Urost

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Urost
Urost (Frankreich)
Urost
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Pyrénées-Atlantiques
Arrondissement Pau
Kanton Pays de Morlaàs et du Montanérès
Gemeindeverband Nord Est Béarn
Koordinaten 43° 20′ N, 0° 9′ WKoordinaten: 43° 20′ N, 0° 9′ W
Höhe 303–374 m
Fläche 2,33 km2
Einwohner 77 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 33 Einw./km2
Postleitzahl 64160
INSEE-Code

Rathaus von Urost

Urost ist eine französische Gemeinde mit 77 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Pays de Morlaàs et du Montanérès (bis 2015: Kanton Morlaàs).

Der Name in der gascognischen Sprache lautet Uròst.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urost liegt ca. 20 km nordöstlich von Pau in der historischen Provinz Béarn am östlichen Rand des Départements.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Lespourcy
Sedzère Nachbargemeinden
Lombia

Urost liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour.

Der Petit Lées, ein Nebenfluss des Lées, durchquert zusammen mit seinem Zufluss, dem Ruisseau de Capdelaut, das Gebiet der Gemeinde. Der Arriou Tort, ein Nebenfluss des gleichnamigen Lées, markiert die Grenze zur westlichen Nachbargemeinde Sedzère.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf war im Mittelalter wenig entwickelt, wie die Zählung von nur vier Häusern im Jahr 1385 bestätigt. Urost gehörte dabei zur Bailliage von Pau. Während einer längeren Zeit berechtigte der Besitz der Grundherrschaft von Lespourcy, Maubecq und Urost das Recht auf nur einen Sitz in der Ständeversammlung des Béarn.[3][4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf ein Niveau von rund 100, das bis zum Ende des Jahrhunderts anhielt. In der Folgezeit stagnierte die Größe der Gemeinde bei kurzzeitigen Phasen der Erholung bis zu den 1970er Jahren auf rund 35 Einwohner. Seitdem ist ein Aufwärtstrend zu verzeichnen, der noch andauert.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2010 2016
Einwohner 42 37 34 36 61 60 59 64 77
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,[5] INSEE ab 2006[6][7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche, geweiht Johannes dem Täufer. Sie wurde vermutlich im 12. Jahrhundert im romanischen Stil errichtet. Einige der ursprünglichen Elemente sind noch erhalten, beispielsweise die abgerundeten Gebäudeecken und die abgerundete Zarge des südlichen Eingangs. Dessen Tür aus Holz ist nicht mehr das ursprüngliche Artefakt. Sein Sturz trägt die Jahreszahl „1737“ und weist damit auf den Zeitpunkt einer Restauration hin. Die Einfassung der Tür ist teilweise unverputzt und lässt das Mauerwerk der Wand erkennen. Die letzte Restaurierung der Pfarrkirche erfolgte 1871. Das Langhaus mit einem Hauptschiff ist trapezförmig gebaut und nach Westen mit einem Glockengiebel abgeschlossen. Die Malereien im Inneren sind das Werk von dem Maler Incams aus Morlaàs. Die Kirche birgt einen Tabernakel aus Kastanienholz, der aus dem späten 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert und in Teilen vermutlich von Pierre Caron aus Lescar gefertigt wurde, einen weiteren von Claverie und einen aus Eichenholz gefertigten und vergoldeten Tabernakel in der Sakristei. Viele weitere Einrichtungsgegenstände der Kirche stammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und sind als nationale Kulturgüter registriert.[8][9][10]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[11]
Gesamt = 11

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urost wird durchquert von der Route départementale 145.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Urost – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Urost (fr) Gasconha.com. Abgerufen am 3. Januar 2018.
  2. Ma commune : Urost (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 3. Januar 2018.
  3. Urost (fr) Conseil régional d’Aquitaine. Archiviert vom Original am 4. Januar 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 3. Januar 2018.
  4. Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 171. 1863. Abgerufen am 3. Januar 2018.
  5. Notice Communale Urost (fr) EHESS. Abgerufen am 3. Januar 2018.
  6. Populations légales 2006 Commune d’Urost (64544) (fr) INSEE. Abgerufen am 3. Januar 2018.
  7. Populations légales 2015 Commune d’Urost (64544) (fr) INSEE. Abgerufen am 3. Januar 2018.
  8. Église Saint-Jean-Baptiste d’Urost (fr) Conseil régional d’Aquitaine. Archiviert vom Original am 3. Januar 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 3. Januar 2018.
  9. Porte de l’église Saint-Jean-Baptiste d’Urost (fr) Conseil régional d’Aquitaine. Archiviert vom Original am 4. Januar 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr Abgerufen am 3. Januar 2018.
  10. Eglise paroissiale Saint-Jean-Baptiste (fr) Ministerium für Kultur und Kommunikation. Abgerufen am 3. Januar 2018.
  11. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune d’Urost (64544) (fr) INSEE. Abgerufen am 3. Januar 2018.