Folgaria

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Folgaria
Wappen
Folgaria (Italien)
Folgaria
Staat Italien
Region Trentino-Südtirol
Provinz Trient (TN)
Koordinaten 45° 55′ N, 11° 11′ OKoordinaten: 45° 55′ 0″ N, 11° 11′ 0″ O
Höhe 1169 m s.l.m.
Fläche 71 km²
Einwohner 3.163 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 45 Einw./km²
Postleitzahl 38064
Vorwahl 0464
ISTAT-Nummer 022087
Volksbezeichnung Folgaretani
Website Comune di Folgaria
Blick auf Folgaria
Blick auf Folgaria

Folgaria (zimbrisch Folgrait, deutsch Vielgereuth) ist eine Gemeinde mit 3163 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in der Provinz Trient in Italien.

Die Nachbargemeinden sind Caldonazzo, Altopiano della Vigolana, Besenello, Calliano, Lavarone, Lastebasse (VI), Rovereto, Terragnolo, Laghi (VI).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochebene von Folgaria befindet sich auf einer Höhe von 900–1000 über NN an den Südhängen des Monte Cornetto und umfasst das Gebiet, das von der breiten Talfurche des Rio Cavallo bis zur Grenze der Provinz Vicenza reicht.

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste zimbrische Ansiedlung in Folgaria geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Es wird angenommen, dass die Siedler aus den Dreizehn Gemeinden oder eher aus den siedlungsgeschichtlich älteren Sieben Gemeinden auf der Hochfläche von Sleghe / Asiago kamen. Folgaria war bis ins 20. Jahrhundert hinein gemeinsam mit der Nachbargemeinde Lavarone Teil einer heute nur noch aus der Gemeinde Lusern bestehenden Zimbrischen Sprachinsel im Trentino. Heute ist der deutsche Dialekt als Muttersprache durch die italienische Sprache vollständig verdrängt. Zahlreiche Flurnamen und lokale Bezeichnungen lassen noch die zimbrische Geschichte der Orte erkennen.

In Folgaria und Lavarone wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts noch zimbrisch gesprochen, doch während der Faschistenzeit (1922–1943) wurden alle zimbrischen Traditionen und die Sprache im öffentlichen und privaten Bereich infolge der Politik der Italianisierung durch Mussolini und Ettore Tolomei unterdrückt und verboten. In den in Richtung Lavarone / Lafraun gelegenen östlichen Fraktionen Carbonare (deutsch: Kohligen, zimbrisch: Khoulegen) und San Sebastiano di Folgaria (deutsch: Sankt Sebastian, zimbrisch: San Sebastiå) gab es bis in die 1950er Jahre noch einzelne alte Menschen, die Slambròt, eine lokale Variante des Zimbrischen, sprachen.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Folgaria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Bruno Schweizer: Zimbrische Gesamtgrammatik. Hrsg.: James R. Dow, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2008.