Alexander Gauland
Alexander Gauland (* 20. Februar 1941 in Chemnitz) ist ein deutscher Herausgeber, Publizist und Politiker (CDU, AfD).
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Leben [Bearbeiten]
1987 wurde er Staatssekretär in der hessischen Staatskanzlei unter Ministerpräsident Walter Wallmann (CDU). Sein Versuch, den leitenden Ministerialrat Rudolf Wirtz zu versetzen, um Platz für den ihm politisch nahestehenden Wolfgang Egerter zu machen, wurde in dem Schlüsselroman Finks Krieg von Martin Walser verarbeitet.[1]
Er war u.a. Autor des rechtskonservativen Magazins Criticón.
Der promovierte Jurist war Herausgeber und Geschäftsführer der Märkischen Allgemeinen Zeitung in Potsdam und lebt heute als Publizist in Potsdam. Er schreibt eine regelmäßige Kolumne auf der Meinungsseite der Tageszeitung Der Tagesspiegel.
Außerdem war Gauland im Stiftungsrat des Jüdischen Museums Berlin.[2]
Gauland kritisierte den Verlust des konservativen Profils der CDU und fragte: „Wie viel CDU ist noch in der CDU?“ In einem Zeitungsbeitrag im Jahr 2012 attestierte er den Deutschen ein „gestörtes Verhältnis zur militärischen Gewalt“, sprach sich für ein Verständnis des Kriegs als „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln im Sinne von Clausewitz“ aus und konstatierte einen „diffusen Ganzkörperpazifismus".[3] Dies kritisierte der Bundesverwaltungsrichter Dieter Deiseroth mit den Worten, Gauland negiere „damit insbesondere das nach den Verbrechen des 2. Weltkrieges als historische Errungenschaft der Menschheit in der UN-Charta verankerte Verbot jeder Anwendung militärischer Gewalt."[4]
Gauland ist Gründungsmitglied der eurokritischen Wahlalternative 2013 und der Partei Alternative für Deutschland. Auf dem Gründungsparteitag der AfD am 14. April 2013 wurde er zu einem der drei stellvertretenden Sprecher gewählt.
Veröffentlichungen [Bearbeiten]
- Das Haus Windsor. Siedler Verlag, Berlin 1996, ISBN 3-88680-534-4.
- Gemeine und Lords. Porträt einer politischen Klasse. Suhrkamp Taschenbuch, Frankfurt / M. 1998.
- Anleitung zum Konservativsein. DVA, Stuttgart 2002, ISBN 3-421-05649-8.
- Die Deutschen und ihre Geschichte. Wjs Verlag, Berlin 2009, ISBN 3-937989-56-0.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Der Fall, der "Finks Krieg" zugrunde liegt, Die Zeit, 13/1996
- ↑ http://www.morgenpost.de/printarchiv/kultur/article283699/Goetz-Aly-im-Rat-des-Juedischen-Museums.html
- ↑ Warum sich die Deutschen mit Gewalt so schwer tun. Kolumnenbeitrag Gaulands im Tagesspiegel vom 23. Juli 2012, abgerufen am 26. April 2013
- ↑ Einstimmung auf Verfassungs- und Völkerrechtsbruch. Kommentar von Dieter Deiseroth im Online-Nachrichtenmagazin Hintergrund, 6. August 2012
Hugo Swart | Hermann Brill | Hermann Bach | Willi Brundert | Willi Birkelbach | Günter Bovermann | Reinhart Bartholomäi | Paul Leo Giani | Alexander Gauland | Hans Joachim Suchan | Franz Josef Jung | Jochen Riebel | Stefan Grüttner | Axel Wintermeyer
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gauland, Alexander |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Herausgeber und Publizist |
| GEBURTSDATUM | 20. Februar 1941 |
| GEBURTSORT | Chemnitz |