Aukrug

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Aukrug, die sich aus den Dörfern Bargfeld, Böken, Bünzen, Innien und Homfeld entwickelt hat. Aukrug heißt auch ein Ortsteil von Süderheistedt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aukrug
Aukrug
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aukrug hervorgehoben
Koordinaten: 54° 5′ N, 9° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Rendsburg-Eckernförde
Amt: Mittelholstein
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 49,9 km²
Einwohner: 3749 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24613
Vorwahl: 04873
Kfz-Kennzeichen: RD, ECK
Gemeindeschlüssel: 01 0 58 009
Adresse der Amtsverwaltung: Am Markt 15
24594 Hohenwestedt
Webpräsenz: www.aukrug.de
Bürgermeister: Nils Kuhnke (CDU)
Lage der Gemeinde Aukrug im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Karte

Aukrug (niederdeutsch Aukrog) ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 1969 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Bargfeld, Böken, Bünzen, Homfeld und Innien. Sie leitet ihren Namen von einer Gebietsbezeichnung ab. Zum Gemeindegebiet gehören ebenfalls die beiden Ortsteile Tönsheide und Bucken.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage und Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und liegt im Herzen des 380 km² großen Naturparks Aukrug mit Wiesen und Feldern, Heide, Mooren, Teichen und kleinen Flussläufen. Durch den Abbau von Torf und der anschließenden Herstellung von Torfkohle, die ähnlich wie Holzkohle hergestellt wird, sind die Moorflächen im Gemeindegebiet jedoch stark zurückgegangen. Heute ist nur noch das Viertshöher Moor, ein Hochmoor im Ortsteil Böken, erhalten. Durch Aukrug fließen die Bünzau und die Höllenau. 351 ha des 1000 ha großen Forstes Iloo gehören zum Gemeindegebiet.

Aukrug liegt an der Bundesstraße 430 und der Bahnstrecke Neumünster–Heide, der sogenannten Westbahn. Die Strecke wird heute betrieben von der nordbahn Eisenbahngesellschaft.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch seine Lage in Mitteleuropa hat Aukrug ein humides kühlgemäßigtes Übergangsklima, das weder sehr kontinental noch sehr maritim ist. Die Temperatur liegt im Jahresmittel bei 8,2 °C, es fallen 793 Millimeter Niederschlag pro Jahr. Trockenster Monat ist der Februar mit 46 Millimetern Niederschlagsmenge, niederschlagsreichster Monat ist der August mit 86 Millimetern. Kältester Monat ist Januar mit durchschnittlich 0,2 °C, wärmster Monat ist der Juli mit durchschnittlich 16,6 °C.[2]


Klimatabelle Aukrug
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,4 2,9 6,3 11,2 16,2 19,8 21,2 20,4 17,8 12,6 6,9 3,8 Ø 11,8
Min. Temperatur (°C) -2,0 -2,1 0,0 2,9 6,7 10,0 12,1 11,7 8,9 5,8 2,2 -0,3 Ø 4,7
Temperatur (°C) 0,2 0,4 3,1 7,0 11,4 14,9 16,6 16,0 13,3 9,2 4,5 1,7 Ø 8,2
Niederschlag (mm) 65 46 50 48 55 68 81 86 73 68 77 76 Σ 793
T
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m
p
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2,4
-2,0
2,9
-2,1
6,3
0,0
11,2
2,9
16,2
6,7
19,8
10,0
21,2
12,1
20,4
11,7
17,8
8,9
12,6
5,8
6,9
2,2
3,8
-0,3
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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68
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76
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Klima: Aukrug, climate-data.org, abgerufen am 10. Januar 2016

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte von Aukrug

Der Name Aukrug war ursprünglich eine Gebietsbezeichnung und kommt von der plattdeutschen Bezeichnung „in de Aukrögen“ und heißt so viel wie in den Krümmungen der Auen. Die genaue Bezeichnung für die Gegend um die fünf Dörfer Innien, Böken, Bünzen, Bargfeld und Homfeld lautete Nortorfer Aukrug, da es bei Neumünster und Rendsburg ebenfalls einen Aukrug gab[3]. Innien, der älteste Ortsteil, wurde bereits 1128 erwähnt[4].

Postgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Postgeschichte von Aukrug

1881 wurde in Innien eine Postagentur eröffnet. 1908 wurde ein Postgebäude errichtet und die Agentur in ein selbständiges Postamt umgewandelt.

Chronik des Aukrugs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Geschichte des Aukrugs“ wurde bereits mehrfach im gleichnamigen Buch festgeschrieben. Die erste Ausgabe wurde bereits 1907 beauftragt und erschien 1913; der Autor war Georg Reimer. Die Aukruger Chronik ist damit eine der ältesten gedruckten Dorfchroniken Schleswig-Holsteins. Neuauflagen erschienen 1959 (überarbeitete Neuauflage), 1978 (Ausgabe von 1959 mit Fortsetzung) und 1995 (Ergänzungen u. Nachträge).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte des Aukrugs weist folgende Einwohnerzahlen aus:

Jahr Bargfeld Böken Bünzen Homfeld Innien Gesamt
1803 108 193 193* 125* 78* 504 [5]
1845 116 237 152* 155* 208* 838 [5]
1860 187 307 235 256 239 1.224[5]
1875 131 250 197 273 220 1.071[5]
1880 141 305 205 253 262 1.166[5]
1885 124 309 188 283 280 1.184[5]
1890 125 309 188 284 328 1.234[5]
1895 166 296 206 275 384 1.327[5]
1900 132 296 210 266 472 1.376[5]
1910 110 350 225 275 607 1.567[5]
1925 107 362 223 287 699 1.678[5]
1933 196 329 222 268 621 1.636[5]
1939 236 321 244 300 657 1.758[5]
1946 532 709 512 565 1.361 3.679[5]

(*) ohne die Einwohner der klösterlichen Ländereien, die sich erst ab 1860 in der Statistik wiederfinden

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung in der Aukruger Gemeindevertretung (Kommunalwahl 2013)

Von den 17 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl im Mai 2013 acht Sitze, die SPD vier, die Wählergemeinschaft AI (Aukruger Interessengemeinschaft) zwei, die Wählergemeinschaft EfA (Einwohner für Aukrug) zwei Sitze und die FDP einen Sitz[6].

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970–1985: Hans August Jensen (CDU)
  • 1985–1990: Eitel-Wolf Necker (CDU)
  • 1990–1994: Reimer Reimers (SPD)
  • 1994–1998: Heinrich Hermann Behr (FDP)
  • seit 1998: Nils Kuhnke (CDU)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün über silbernem Wellenbalken ein silbernes Rad mit vier Speichen (Radkreuz), belegt in der Mitte und an den vier äußeren Enden der Speichen mit zusammen fünf roten, mit goldenen Samenkapseln und goldenen Kelchblättern versehenen Rosenblüten.“[7]

Die grüne Farbe symbolisiert die naturräumliche Lage im Naturpark Aukrug. Der silberne Wellenbalken drückt die Lage an den Flüssen Buckener Au, Mitbek und Bünzau aus und nimmt Bezug auf die Lage des in den „Krümmungen der Auen“ gelegenen Gebietes.

Die Ortsteile Bargfeld, Böken, Bünzen, Homfeld und Innien werden im Wappen durch die fünf Rosen vertreten. Das verbindende Rad zeigt das Zusammenwachsen dieser fünf ehemals selbständigen Dörfer. Das Rad symbolisiert ebenfalls die verkehrsgünstige Lage an dem Straßenkreuz der Landesstraße 121 Kiel - Itzehoe und der Lübschen Trade, heute die Bundesstraße 430.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Aukrug stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Die Region ist touristisch sehr gut erschlossen.

Heimatmuseum „Dat ole Hus“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dat ole Hus ist ein Heimatmuseum im Ortsteil Bünzen. Der Bau wurde um 1700 erstmals errichtet und 1804 nach einem Brand als strohgedeckte Kate neu gebaut. Bekanntes Reiseziel ist der „Museumskroog“, in dem es auf dem alten Herd frisch gebackene Waffeln mit Kirschgrütze gibt.

Die Bünzer Wassermühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bünzer Wassermühle ist eine gut erhaltene Wassermühle, die vermutlich seit dem Mittelalter besteht. Die Mühle ist als Wahrzeichen auf der Touristischen Unterrichtungstafel an der Bundesautobahn 7 abgebildet.

Aukruger Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Evangelische Kirche Aukrug ist eine 1893 geweihte kreuzförmige Saalkirche im neugotischen Stil. Der Entwurf des erst 1922 gebauten Turmes stammt von dem kaiserlichen Baurat und Kirchenbaumeister Jürgen Kröger, der im Ruhestand in Innien lebte.

Wasserturm in Aukrug-Böken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der kleinsten Wassertürme im Lande steht in Böken. Er dient heute noch der Wasserversorgung der Gemeinde.

Der Boxberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 76,8 Metern Höhe ist der Boxberg eine der höchsten Erhebungen im Naturpark Aukrug. Von seiner Spitze hat der Betrachter einen weiten Blick über die waldreiche Landschaft des Naturparks.

Turmhügelburg „Bori“ in Bünzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bünzen am Sportplatz befindet sich die frühmittelalterliche Burg Bori. Die Anlage gehört zu den sogenannten Motten, die ab dem 12. Jahrhundert verstärkt angelegt wurden. Ein weiterer, allerdings kaum noch erkennbarer Turmhügel, befindet sich in Bargfeld.

Viertshöher Moor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Straße nach Nortorf befindet sich das Viertshöher Moor, ein wiedervernässtes Hochmoor mit einem Rundwanderweg. Die ringförmigen Hügel, die sich auf dem Gelände befinden, sind Überreste aus der Herstellung von Torfkohle, die ähnlich wie Holzkohle hergestellt wurde.

Hünengrab Kluesbarg in Homfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kluesbarg, ein mit Buchen bewachsene Hünengrab an der Itzehoer Straße, ist eine bronzezeitliche Grabanlage in Aukrug.

Dithmarscher Berge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dithmarscher Berge sind drei Hügelgräber aus der Bronzezeit an der Straße nach Ehndorf, die vermutlich als Erinnerung an die Schlacht in Bünzen (1317) so bezeichnet werden. Eine weitere Grabhügelgruppe befindet sich bei Bargfeld.

„Lübsche Trade“ nach Meezen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Waldweg von Aukrug-Homfeld nach Meezen ist ein ursprünglich erhaltener Abschnitt des alten Handelsweges Lübsche Trade. An der Einmündung auf die Bundesstraße 430 befindet sich ein Gedenkstein.

Auerochsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2002 werden im Naturpark zur Pflege einiger Flächen Heckrinder gehalten. Durch ihr Fressverhalten fördern die Rinder die Entstehung einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt und machen weitere Pflegemassnahmen der Weidelandschaft überflüssig. Die beiden Weideflächen befinden sich im Ortsteil Bargfeld an der Bünzau sowie in Aukrug-Homfeld in der weiträumigen Buckener Au-Niederung. Von zwei Beobachtungstürmen kann man in Homfeld die Heckrinder, aber auch Rast- und Brutvögel gut beobachten, ohne dass man die Fläche betreten muss.

Naturschutzgebiet Tönsheider Wald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem 67 Hektar großen Gelände östlich der Fachklinik befinden sich in dem Naturschutzgebiet Tönsheider Wald größere zum Teil naturnahe Waldflächen mit eingestreuten Heideflächen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das örtliche Wirtschaftsleben ist durch kleinere Betriebe aus Handwerk, Handel und Landwirtschaft geprägt. Hervorzuheben ist der Spargelanbau. Die fünf ortsansässigen Spargelbauern bewirtschaften mit 20 Hektar[9] etwa fünf Prozent der Spargelanbaufläche in Schleswig-Holstein (Stand 2015).[10] Aukrug liegt an der Spargelstraße Schleswig-Holstein und 2005 wurde hier die erste Spargelkönigin für Schleswig-Holstein gekrönt. Der Erholungswert des Gemeindegebietes macht den Fremdenverkehr zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altbau der Fachklinik Aukrug

Die Fachklinik Aukrug ist eine traditionsreiche Kur- und Rehabilitationsklinik, die genau wie der Erlenhof, eine Wohn- und Werkstätte der Inneren Mission für behinderte Menschen, überregional bekannt ist.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort gibt es ein Familienzentrum mit Kindergarten, Kinderkrippe, Waldkindergarten und Kinderhort[11] sowie eine Grundschule. In Tönsheide ist das Bildungszentrum Tannenfelde, die Bildungseinrichtung der Wirtschaft in Schleswig-Holstein, ansässig.

Freizeit und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Aukrug gibt es ausgeschilderte Wanderwege u. a. den Naturparkweg. Sie führen durch Wälder und folgen teilweise den Flussläufen der Bünzer Au. Weiter gibt es einen Segelflugplatz, der gegen eine Spende zu Gastflügen genutzt werden kann, und von Mitte März bis Mitte Oktober geöffnet ist.

In Innien gibt es ein Freibad mit Planschbecken und Sprungturm. Seit Mai 2006 gibt es am Freibad einen Wohnmobilstellplatz. In den ausgedehnten Sport- und Freizeitanlagen befindet sich ein Grillplatz für jedermann.

Am Boxberg befindet sich zudem ein Trimm-Dich-Pfad. Auch für Golf- und Tennisspieler sind Anlagen in der Gemeinde vorhanden.

Vereine und Stiftungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kulturelle Leben im Aukrug wird durch eine Vielzahl von Vereinen organisiert und ermöglicht:

  • ADAC Ortsverein Aukrug
  • Aukruger Seniorenclub
  • AWO Arbeiterwohlfahrt
  • Deutsches Rotes Kreuz, Ortsgruppe Aukrug
  • DGB Ortsgruppe Aukrug
  • Förderverein Freibad Aukrug
  • JafA - Jugendarbeit für Aukrug
  • Museumsverein "Dat ole Hus"
  • Partnerschaft Aukrug-Sien
  • SoVD Sozialverband Deutschland
  • Tourismusverein Aukrug
  • VFF Aukrugschule
  • Verein für Handwerk, Handel und Gewerbe
  • Volkshochschule Aukrug

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Bargfeld
  • Freiwillige Feuerwehr Innien
  • Freiwillige Feuerwehr Böken
  • Freiwillige Feuerwehr Homfeld
  • Freiwillige Feuerwehr Bünzen
  • Jugendfeuerwehr Aukrug

Gilden u. Dorfvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Böker Gilde
  • Bargfelder Dorffest
  • Bünzer Gilde
  • Homfelder Gilde

Musik-, Chor- und Theatergruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aukroger Speelkrink
  • Männergesangverein Aukrug
  • Feuerwehrmusikzug Aukrug

Natur- und Heimatvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landfrauenverein
  • Wasser- und Bodenverband Bünzau
  • Imker-Verein Aukrug und Umgebung
  • Wasser- und Bodenverband Buckener Au
  • Hegering Aukrug
  • ERNA Extensive Rinderhaltung im Naturpark Aukrug
  • Aukruger Bund
  • Naturschutzring Aukrug
  • Brieftaubenzüchterverein Aukrug
  • Teichgemeinschaft Bünzen

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bahnsportclub BSC Aukrug
  • DLRG Ortsverein Aukrug
  • Mittelholsteinischer Golfclub Aukrug
  • Reitsportgemeinschaft Heitkate
  • Reitverein Aukrug
  • Segelflug Aukrug
  • Sportangelverein Aukrug
  • TSV Aukrug
  • Wandergruppe der VHS

Stiftungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aukrug aus dem Segelflugzeug betrachtet

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Aukrug geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Aukrug verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen Friedrich Ahrens(* 2. Oktober 1834 in Sarlhusen; † 14. Juli 1914 in Malente), Direktor der Gewerbeschule in Kiel und Heimatdichter, geboren 1834 in Sarlhusen, verbrachte seine Kindheit und Schulzeit in Bünzen.
  • Alwin Blaue (* 6. September 1896 in Hamburg; † 28. November 1958 in Kiel) war ein deutscher Bildhauer und Kunsthandwerker. Er gestaltete an der Fachklinik Aukrug Teile der Fassade sowie zwei Plastiken am Eingang des Tuberkulose-Nachfürsorgeheims Heidhof
  • Detlef Breiholz (* 24. Oktober 1864 in Vaasbüttel bei Hohenwestedt; † 1. Dezember 1929 in Neumünster), Lehrer und Imker, beerdigt in Innien. Unter seiner Präsidentschaft entstand 1925 aus der Vereinigung deutscher Imkerverbände der neue Deutsche Imkerbund.
  • Fritz Bringmann (* 9. Februar 1918 in Lübeck; † 31. März 2011) war ein deutscher, kommunistischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und Träger des Bundesverdienstkreuzes. Er lebte seit 1966 bis zu seinem Tod in Aukrug.
  • Carl Emeis (* 31. Januar 1831 bei Flensburg (Kluesries); † 2. März 1911 in Flensburg), war ein deutscher Provinzialforstdirektor, Pionier der Bodenmelioration und Gründer des Heidekulturvereins für Schleswig-Holstein. Mit seiner Unterstützung wurde am 25. März 1874 der Erste schleswig-holsteinische Waldverband in Aukrug gegründet. Durch das Wirken des Waldverbandes wurde in ca. 30 Jahren die Waldfläche im Aukrug von 490 ha (1874) auf 930 ha (1906) fast verdoppelt. Carl Emeis und sein Sohn kamen nach der Gründung des Verbandes jährlich zu Waldbegehungen und Beratungen in den Aukrug.
  • Uta Fölster (* 9. Februar 1956 in Itzehoe), seit 2008 Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichtes, wuchs in Aukrug auf.
  • Joachim Hein (* 4. Juli 1901 in Neiße in Oberschlesien; † 5. Mai 1987) war von 1934–1966 Direktor des Krankenhauses Tönsheide (heute Fachklinik Aukrug) und Professor für Innere Medizin in Kiel.
  • Jürgen Kröger (* 16. November 1856 in Haale; † 27. Februar 1928 in Aukrug) kaiserlicher Baurat und Kirchenbaumeister, lebte ab 1919 in Aukrug und wurde 1928 in Innien beerdigt.
  • Georg Reimer (* 7. Februar 1882 in Ekenis in Angeln; † 13. Februar 1959 in Aukrug), Lehrer und Heimatforscher, begründete mit seiner „Geschichte des Aukrugs“ die Auffassung vom Aukrug als geschlossenem Siedlungsbereich
  • Johannes Tramsen (* 1. August 1877 in Gremmerup, Angeln; † 8. September 1943 in Aukrug), Pastor in Innien und Leiter des Bruderrates der Bekennenden Kirche in Schleswig-Holstein, gest. 8. September 1943 in Innien. 1937 gehörte er zu denen, die „Die Erklärung der 96 evangelischen Kirchenführer gegen Alfred Rosenberg“ wegen dessen Schrift „Protestantische Rompilger“ unterzeichneten.

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Christiansen (* 12. Dezember 1879 in Wyk auf Föhr; † 3. Dezember 1972 in Aukrug), General der Flieger, Befehlshaber der Wehrmacht in den Niederlanden und Kriegsverbrecher, wurde 1933 Ehrenbürger der Gemeinde Innien, verbrachte seinen Ruhestand in Aukrug und wurde hier 1972 beerdigt. Obwohl die Ehrenbürgerschaft formell mit dem Tod endet, entschied der Gemeinderat im März 2016, Friedrich Christiansen diese wegen seiner Teilnahme an Kriegsverbrechen symbolisch mit einem protokollierten Beschluss abzuerkennen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Reimer: Die Geschichte des Aukrugs, herausgegeben von Heinrich Bünger, 3. erweiterte Auflage, Verlag Möller Söhne, Rendsburg 1978
  • Georg Reimer: Kirchspiel Innien mit Bucken und Meezen. In: Jürgen Kleen, Georg Reimer, Paul von Hedemann-Heespen (Hrsg.): Heimatbuch des Kreises Rendsburg. Möller, Rendsburg 1922, S. 499–516.
  • Ökumenisches Jahrbuch, hrsg. von Friedrich Siegmund-Schultze, Max Niehans Verlag, Zürich 1939
  • Heinrich Asmus, Werner Hauschildt, Peter Höhne: Fortschreibung von "Die Geschichte des Aukrugs" ab 1978 und Nachträge, Aukrug 1995
  • Jürgen Kleen, Georg Reimer, Paul von Hedemann-Heespen (Hrsg.): Heimatbuch des Kreises Rendsburg. Möller, Rendsburg 1922

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aukrug – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Klima: Aukrug, climate-data.org, abgerufen am 10. Januar 2016
  3. Georg Reimer: Geschichte des Aukrugs, 1978, S. 21
  4. Der Bauernritter Daso de Ennigge
  5. a b c d e f g h i j k l m n Georg Reimer: Geschichte des Aukrugs, 1978, S. 290
  6. Ergebnisse der Kommunalwahlen 2013. amt-mittelholstein.de. Abgerufen am 26. Mai 2013.
  7. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  8. Partnerschaftsverein Aukrug-Sien. www.aukrug-sien.de. Abgerufen am 29. Mai 2013.
  9. Graben, Stechen, Füllen: So anstrengend ist die Spargelernte
  10. Arbeitskreis Spargel Schleswig-Holstein e.V.
  11. Familienzentrum Aukrug