Botticino

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Botticino
Wappen
Botticino (Italien)
Botticino
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Brescia (BS)
Lokale Bezeichnung Butizì
Koordinaten 45° 33′ N, 10° 19′ OKoordinaten: 45° 33′ 0″ N, 10° 19′ 0″ O
Höhe 153 m s.l.m.
Fläche 18 km²
Einwohner 10.847 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 25080-82
Vorwahl 030
ISTAT-Nummer 017023

Botticino ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Brescia, Lombardei. Auf einer Grundfläche von 18 km² zählt Botticino 10.847 Einwohner (Stand 31. Dezember 2019).

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist die Gemeinde durch den Abbau des Natursteins Botticino und den Anbau von Wein.

Luftaufnahme eines Steinbruchs bei Botticino (Provinz Brescia, Italien)

Naturstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um den Ort Botticino befinden sich mehr als 30 Steinbrüche, die den Naturstein Botticino mit den Handelsbezeichnungen Botticino Fiorito, Botticino Classico und Botticino Semiclassico weltweit verkaufen. Es handelt sich um einen Kalkstein, der populär auch als Marmor bezeichnet wird, weil er polierfähig ist.

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Gemeinden Botticino, Rezzato und Brescia, bzw. Teilen davon wird ein Rotwein mit dem Namen Botticino angebaut, der seit 1968 den Status einer „kontrollierten Herkunftsbezeichnung“ („Denominazione di origine controllata“ – DOC) hat.[2]

Erzeugung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Rebsorten müssen bei der Erzeugung verwendet werden:[2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: rubinrot mit granatroten Reflexen
  • Geruch: weinig und intensiv
  • Geschmack: trocken, harmonisch, leicht tanninhaltig
  • Alkoholgehalt: mindestens 11,5 Vol.-%
  • Säuregehalt: mind. 5,0 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 20,0 g/l[2]

Für das Prädikat Riserva sind mindestens 12,5 Vol.-% Alkohol und 22 g/l Trockenextrakt vorgeschrieben; außerdem müssen die Weine mindestens zwei Jahre (kann auch in Holzfässern sein) gelagert werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Valeria Camaschella (Hrsg.): Lexikon der italienischen Weine – Sämtliche DOCG- & DOC-Weine. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2002, ISBN 3-7742-0756-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. a b c Disciplinare di Produzione (Produktionsvorschriften und Beschreibung). (PDF) wineacts.it, abgerufen am 16. Juli 2020 (italienisch, I vini italiani a Dop e a Igp).