Marc Janko

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Marc Janko

Marc Janko im Dress von Twente Enschede

Spielerinformationen
Geburtstag 25. Juni 1983
Geburtsort WienÖsterreich
Größe 196 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
1990–2003 VfB Admira Wacker Mödling
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2003–2005
2005–2010
2010–2012
2012–
VfB Admira Wacker Mödling
FC Red Bull Salzburg
FC Twente Enschede
FC Porto
13 0(2)
108 (75)
45 (24)
0 (0)
Nationalmannschaft2
2001
2005
2006–
Österreich U-18
Österreich U-21
Österreich
1 0(0)
3 0(2)
240(10)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 16. Oktober 2011
2 Stand: 16. November 2011

Marc Janko (* 25. Juni 1983 in Wien) ist ein österreichischer Fußballspieler. Er spielt seit Jänner 2012 in der Primeira Liga beim FC Porto.

Janko ist der Sohn der ehemaligen österreichischen Leichtathletiksportlerin Eva Janko, die bei den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt die Bronzemedaille im Speerwurf errang, und von Herbert Janko, 1966 bis 1968 österreichischer Hochsprungmeister. In seiner Jugend musste er oft mit Verletzungen kämpfen. Ursache dafür war ein enormer Wachstumsschub. Er ist 196 cm groß.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Karriere

Janko begann seine Profilaufbahn beim VfB Admira Wacker Mödling, wo er 2003 den Sprung vom Amateurkader in die Kampfmannschaft schaffte. Nach einem relativ erfolgreichen Spieljahr in Mödling wechselte der Stürmer Anfang der Saison 2005/06 zu Red Bull Salzburg.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte sich Janko einen Fixplatz in der Startmannschaft erkämpfen und erzielte in dieser Saison elf Tore in 17 Spielen.

In der Meistersaison 2006/07 musste er aufgrund von Verletzungen fast die komplette Saison von der Tribüne aus beobachten.

Die Saison 2008/09 begann für Janko und Red Bull Salzburg erfreulich. Die offensivere Spielausrichtung unter dem neuen Coach Co Adriaanse kam ihm entgegen. Bereits im ersten Saisonspiel, einem 6:0-Heimsieg gegen SV Mattersburg, glänzte Janko mit drei Toren und einer Vorlage. Am 19. Oktober 2008 traf er im Spiel gegen Altach erstmals in einer Oberhauspartie vier mal.[1] Insgesamt schoss er in dieser und der nächsten Runde sieben Tore.

Am 16. November 2008 krönte sich Marc Janko im Bundesliga-Match gegen SK Austria Kärnten mit 25 Toren zum Rekordtorschützen von Red Bull Salzburg und löste somit Oliver Bierhoff ab, der seit der Saison 1990/91 den Rekord mit 23 Toren innehielt.

Am 6. Dezember erzielte er gegen die SV Ried sein 30. Saisontor im 20. Spiel, womit er den Saisonhalbzeittorrekord von Toni Polster einstellte. Am Ende der Saison wurde er mit 39 Treffern Torschützenkönig und gewann den Bronzenen Schuh. Ebenfalls wurde er von der IFFHS zum weltbesten Erstliga-Torjäger 2009 ausgerufen.

Nach einer Torflaute zu Beginn der Saison 2009/10 schaffte Janko es am 4. Oktober 2009, in einem Bundesliga-Spiel gegen SK Austria Kärnten vier Treffer zu erzielen. Auch in der UEFA Europa League steuerte er bei zwei überraschenden Siegen Salzburgs gegen Lazio Rom und Villarreal CF je ein Tor bei, sowie zwei weitere Tore in der KO-Phase gegen Standard Lüttich.

Die Saison 2009/10 beendete er als Dritter der Torschützenliste mit 18 Toren hinter Steffen Hofmann (Rapid Wien, 20 Tore) und Roman Wallner (LASK/Red Bull Salzburg, 19 Tore). Im Verlauf der Saison kam es zu Unstimmigkeiten mit dem Trainer. Einen Tag nach der Meisterfeier deutete er an, dass er den Klub verlassen wolle.

Am 20. Juni 2010 unterschrieb er beim damaligen niederländischen Meister Twente Enschede einen Vierjahresvertrag. Die Ablöse betrug sieben Millionen Euro – die höchste Summe, die je für einen Österreicher bezahlt wurde.[2] Außerdem ist es der teuerste Transfer in der Vereinsgeschichte des holländischen Fußballklubs.

Marc Janko bei der Meisterfeier 2009 am Mozartplatz in Salzburg

Am 7. November 2010 schoss Marc Janko sein 100. Pflichtspieltor. Am 19. Jänner 2011 gelangen ihm im Nachtragsspiel der Eredivisie gegen Heracles Almelo zum insgesamt dritten mal in seiner Karriere vier Treffer in einem Spiel der höchsten nationalen Liga.[1] Im Pokalfinale 2011 gegen den AFC Ajax wurde Janko zur zweiten Hälfte der Verlängerung eingewechselt und erzielte drei Minuten vor Schluss den Siegtreffer zum 3:2.

Mit Twente gab Janko zur Saison 2010/11 sein Debüt in UEFA Champions League und belegte in der Gruppenphase mit seiner Mannschaft den dritten Platz, wodurch man sich immerhin noch für die UEFA Europa League qualifizierte. Dort schaffte es Janko mit Twente Enschede bis ins Viertelfinale, wo man am FC Villarreal schließlich scheiterte. In diesem Spiel fiel er mit einem Tor und einem Foul an Gonzalo Rodriguez auf.[3]

Die Saison 2010/11 beendete er insgesamt mit 14 Toren in der Eredivisie, gleichzeitig war er der erfolgreichste Torschütze seiner Mannschaft. Im letzten Spiel der Meisterschaft verlor Janko mit Twente gegen Ajax Amsterdam mit 3:1, was zur Folge hatte das Janko mit Twente nur Vizemeister wurde. Dafür gewann Janko mit Twente am 30. Juli 2011 zum zweiten Mal den niederländischen Supercup, die Johan Cruijff Schaal. Beim 2:1-Sieg über den AFC Ajax erzielte er das 1:0 per Elfmeter.[4]

In der dritten Runde der Champions League Qualifikation erzielte Janko beide Treffer, beim 2:0 Heimsieg über den FC Vaslui.[5] Weiteres erzielte er in der Europa League Gruppenphase ebenfalls einen Doppelpack, beim 4:1 über Wisła Krakau.[6] Im 5 Gruppenspiel gegen den FC Fulham wurde Janko in 79 Minute eingewechselt und erzielte 10 Minuten später den 1:0-Endstand für Twente.[7]

[Bearbeiten] Nationalmannschaft

Am 23. Mai 2006 gab Marc Janko im Länderspiel gegen Kroatien sein Debüt in der österreichischen Nationalmannschaft. Weiters war er im erweiterten Kader der Österreicher zur Europameisterschaft 2008 im eigenen Land, wurde aber kurz vor Turnierbeginn von Trainer Josef Hickersberger aus dem Kader gestrichen. Unter dem neuen Teamchef Karel Brückner feierte Janko nach der EM ein erfolgreiches Comeback im Nationalteam. Im Freundschaftsspiel gegen Italien erzielte er sein erstes Tor im Nationalteam, in den Qualifikationsspielen zur WM 2010 gegen Frankreich und Serbien steuerte er ebenfalls je einen Treffer bei. Weiteres erzielte er gegen die Färöer einen Doppelpack, sowie je einen Treffer gegen Litauen und im Auswärtsspiel gegen Frankreich. Insgesamt schoss Janko in 7 Qualifikationenspielen 6 Tore für Österreich.

Am 12. August 2009 trug er im Testspiel gegen Kamerun erstmals die Kapitänsschleife des Nationalteams und seit 3. März 2010 im Freundschaftsspiel gegen Dänemark ist er der offizielle Kapitän von Österreich.

In der darauffolgenden EM-Qualifikation 2012 wurde Janko von einer Torflaute heimgesucht, nach zwei Jahren ohne Torerfolg für das Nationalteam konnte er seine Durststrecke beenden. Beim 1:4 Auswärtssieg gegen Aserbaidschan erzielte Janko einen Doppelpack.[8]

Zuletzt erzielte er unter Neo-Teamchef Marcel Koller, bei der 2:1 Niederlage gegen die Ukraine das zwischenzeitliche 1:1.

Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Janko durch seine beiden Tore beim 2:1-Sieg der österreichischen U-21-Nationalmannschaft 2005 gegen das U-21-Team Englands.

[Bearbeiten] Sonstiges

Marc Janko im Österreich Dress gegen Deutschland 2011

Bei Twente Enschede und im Nationalteam trägt Marc Janko die Nummer 21. Zum Anlass der EURO 2008 sang er bei der Hymne Wir sind Europa von Rainhard Fendrich mit.

[Bearbeiten] Erfolge

[Bearbeiten] Titel

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Bilder

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Janko zündet Torfeuerwerk, sport.orf.at, 19. Jänner 2011
  2. Janko wird zum teuersten Kicker, Salzburger Nachrichten, 20. Juni 2010
  3. Janko Tor und Foul, Kurier.at, 8. April 2010
  4. Janko gewinnt Supercup, Krone.at, 5. August 2011
  5. Doppelpack von Janko, news.at, 5.August 2011
  6. Janko und Fuchs mit Doppelpack, Krone.at, 4. Oktober 2011
  7. Janko erzielt Goldtor, Kurier.at, 2. Dezember 2011
  8. Janko mit Doppelpack wieder da, oe24.at , 31. Dezember 2011
Vorgänger Amt Nachfolger

Alexander Zickler
Torschützenkönig in Österreich
2009

Steffen Hofmann


Rhys Griffiths
Erfolgreichster Torjäger Europas
(in dieser Form seit 1996/97 nicht mehr offiziell geehrt)

2008/09


Luis Alberto Suárez Díaz

Ivica Vastić
Fußballer des Jahres Österreich
2008

Steffen Hofmann


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