT3-Klasse eingesetzten BMW M6 GT3, ein für den Werkseinsatz vorgesehenes Rennfahrzeug. Das bedeutet, dass das Rennfahrzeug bezüglich der aerodynamischen und fahrwerkstechnischen Einstellmöglichkeiten komplexer ist, da sowohl die Werks-Renningenieure als auch die -Rennfahrer über die entsprechenden Möglichkeiten und Fähigkeiten verfügen, das Fahrzeug auf die jeweiligen Gegebenheiten abzustimmen.[2]

Fahrzeugtechnik

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Die Räder sind rundum einzeln aufgehängt und werden mit Doppelquerlenkern geführt, die Stoßdämpfer sind vierfach verstellbar und die Querstabilisatoren haben eine Schnellverstellung. Die Reifen von Michelin im Format 30/68 R18 an der Vorderachse und 31/71 R18 an der Hinterachse sitzen auf aerodynamisch optimierten Felgen mit den Abmessungen 318 × 457 mm (12,5×18 in) vorne und 330 × 457 mm (13×18 in) hinten.[3]

Der Wagen hat eine selbsttragende Mischbau-Karosserie mit Carbon Core[4] mit DMSB-zertifiziertem Überrollkäfig. Die Außenhaut besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff mit Schnellwechselkonzept.[3]

Motor und Kraftübertragung

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Angetrieben wird der M8 GTE von einer Variante des BMW S63 (V8-Ottomotor mit 4 Liter Hubraum und Twinscrollabgasturboaufladung). Die Leistung soll laut Schätzung „über 500 PS“ betragen. Das Drehmoment wird über eine Kohlefaserkupplung auf ein sequentielles Sechsganggetriebe übertragen und mit einer CFK-Kardanwelle an die Hinterräder weitergeleitet. Das Hinterachsdifferentialgetriebe ist sperrbar.[3]

Technische Daten des Motors
  • Bohrung: 89 mm
  • Hub: 80 mm
  • Gesamthubraum: 3981 cm3
  • Zylinderabstand: 98 mm
  • Bankwinkel: 90°
  • Nenndrehzahl: ca. 7000/min

Die Motorleistung wird über eine mit Kohlenstofffasern verstärkte Kupplung – von Sachs und einem sequenziellen Sechsgang-Getriebe mit Paddle-Shift, einer CFK-Kardanwelle und einem mechanisch gesperrten Hinterachs-Getriebe an die Hinterräder übertragen.[3]

Im M8 GTE sind verschiedene elektronische Fahrhilfen wie ein Renn-Antiblockiersystem und eine Antriebsschlupfregelung eingebaut. Im Cockpit sind ein Multifunktionslenkrad mit 16 Knöpfen und sieben Drehschaltern sowie ein Farbdisplay vorhanden. Zur Rücksichtnahme werden die Außenspiegel durch ein Rear-View-Kamerasystem unterstützt.[3]

Der erste planmäßige Renneinsatz erfolgte bei den 24h von Daytona 2018 durch das BMW Team RLL, bei denen die M8 GTE der Konkurrenz unterlegen waren und die Fahrzeuge nur auf Rang sieben und neun gewertet wurden. BMW machte für das schlechte Abschneiden die in ihren Augen schlechte Einstufung der Balance of Performance verantwortlich.[5] Für das folgende Rennen der IMSA in Sebring bekam der BMW M8 GTE eine nochmals bessere BoP-Einstufung und wurde auf Platz 2 gewertet.

Den Einsatz in der WEC – und damit auch in Le Mans – realisierte das werksunterstützte Team MTEK von Ernest Knoors.[6] Das letztmals für BMW in Le Mans erfolgreiche Team Schnitzer war bis 2017 mit VLN-Einsätzen des M6 GT3 betraut. Erstes Rennen waren das 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps 2018.

2019 zog BMW sein Werksteam aus der WEC zurück, fuhr jedoch in der amerikanischen IMSA weiter.[7][8] Durch die Super Season genannte überlange Saison fuhr der M8 GTE zweimal bei den 24h von Le Mans (2018 und 2019), bestritt jedoch nur eine Saison in der WEC.

2019 gelang ein emotionaler Klassensieg bei den 24h von Daytona durch Augusto Farfus, da nur drei Tage zuvor der langjährige Leiter des BMW Team Schnitzer Karl "Charly" Lamm verstorben war.[1] Dieser hatte erst im Jahr zuvor seinen Rückzug aus der Leitung des Team bekannt gegeben hatte.[9] Den Klassensieg konnte man 2020 in Daytona wiederholen.[10][11] Zur Saison 2021 reduzierte man den Einsatz und trat nur noch bei den vier Langstreckenrennen der IMSA Meisterschaft an. Gleichzeitig mit dem Ende des M8 GTE beendete die IMSA auch die GTE-Klasse der Meisterschaft mit dem Saisonende 2021.[12]

Commons: BMW M8 GTE – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b c Robert Seiwert: BMW M8 GTE: Abschied vom millionenschweren Missverständnis. 12. November 2021, abgerufen am 2. Februar 2026.
  2. BMW stellt den M8 GTE am 12. September vor, motorsport-total.com vom 16. August 2017, abrufbar am 12. November 2020.
  3. a b c d e bimmertoday.de: IAA 2017: BMW M8 GTE für Comeback in Le Mans vorgestellt
  4. Pressemeldung der BMW Group: EuroCarBody Award 2015 für die Karosserie mit Carbon Core der neuen BMW 7er Reihe
  5. Schwarz auf Weiß: Die BoP und der BMW M8 GTE. In: addicted to motorsport. 31. Januar 2018 (addicted-to-motorsport.de [abgerufen am 17. Mai 2018]).
  6. de.motorsport.com: BMW benennt Entwicklungsfahrer für WEC-Einstieg 2018 (Memento vom 14. November 2017 im Internet Archive)
  7. BMW steigt nach nur einer Saison aus der WEC aus!, motorsport-total.com vom 22. Mai 2019, abgerufen am 12. November 2020.
  8. Amerikanische IMSA statt Sportwagen-WM, auf auto-motor-und-sport.de, abgerufen am 12. November 2020.
  9. Jonas Plümer: Schnitzer Motorsport stellt sich neu auf: Charly Lamm übergibt die Teamführung an Herbert Schnitzer junior. In: gt-place.com. 5. September 2018, abgerufen am 2. Februar 2026 (Schweizer Hochdeutsch).
  10. Daytona: Packendes Duell zwischen Porsche und BMW, auf kicker.de, abgerufen am 12. November 2020.
  11. "Sprachlos": BMW nach GTLM-Sieg in Daytona überwältigt, motorsport-total.com vom 27. Januar 2020, abgerufen am 12. November 2020.
  12. Robert Seiwert: IMSA: GTLM-Klasse tot - neue GTD-Pro mit GT3-Autos ab 2022. 29. Januar 2021, abgerufen am 2. Februar 2026.