Lahti Ski Games

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Lahti Ski Games 2001
Salpausselkä-Schanze bei der Weltmeisterschaft 2001

Die Lahti Ski Games (finnisch Salpausselän Kisat) sind eine seit 1923[1] jährlich Ende Februar oder Anfang März ausgetragene Wettbewerbsserie im nordischen Skisport in der finnischen Stadt Lahti. Sechsmal wurden die Spiele bereits als Nordische Skiweltmeisterschaften ausgetragen, so 1926, 1938, 1958, 1978, 1989 und 2001. Auch die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 werden im Rahmen der Spiele ausgetragen. Zudem sind die Spiele Teile der Austragungen der Weltcups der jeweiligen Sportarten.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Lahti Ski Games wurden am 3. und 4. Februar 1923 nach dem Vorbild des Holmenkollen Skifestival in Lahti ausgetragen. Die Idee dazu brachten die beiden finnischen Holmenkollensieger Anton Collin und Tapani Niku mit nach Lahti. Mit der ersten Austragung von Nordischen Skiweltmeisterschaften im Jahre 1926 kamen auch erstmals ausländische Teilnehmer zu der bis dahin nur national ausgetragen Veranstaltung. Es nahmen dabei Athleten aus 15 den Ländern teil, die 1924 Gründungsmitglieder der Fédération Internationale de Ski waren. Der Architekt Carolus Lindberg zeichnete verantwortlich für einen Großteil der Infrastrukturgebäude an den Skianlagen. 1930 wurde die Veranstaltung wegen Schneemangels abgesagt. Zehn Jahre später verhinderte der Winterkrieg die Austragung. 1942 wurden wegen des Zweiten Weltkriegs keine Spiele durchgeführt.

Bei den Lahti Ski Games 1952 nahmen erstmals auch Frauen teil. Trotz immer höherer Athletenzahlen wurde die Veranstaltung in den 1960er und Anfang der 1970er Jahre nur wenig medial betrachtet. Nachdem man bereits ab 1932 die Spiele Live im Rundfunk übertragen hatte, begann man ab 1971 auch mit der TV-Austragung aus nationaler Ebene. Ab der Weltmeisterschaft 1978 wurden die Wettbewerbe auch international live übertragen.

Salpausselkä-Medaille[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1960 wird – analog zur Holmenkollen-Medaille – eine Medaille an verdiente Sportler verliehen. Erster Preisträger war Tapani Niku. Zwischen 1984 und 1988 gewann der weltweit erfolgreiche Skispringer Matti Nykänen sieben Mal die Medaille.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salpausselän seisake

Für die Anbindung des Wintersportzentrums in Lahti wurde 1938 direkt am Wettbewerbsgelände eine eigene Bahnstation errichtet. Diese wurde 1958 für die Weltmeisterschaften ans südliche Ende verlegt. Beide Stationen sind heute nicht mehr aktiv, dafür wird die Salpausselän seisake als offizieller Zubringerbahnhof genutzt. Auf dem Gelände des Lahti Sports Centre befindet sich auch das Lahden Kaupunginmuseo, das lokale Skimuseum.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lahti Ski Games – An Event for Fans of Winter Sports. In: lomography.de. 2. Juli 2016, abgerufen am 15. April 2016.
  2. The competition programme of Lahti Ski Games confirmed. In: lahti2017.fi. 5. März 2016, abgerufen am 15. April 2016 (finnisch).
  3. Lahden Kaupunginmuseo : Ski Museum. In: lahdenmuseot.fi. Abgerufen am 15. April 2016.