Feijenoord-Stadion

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Feijenoord-Stadion
„De Kuip“
Außenansicht von „De Kuip“
Innenraum von „De Kuip“
Daten
Ort Van Zandvlietplein 1
NiederlandeNiederlande 3077 AA Rotterdam, Niederlande
Koordinaten 51° 53′ 37,9″ N, 4° 31′ 23,5″ OKoordinaten: 51° 53′ 37,9″ N, 4° 31′ 23,5″ O
Klassifikation 4
Baubeginn 1935
Eröffnung 27. März 1937
Erstes Spiel 27. März 1937
Feyenoord Rotterdam - Beerschot VAC 5:2
Renovierungen 1941, 1958, 1994
Oberfläche Naturrasen
Architekt Brinkman en Van der Vlugt (Stadionbau)
Broekbakema (Renovierung)
Kapazität 51.117 Plätze
Spielfläche 105 × 69 m
Verein(e)
Veranstaltungen

Das Feijenoord-Stadion (niederländisch Stadion Feijenoord, im Volksmund auch bekannt als De Kuip, deutsch Die Wanne) ist ein Fußballstadion in der niederländischen Stadt Rotterdam. Nach der Amsterdam Arena mit 54.033 Plätzen ist es mit 51.117 Plätzen das zweitgrößte Stadion der Niederlande.[1] Vom europäischen Fußballverband UEFA wurde das 1937 eröffnete in die Stadionkategorie 4 eingestuft. Der Ehrendivisionär Feyenoord Rotterdam trägt dort seine Heimspiele aus. Das Spielstätte wurde von 1935 bis 1937, nach den Plänen vom Rotterdamer Architekturbüro Brinkman en Van der Vlugt, erbaut und 1994 mit einem Halbdach ausgestattet. Zur Fußball-Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden wurde es auf 52.000 überdachte Sitzplätze erweitert und modernisiert.

Sporthistorische Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadion hält den Rekord für die Anzahl der hier ausgetragenen Europapokal-Endspiele, insgesamt neun Endspiele wurden hier absolviert bis zur Einführung der UEFA Champions League. Hier fand unter anderem auch das EM-Finale 2000 zwischen Frankreich und Italien statt, bei dem sich die „Equipe Tricolore“ nach dem Weltmeistertitel von 1998 im eigenen Land durch den Sieg an dieser Stelle das Double sicherte.

Technische Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein besonderes Markenzeichen des Stadions ist das zum Spielfeld stark abfallende Dach, das zudem sehr schmal ist, aber trotzdem fast die kompletten Zuschauerränge mit Ober- und Unterrang sowie die Logen überdeckt. Vor der Haupttribüne wurden nach britischem Vorbild alle Zäune entfernt, trotz der Gefahr der besonders militanten holländischen Hooligans. Ausschreitungen konnten jedoch bei den Spielen zumindest in den Stadien verhindert werden. Der Eingang für Gästefans ist komplett von dem der Rotterdamer Fans abgeschirmt. Zusätzlich wurde ein Tunnel errichtet, durch den die gegnerischen Anhänger ins Stadion gelangen. Hierdurch soll vor allem ein Aufeinandertreffen beider Parteien verhindert werden. Das Stadion in Rotterdam ist mit einer modernen Flutlichtanlage und einer LED-Anzeige ausgestattet.

Zukunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feyenoord Rotterdam plant seit einigen Jahren den Neubau eines Stadions. Das Stadion soll an der Nieuwe Maas, unweit des alten Stadions, entstehen und ist Teil eines Revitalisierungsprojekts des Stadtgebiets. Die Arbeiten für die 400 bis 500 Mio. Euro teure Arena mit 63.000 Plätzen, die auf einer Plattform teilweise über dem Wasser gebaut werden soll, sollen 2018 starten und bis zur Saison 2022/23 abgeschlossen sein. Das alte Feijenoord-Stadion soll für die weitere Nutzung umgebaut werden. Der Oberrang und das Dach werden entfernt. Dort sollen Wohnungen mit einem Panoramablick entstehen und eine Leichtathletikanlage soll wieder im Stadionrund installiert werden. De Kuip soll weiter als Vereinsmuseum sowie als Brauerei dienen. Der Entwurf stammt vom Office for Metropolitan Architecture (O.M.A.) aus Rotterdam.[2]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Feijenoord Stadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. dekuip.nl: Over Stadion Feijenoord (niederländisch)
  2. stadiumdb.com: Nieuw Feyenoord-Stadion (englisch)