Stadio San Paolo
| Das Stadio San Paolo | |
| Daten | |
|---|---|
| Ort | |
| Koordinaten | 40° 49′ 40,7″ N, 14° 11′ 34,8″ O40.82796666666714.193008333333Koordinaten: 40° 49′ 40,7″ N, 14° 11′ 34,8″ O |
| Eigentümer | Stadt Neapel |
| Baubeginn | 1948 |
| Eröffnung | 6. Dezember 1959 |
| Renovierungen | 1990 |
| Oberfläche | Rasen |
| Architekt | Carlo Cocchia, Luigi Corradi |
| Kapazität | 60.240 |
| Spielfläche | 110 × 68 |
| Verein(e) | |
| Veranstaltungen | |
Das Stadio San Paolo ist ein multi-funktionales Stadion in der Stadt Neapel in Italien, benannt nach dem Apostel Paulus.
Die Zuschauerkapazität liegt bei 60.240 Sitzplätzen. Damit ist die neapolitanische Arena nach dem Stadio Olimpico in Rom und dem Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand die drittgrößte in Italien.
Das San Paolo ist die Heimat des Serie-A-Clubs SSC Neapel.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
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Das Stadio San Paolo im neapolitaner Stadtteil Fuorigrotta wurde am 6. Dezember 1959 eingeweiht und bot anfangs 87.000 Besuchern Platz.
Vor der Europameisterschaft 1980 wurde es teilweise saniert. Für die Weltmeisterschaft 1990 wurde das Stadion dann komplett modernisiert: es erhielt ein Dach, Videowände und eine neue Pressetribühne, außerdem wurden die Flutlichtanlage und die Leichtathletikbahn erneuert und die Sicherheitsvorkehrungen an die von der FIFA verlangten Standards angepasst. Die Kapazität sank dadurch um einige tausend Plätze.
Unabhängig von den aktuellen Kapazitätsangaben ist derzeit nur eine Maximalkulisse von offiziell 60.240 Besuchern möglich, weil aus Sicherheitsgründen nicht mehr Zuschauer ins weite Rund eingelassen werden. Ende 2007 wurde das Stadion mit einem elektronischen Zugangssystem gesichert, nachdem zuvor lediglich Ordnungskräfte die Tickets an den Eingangstoren entwerteten und nicht selten auch Personen ohne gültiges Ticket Einlass fanden. So gibt es durchaus Erzählungen in Neapel, dass zu Diego Maradonas Zeiten rund 100.000 Zuschauer jene Partien tatsächlich besuchten, die offiziell mit 82.000 Zuschauern (bei internationalen Partien) oder 85.000 Zuschauern (bei Liga-Spielen) ausverkauft waren.
[Bearbeiten] Bedeutende Spiele
Das Stadion San Paolo beherbergte in seiner Geschichte viele bedeutende Spiele, das denkwürdigste davon war wohl das Halbfinale der WM 1990, Italien gegen Argentinien, das der Gastgeber mit 4:5 nach Elfmeterschießen verlor. Ausgerechnet der für den SSC Neapel spielende Diego Maradona schoss hierbei den entscheidenden Strafstoß. Außerdem beherbergte die Arena noch vier weitere WM-Spiele. Bei der EM 1980 fanden einige Vorrundenspiele, sowie das Spiel um Platz drei statt, das Italien ebenfalls im Elfmeterschießen mit 9-10 gegen die Tschechoslowakei verlor.
Auch die heimische SSC Neapel sorgte in der Vergangenheit regelmäßig für gut gefüllte Ränge, seit der Einweihung kamen im Durchschnitt regelmäßig mehr als 50.000 Zuschauer zu den Serie-A-Partien der Partenopei. In den 1980er Jahren, als die Mannschaft so großartige Spieler wie Diego Maradona, Gianfranco Zola oder Careca in ihren Reihen hatte und zweimal die italienische Meisterschaft sowie 1989 den UEFA-Pokal gewinnen konnte, lag der Schnitt bei über 70.000 Zuschauern. Nach dem Zwangsabstieg der SSC Neapel gingen die Zuschauerzahlen zwar zurück, blieben aber immer auf einem für die jeweilige Spielklasse überdurchschnittlichen Niveau. So hatte das Team in der Saison 2005/06 in der Serie C1, also der "Dritten Liga" mit 51.000 den dritthöchsten Zuschauerschnitt im gesamten italienischen Fußball.
Im Sommer 2005 feierte Ciro Ferrara im San Paolo sein Abschiedsspiel, das allerdings zur Nebensache geriet, als die über 70.000 Zuschauer den eigens dafür angereisten Diego Maradona frenetisch feierten, als dieser, umringt von Journalisten, eine Ehrenrunde durch das ganze Stadion drehte.
[Bearbeiten] Veranstaltungen
Im Stadio San Paolo fanden außerdem auch schon eine Reihe von Konzerten statt, so spielten beispielsweise die Rolling Stones, U2 oder Claudio Baglioni vor ausverkauftem Haus.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
Stadio Atleti Azzurri d’Italia (Atalanta Bergamo) | Stadio Renato Dall’Ara (FC Bologna) | Stadio Sant’Elia (Cagliari Calcio) | Stadio Angelo Massimino (Catania Calcio) | Stadio Dino Manuzzi (AC Cesena) | Stadio Artemio Franchi (AC Florenz) | Stadio Luigi Ferraris (CFC Genua) | Stadio Via del Mare (US Lecce) | Stadio Giuseppe Meazza (AC Mailand, Inter Mailand) | Stadio San Paolo (SSC Neapel) | Stadio Silvio Piola (Novara Calcio) | Stadio Renzo Barbera (US Palermo) | Stadio Ennio Tardini (FC Parma) | Stadio Olimpico Roma (AS Rom, Lazio Rom) | Stadio Artemio Franchi (AC Siena) | Juventus Stadium (Juventus Turin) | Stadio Friuli (Udinese Calcio) | Stadio Marcantonio Bentegodi (Chievo Verona)
UEFA-Pokal (Das Finale wurde bis 1997 im Hin- und Rückspiel ausgetragen.)
1972 Wolverhampton und London | 1973 Liverpool und Mönchengladbach | 1974 London und Rotterdam | 1975 Düsseldorf und Enschede | 1976 Liverpool und Brügge | 1977 Turin und Bilbao | 1978 Bastia und Eindhoven | 1979 Belgrad und Düsseldorf | 1980 Mönchengladbach und Frankfurt am Main | 1981 Ipswich und Amsterdam | 1982 Göteborg und Hamburg | 1983 Brüssel und Lissabon | 1984 Anderlecht und London | 1985 Székesfehérvár und Madrid | 1986 Madrid und Berlin | 1987 Göteborg und Dundee | 1988 Barcelona und Leverkusen | 1989 Neapel und Stuttgart | 1990 Turin und Avellino | 1991 Mailand und Rom | 1992 Turin und Amsterdam | 1993 Dortmund und Turin | 1994 Wien und Mailand | 1995 Parma und Mailand | 1996 München und Bordeaux | 1997 Gelsenkirchen und Mailand | 1998 Paris | 1999 Moskau | 2000 Kopenhagen | 2001 Dortmund | 2002 Rotterdam | 2003 Sevilla | 2004 Göteborg | 2005 Lissabon | 2006 Eindhoven | 2007 Glasgow | 2008 Manchester | 2009 Istanbul
UEFA Europa League
2010 Hamburg | 2011 Dublin | 2012 Bukarest | 2013 Amsterdam