Deutsche Fußballnationalmannschaft/Europameisterschaften

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Deutschland
DFB-Emblem
EM-Rekordtorschütze: Mario Gómez und Jürgen Klinsmann (je 5)
EM-Rekordspieler: Bastian Schweinsteiger (18)
Rang: 1
Ausrichter: 1988
Bilanz
49 EM-Spiele
26 Siege
12[1] Unentschieden
11 Niederlagen
72:48 Tore
Statistik
Erstes EM-Spiel
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland 2:1 Belgien BelgienBelgien
Antwerpen (BEL); 14. Juni 1972
Höchste EM-Siege
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland 3:0 Sowjetunion SowjetunionSowjetunion
Brüssel (BEL); 8. Juni 1972
DeutschlandDeutschland Deutschland 3:0 Russland RusslandRussland
Manchester (ENG); 16. Juni 1996
DeutschlandDeutschland Deutschland 3:0 Slowakei SlowakeiSlowakei
Lille (FRA); 26. Juni 2016
Höchste EM-Niederlage
DeutschlandDeutschland Deutschland 0:3 Portugal PortugalPortugal
Rotterdam (NLD); 20. Juni 2000
Erfolge
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 12 (Erste: 1972)
Beste Ergebnisse Europameister:
1972, 1980, 1996
Beste Platzierungen in den Austragungsländern der UEFA-Fußballeuropameisterschaften
Deutsche-EM-Platzierungen.PNG
(Stand: 7. Juli 2016)

Der Artikel beinhaltet eine ausführliche Darstellung der deutschen Fußballnationalmannschaft bei Europameisterschaften. Deutschland ist zusammen mit Spanien mit je drei Titeln Rekordeuropameister. Hinzu kommen drei zweite Plätze und drei weitere Halbfinalteilnahmen.

Die Nationalmannschaft bei Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft konnte sich seit 1972 für alle Europameisterschaftsendrunden qualifizieren. Bei den ersten Turnieren war man an einer Teilnahme nicht interessiert (1960 und 1964), da Bundestrainer Sepp Herberger sich durch die EM beim Aufbau für die WM gestört fühlte. Als Deutschland 1968 erstmals teilnahm, konnte man sich zum bisher einzigen Mal nicht für eine Endrunde qualifizieren.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis... Gegner Ergebnis Trainer/Teamchef Bemerkungen und Besonderheiten
1960 Frankreich keine Teilnahme offizielle Bezeichnung: Europa-Nationenpokal
1964 Spanien keine Teilnahme offizielle Bezeichnung: Europa-Nationenpokal
1968 Italien nicht qualifiziert Jugoslawien und Albanien (in der Qualifikation) einziges Turnier, zu dem sich Deutschland nicht qualifizieren konnte („Schmach von Tirana“ (0:0))
1972 Belgien Finale Sowjetunion 1. Platz Helmut Schön
1976 Jugoslawien Finale Tschechoslowakei 2. Platz Helmut Schön Nacht von Belgrad
1980 Italien Finale Belgien 1. Platz Jupp Derwall
1984 Frankreich Vorrunde Portugal, Rumänien, Spanien Jupp Derwall Ende der Amtszeit von Derwall
1988 Deutschland Halbfinale Niederlande Halbfinalist Franz Beckenbauer es gab kein Spiel um den dritten Platz
1992 Schweden Finale Dänemark 2. Platz Berti Vogts
1996 England Finale Tschechien 1. Platz Berti Vogts erstes Golden Goal der EM-Geschichte durch Oliver Bierhoff
2000 Belgien/Niederlande Vorrunde Rumänien, England, Portugal Erich Ribbeck Ende der Amtszeit von Ribbeck
2004 Portugal Vorrunde Niederlande, Lettland, Tschechien Rudi Völler Ende der Amtszeit von Völler
2008 Österreich/Schweiz Finale Spanien 2. Platz Joachim Löw
2012 Polen/Ukraine Halbfinale Italien Halbfinalist Joachim Löw
2016 Frankreich Halbfinale Frankreich Halbfinalist Joachim Löw Nach Siegen gegen Nordirland und die Ukraine sowie einem Remis gegen Polen wurde Deutschland ohne Gegentor Gruppensieger. Im Viertelfinale erstmals Italien bei einem Turnier ausgeschaltet.
2020 Europa Deutschland stellt mit der Allianz Arena eine Spielstätte für drei Gruppenspiele und ein Achtel- oder Viertelfinalspiel, muss sich aber selber noch qualifizieren. Wenn sich Deutschland qualifiziert, würde es zwei Gruppenspiele in München austragen dürfen.
2024 Deutschland qualifiziert

EM 1968[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wollte sich Deutschland für die Fußball-Europameisterschaft 1968 qualifizieren. Nach einem 6:0 gegen Albanien, einem 0:1 in Jugoslawien und einem 3:1 im Rückspiel musste am 17. Dezember 1967 in Tirana ein Sieg gegen die eher drittklassigen albanischen Spieler her. Obwohl Bundestrainer Schön mit Peter Meyer den damals besten Stürmer der Bundesliga aufbot, reichte es bei dem als Schmach von Tirana bekannt gewordenen Spiel nur zu einem 0:0, wodurch zum ersten und bisher einzigen Mal eine Qualifikation für ein großes Turnier verpasst wurde. Auch aufgrund eines Wadenbeinbruchs im Januar 1968 blieb es Peter Meyers einziges Länderspiel.

EM 1972[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Startaufstellungen im Finale

Vier Jahre später wurde die bis heute beste deutsche Elf dann erstmals Europameister. Nachdem man sich in der Qualifikation gegen Polen, die Türkei und (wieder) Albanien durchgesetzt hatte, stand im Viertelfinale die Revanche von León gegen England an. Am 29. April 1972 kam es zu einem denkwürdigen Spiel im Londoner Wembley-Stadion. Durch Tore von Uli Hoeneß, Günter Netzer und Gerd Müller konnte man mit 3:1 erstmals in England gewinnen. Selbst die englische Boulevardpresse, die ansonsten eher deutschlandkritisch eingestellt ist, war von dem Spiel der deutschen Mannschaft begeistert. Im Rückspiel in Berlin reichte dann ein 0:0 zum Einzug in die Endrunde.

Zur Endrunde reisten sie dann als Favorit, da sie am 26. Mai 1972 zur Einweihung des Olympiastadions in München die Sowjetunion schon mit 4:1 besiegt hatten.

Bei der Endrunde in Belgien gelangen dann Siege gegen Belgien (2:1) und die Sowjetunion (3:0), wobei insbesondere im Finale Traumfußball zelebriert wurde. Unrühmlich hervorzuheben ist leider das Verhalten deutscher Hooligans – auch wenn diese Bezeichnung damals noch nicht üblich war – die randalierend durch Brüssel zogen. Gerd Müller wurde mit vier Toren Torschützenkönig des Turniers und mit insgesamt 11 Toren Torschützenkönig des gesamten Wettbewerbs.

Zwei Jahre später wurde die bundesdeutsche Mannschaft dann auch Weltmeister (siehe Deutsche Fußballnationalmannschaft/Weltmeisterschaften) womit sie die erste Mannschaft war, der es gelang, nach einem Europameisterschaftstitel auch die darauffolgende Weltmeisterschaft zu gewinnen. Inzwischen ist dies auch Spanien bei der EM 2008 und der WM 2010 gelungen (Frankreich schaffte es in umgekehrter Reihenfolge bei der WM 1998 und EM 2000, Spanien bei der WM 2010 und EM 2012).

EM 1976[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1976 wurde die Endrunde letztmals mit vier Mannschaften ausgetragen, und wieder hatte sich die deutsche Mannschaft qualifiziert. Nach dem WM-Sieg 1974 war unter anderen der WM-Rekordtorschütze Gerd Müller zurückgetreten, und trotzdem „müllerte“ es auch in Jugoslawien. In Belgrad kam es zunächst zum Halbfinale gegen Jugoslawien, in dem man nach 32 Minuten mit 0:2 zurücklag. Durch die Einwechslungen von Heinz Flohe (46. Minute), der in der 65. Minute den Anschlusstreffer erzielte, und Dieter Müller (79. Minute), der in der 80. Minute mit seinem ersten Ballkontakt in seinem ersten Länderspiel zum 2:2 traf, wurde die Verlängerung erreicht. In dieser gelangen Dieter Müller zwei weitere Tore zum 4:2-Sieg, durch den die deutsche Mannschaft wie vier Jahre zuvor im Finale stand. Aber es erging ihr wie der UdSSR, die 1964 ebenfalls nach dem Gewinn des Titels 1960 wieder im Finale stand: Der Titel konnte nicht verteidigt werden. Dies gelang erst 2012 Spanien als amtierendem Europameister.

Gegen die Tschechoslowakei lag man wie im Halbfinale schnell mit 0:2 zurück, allerdings gelang Dieter Müller mit seinem vierten EM-Tor schnell der Anschluss. Es dauerte aber bis zur 90. Minute, ehe Bernd Hölzenbein der 2:2-Ausgleich gelang, womit es erneut zur Verlängerung kam. Nachdem diese torlos verlief, musste erstmals in der Geschichte großer Turniere ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen (acht Jahre zuvor hatte es noch ein Wiederholungsspiel gegeben). Nachdem die ersten vier tschechoslowakischen und die ersten drei deutschen Spieler ihre Elfmeter verwandelt hatten, trat Uli Hoeneß an, der schon zwei Jahre zuvor im Spiel gegen Polen einen Elfmeter verschossen hatte, geriet aber in Rückenlage und jagte den Ball in den Belgrader Nachthimmel. Anschließend machte Antonín Panenka mit einem schlitzohrig verwandelten Elfmeter alles klar, so dass der fünfte deutsche Schütze nicht mehr antreten musste. Wie vier Jahre zuvor Gerd Müller wurde auch Dieter Müller mit vier Toren Torschützenkönig.

EM 1980[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Startaufstellungen im Finale

Nach der WM 1978 trat Jupp Derwall die Nachfolge Helmut Schöns an. Unter seiner Leitung hatte die deutsche Mannschaft bis zur EM 1980 kein Spiel verloren, auch wenn nicht alle Resultate, zum Beispiel ein 0:0 in Malta, schmeichelhaft waren. Sie ging daher als einer der Favoriten in das Turnier. Bei der erstmals mit acht Mannschaften und einer Gruppenphase ausgetragenen EM 1980 in Italien kam es im ersten Spiel zur Revanche von Belgrad. In einem wenig spektakulären Spiel konnte sich die deutsche Mannschaft gegen die ČSSR mit 1:0 revanchieren, im zweiten Spiel gegen die Niederländer führte die deutsche Mannschaft nach 66 Minuten durch drei Tore von Klaus Allofs mit 3:0, ehe es Rep (80./Elfmeter) und Willi van de Kerkhof (86.) wieder einmal spannend machten. Die deutsche Mannschaft konnte das 3:2 aber über die Zeit bringen. Im abschließenden Gruppenspiel reichte ein 0:0 gegen Griechenland zum Gruppensieg, der direkt ins Finale führte. Gegen Belgien, das sich überraschend gegen England, Spanien und den Gastgeber Italien durchgesetzt hatte, gelang Horst Hrubesch bereits nach zehn Minuten das 1:0. Aber nachdem Vandereycken in der 72. Minute der Ausgleich gelungen war, wurde es wieder einmal spannend. Erst in der 89. Minute war es erneut Hrubesch, der mit einem Kopfball den Siegtreffer erzielte und so Deutschland den zweiten EM-Titel bescherte. Und wieder kam der Torschützenkönig aus Deutschland – diesmal reichten Klaus Allofs die drei Tore aus dem Spiel gegen die Niederlande.

EM 1984[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Europameisterschaft in Frankreich bescherte der Deutschen Mannschaft erstmals das Aus in der Gruppenphase bei einem großen Turnier. Nach einem torlosen Remis gegen Portugal und einem 2:1-Sieg gegen Rumänien hätte der deutschen Mannschaft ein erneutes Remis gegen Spanien zum Einzug ins Halbfinale gereicht, und bis zur 90. Minute sah es auch danach aus, dann machte aber Maceda diesen Traum zunichte und sorgte so für den vorzeitigen Abschied von Bundestrainer Jupp Derwall.

EM 1988[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Europameisterschaft im eigenen Land sollte dem seit 1984 amtierenden Teamchef Beckenbauer nach der Vize-Weltmeisterschaft zwei Jahre zuvor den ersten Titel bescheren, aber nach einem glücklichen 1:1 gegen Italien in der Vorrunde und zwei 2:0-Siegen gegen Dänemark und Spanien, war im Halbfinale gegen die Niederländer Endstation. Deutschland war zwar durch einen von Matthäus in der 55. Minute verwandelten Elfmeter in Führung gegangen, den Niederländern gelang aber ebenfalls durch einen Elfmeter in der 74. Minute der Ausgleich. Als sich beide Teams schon auf eine Verlängerung eingestellt hatten, nutzte Marco van Basten die einzige Unaufmerksamkeit von Jürgen Kohler zum 2:1-Siegtreffer. Im Finale in München zelebrierten die Niederländer dann Traumfußball und wurden verdient Europameister.

EM 1992[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Fußball-Europameisterschaft 1992 trat erstmals eine gesamtdeutsche Mannschaft an. Die deutsche Mannschaft musste ohne Lothar Matthäus antreten, der am Knie verletzt war und auch Ersatzkapitän Rudi Völler kam nach einem Armbruch im ersten Spiel nur zu einem Einsatz. Nach eher dürftigen Leistungen in der Vorrunde, unter anderem einem 1:1 gegen die GUS durch ein Tor von Thomas Häßler in der letzten Minute und einem 1:3 gegen die Niederlande, erreichte die deutsche Mannschaft nach ihrem besten Spiel gegen Gastgeber Schweden als erste Mannschaft zum vierten Mal das Finale. Sie gingen somit als Favorit in dieses Endspiel, denn die Dänen, die nur durch den Ausschluss Jugoslawiens nachgerückt waren, schienen schon im Halbfinale, das sie durch Elfmeterschießen gegen die Niederlande gewannen, am Ende ihrer Kräfte zu sein. Die deutsche Mannschaft fand aber in keiner Phase zu ihrem Spiel und verlor verdient mit 0:2. Immerhin konnte sich Karl-Heinz Riedle mit drei anderen Spielern die Torjägerkrone teilen, alle vier hatten je drei Tore geschossen.

EM 1996[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aserbaidschanische Briefmarke zum Gruppenspiel gegen Tschechien
Startaufstellungen im Finale

Vier Jahre später gewann die Mannschaft unter Nationaltrainer Berti Vogts dank des ersten Golden Goals der EM-Geschichte durch Oliver Bierhoff zum dritten und bislang letzten Mal eine Europameisterschaft und erreichte als erste Mannschaft zum fünften Mal das Finale. Das Turnier in England wurde erstmals mit 16 Mannschaften ausgetragen. Die Vorrunde beendete Deutschland mit einem 2:0 gegen Tschechien, bei dem Kapitän Jürgen Kohler bereits nach 14 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste, einem glücklichen 0:0 gegen Italien, bei dem Andreas Köpke einen Elfmeter hielt, und einem überzeugenden 3:0 gegen Russland ohne Gegentor. In einem spannenden Viertelfinale konnte Kroatien mit 2:1 besiegt werden, ehe es im Halbfinale zum erneuten Elfmeter-Krimi gegen England kam. Wie sechs Jahre zuvor bei der WM 1990 in Italien hatten auch diesmal die deutschen Spieler die besseren Nerven, so dass es im Finale zum erneuten Aufeinandertreffen mit den Tschechen kam. Diese gingen in der 59. Minute durch einen Elfmeter in Führung, und es dauerte bis zur 73. Minute, ehe Bierhoff der Ausgleich gelang. Sein zweites Tor in der Verlängerung beendete dann das Spiel vorzeitig, bescherte Deutschland den dritten Titel und den letzten Sieg in einem EM-Endrundenspiel für die nächsten zwölf Jahre. Als Europameister wurde Deutschland auch zum FIFA-Konföderationen-Pokal 1997 eingeladen, verzichtete aber auf die Teilnahme. Stattdessen nahm Vizeeuropameister Tschechien teil und belegte Platz 3.

EM 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem eine Revolte der Spieler gegen Trainer Erich Ribbeck abgewehrt werden konnte, startete man schlecht ins Turnier. Gegen den Außenseiter der Gruppe, Rumänien, erreichte man mit Müh und Not ein 1:1-Unentschieden. Im Klassiker gegen England steigerte man sich zwar kämpferisch, verlor aber aufgrund eines Treffers von Alan Shearer mit 0:1. Damit sollte das Vorrundenaus besiegelt sein, schließlich rechneten wenige Beobachter mit einem Sieg gegen Portugal bei einem gleichzeitigen Unentschieden der Rumänen gegen England. Da Rumänien aber sogar gewann, war es umso bitterer, dass die DFB-Elf gegen die B-Mannschaft der bereits qualifizierten Portugiesen eine 0:3-Niederlage einstecken musste. Diese herbe Niederlage besiegelte schließlich das Ende der Ära Ribbeck, den einige als den Totengräber des deutschen Fußballs bezeichneten. Dass das Niveau nach Aussage Ribbecks bei Europameisterschaften aufgrund der kleineren Anzahl von Fußball-Zwergen mittlerweile höher sei als bei Weltmeisterschaften, zeigte sich auch im folgenden EM-Turnier 2004.

EM 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkmarke von den Färöern zum 100-jährigen Jubiläum der FIFA: Spielszene mit Fredi Bobic des Qualifikationsspiels Färöer-Deutschland am 11. Juni 2003 (0:2)
Die Mannschaft vor dem letzten Gruppenspiel gegen Tschechien

Pikanterweise traf man in der Qualifikation für die EM 2004 auf die vom ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts betreuten Schotten. Zwar konnte sich Deutschland letztlich sicher qualifizieren, die Spiele wurden aber nicht souverän bestritten. So gelang auf Island nur ein 0:0, das zu einer anschließenden verbalen Auseinandersetzung zwischen Teamchef Rudi Völler und Moderator Waldemar Hartmann führte.

Bei der Europameisterschaft in Portugal musste die Mannschaft wieder die frühe Heimreise antreten. Hatten die deutschen Anhänger nach dem Unentschieden gegen die Niederlande noch Hoffnung, besiegelten schwache Leistungen beim 0:0 gegen Lettland und der Niederlage gegen die B-Elf von Tschechien das vorzeitige Ausscheiden. Rudi Völler trat anschließend von seinem Amt zurück. Dieser überraschende Rückzug zwei Jahre vor der WM im eigenen Land stellte den DFB vor die schwierige Aufgabe, einen Nachfolger zu finden. Die zu diesem Zweck gebildete Trainerfindungskommission handelte sich aber viele Absagen ein (unter anderen von Ottmar Hitzfeld, Morten Olsen und Arsène Wenger). Nach wochenlanger Suche übernahm den Posten schließlich Jürgen Klinsmann, der der DFB-Führung von Berti Vogts empfohlen worden war.

EM 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Qualifikationsgruppe D für die EM 2008 traf die Nationalmannschaft unter der Leitung von Joachim Löw auf Tschechien, die Slowakei, Irland, Wales, Zypern und San Marino. Die beiden erstplatzierten Mannschaften waren für die Endrunde in der Schweiz und Österreich qualifiziert. Deutschland konnte sich durch ein torloses Remis in Irland bereits drei Spieltage vor Qualifikationsende qualifizieren. Im ersten Spiel der Gruppenphase gelang gegen Polen der erste Sieg bei einer EM nach 12 Jahren. Das anschließende Spiel gegen Kroatien wurde mit 1:2 verloren, auf Grund der Tabellenkonstellation genügte aber ein Remis im abschließenden Spiel gegen Österreich um das Viertelfinale zu erreichen. Trotzdem war die Mannschaft gegen Österreich sehr nervös, konnte aber durch ein Freistoßtor von Michael Ballack mit 1:0 gewinnen. Im Viertelfinalspiel gegen Portugal zeigte die Mannschaft ihre beste Leistung bei der EM und gewann mit 3:2. Mit ebendiesem Ergebnis wurde auch die Türkei im Halbfinale bezwungen, das 3. Tor gelang Philipp Lahm in der 90. Minute. Im Finale hatte die Deutsche Mannschaft dann gegen Spanien kaum Torchancen, wogegen Jens Lehmann mehrere gute Chancen der Spanier vereiteln musste. Das 1:0 durch Fernando Torres konnte er aber auch nicht verhindern und mit diesem Ergebnis gewann Spanien erstmals nach 44 Jahren wieder den Titel und Deutschland wurde zum dritten Mal Vizeeuropameister.

EM 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Szene aus dem Spiel gegen Portugal mit Lukas Podolski (re.) und João Pereira (li.)

In der Qualifikationsgruppe A für die EM 2012 traf die Nationalmannschaft auf die Türkei, Österreich, Belgien, Kasachstan und Aserbaidschan. Gegen die Kasachen, die erst 2002 der UEFA beitraten und im ersten Spiel noch vom deutschen Trainer Bernd Storck betreut wurden, war es das erste Länderspiel einer deutschen Nationalmannschaft. Gegen die von Berti Vogts betreuten Aserbaidschaner spielte Deutschland schon in der Qualifikation für die WM 2010. Bereits nach acht von zehn Spielen, die alle gewonnen wurden, war Deutschland als erste Mannschaft nach den Gastgebern für die Endrunde qualifiziert. Auch die letzten beiden Spiele wurden gewonnen, wodurch Deutschland als einziger Mannschaft zehn Siege in zehn Spielen gelangen, was zuvor nur Tschechien in der Qualifikation für die EM 2000 gelungen war. Mit 9 Toren belegte Miroslav Klose den zweiten Platz in der Torschützenliste der Qualifikation.

Die deutsche Mannschaft beendete die Gruppenphase der Endrunde nach Siegen gegen Portugal, die Niederlande und Dänemark auf dem ersten Platz und traf im Viertelfinale auf Griechenland, gegen das wie beim letzten Aufeinandertreffen 2001 mit 4:2 gewonnen wurde. Damit stellte die deutsche Mannschaft einen neuen Weltrekord mit 15 Pflichtspielsiegen in Folge auf.[2] Im Halbfinale scheiterte die Mannschaft dann aber wieder einmal an Italien.

EM 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der EM nehmen erstmals 24 Mannschaften teil. Für die Auslosung der Qualifikationsgruppen, die am 23. Februar 2014 erfolgte, war Deutschland in Topf 1 gesetzt.[3] Deutschland wurde in Gruppe D gelost. Aus den Töpfen 2, 3 und 6 wurden jeweils die Mannschaften mit dem schlechtesten UEFA-Koeffizienten dieser Töpfe zugelost: Irland, Polen und das erstmals teilnehmende Gibraltar, gegen das Deutschland noch nie gespielt hat. Aus Topf 4 wurde mit Schottland die Mannschaft mit dem drittbesten UEFA-Koeffizienten dieses Topfes und aus Topf 5 mit Georgien, die Mannschaft mit dem zweitschlechtesten UEFA-Koeffizienten des Topfes zugelost.

Irland war zuletzt Gegner in der WM-Qualifikation 2014 am 11. Oktober 2013. Auf Polen traf Deutschland im Rahmen der WM-Vorbereitung am 13. Mai 2014 in Hamburg (0:0). Gegen Schottland spielte Deutschland zuletzt am 10. September 2003 im Rahmen der EM-Qualifikation 2004. Georgien war zuletzt am 7. Oktober 2006 Gegner in einem Freundschaftsspiel. Gegen alle Gruppengegner, gegen die bereits gespielt wurde, hat Deutschland eine positive Bilanz und noch nie ein Pflichtspiel verloren. Die beiden Gruppenersten qualifizieren sich direkt für die EM-Endrunde. Sollte die drittplatzierte Mannschaft bester Gruppendritter sein, ist sie ebenfalls direkt qualifiziert. Die übrigen Gruppendritten spielen in Playoffs vier weitere Teilnehmer aus.

Deutschland startete am 7. September 2014 mit einem 2:1 gegen Schottland in die Qualifikation. Danach wurde trotz einer Vielzahl von Torchancen erstmals ein Spiel gegen Polen verloren und gegen Irland in letzter Minute noch der Ausgleich kassiert. Darauf folgten aber fünf Siege, u. a. im Rückspiel gegen Polen, wodurch Platz 1 übernommen wurde. Damit benötigte die deutsche Mannschaft aus den beiden letzten Spielen nur noch einen Punkt gegen Irland oder einen Sieg gegen Georgien, um sich aus eigener Kraft direkt zu qualifizieren. Da gegen Irland erstmals ein Pflichtspiel verloren wurde, musste der fehlende Punkt gegen Georgien erreicht werden. Mit 2:1 wurden die Georgier dann besiegt, wodurch Deutschland dann doch Gruppensieger wurde. Deutschland konnte aber in den direkten Vergleichen mit den beiden folgenden Mannschaften die wenigsten Punkte (4) holen, wogegen Polen auf sieben und Irland auf fünf Punkte kam.

Für die Gruppenauslosung am 12. Dezember 2015 war Deutschland mit dem besten UEFA-Koeffizienten Topf 1 zugeordnet und konnte daher in der Gruppenphase weder auf Gastgeber Frankreich noch Titelverteidiger Spanien treffen. Zugelost wurden der Mannschaft Qualifikationsgegner Polen, Nordirland und die Ukraine, gegen die das Auftaktspiel gewonnen wurde. Mit Siegen gegen die Ukraine und Nordirland sowie einem torlosen Remis gegen Polen wurde als Gruppensieger das Achtelfinale erreicht, in dem die Slowakei mit 3:0 ausgeschaltet wurde. Im Viertelfinale traf Deutschland auf Italien und konnte die Italiener erstmals bei einem Turnier ausschalten – allerdings erst in einem dramatischen Elfmeterschießen, bei dem erstmals drei deutsche Spieler ihren Elfmeter nicht verwandeln konnten. Im Halbfinale traf Deutschland erstmals bei einer EM auf Frankreich und damit zum fünften Mal in einem EM-Halbfinale auf den Gastgeber. Nachdem es zuvor immer gelungen war den Gastgeber auszuschalten, musste die deutsche Mannschaft diesmal trotz mehr Ballbesitz und Torchancen den Franzosen den Vortritt lassen, die mit 2:0 gewannen.

Spieler mit den meisten Einsätzen bei Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bastian Schweinsteiger, Spieler mit den meisten EM-Spielen für Deutschland (bei der EM 2012)
Spiele Spieler Jahr (Spiele)
18 Bastian Schweinsteiger 2004 (3), 2008 (5), 2012 (5), 2016 (5)
14 Philipp Lahm 2004 (3), 2008 (6), 2012 (5)
13 Mario Gómez 2008 (4), 2012 (5), 2016 (4)
Jürgen Klinsmann 1988 (4), 1992 (5), 1996 (4)
Thomas Häßler 1992 (5), 1996 (6), 2000 (2)
Miroslav Klose 2004 (2), 2008 (6), 2012 (5)
12 Andreas Brehme 1984 (3), 1988 (4), 1992 (5)
Lukas Podolski 2004 (1), 2008 (6), 2012 (4), 2016 (1)
11 Lothar Matthäus 1980 (1), 1984 (3), 1988 (4), 2000 (3)
Michael Ballack 2000 (2), 2004 (3), 2008 (6)
Thomas Müller 2012 (5), 2016 (6)
Manuel Neuer 2012 (5), 2016 (6)
Mesut Özil 2012 (5), 2016 (6)
10 Jérôme Boateng 2012 (4), 2016 (6)
Sami Khedira 2012 (5), 2016 (5)
Jürgen Kohler 1988 (4), 1992 (5), 1996 (1)
Toni Kroos 2012 (4), 2016 (6)
Matthias Sammer 1992 (4), 1996 (6)
9 Thomas Helmer 1992 (3), 1996 (6)
Mats Hummels 2012 (5), 2016 (4)
8 Guido Buchwald 1984 (2), 1988 (2), 1992 (4)
Rudi Völler 1984 (3), 1988 (4), 1992 (1)
Andreas Möller 1992 (3), 1996 (5)
Stefan Reuter 1992 (4), 1996 (4)
Christian Ziege 1996 (6), 2000 (2), 2004 (0)
Torsten Frings 2004 (3), 2008 (5)

Stand: 7. Juli 2016

Spieler mit den meisten Toren bei Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mario Gomez - zusammen mit Jürgen Klinsmann bester EM-Torschütze für Deutschland
Tore Spieler Jahr (Tore)
5 Mario Gómez 2012 (3), 2016 (2)
Jürgen Klinsmann 1988 (2), 1992 (2), 1996 (1)
4 Gerd Müller 1972 (4)
Dieter Müller 1976 (4)
Rudi Völler 1984 (2), 1988 (2)
Lukas Podolski 2008 (3), 2012 (1), 2016 (0)
3 Klaus Allofs 1980 (3)
Karl-Heinz Riedle 1992 (3)
Michael Ballack 2004 (1), 2008 (2)
Miroslav Klose 2008 (2), 2012 (1)
Bastian Schweinsteiger 2008 (2), 2016 (1)

Stand: 7. Juli 2016

Folgende noch aktive Nationalspieler erzielten Tore bei Europameisterschaften:

Tore Spieler Jahr (Tore)
5 Mario Gómez 2012 (3), 2016 (2)
2 Mesut Özil 2012 (1), 2016 (1)
1 Lars Bender 2012 (1)
Jérôme Boateng 2016 (1)
Julian Draxler 2016 (1)
Sami Khedira 2012 (1), 2016 (0)
Marco Reus 2012 (1)
Shkodran Mustafi 2016 (1)

Stand: 9. Oktober 2017

Bei Europameisterschaften gesperrte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996 erhielt Markus Babbel in den ersten beiden Vorrundenspielen zwei Gelbe Karten und war dann für das dritte Vorrundenspiel gesperrt.
  • 1996 erhielt Thomas Strunz nach wiederholtem Foulspiel im Spiel gegen Italien die Gelb-Rote Karte und war für das Viertelfinalspiel gegen Kroatien gesperrt.
  • 2008 erhielt Bastian Schweinsteiger im Vorrundenspiel Kroatien - Deutschland in der Nachspielzeit nach einer Unsportlichkeit gegen Jerko Leko die rote Karte. Damit war er für das letzte Vorrundenspiel Deutschland - Österreich gesperrt.
  • 2012 erhielt Jérôme Boateng in den ersten beiden Gruppenspielen jeweils eine Gelbe Karte und war damit für das dritte Gruppenspiel gegen Dänemark gesperrt.
  • 2016 erhielt Mats Hummels im Viertelfinale die zweite Gelbe Karte und war für das Halbfinale gesperrt.

Bilanz gegen die EM-Gastgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei elf EM-Teilnahmen traf Deutschland sechs Mal auf den jeweiligen Gastgeber. Jeweils im Halbfinale siegte Deutschland bei der EM 1972 gegen Belgien, 1976 gegen Jugoslawien, 1992 gegen Schweden und 1996 gegen England. Bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz trug Deutschland mit einem Sieg über Österreich in der Gruppenphase zur deren Ausscheiden bei. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich unterlag Deutschland erstmals einem EM-Gastgeber. Bei der EM 1988 unterlag man als Gastgeber im Halbfinale dem späteren Europameister Niederlande.

Bilanz gegen die anderen Europameister bei Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tschechoslowakei/Tschechien: 5 Spiele (davon 2 Finale), 3 Siege, 1 Remis (1 Niederlage i. E.), 1 Niederlage, 8:5 Tore (3:5 i. E.)
  • Niederlande: 5 Spiele, 2 Siege, 1 Remis, 2 Niederlagen, 8:9 Tore
  • Portugal: 4 Spiele, 2 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage, 4:5 Tore
  • Italien: 4 Spiele, 3 Remis (1 Sieg i. E.), 1 Niederlage, 3:4 Tore (6:5 i. E.)
  • UdSSR/GUS/Russland: 3 Spiele (davon 1 Finale), 2 Siege, 1 Remis, 7:1 Tore
  • Dänemark: 3 Spiele (davon 1 Finale), 2 Siege, 1 Niederlage, 4:3 Tore
  • Spanien: 3 Spiele (davon 1 Finale), 1 Sieg, 2 Niederlagen, 2:2 Tore
  • Griechenland: 2 Spiele, 1 Sieg, 1 Remis, 4:2 Tore
  • Frankreich: 1 Spiel, 1 Niederlage, 0:2 Tore

Anteil der im Ausland spielenden Spieler im EM-Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals zur EM 1980 wurden mit Rainer Bonhof und Uli Stielike Spieler in den EM-Kader berufen, die nicht in der Bundesliga spielten, obwohl schon zuvor deutsche Spieler im WM-Kader standen, die im Ausland tätig waren und auch 1972 und 1976 im Ausland spielten, z. B. Karl-Heinz Schnellinger, der 1972 mit dem AC Mailand den italienischen Pokal gewann und Günter Netzer, der 1976 mit Real Madrid in Spanien das Double geholt hatte. Der erste Höhepunkt des Einsatzes sogenannter "Legionäre" wurde 1992 erreicht, als 8 Spieler im Kader standen, die nicht in der Bundesliga spielten. Dieser Wert wurde erst 2016 überboten, Das ist die höchste Anzahl von "Legionären", die je in einem deutschen Kader für ein Turnier stand, bedingt auch wie 24 Jahre zuvor durch den WM-Erfolg zwei Jahre zuvor, durch den weitere deutsche Spieler ins Ausland wechselten. Nach 1992 nahm die Zahl wieder ab. Die meisten Legionäre spielten in den Topligen in England, Italien oder Spanien, nur vier (Lothar Matthäus/USA, Stefan Kuntz, Mario Gómez und Lukas Podolski/Türkei) spielten in anderen Ligen. Oliver Bierhoff und Shkodran Mustafi sind die einzigen dieser Legionäre, die erst nach ihrem Wechsel ins Ausland Nationalspieler wurden. Im Gegensatz zu den "Legionären" der deutschen WM-Kader, kamen bei den Europameisterschaften nicht alle Legionäre immer zum Einsatz. Allerdings wurden bei den meisten Europameisterschaften weniger Spiele bestritten als bei Weltmeisterschaften. Zudem stand mit Jens Lehmann nur bei einer EM ein "Legionär" als Ersatz-Torhüter im Kader. Rainer Bonhof und Ersatztorhüter Marc-André ter Stegen sind die bisher einzigen Spieler, die als "Legionär" nie zum Einsatz kamen, Bonhof bestritt als Bundesliga-Spieler aber beide Spiele bei der EM 1976.

Jahr (Spiele) Anzahl (Länder) Spieler (Einsätze)
1972 (2) 0
1976 (2) 0
1980 (4) 2 (Spanien) Rainer Bonhof (0), Uli Stielike (4)
1984 (3) 1 (Spanien) Uli Stielike (3)
1988 (4) 2 (Italien) Thomas Berthold (1), Rudi Völler (4)
1992 (5) 8 (Italien) Andreas Brehme (5), Thomas Doll (4), Thomas Häßler (5), Jürgen Klinsmann (5), Jürgen Kohler (5), Stefan Reuter (4), Karl-Heinz Riedle (5), Rudi Völler (1)
1996 (6) 2 (1 in Italien, 1 in der Türkei) Oliver Bierhoff (3), Stefan Kuntz (5)
2000 (3) 4 (2 in England, 1 in Italien, 1 in USA) Oliver Bierhoff (1), Dietmar Hamann (3), Lothar Matthäus (3), Christian Ziege (2)
2004 (3) 3 (England) Jens Lehmann (0), Dietmar Hamann (3), Christian Ziege (0)
2008 (6) 4 (2 in England, 2 in Spanien) Michael Ballack (6), Jens Lehmann (6), Christoph Metzelder (6), David Odonkor (1)
2012 (5) 4 (2 in Spanien, 1 in Italien, 1 in England) Mesut Özil/Real Madrid (5), Sami Khedira/Real Madrid (5), Miroslav Klose/Lazio Rom (5), Per Mertesacker/FC Arsenal (0)
2016 (6) 9 (3 in England, 1 in Italien, 3 in Spanien, 2 in der Türkei) Emre Can (1), Mesut Özil (6), Bastian Schweinsteiger (5); Sami Khedira (5); Toni Kroos (6), Shkodran Mustafi (2), Marc-André ter Stegen (0); Mario Gómez (4), Lukas Podolski (1)

Stand: 7. Juli 2016

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rekordspieler: Bastian Schweinsteiger 18 Spiele
  • Rekordteilnahmen: Lothar Matthäus 4× (1980, 1984, 1988, 2000), Lukas Podolski 4× (2004, 2008, 2012, 2016) und Bastian Schweinsteiger 4× (2004, 2008, 2012, 2016)
  • Rekordtorschütze: Mario Gómez und Jürgen Klinsmann je 5 Tore
  • Rekordtorhüter: Manuel Neuer 10 Spiele
  • Rekordtrainer: Joachim Löw 17 Spiele (Europarekord)
  • Deutsche Torschützenkönige:
  • Höchsten Siege bei EM-Turnieren:
  • Die deutsche Mannschaft erzielte ihre höchsten Siege gegen folgende Länder bei EM-Turnieren:
  • Gegen folgende Länder kassierte die deutsche Mannschaft ihre höchsten Niederlagen bei EM-Turnieren:
    • PortugalPortugal Portugal: Vorrunde 2000 - 0:3 (zugleich die höchste Niederlage Deutschlands bei einer EM)[5]
  • Deutschland erzielte in Qualifikationsspielen die zweitmeisten Tore pro Spiel: 2,42 (Stand: 11. Oktober 2015)

Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielorte (grün = pos. Bilanz, gelb = ausgegl. Bilanz, rot = neg. Bilanz, fett = Finalorte, A = Antwerpen, R = Rotterdam, Zahl in Klammern = Anzahl der Spiele, wenn > 1)

Deutschland bestritt bisher 49 EM-Spiele, davon wurden 26 gewonnen, 11 verloren und 12 endeten remis. Fünfmal mussten Remis-Spiele verlängert werden, da ein Sieger ermittelt werden musste, am häufigsten gegen die Tschechoslowakei und dessen Nachfolger Tschechien (2×). Dabei konnte nur ein Spiel in der Verlängerung regulär gewonnen werden, zudem zwei Spiele im Elfmeterschießen und ein Spiel durch Golden Goal. Ein Spiel wurde im Elfmeterschießen verloren. Deutschland nahm zweimal (1980 gegen den Titelverteidiger und 1988 als Gastgeber) am ersten oder Eröffnungsspiel der EM teil.

Deutschland hatte bisher vier Heimspiele und spielte am häufigsten (sechsmal) gegen den Gastgeber (5× im Halbfinale: 1972, 1976, 1992, 1996 und 2016; 1× in der Vorrunde: 2008). Einmal (1980) traf Deutschland auf den Titelverteidiger. Viermal spielte Deutschland gegen den späteren Europameister: 1976 (Finale), 1988 (Halbfinale), 1992 (Finale) und 2008 (Finale).

Alle EM-Spiele
Nr. Datum Ergebnis Gegner Austragungsort Anlass Bemerkungen
1 14. Juni 1972 2:1 BelgienBelgien Belgien A Antwerpen (BEL), Bosuilstadion Halbfinale
2 18. Juni 1972 3:0 Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion * Brüssel (BEL), Heyselstadion Finale Erster Europameistertitel
50. Länderspieltor von Gerd Müller
3 17. Juni 1976 4:2 n. V. Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien A Belgrad (YUG), Stadion Roter Stern Halbfinale Einziges EM-Spiel, das Deutschland ohne Elfmeterschießen oder Golden Goal in der Verlängerung gewinnen konnte.
4 20. Juni 1976 2:2 n. V., 3:5 i. E. TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei * Belgrad (YUG), Stadion Roter Stern Finale Franz Beckenbauer macht als erster deutscher und fünfter Spieler insgesamt sein 100. Länderspiel
Nacht von Belgrad
erstes Elfmeterschießen
5 11. Juni 1980 1:0 TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei * Rom (ITA), Stadio Olimpico Vorrunde
6 14. Juni 1980 3:2 NiederlandeNiederlande Niederlande * Neapel (ITA), Stadio San Paolo Vorrunde erstes Länderspiel von Lothar Matthäus
7 17. Juni 1980 0:0 GriechenlandGriechenland Griechenland * Turin (ITA), Stadio Comunale Vorrunde mit diesem Remis endete die Siegesserie der Nationalmannschaft (12 Siege in Folge)
8 22. Juni 1980 2:1 BelgienBelgien Belgien * Rom (ITA), Stadio Olimpico Finale Zweiter Europameistertitel
9 14. Juni 1984 0:0 PortugalPortugal Portugal * Straßburg (FRA), Meinau-Stadion Vorrunde
10 17. Juni 1984 2:1 Rumänien 1965Rumänien Rumänien * Lens (FRA), Stade Félix Bollaert Vorrunde 500. Länderspiel der Nationalmannschaft
11 20. Juni 1984 0:1 SpanienSpanien Spanien * Paris (FRA), Prinzenparkstadion Vorrunde letztes Länderspiel unter Bundestrainer Jupp Derwall
12 10. Juni 1988 1:1 ItalienItalien Italien H Düsseldorf, Rheinstadion Vorrunde
13 14. Juni 1988 2:0 DanemarkDänemark Dänemark H Gelsenkirchen, Parkstadion Vorrunde
14 17. Juni 1988 2:0 SpanienSpanien Spanien H München, Olympiastadion Vorrunde
15 21. Juni 1988 1:2 NiederlandeNiederlande Niederlande H Hamburg, Volksparkstadion Halbfinale
16 12. Juni 1992 1:1 GUSGUS GUS * Norrköping (SWE), Idrottspark Vorrunde einziges Länderspiel gegen die GUS
17 15. Juni 1992 2:0 SchottlandSchottland Schottland * Norrköping (SWE), Idrottspark Vorrunde höchster Sieg gegen Schottland
18 18. Juni 1992 1:3 NiederlandeNiederlande Niederlande * Göteborg (SWE), Ullevi Vorrunde
19 21. Juni 1992 3:2 SchwedenSchweden Schweden A Solna (SWE), Råsundastadion Halbfinale
20 26. Juni 1992 0:2 DanemarkDänemark Dänemark * Göteborg (SWE), Ullevi-Stadion Finale
21 09. Juni 1996 2:0 TschechienTschechien Tschechien * Manchester (ENG), Old Trafford Vorrunde erstes Länderspiel gegen Tschechien;
höchster Sieg gegen Tschechien
22 16. Juni 1996 3:0 RusslandRussland Russland * Manchester (ENG), Old Trafford Vorrunde 50. Sieg auf neutralem Platz
23 19. Juni 1996 0:0 ItalienItalien Italien * Manchester (ENG), Old Trafford Vorrunde
24 23. Juni 1996 2:1 KroatienKroatien Kroatien * Manchester (ENG), Old Trafford Viertelfinale
25 26. Juni 1996 1:1 n. V., 6:5 i. E. EnglandEngland England A London (ENG), Wembley-Stadion Halbfinale
26 30. Juni 1996 2:1 n. GG. TschechienTschechien Tschechien * London (ENG), Wembley-Stadion Finale Golden Goal von Oliver Bierhoff;
dritter Europameistertitel
27 12. Juni 2000 1:1 RumänienRumänien Rumänien * Lüttich (BEL), Maurice-Dufrasne-Stadion Vorrunde 100. Länderspiel von Thomas Häßler
28 17. Juni 2000 0:1 EnglandEngland England * Charleroi (BEL), Stade du Pays de Charleroi Vorrunde
29 20. Juni 2000 0:3 PortugalPortugal Portugal * Rotterdam (NED), De Kuip Vorrunde höchste Niederlage gegen Portugal;
24. und letztes Länderspiel unter Bundestrainer Erich Ribbeck;
150. und letztes Länderspiel von Lothar Matthäus;
101. und letztes Länderspiel von Thomas Häßler;
100. und letztes Länderspiel von Ulf Kirsten (davon 49 für die DDR)
30 15. Juni 2004 1:1 NiederlandeNiederlande Niederlande * Porto (POR), Estádio do Dragão Vorrunde
31 19. Juni 2004 0:0 LettlandLettland Lettland * Porto (POR), Estádio do Bessa Século. XXI Vorrunde
32 23. Juni 2004 1:2 TschechienTschechien Tschechien * Lissabon (POR), Estádio José Alvalade XXI Vorrunde 53. und letztes Länderspiel unter Teamchef Rudi Völler
33 08. Juni 2008 2:0 PolenPolen Polen * Klagenfurt (AUT), Wörthersee Stadion Vorrunde
34 12. Juni 2008 1:2 KroatienKroatien Kroatien * Klagenfurt (AUT), Wörthersee Stadion Vorrunde
35 16. Juni 2008 1:0 OsterreichÖsterreich Österreich A Wien (AUT), Ernst-Happel-Stadion Vorrunde
36 19. Juni 2008 3:2 PortugalPortugal Portugal * Basel (SUI), St. Jakob-Park Viertelfinale
37 25. Juni 2008 3:2 TurkeiTürkei Türkei * Basel (SUI), St. Jakob-Park Halbfinale
38 29. Juni 2008 0:1 SpanienSpanien Spanien * Wien (AUT), Ernst-Happel-Stadion Finale
39 09. Juni 2012 1:0 PortugalPortugal Portugal * Lwiw (UKR), Arena Lwiw Vorrunde
40 13. Juni 2012 2:1 NiederlandeNiederlande Niederlande * Charkiw (UKR), Metalist-Stadion Vorrunde
41 17. Juni 2012 2:1 DanemarkDänemark Dänemark * Lwiw (UKR), Arena Lwiw Vorrunde 100. Länderspiel von Lukas Podolski
42 22. Juni 2012 4:2 GriechenlandGriechenland Griechenland * Danzig (POL), PGE Arena Viertelfinale neuer Weltrekord für Deutschland durch 15. Pflichtspielsieg in Folge[6]
43 28. Juni 2012 1:2 ItalienItalien Italien * Warschau (POL), Stadion Narodowy Halbfinale
44 12. Juni 2016 2:0 UkraineUkraine Ukraine * Lille (FRA) Vorrunde
45 16. Juni 2016 0:0 PolenPolen Polen * Saint-Denis (FRA) Vorrunde
46 21. Juni 2016 1:0 NordirlandNordirland Nordirland * Paris (FRA) Vorrunde
47 26. Juni 2016 3:0 SlowakeiSlowakei Slowakei * Lille (FRA) Achtelfinale
48 02. Juli 2016 1:1 n. V.; 6:5 i. E. ItalienItalien Italien * Bordeaux (FRA) Viertelfinale
49 07. Juli 2016 0:2 FrankreichFrankreich Frankreich A Marseille (FRA) Halbfinale

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Davon zwei Spiele im Elfmeterschießen gewonnen und eins verloren
  2. Im Blickpunkt: Gomez, Nowitzki und ein möglicher Rekord. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 22. Juni 2012, abgerufen am 8. September 2014.
  3. Auslosung der EURO-Qualifikation: Topf 1 im Fokus. In: uefa.com. UEFA, 20. Februar 2014, abgerufen am 11. März 2014.
  4. DFB.de: Bilanz gegen Schottland
  5. DFB.de: Bilanz gegen Portugal
  6. dpa: 15. Pflichtspielsieg in Serie: Deutschland schafft Bestmarke. In: echo-online.de. Darmstädter Echo, 22. Juni 2012, archiviert vom Original am 12. Oktober 2013; abgerufen am 11. September 2013.