Bundesautobahn 16

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Bundesautobahn 16 in Deutschland
Bundesautobahn 16
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland

Bundesland:

Status: Planung verworfen

Die Bezeichnung Bundesautobahn 16 (Abkürzung: BAB 16) – Kurzform: Autobahn 16 (Abkürzung: A 16) – war für eine in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen geplante Autobahn vorgesehen.

Die A 16 sollte Leipzig mit der Bundesgrenze zu Polen verbinden. Sie wurde zunächst als Ersatz für die Bundesstraße 87 von Leipzig über Torgau und Lübben (Spreewald) nach Frankfurt (Oder) zur A 12 vorgesehen. Später wurde eine ab Torgau geänderte Führung über Elsterwerda und Cottbus nach Frankfurt (Oder) bzw. über Elsterwerda, Hoyerswerda und Weißwasser zur dortigen Bundesgrenze und die Möglichkeit der Weiterführung zur polnischen A 18 bei Żary diskutiert. Ost-südöstlich von Leipzig sollte sie die inzwischen bestehende A 38 verlängern, die bisher am Dreieck Parthenaue an der A 14 endet. An einem Kreuz Ruhland sollte sie sich mit der A 13 kreuzen. Mit der ebenfalls vorgesehenen A 18 war ein Kreuz in Weißwasser geplant.

Im Bundesverkehrswegeplan aus dem Jahr 2003 ist der 49,9 Kilometer lange Abschnitt zwischen Dreieck Parthenaue und Torgau in den Weiteren Bedarf eingestuft. Im Vordringlichen Bedarf wird auch der vierstreifige Ausbau der B 87 von Leipzig nach Torgau, sowie deren zweistreifige Weiterführung nach Frankfurt (Oder) geführt. Ebenfalls vordringlich ist der schrittweise Ausbau der Bundesstraßen 183 und 169 von Torgau nach Ruhland. Als Bundesstraße 160 war bis Juli 2011 von Hoyerswerda und Weißwasser ein neuer Zubringer zur A 13 bei Ruhland geplant.

Im November 2017 forderten einige Landräte der umliegenden Landkreise in einer "Torgauer Erklärung" den Aufbau einer neuen Autobahn bzw. Fernstraße, die als Entlastungsstrecke für die weiter südlich verlaufenden Bundesautobahnen A4 und A14 dienen solle. Das Projekt sei notwendig, um neuen Unternehmen attraktive Standorte in der wirtschaftlich derzeit noch durch Tagebaue geprägten Lausitz zu bieten und damit durch den Strukturwandel bedrohte Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Ein erster Entwurf einer Streckenführung schlägt auch eine Route über Delitzsch vor, die dann bei Brehna die A9 kreuzen würde. Generell sei die Trassenführung an bisherigen Straßen zu orientieren. Bevor es zu einer Realisierung kommen könnte, müsste das Projekt aber erst in den Bundesverkehrswegeplan eingefügt werden.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neuer Vorstoß für Ost-West-Straßenverbindung: Neun Landräte, drei Bundesländer und eine Erklärung. In: MDR Sachsen. 10. November 2017, abgerufen am 10. November 2017.