Flughafen Wien-Schwechat

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Flughafen Wien-Schwechat[1]
Vienna International Airport Logo.svg
Der Flughafen Wien aus der Luft (2011)
Kenndaten
ICAO-Code LOWW[1]
IATA-Code VIE
Koordinaten
48° 6′ 37″ N, 16° 34′ 11″ O48.11027777777816.569722222222183Koordinaten: 48° 6′ 37″ N, 16° 34′ 11″ O
183 m ü. MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 18 km südöstlich von Wien
Straße A4 Ostautobahn,
B9 Pressburger Straße
Nahverkehr CAT S 7, Busse
Basisdaten
Eröffnung 1954
Betreiber Flughafen Wien AG
Fläche 1000 ha
Terminals 4
Passagiere 21.999.926 (2013)[2]
Luftfracht 256.194 t (2013)
Flug-
bewegungen
231.179 (2013)
Kapazität
(PAX pro Jahr)
30.000.000 (2013)
Beschäftigte 4.399 (2013, in der Flughafen-Wien-Gruppe)
Start- und Landebahnen
11/29 3500 m × 45 m Bitumen
16/34 3600 m × 45 m Bitumen

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Der Flughafen Wien-Schwechat[1] (IATA: VIE, ICAO: LOWW[1]), englisch Vienna International Airport genannt, ist der größte und bekannteste österreichische Flughafen. Er ist Heimatflughafen und Drehkreuz der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines und der Air Berlin-Tochter NIKI. Er befindet sich auf dem Gebiet der südöstlich an Wien angrenzenden Stadt Schwechat und wurde 1938 zunächst als Militärflugplatz in Betrieb genommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm er die Rolle des Flughafens für Wien vom Flughafen Aspern. Der Flughafen ist ein Knotenpunkt bei Flügen vor allem nach Osteuropa und in den Nahen Osten und der größte Arbeitgeber der Ostregion Österreichs. 71 Fluggesellschaften verbinden ihn mit 177 Zielen in 69 Ländern weltweit. Betrieben wird er von der börsennotierten Flughafen Wien AG.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Bahnhof Flughafen Wien; ganz links im Bild der Bahnsteig des CAT
Unterirdische Zugangspassage zu Parkhaus 4 und Parkplatz C
Anschlussstelle Flughafen Wien auf der A4
Pkw-Einfahrt von Parkhaus 4

Der Flughafen Wien befindet sich im niederösterreichischen Schwechat, einer 16 km südöstlich von Wiens Zentrum gelegenen Stadtgemeinde, und 49 km westlich von der slowakischen Hauptstadt Bratislava (Pressburg) auf 183 Meter Höhe über Adria.

Schiene[Bearbeiten]

Der Flughafen ist an das Verkehrsnetz der Wiener S-Bahn durch die Linie S7 angebunden, die im Halbstundentakt verkehrt. Sie verbindet den Flughafen mit dem Bahnhof Wien Floridsdorf in 37 Minuten und hält in allen Stationen entlang der Strecke. Dabei bedient sie auch die Umsteigeknoten Wien Mitte (in 24 Minuten) und Wien Praterstern (in 29 Minuten). Die S-Bahn ist tarifmäßig Teil des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR), der Flughafen daher mit ihr besonders preisgünstig zu erreichen. Der Bahnhof Flughafen Wien liegt jedoch nicht in der Kernzone Wien (Zone 100); es muss ab dem Bahnhof Schwechat eine zusätzliche Außenzone (Zone 280) genutzt werden. Die S-Bahn fährt von 5 Uhr bis 0 Uhr.

Der City Airport Train (CAT) verkehrt zwischen dem Flughafen und dem Bahnhof Wien Mitte. Er fährt ebenfalls im (gegenüber der S-Bahn versetzten) Halbstundentakt, allerdings ohne Zwischenhalte und deswegen mit 8 Minuten geringerer Fahrzeit. Der Zug benützt dabei dieselben Gleise wie die S-Bahn, hält jedoch in beiden Bahnhöfen an separaten Bahnsteigen. Für den Zug gilt ein besonderer Tarif. Im City Air Terminal (beim Bahnhof Wien Mitte) können Passagiere der Star Alliance, der Air-Berlin-Gruppe und mehrerer anderer Fluglinien[3] für ihren Flug einchecken und auch das Gepäck aufgeben. Der City Airport Train fährt von 6:06 Uhr bis 23:35 Uhr.

Der Anschluss des Flughafens an die Ostbahn durch die so genannte Götzendorfer Spange, eine Neubaustrecke der Bahn, sollte auch von Bratislava (Pressburg) aus schnellen Bahnverkehr zum Flughafen Wien ermöglichen. Das Projekt wurde 2012 in Hinblick auf die Budgetkonsolidierung des Staates und die damit verbundenen Einsparungserfordernisse bei den ÖBB als derzeit nicht finanzierbar bezeichnet.

Der Bahnhof Flughafen Wien liegt unter dem Kurzparkplatz „K3“ des Flughafens. Er verfügt über drei je 200 Meter lange Bahnsteigkanten (ein Mittelbahnsteig für die S-Bahn und ein Seitenbahnsteig für den CAT) und befindet sich in einem rund zwei Kilometer langen Tunnel, der unter anderem Teile des Vorfelds und der Piste 16/34 unterfährt. Der Bahnhof wird bis Ende 2014 fernzugtauglich ausgebaut und an den neuen Wiener Hauptbahnhof angebunden. Fernzüge werden den Flughafen ab 14. Dezember 2014 im 2-Stunden-Takt, ab Dezember 2015 dann halbstündlich erreichen.

(Siehe dazu auch: Ausbau und Planungen)

Straße[Bearbeiten]

An das Straßennetz ist der Flughafen durch die A4 (Ostautobahn) und die ehemalige Bundes- und nunmehrige Landesstraße 9 (Pressburger Straße) angeschlossen. Die Autobusse der Vienna Airport Lines, einer Marke der ÖBB-Postbus-GmbH, verkehren von mehreren Punkten in Wien aus (unter anderem Schwedenplatz / Morzinplatz, Bahnhof Meidling, Westbahnhof, UNO-City) direkt oder mit wenigen Haltestellen (nicht im Verkehrsverbund) zum Flughafen. Der Flughafenbus fährt ganztägig, je nach Haltestelle in der Innenstadt tagsüber im 30-Minuten-Takt, nachts nur Einzelfahrten (nur von ausgewählten Haltestellen) in 20 bis 45 Minuten. Außerdem gibt es Busverbindungen mit den ÖBB (stündlich) sowie Eurolines und Orangeways nach Budapest, Bratislava, Brno, Prag und zum Flughafen Bratislava. Die Busse fahren vom Busbahnhof vor der Ankunftshalle ab.

Alle gängigen Autovermietungen (wie Europcar, Avis und Hertz) haben ihre Büros im Terminal. Das Mietwagenzentrum befindet sich im Parkhaus 4. Das Carsharingunternehmen Car2go bietet seit Sommer 2012 eine Ausleihmöglichkeit am Flughafen an. Auf reservierten Parkplätzen im Parkhaus 4 können die Leihwägen abgeholt oder abgestellt werden.[4] Darüber hinaus stehen Taxis vor der Ankunftshalle rund um die Uhr zur Verfügung. Im Durchschnitt dauert die Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt, abhängig vom Zielort in Wien, ca. 20-40 Minuten. Passagiere die mit einem Elektroauto zum Flughafen kommen haben die Möglichkeit im Parkhaus 4 ihr Fahrzeug aufzuladen. Dort ist eine eigene Stromtankstelle eingerichtet für die eine Elektro-Tankkarte der Wien Energie benötigt wird.[5]

Der Flughafen liegt an einem neu geschaffenen Fuß- und Radweg, welcher von Wien aus über die Stadtgemeinde Schwechat und den Flughafen nach Fischamend und von dort weiter Richtung Neusiedlersee führt. Die Strecke ist dabei mit weiteren Radwegrouten verknüpft. Am Flughafengelände befinden sich Nextbike-Verleihstationen im Handling Center West und Office Park 1, wie auch Radabstellanlagen. Die 17 km lange Radroute wurde von den Gemeinden Schwechat und Fischamend in Zusammenarbeit mit dem Flughafen und Unterstützung des Landes Niederösterreichs realisiert.

Innerhalb des Flughafenareals verkehrt ein kostenpflichtiger Linienbus („Airport- Shuttle“) halbstündlich als Rundkurs. Dieser bedient dabei Haltestellen im zentralen Flughafenkern um das Terminal, den Office Park, das Technikgelände, die Austrian-Basis und das VIP-GAC.

Parkplatzbereiche[Bearbeiten]

Auf dem Flughafengelände stehen für Passagiere die Parkhäuser 3 und 4 sowie der Freiluftparkplatz C zur Verfügung. Zwei Kurzparkplätze, „K1“ (auf der Abflugebene) und „K3“ (auf der Ankunftsebene), befinden sich direkt vor den Terminalzugängen. Die Bereiche sind unterirdisch oder wettergeschützt mit dem Terminal verbunden und bieten Stellflächen für über 23.000 Pkw. Parkhaus 4 ist mit dem Auto auch von der Abflugebene direkt zu erreichen und kann zudem 44 Reisebusse aufnehmen.[6] Der „Mazur-Parkplatz“ liegt beim VIP-GAC, ist jedoch mittels des „Airport- Shuttles“ an die übrigen Abfertigungsbereiche angeschlossen. In die Parkhäuser 7 und 8 sind nur Flughafenmitarbeiter einfahrtsberechtigt.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung als Militärflugplatz[Bearbeiten]

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Wiens Flughafen: Das ehemalige Flugfeld Aspern.

Der Flughafen wurde ab 14. Mai 1938 (Spatenstich) auf dem „Heidfeld“ zwischen Fischamend und Schwechat als Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe von Christoph Miller gebaut[7] und als „Luftwaffenstützpunkt Schwechat – Ost“/„Heidfeld“ bezeichnet. Es wurden fünf Hallen, eine Flugzeugwerft, mehrere Mannschaftsgebäude und eine Großgarage errichtet. Die Jagdfliegerschule 5 war hier untergebracht. 1942 wurden Teile der Anlage den Heinkel-Werken (Rostock) übergeben, die hier Flugzeuge produzierten (Heinkel He 219 und He 162 „Volksjäger“). Zu diesem Zweck wurden ein Kompensierplatz und eine Einschussanlage errichtet, dazu kamen noch mehrere Hallen. Das gesamte Heinkel-Planungsbüro wurde hierher übersiedelt. Teile des Flughafens dienten ab 7. Dezember 1944 als Konzentrationslager (KZ-Schwechat II „Santa“), in dem Häftlinge untergebracht waren, die für die Heinkel-Werke und für die Brauerei Liesing / „Ostmärkische Brau AG“ arbeiteten. Aus der Zeit vor 1945 sind auch heute noch drei Hangars am Rollfeld erhalten (Objekte 210, 220 und 230), sowie zwei Verwaltungsgebäude (Objekte 610 und 620).

Im Herbst 1945 wurde die Anlage vereinbarungsgemäß von den britischen Besatzungstruppen übernommen, obwohl sie in der sowjetisch besetzten Zone Österreichs lag. Die Briten richteten die Royal Air Force Station Schwechat (RAF Schwechat) ein, ab 1946 flog British European Airways Wien im Linienbetrieb an. Auch die französische Besatzungsmacht nutzte den Flugplatz.[8] Die Sowjets nutzten den historischen Wiener Flughafen Aspern, die US-Amerikaner den heutigen Militärflugplatz Langenlebarn. Ab 1953 erfolgte die Abfertigung durch die Austrian Handling Unit, aus der die Wiener Flughafenbetriebsgesellschaft hervorging.[9]

Ziviler Ausbau ab 1954[Bearbeiten]

Der Flughafen im Jahr 1993

Am 11. Dezember 1953 wurde die Wiener Flughafenbetriebsgesellschaft gegründet und übernahm am 1. Jänner 1954 Verwaltung und Abfertigung; der Wiener Flughafen war damit der erste privat verwaltete Flugplatz Österreichs.[10] Im selben Jahr wurde hierfür das erste Abfertigungsgebäude errichtet. Das markante Bauwerk mit Kontrollturm (Objekt 240) ist bis heute erhalten und beherbergte bis 2009 die Feuerwache 1. Erste Gesellschafter der heutigen Flughafen Wien AG waren bis 1992 die Republik Österreich (50 %) und die Bundesländer Wien und Niederösterreich (je 25 %).[9] Am 27. März 1956 erteilte das Verkehrsministerium die Bewilligung zur Errichtung und zum Betrieb eines für den allgemeinen Verkehr bestimmten Flughafens. Die damals einzige Start- und Landebahn (Richtung: 11/29, das ist im Winkel von 110 und 290 Grad zum Norden) wurde 1954/1955 auf 2000 m, 1959 auf 3000 m und 1997 auf 3500 m verlängert. 1956–1960 wurde ein neues Abfertigungsgebäude, der heutige Terminal 2, errichtet[9] und am 17. Juni 1960 eröffnet. Das Gebäude bestand aus der großen, noch heute bestehenden, Haupthalle mit angegliederten schmalen Seitentrakten. Der östliche Flügel samt Kontrollturm, dem erst 1976 eine Kanzel aufgesetzt wurde, ist im Zuge der Errichtung des Terminal 3 abgerissen worden. Der westliche Trakt hingegen existiert auch heute noch.[11]

1962 begannen die Planungen für eine zweite Landebahn (3600 m, Richtung: 16/34), welche 1972 vom Verkehrsministerium bewilligt und am 6. Oktober 1977 von Bundespräsident Rudolf Kirchschläger eröffnet wurde. Aufgrund dessen wurde am 30. April 1977 der Flugbetrieb am Flugfeld Aspern endgültig eingestellt, da dessen Flugverkehr zu nahe an den neuen Anflugrouten gelegen wäre. Ebenfalls 1977 wurde ein General Aviation Center (GAC) und zwei Jahre später, 1979, ein VIP- und Business-Center in Betrieb genommen. Wichtigstes Nahverkehrsmittel zum Flughafen waren damals Linienautobusse der ÖBB, die alle 20 Minuten bei der City Air Terminal genannten Abfahrtsstelle beim Hilton-Hotel neben dem heutigen Bahnhof Wien Mitte abfuhren. Weitere Investitionen in den 1970er Jahren waren das erste Werftgebäude für Austrian Airlines, eine Frachtimporthalle und der unterirdische Flughafenbahnhof.[9]

Im Jahr 1982 erfolgte die Anbindung des Flughafens an die Ostautobahn A 4. 1986 wurde der erweiterte Ankunftsbereich eröffnet. Er war bis 5. Juni 2012 in Betrieb. In der Zeit vor der Öffnung des Eisernen Vorhanges wurde der Flughafen von Fluggästen aus dem Ostblock aufgrund der Neutralität Österreichs gerne benützt. 1986 begann der Bau von Pier Ost, der 1988 in Betrieb ging. Er wurde damals, noch ohne den heutigen dominanten Mitteltrakt, mittels einer schlanken Brücke (ähnlich jener am Pier West) an die bestehende Abfertigungshalle (heute Terminal 2) angeschlossen. Im Jahr 1992 wurde der Terminal 1 und die angrenzende „Shopping Arcade“, eine Geschäftspassage, errichtet. Noch im Jahr 1988 wurde der weitere Ausbau (Pier West und der Mitteltrakt mit halbkreisförmigem Gelenkbau) erstmals geplant. Zu dieser Zeit wurden jährlich etwa 4,6 Millionen Passagiere abgefertigt. 1989 wurden erstmals mehr als 5 Millionen Passagiere gezählt. Da die Wachstumsschätzungen und die strategischen Ziele für das Jahr 2000 deutlich höher lagen als ursprünglich angenommen, wurden die geplanten Erweiterungen neu dimensioniert, von 9.000 m² auf 25.000 m² Nutzfläche.

Der erste Teil dieser Erweiterung, in welchem sich der Transitbereich der B-, C- und D-Flugsteige und die „Plaza“ befinden, wurde 1993 seiner Bestimmung übergeben. 1996 wurde schließlich der Pier West fertiggestellt. Alle diese Anlagen wurden vom niederösterreichischen Architekten Franz Fehringer konzipiert.[12][13][14] Im Jahr 1992 wurde aus der Flughafen Wien Betriebsgesellschaft m. b. H. die Flughafen Wien AG.

Betrieb im 21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Rechts der 109 Meter hohe neue Tower; das alte Gebäude im Vordergrund wurde 2005 abgerissen.

Seit der EU-Erweiterung 2004 sind nicht nur die Passagierzahlen, sondern auch die Frachtmengen stark angestiegen, da der Flughafen logistisches Zentrum vieler Firmen wurde, die von hier aus den gesamten Raum des früheren Ostblocks bedienen. Der Flughafen hat sich außerdem zunehmend zu einer Drehscheibe nach Osteuropa, den Nahen und Mittleren Osten sowie für Langstreckenflüge entwickelt. So bedient Korean Air seit 15. September 2007 Seoul dreimal wöchentlich mit einem Direktflug. 2013 wurden 37 Osteuropadestinationen direkt angeflogen (zum Vergleich: In Frankfurt waren es nur 31).[15] Des Weiteren ist die Präsenz vieler Billigfluggesellschaften gestiegen. Seit 2007 fliegt beispielsweise die britische Fluglinie easyJet Wien an. SkyEurope nahm den Betrieb hier ebenfalls 2007 auf, musste ihn aber am 1. September 2009 wegen Insolvenz einstellen.

Im September 2005 wurde der neue Flugsicherungstower eröffnet. Mit 109 m ist er der höchste in Europa und der vierthöchste weltweit - nach Bangkok (132,2 m), Kuala Lumpur (132 m) und Atlanta (121 m). In den Jahren 2004–2007 wurde der Office Park errichtet und etappenweise in Betrieb genommen. 2006 erfolgte die Eröffnung des neuen VIP und General Aviation Terminals. Im gleichen Jahr wurde auf dem Gelände des Flughafens das Pilotentrainingszentrum Lufthansa Flight Training errichtet. Für die Piloten der Austrian, die bis dahin ihre Trainings im Ausland absolvieren mussten, steht dieses Zentrum ebenfalls zur Verfügung. Heute ist es Teil des Vienna Aviation Campus.

2012 wurden über 22 Millionen Passagiere abgefertigt, davon 7 Millionen Transferpassagiere, ein neuer Passagierrekord. Im Juni desselben Jahres wurde der neue Terminal 3 (damals noch als Check-in 3) und Pier Nord nach sechsjähriger Bauzeit in Betrieb genommen. Der, während der Planungs- und Ausführungsphase unter dem Projektnamen Skylink bekannte, Neubau verdoppelte die Terminalfläche und ersetzte auch den alten Ankunftsbereich.[16] Der Bauskandal um das Terminal zog große Medien- und Politpräsenz auf sich.

Flughafenanlagen[Bearbeiten]

Die Check-in- und Gate-Bereiche des Flughafens

Terminal[Bearbeiten]

Die Flughafen Wien AG ist Errichter, Eigentümer und Betreiber des Terminalgebäudes. Es gliedert sich in vier Check-in-Bereiche (genannt Terminals) und fünf Gate-Bereiche.

Mit der offiziellen Inbetriebnahme von Terminal 3 (besser bekannt als Skylink) wurde die Bezeichnung Terminal am Flughafen Wien zugunsten von Check-in (1, 1A, 2 und 3) aufgegeben.[17][18] Im Rahmen einer Neuorganisation des Passagierleitsystems führte man allerdings Mitte Juli 2014 wieder die ursprüngliche Bezeichnung Terminal für die Check-in-Bereiche ein. Der international gebräuchlichere Begriff soll den Reisenden in der Wegfindung entgegenkommen.[19]

Auch um dem Wunsch nach kurzen Transferzeiten nachzukommen, sind die Gebäudeteile landseitig untereinander verbunden. Am Flughafen Wien nennt man eine Mindestumsteigezeit von 25 Minuten (innerhalb von Star-Alliance-Flügen) bis 30 Minuten.[20][21]

Das Terminal ist von unten nach oben in das folgende Ebenen Konzept gegliedert: Auf Ebene -2 befindet sich der Flughafenbahnhof. Der Zugang erfolgt über Ebene -1, von welcher auch das Parkhaus 4, der Office Park und Parkplatz C über eine Passage erreicht werden können. Ein direkter Aufzug auf die Bahnsteigebene besteht nur im Außenbereich am Kurzparkplatz K3; vom Terminal kommend muss jedenfalls auf Ebene -1 umgestiegen werden. Auf Ebene 0 befinden sich die Ankunft und das Medical Center, auf Ebene 1, der Hauptebene, die Abflüge und der Zugang zu Parkhaus 3. Durchgehende Ebenen 2, 3 und 4 sind nur im Terminal 3 bzw. Pier Nord vorhanden und auch nur teilweise öffentlich zugänglich. Auf Ebene 2 befinden sich dort Lounges und Verwaltungsräume, sowie der Gang für hier abgefertigte, ankommende Reisende. Auf Ebene 3 befindet sich der Non-Schengen Bereich, ein Verbindungsgang zu den D-Gates und weitere Verwaltungsräumlichkeiten. Ebene 4 ist grundsätzlich nicht öffentlich und beherbergt haustechnische Anlagen.

Check-in-Bereiche[Bearbeiten]

Terminal 1[Bearbeiten]
Terminal 1
Panoramaperspektive Terminal 1

Seit Jänner 2013 nutzen hauptsächlich Air Berlin und NIKI diesen Check-in-Bereich. Jedoch fertigen hier auch zahlreiche andere Fluggesellschaften (darunter British Airways, Air France und Turkish Airlines) ihre Fluggäste ab. Die Ticketschalter der hier ansässigen Fluglinien befinden sich gegenüber der Check-in-Zone entlang der Vorfahrt. Die „Shopping Arcade“ und der Zugang zu Parkhaus 3 schließen westlich unmittelbar an die Schalterhalle an. Die ursprünglich aufgestellten Sitzmöbel wurden aufgrund des zunehmenden Passagieraufkommens im Laufe der Jahre zugunsten zusätzlicher Anstellflächen entfernt.

Architektur[Bearbeiten]

Die architektonische Gestaltung des 1992 errichteten Gebäudes ist durch den in den sechziger Jahren erbauten Terminal 2 beeinflusst. Abgesehen von ihren Abmessungen gleichen sich die Gebäude von der Vorfahrt aus gesehen. Im Inneren erinnert jedoch nur das zum Flugfeld gestreckte, leicht durchhängende Dach an den Nachbarbau. Das Innere des Gebäudes wurde von Architekt Franz Fehringer geplant, welcher auch für die Gestaltung der Piers Ost und West und der Einkaufsbereiche der B, C, D-Gates verantwortlich war. Die aufwändig ausgeführte Deckenuntersicht der Halle, welche mit zahlreichen Lichtpunkten und Formen versehen war, wurde durch einen im Jahr 2012 erfolgten Umbau entfernt. Im Zuge dieser Arbeiten wurde die gesamte Haustechnik, alle Oberflächen und Schalter, des rund 3.500 m² umfassenden Gebäudes, revitalisiert.

Dabei wurde erstmals auch die neueste Generation von Infomöbeln, genannt Airpoints, aufgestellt. Diese ersetzen im Terminal 1 die klassischen Fallblattanzeigen, im Terminal 3 jedoch auch herkömmliche digitale Infomonitore, welche aber nicht von allen Passagieren gleich gut einsehbar sind. Nach und nach werden diese in allen Terminalbereichen eingesetzt.[22] Die Check-in Schalter und Ticketcounter wurden im Design der Firma Hochgerner ausgeführt und kommen bereits in den anderen Check-in Bereichen zum Einsatz. (Siehe dazu auch: Architektur von Terminal 3)

Terminal 1A[Bearbeiten]
Terminal 1A

Aufgrund des zunehmenden Passagierwachstums wurden 2005 für die Zeit bis zur Eröffnung der Flughafenerweiterung zusätzliche Check-in-Kapazitäten geschaffen, ursprünglich nur für die Dauer von drei Jahren gedacht. Das Provisorium entstand auf einem Parkdeck direkt gegenüber von Terminal 1. Es dient derzeit als Abfertigungsbereich für Charter- und Billigfluggesellschaften (darunter easyJet und Norwegian). Die Halle ist vom Architekturbüro Baumschlager & Eberle als Stahlrahmenkonstruktion mit einer transluzenten Oberfläche konzipiert.

Terminal 2[Bearbeiten]
Alte Abfertigungshalle aus den 1960ern, heute Terminal 2

Das 1960 fertiggestellte Gebäude war bis zur Errichtung von Terminal 1 die einzige Abflughalle des Flughafens. Hier wurden ankommende und abfliegende Reisende abgefertigt; später jedoch nur mehr die Abfliegenden. Richtung Vorfeld war sie mit einer schrägen Glasfassade versehen, von der heute wegen des südlichen Erweiterungsbaus nur noch die oberste Fensterreihe sichtbar ist. Dem Gebäude waren bis in die siebziger Jahre großzügige Terrassen vorgelagert, von denen aus Zuschauer im Freien das Geschehen beobachten und abfliegenden Passagieren zuwinken konnten, die über das Vorfeld gingen. Diese Anlagen wurden mit dem Bau des Piers Ost sukzessive verkleinert und mit der Errichtung des Piers West endgültig geschleift. Der großzügige Eindruck der Halle mit ihrem geschwungenen Dach ging durch zahlreiche Um- und Ausbauten bis heute weitgehend verloren. Zwar befinden sich die Check-in-Schalter seit Anfangszeiten an denselben Stellen, die Errichtung der Gepäckförderanlage machte jedoch den Einbau von Zwischenwänden hinter den Schaltern notwendig. Damit ging die Durchsicht zum Flugfeld verloren. Außerdem erstrecken sich die in den neunziger Jahren neu gebauten Verkaufsbereiche bis in das alte Gebäude. Die heutigen Bordkartenkontrollen der Abflugbereiche B, C und D liegen somit beinahe im Mittelteil der Halle. Dadurch ist der Bereich Richtung Zu- und Abfahrt kleiner als eigentlich möglich bemessen. Auch aufgrund der für heutige Verhältnisse zu kleinen Anstellflächen wurden in den letzten Jahren im Terminal 2 nur wenige Fluggesellschaften abgefertigt. Im Jahr 2011 wurde das Gebäudedach saniert und neu abgedichtet, da es in den letzten Jahren vermehrt zu Wassereinbrüchen kam.

Derzeit findet hier keine Passagierabfertigung statt. Die letzten noch im Terminal 2 verbliebenen Fluggesellschaften, wie British Airways und Aeroflot, übersiedelten im Jänner 2012 in andere Check-in-Bereiche. Ein Konzept für den weiteren Verbleib des Gebäudes ist in Planung.[23] Im Raum steht eine umfassende Sanierung oder ein Abriss samt Neubau des Gebäudes. (Siehe dazu: Ausbau und Planungen)

Terminal 3[Bearbeiten]
Terminal 3

Seit dem 5. Juni 2012 nutzen die Austrian Airlines Group, Emirates, Qatar Airways und ein Großteil der Star-Alliance-Mitglieder den ursprünglich unter dem Projektnamen Skylink errichteten Neubau.[24] Er wird nun werblich „Austrian Star Alliance Terminal“ genannt und ist als Terminal 3 beschildert.[18]

Der Terminalbereich ist 270 m lang und hat eine Fläche von 76.000 m². Der sichelartige Bau gliedert sich in zwei Hallen. Die landseitige wird auf Ebene 0 für alle Ankünfte genutzt. Hier befinden sich mehrere Geschäfts- und Gastronomieflächen und zudem die direkte Verbindung zu dem teilweise bereits neu gebauten Flughafenbahnhof.[25] In der luftseitigen Halle befinden sich auf Ebene 1 64, in Inseln angeordnete, Check-in-Schalter und die zentrale Sicherheitskontrolle. Zu den Schaltern gelangen die abfliegenden Passagiere über mehrere Brücken, die den zentralen Ankunftsbereich überspannen. Die beiden Hallen sind durch einen Bürotrakt getrennt. Nach Passieren der Bordkarten- und Sicherheitskontrolle auf Ebene 1 werden die Passagiere auf die Schengen- und Non-Schengen-Ebenen aufgeteilt. Über die gesamte luftseitige Dachhälfte des Terminals erstreckt sich eine Besucherterrasse.

Architektur[Bearbeiten]
Panoramaperspektive Abflugebene, luftseitig
Panoramaperspektive Abflugebene, luftseitig
Panoramaperspektive Ankunftsebene, landseitig
Panoramaperspektive Ankunftsebene, landseitig
Zollkontrollstelle als Beispiel für die Innenraumgestaltung
Lichtführung in den Toiletten

Für den Entwurf des Gebäudes waren das Vorarlberger Büro Baumschlager Eberle und das Schweizer Büro IttenBrechbühl verantwortlich. Das Gebäude gliedert sich in den sichelförmigen Zentralbau und den daran angeschlossenen Pier. Es schließt direkt an den bestehenden Terminal 2 an und nimmt dabei die Rundung der Vorfahrtsrampe auf.

Die Fassade ist zweischalig ausgeführt. Sie besteht aus einer inneren Schicht mit großformatigen Gläsern und einer äußeren Schicht mit kleineren, tiefenversetzten Scheiben; die Anordnung soll eine möglichst geringe Störung des Radars darstellen. Das „Muster“ wiederholt sich alle 45 Meter. Die schuppenartigen Gläser sind zudem beschichtet und lassen das Gebäude von außen schwarz erscheinen.[26] Beide Fensterschichten sind in horizontale Tragelemente eingespannt, die die Gläser beschatten und gliedern. Die raumhohen Verglasungen ermöglichen auf Ebene 1 den Sichtbezug zwischen der Vorfahrt und dem Rollfeld. In den Haupthallen, über Ankunftsbereich und Check-in Schaltern, sind zusätzlich Lichtkuppeln in den Decken vorgesehen. In dem zwischen den Hallen befindlichen Verwaltungstrakt, wie auch im Pier Nord, befinden sich wiederum Lichthöfe, die den Baukörper durchdringen. Sie leiten Tageslicht von den Dachbereichen in die eigentlich unbelichteten Innenräume und gewähren Durchblicke auf höher bzw. tiefer liegende Ebenen. Das Aluminium-System-Dach bedeckt die gesamte Gebäudesichel und trägt in der Draufsicht zu einem einheitlichen Bild bei.

Das Innere des Gebäudes ist durch die Farben Schwarz, Weiß und Grau geprägt. Zahlreiche Oberflächen wurden als transparente bzw. semi-transparente Verglasungen ausgeführt. Die Beschränkung der Materialien und sparsame Ausbildung von Details soll den Stresspegel der Passagiere so weit wie möglich senken; farbliche Akzente sollen allein durch die Menschen eingebracht werden. Die Geschäftslokale auf Ebene 0 sind hinter einheitlich gestalteten, durchleuchtenden Portalen angeordnet; sämtliche Logos und Reklamen der Betriebe wurden auf ihnen aufgebracht und sollen sich im Hintergrund halten. Sowohl Pier als auch die Haupthallen sind aus wiederkehrenden Modulen zusammengesetzt und weisen einen hohen Wiederholungsgrad auf. Die Verteilung der Personenströme erfolgt land- und luftseitig über mehrere in der Längsachse der Sichel angeordnete Erschließungskerne (Rolltreppen, Stiegen und Aufzüge). Auch im Pierbereich liegt die Erschließungsschicht in der Mitte; seitlich sind zu beiden Seiten Wartebereiche mit doppelter Raumhöhe angeordnet. Die horizontale Gestaltung der Fassaden und des Innenausbaus soll die Dynamik des Baus verstärken.

In den Wartebereichen kommen neben der gewöhnlichen Bestuhlung eigens entworfene Sitzmöbel zum Einsatz. Zum einen sind das die Soft Tables, ein ledergepolstertes Möbel ähnlich den Enzis im Wiener MuseumsQuartier, zum anderen die blockartigen Laptop-Chairs mit 4 Sitzen und Sichtschutz.[27] Alle Check-in Schalter und sonstige Pultanlagen wurden von der Firma Hochgerner angefertigt. Das Design kam zuvor bereits im Terminal 1A zur Anwendung, wurde dem folgend als Standard festgesetzt und auch im später umgebauten Terminal 1 ausgeführt. Die Counter und Pulte sind aus Ulme und Edelstahl gefertigt und erfüllen die Anforderungen der Beschussklasse 4.[28]

Mit der Lichtplanung und Beleuchtung der Innen- und Außenräume wurde das Vorarlberger Unternehmen Zumtobel in Zusammenarbeit mit den Kölner Lichtplanern Kress & Adams beauftragt. Ziel war die Schaffung einer hellen, transparenten Atmosphäre und die Integration der Lichtplanung in die Architektur. Im Pier wurde vermehrt mit hinterleuchteten Flächen an Wänden und Decken gearbeitet. Zum Einsatz kamen fast ausschließlich Sonderleuchten.[29]

Einige der erarbeiteten Leitbilder und Gestaltungsvorgaben, welche nach Ende des Architekturwettbewerbs festgelegt wurden, kamen allerdings nicht bzw. verändert zur Ausführung. So wurde im gesamten Gebäude ein anderer Boden verlegt: Zu kleinformatige Fliesen im Ankunftsbereich und schwarzer Kautschukboden anstelle von weißem Kunststein in den übrigen Bereichen. Statt der jetzigen Lamellendecken waren geschlossene Deckenuntersichten vorgesehen. Auch die als durchgehende Lichtbänder geplanten Leuchten im Pier werden in der erfolgten Ausführung alle paar Meter unterbrochen.[30]

Gebäudetechnik[Bearbeiten]

Im Gebäude kommt ein spezielles Steuerungssystem für die rund 2000 Sicherheitstüren zum Einsatz. Durch das Drei-Ebenen-Konzept (Abflug Schengen, Ankunft, Abflug Non-Schengen) und die vorgeschriebene Trennung von ankommenden und abfliegenden Fluggästen, muss der Passagier im Gebäude richtig geleitet werden und sichergestellt sein, dass sich die Personenströme nicht vermischen. Je nach Flugziel werden durch die Software bestimmte Türen automatisch geöffnet bzw. geschlossen, Rolltreppen fahren nur in eine bestimmte Richtung und Aufzüge dürfen nur an bestimmten Punkten halten. Im Notfall müssen natürlich sämtliche Fluchtwege offen sein. Vor einem Boardingvorgang beispielsweise werden durch das Personal die Zugangswege zum Flugzeug überprüft, erst dann aktiviert das System die bestimmte Route.[31]

Die Daten der Kameras im Gebäude werden ebenfalls durch eine Software mit „künstlicher Intelligenz“ ausgewertet. Sie dient dazu gefährliche Situationen (wie beispielsweise herrenlose Gepäckstücke oder die Bewegung in unerlaubte Richtung) aufzuspüren und dem Sicherheitspersonal zu melden. Um Stauungen zu vermeiden, wird darüber hinaus die Geschwindigkeit und Gehrichtung der Passagiere analysiert. Sämtliche gelieferten Daten werden nicht personenbezogen ausgewertet, dem Schutz der Privatsphäre wird somit Rechnung getragen.[32] Das ursprüngliche Leitsystem im Terminal 3 wurde vom Schweizer Grafiker Ruedi Baur entwickelt.[33]

Bauhistorie und Bauskandal um das Terminal[Bearbeiten]

Grundlage für den Entschluss baulicher Erweiterungsmaßnahmen waren Prognosen des künftigen Passagieraufkommens im Masterplan 2015 aus dem Jahr 1998. 1997 ging diesem Masterplan eine Studie zur Optimierung der luft- und landseitigen Kapazitäten des Flughafens voran.[34] 1998 ließ der Flughafen ein städtebaulich-gestalterisches Gesamtkonzept entwickeln, 1999 einen Realisierungswettbewerb zur Errichtung eines neuen Abfertigungsgebäudes ausschreiben.[35] Im November 2000 setzte sich darin der Entwurf der Büros Baumschlager Eberle und IttenBrechbühl durch. Die Wettbewerbsjury wurde dabei von Architekt Boris Podrecca geleitet.[36] Die Planer wurden mit der Erstellung eines ersten Vorentwurfs für Terminal und Pier beauftragt; die Baukosten wurden damals auf 402 Millionen Euro geschätzt.

Im Jahr 2002 wurde der Gesamtentwurf aufgrund zu hoher, nicht akzeptabler, Kosten aber insbesondere auch infolge der Terroranschläge am 11. September 2001, verändert:[37] Gastronomie-, Shopping- und Bewegungsflächen wurden verkleinert, die Sichel gekürzt und schlanker, der Pier von der Rollgasse 80 nach Süden in die Rollgasse 70 verlegt. (Vorentwurf 2)[38][39][40] Nahezu unverändert blieben schlussendlich allerdings die Kapazitäten der primären Abfertigungsfunktionen, wie z.B. die Gepäckförderanlage und die Sicherheitskontrolle.[41]

Nach Abstimmungsproblemen zwischen Architektur- und Fachplanung gab die Projektleitung den Entwurf der Architekten im Jahr 2004 eingeschränkt frei. Zu diesem Zeitpunkt wies die Planung bereits eine Verzögerung von 9 Monaten auf.[42] Im selben Jahr wurde das bis dahin oft als Terminal 2005 bezeichnete Gebäude unter dem Projektnamen Skylink offiziell angekündigt, die Grundsteinlegung erfolgte 2006. Die Eröffnung von Skylink war ursprünglich für 2008 vorgesehen. Fortwährende Schwierigkeiten in der Projektsteuerung führten jedoch zu Verschiebungen des Termins. Daneben wurden auch Kostensteigerungen bekannt.[43] Am 30. Juni 2009 wurde der Bau gestoppt, um Verträge mit Lieferanten und Konsulenten neu zu verhandeln und die befürchtete enorme Kostensteigerung nicht in vollem Umfang eintreten zu lassen. Im Juli 2009 stellte sich heraus, dass das für den Flughafen geltende Bundesvergabegesetz außer Acht gelassen worden war. Der Rechnungshof prüfte das Vorhaben von Oktober 2009 bis Juni 2010.[44] Weiters wurden in einer gerichtlichen Beweissicherung im Auftrag der Flughafen Wien AG nach Angaben der Zeitschrift „Format“ 3.000 Baumängel festgestellt.[45] Am 29. Jänner 2010 erklärte das Bundesvergabeamt den Zuschlag für die Bauaufsicht für nichtig.[46][47] Außerdem gebe es Klärungsbedarf bezüglich der Neuausschreibung oder Verlängerung der im Juni 2009 stornierten Verträge.[48] Nach Angaben der Projektleitung wurden die Bauarbeiten mit einer neuen Bauaufsicht mit Februar 2010 wieder aufgenommen. Als ungefährdet angesehen wurden die Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2012 und eine Kosten-Obergrenze von 830 Millionen Euro.[49]

Im Juni 2010 schrieb das Wiener Nachrichtenmagazin Profil, das Bauwerk sei zu einem „Mahnmal beispielloser Misswirtschaft“ geworden, das „den Flughafen in die wohl schwerste Krise seiner Geschichte gestürzt hat“.[50] Im Oktober 2011 ging man von einer Kostensenkung auf „deutlich“ unter 800 Millionen Euro aus.[51] Insgesamt wurden im März 2012 die Gesamtkosten mit 760 Millionen Euro, Anfang 2014 mit 725 Millionen Euro beziffert. Mehr als 30 Millionen Euro konnten bis dahin als Schadenersatz geltend gemacht werden.[52]

Nach dem operativen Probebetrieb von 5. Jänner bis 26. April 2012 wurde die Terminalerweiterung am 5. Juni 2012 eröffnet.[53][54] Am 30. Mai 2012, wenige Tage vor der Inbetriebnahme, wurde vom Flughafen bekanntgegeben, dass man sich vom (Projekt-)Namen Skylink trennt. Der Neubau wurde organisatorisch unter dem Begriff Terminal 3 in den Bestand eingegliedert. Austrian Airlines nennen das Gebäude Austrian Star Alliance Terminal[55] Am 21. Juni 2012 fand in Anwesenheit der Landeshauptleute von Wien und Niederösterreich, Michael Häupl und Erwin Pröll, die offizielle Eröffnungszeremonie statt.[56][57] In der Folge wurden einige Mängel, wie ein unübersichtliches Leitsystem, zu klein dimensionierte Flächen und vor allem die unzureichende Barrierefreiheit kritisiert. Seitens des Flughafens versprach man Nachbesserungen innerhalb weniger Monate, beteuerte jedoch auch, dass gröbere bauliche Veränderungen im Nachhinein nicht mehr möglich seien und der Bau mit heutigem Wissen anders geplant werden würde.[58][59] Besonders dem Thema Barrierefreiheit schenkte man große Aufmerksamkeit und gründete Arbeitsgruppen mit Behindertenorganisationen. Seither werden schrittweise Verbesserungen, wie Umbauten der barrierefreien Toiletten und Verbesserungen an den Monitoranzeigen, umgesetzt. Zwei zusätzliche Aufzüge wurden eingebaut, zwei bestehende erhalten neue, größere Kabinen und das Leitsystem wird (am gesamten Flughafen) noch im Jahr 2014 auf eine überarbeitete Version umgestellt. Alle gewonnenen Erkenntnisse sollen in zukünftigen Bauprojekten berücksichtigt werden.[60]

Gate-Bereiche[Bearbeiten]

Die Check-in-Bereiche im Überblick. Beginnend in der rechten unteren Ecke (nach oben): Terminal 1, Terminal 2, Terminal 3. Links unten: Terminal 1A

An Terminal 1 und Terminal 2 sind die Abflugbereiche B, C und D angegliedert. Der Zugang in deren gemeinsamen Transitbereich erfolgt über den Terminal 2. Da in diesem Gebäudeteil keine Trennung abfliegender und ankommender Reisender oder nach Schengen und Non-Schengen stattfindet, steht die hier befindliche Shoppingzone allen hier abgefertigten Passagieren zur Verfügung. An der Wurzel von Pier West muss jedoch, um zu den B und C-Gates zu gelangen, eine zentrale Sicherheitskontrolle passiert werden. Bereich D, im Pier Ost, besitzt dezentrale Kontrollstellen direkt an den einzelnen Piergates bzw. zentrale Kontrollen an den Busgates.

Die Abflugbereiche F und G, im Pier Nord, sind über den Terminal 3 zu erreichen. Hier muss schon vor Betreten des Transitbereichs eine zentrale Sicherheitskontrolle passiert werden. Pier Nord ist luftseitig nur im Non-Schengen-Bereich, über einen Gang zwischen den G- und D-Gates, mit den übrigen Abflugbereichen verbunden. Der 450 m lange Nordpier verfügt bei einer Breite von 33 m und einer Fläche von 71.000 m² über 48 Flugsteige (33 Schengen-Gates auf Ebene 1 und 15 Non-Schengen-Gates auf Ebene 3). Auf der nördlichen Seite gibt es acht Fluggastbrücken für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge, auf der südlichen neun, davon fünf für Großraumflugzeuge mit jeweils zwei Fluggastbrücken. Obwohl für die F und G-Gates jeweils ein eigener Shoppingbereich eingerichtet ist, kann der Schengen Bereich von allen hier abgefertigten Passagieren betreten werden. Der Non-Schengen Bereich hingegen ist jedoch auch nur von Non-Schengen Reisenden nutzbar.

An den Zugängen aller Transitbereiche befinden sich Vereinzelungsanlagen. Hier muss, unabhängig vom Reiseziel, eine gültige Bordkarte eingescannt werden. In den Bereichen C und D ankommende Passagiere gelangen über die Abflugebene zur Gepäckausgabe. Jene, welche in den Bereichen F und G abgefertigt werden, nutzen im Pier Nord eine eigene Ankunftsebene um in die Gepäckhalle zu gelangen. Die B-Gates werden nicht für Ankünfte genutzt.

Bereich B[Bearbeiten]
Busgates B31-B42

In Bereich B (Gates B31-B42), der sich auf Vorfeldebene unter der Zugangsbrücke zu Bereich C befindet, werden Flüge in den Schengen-Raum abgefertigt. Die Fluggäste werden hier ausschließlich per Bus zum Flugzeug gebracht. Im Juni 2011 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten an den 12 B-Busgates abgeschlossen. Der Umbau dauerte acht Monate und lässt den Innenbereich der B-Gates in einem neuen modernen Design erscheinen. Das neue Konzept beinhaltet unter anderem eine offene Raumgestaltung und eine neue Bestuhlung. Weiters wurden die Flugsteige mit Quick-Boarding-Gates ausgestattet. Da die Sicherheitskontrolle für den Bereich C seit 2012 ebenfalls auf dieser Ebene zentral erfolgt, mussten im Zuge der Vergrößerung und Neupositionierung der Kontrollstraßen sechs B-Gates aufgelassen werden.

Bereich C („Pier West“)[Bearbeiten]
Die Busgates C71-C75 im Pier West

In Bereich C werden Flüge in den Schengen-Raum abgefertigt. Hier befinden sich 12 Fluggastbrücken (Gates C31 bis C42) und 5 Busgates (C71-75). Diese zusätzlichen Gates wurden 2008 in einer hierfür umgebauten Geräteeinstellhalle geschaffen.

Bereich D („Pier Ost“)[Bearbeiten]

In Bereich D werden Flüge ins Nicht-Schengen-Ausland abgefertigt. Die dafür notwendige Passkontrolle für die abfliegenden (und ankommenden) Passagiere erfolgt an der Pierwurzel. Die Fluggäste gelangen entweder über 8 Fluggastbrücken (Gate D21 bis D29) oder über 17 Busgates (Gates D31 bis D37 und D61 bis D70) zu den Flugzeugen. Die Flugsteige D31-D37 wurden als Kapazitätserhöhung in den Jahren 2002–2004 errichtet. Die zuvor schlanke Brücke zum Pier Ost (ähnlich jener am Pier West) wurde dafür zu beiden Seiten mit einem Anbau versehen und so verbreitert. Je nach Bedarf können an einzelnen Flugsteigen zwei Brücken zur Abfertigung genutzt werden.

Bereich F („Pier Nord“)[Bearbeiten]

In Bereich F (Gates F01-F37) auf Ebene 1 werden Flüge in den Schengen-Raum abgefertigt. Hier befinden sich 17 Pier- und 12 Busgates. 4 weitere Gates sind optional für Pier- oder Busboarding ausgelegt. An sämtlichen Flugsteigen befinden sich Quick-Boarding-Gates.[61]

Bereich G („Pier Nord“)[Bearbeiten]

In Bereich G (Gates G01-G37) auf Ebene 3 werden Flüge in den Non-Schengen-Raum abgefertigt. Die Passagiere gelangen über 15 Piergates in die Flugzeuge. (14 davon können auch als Busgate verwendet werden). Da dieser Abflugbereich jedoch dieselben Pierfinger wie Bereich F nützt, müssen die Passagiere zuerst über Rolltreppen und Aufzugsanlagen auf Ebene 1 wechseln. Sämtliche Flugsteige besitzen Quick-Boarding-Gates.

VIP Terminal und General Aviation Center[Bearbeiten]

Das VIP Terminal (GAC)

Der Gebäudekomplex des VIP-Terminals mit angeschlossenem Bereich für die Allgemeine Luftfahrt (auch General Aviation Center, kurz: GAC), wurde 2006 pünktlich zur damaligen EU-Präsidentschaft Österreichs in Betrieb genommen. Während hier Einzelpassagiere, Gruppen und Personen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf betreut werden, kümmert sich eigenes Personal um das Gepäck und alle Abfertigungsmodalitäten wie beispielsweise das Check-in. Der Terminal bietet neben einem Restaurant und einem Laden, in dem auch zollfreie Waren erhältlich sind, besondere Serviceleistungen wie private Lounges, Räumlichkeiten mit Badezimmern oder für Empfänge und eine nicht einsehbare Vorfahrt („Ehrenhof“). Dem Terminal angeschlossen sind die Hangars 5 und 6 für Privatflugzeuge und ein eigenes Vorfeld mit Verbindung zur Piste 11/29. Die Anlagen können Flugzeuge bis zu den Typen Airbus A321 und Boeing 737 aufnehmen.[62] Auf der A4, der Ostautobahn, steht darüber hinaus eine eigene Betriebsausfahrt zur Verfügung, welche den VIP-Konvois eine schnelle Zufahrt zum Gebäude ermöglicht.[63]

Der Office Park 1

Office Park[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 2004 befindet sich am Flughafengelände der Office Park, gegliedert in drei Gebäudeteile. (Office Park 1, 2 und 3) Sie beherbergen auf insgesamt über 69.000 m² unter anderem den Sitz der Austrian, der Niki Luftfahrt und der Flughafen Wien AG. Während es sich bei den Office Parks 1 und 2 um Neubauten handelt, ist der Office Park 3 ein revitalisiertes Gebäude aus dem Jahr 1989; das ehemalige World Trade Center.[64][65]

Besucherzentrum & Planespotting[Bearbeiten]

Die Besucherterrasse am Terminal 3

Im Jahr 2007 wurde im Office Park 1 das VISITAIR-Center eröffnet. Die permanente Ausstellung auf 210 m², präsentiert eine Zeitreise und zeigt komplexe Abläufe auf einem internationalen Flughafen. Eine eigene Station widmet sich der Beziehung des Flughafens zu seinen Anrainern.[66] Besucher nehmen auch an einer Busrundfahrt über das Flughafengelände teil. Hier werden Hintergrundinformationen zu den einzelnen Betriebsbereichen gegeben. Außerdem werden Details von gerade am Vorfeld abgestellten, sowie startenden und landenden Flugzeugen vor Ort erklärt. Alle Teilnehmer der Rundfahrt müssen sich einer Sicherheitskontrolle unterziehen. Pro Jahr verzeichnet das Visitaircenter rund 60.000 Besucher. Am Dach von Terminal 3 gibt es darüber hinaus eine 250 Meter lange, offene, Besucherterrasse welche Ausblick auf das gesamte Vorfeld gewährt. Das 1.350 m² große Besucherdeck wurde am 27. September 2012 eröffnet. Die Besucherterrasse ist in den Wintermonaten geschlossen. Der Eintritt ist kostenpflichtig.

Möglichkeit zum Planespotting bieten die Parkhäuser sowie das Gelände um die Pistensysteme. Im Jahr 2013 wurden Fotolöcher an der Ostseite und am Südende der Piste 16/34 in der Flughafenumzäunung geschaffen. Ebenfalls an der Ostseite dieser Piste wurde im Pistenkreuz ein eigener Spotterhügel errichtet. Weitere Fotoöffnungen sind außerdem im Bereich des GAC vorgesehen.[67][68]

Handling Center West & Air Cargo Center[Bearbeiten]

Das Handling Center West (kurz: HCW) ist für alle operativen Tätigkeiten (Be- und Entladung, Befüllen, Leeren und Schleppen) der Flugzeugabfertigung zuständig. Es ersetzte das Gerätezentrum Ost, welches durch den Bau der Terminalerweiterung abgerissen werden musste. Die Akkuladestation für die elektrisch betriebenen Vorfeldfahrzeuge und Sozialräume der Mitarbeiter befinden sich ebenso hier wie ein Bürotrakt. Dem Komplex angegliedert ist eine der beiden Geräteeinstellhallen. Das HCW wurde 2005 nach nur einjähriger Bauzeit eröffnet und mit dem niederösterreichischen Holzbaupreis ausgezeichnet.[69][70] Das Air Cargo Center wurde 2006, ein Jahr nach dem HCW, in Betrieb genommen und stellt eine Ausbaustufe der bestehenden Frachthallen und Speditionsgebäude dar. 16.000m² Fracht- und 4.000m² Speditionshallen kamen neu hinzu. Insgesamt hat das HCW ca. 20.000 m², das ACC ca. 36.000m² Nettogeschoßfläche.

Riegel Nord-Ost[Bearbeiten]

Der zweite Gerätestützpunkt, neben jenem im Handling Center West, liegt im Riegel Nord-Ost, bestehend aus der Geräteeinstellhalle Nord („Geno“) und dem Infrastrukturgebäude Nord („Igno“). Geno bietet Platz für weitere Fahrzeuge des Vorfeld-Handling und die Vorfeldbusse, sowie für die Bereitschaftsräume der Mitarbeiter. Igno dient der Versorgung des Terminal 3 und beinhaltet dessen Kältezentrale. Die architektonische Gestaltung der Gebäude übernahmen wie schon für den Terminalneubau die Büros Baumschlager Eberle und IttenBrechbühl.[71] In diesem Bereich befinden sich auch das Tanklager und die Enteisungsmittelbefüllstation.

Tower[Bearbeiten]

Der Tower

Mit 109 m ist der Flugsicherungstower der höchste in Europa und wurde 2005 eröffnet und in Betrieb genommen. Der Neubau war notwendig geworden, um Platz für den neuen Terminal zu schaffen und um die Sicht auf das erweiterte Vorfeld zu gewährleisten. Betreiber des Towers ist hauptsächlich die Flugsicherungsgesellschaft Austro Control.

Der Luftfahrtinformationsdienst (AIM), die Flugdatenbearbeitung für ganz Österreich (FDU), die Verwaltung, die Flugsicherungstechnik (AES), die An- und Abflugskontrollstelle Wien (APP), der Flugwetterdienst (MET), die Vorfeldkontrolle des Flughafens (MOVEMENT) und die Flugplatzkontrollstelle (TWR) befinden sich hier. Insgesamt haben ungefähr 200 Personen ihren Arbeitsplatz im Kontrollturm.

Architektonisch interessant ist, dass die Kanzel an der Spitze zum Sockel um ungefähr 45 Grad verdreht ist. Der Raum dazwischen ist nur von einer Membran umhüllt, die in den Abendstunden von innen und außen mit Lampen beziehungsweise Projektoren multimedial in Szene gesetzt wird. Weiters steht der Schaft nicht in der Mitte des 6-geschoßigen Sockels, sodass der Turm von jeder Richtung her ein anderes Erscheinungsbild hat, das mitunter „schief“ wirkt. Die Membranfassade hat eine Fläche von zirka 3.300 m² und macht den Tower damit zum größten Membranbauwerk Österreichs.

Bauherr waren die Flughafen Wien AG und die Austro Control. Der Entwurf, des mit mehreren Architekturpreisen ausgezeichneten Towers, stammt vom Büro Zechner & Zechner Ziviltechniker GmbH aus Wien.

Technische Basis der Austrian Airlines[Bearbeiten]

Im westlichen Flughafenbereich wurde 1974 mit der Eröffnung des ersten 6000 m² großen Hangars der Grundstein der technischen Basis gelegt. Hangar 2 kam 1982 mit einer Grundfläche von 9700 m² hinzu und wurde 1993 vom Hangar 3 ergänzt. Kernbereich sind bis heute jene drei Wartungshangars. Werft 1 und 2 werden von Austrian Technik genutzt, wobei die kleinere Halle für die Base Maintenance dient. In Werft 2 werden alle anderen Wartungsaufgaben erfüllt. Bis zum Jahr 2010 wurde auch Werft 3 von Austrian genutzt. Nach Ausflottung der Airbus A340 im Jahr 2007 wurde die Wartungshalle aufgrund des nun wesentlich geringeren Platzbedarfs wieder an den Flughafen übergeben. In ihr wurde bis 2010 hauptsächlich die Langstreckenflotte gewartet. Seit 2011 wird eine Hälfte des Gebäudes von NIKI, die andere von Haltern kleinerer Flugzeuge genutzt.[72][73] Den Hallen vorgelagert ist ein 71.000m² großes Vorfeld auf dem sich auch ein schallabsorbierender Triebwerkstestbereich befindet. Auf dem Gelände liegen außerdem ein Ersatzteil- und Materialhaus, mehrere Flugbetriebsgebäude, Werkstätten, Parkhaus und Garagen der AUA sowie das Austrian Trainingscenter im Vienna Aviation Campus (siehe unten). Austrian Technik ist zudem eine Lehrwerkstätte für die Ausbildung zum Flugzeugtechniker. Zunehmend werden auch Wartungsaufträge durch Fremdkunden angenommen. Langjährig wurden Airbus A340 der Lufthansa in Wien gewartet.[74][75] Das Areal der Austrian-Basis ist nicht öffentlich zugänglich, kann jedoch nach Voranmeldung (bspw. für Veranstaltungen im Trainingscenter oder bei Technikführungen) betreten werden.

Vienna Aviation Campus[Bearbeiten]

Bisher an mehreren Standorten verteilte Schulungseinrichtungen wurden 2008 mit der Eröffnung des Austrian Trainingscenters an einem Standort gebündelt. Das Gebäude, welches die Verbindung zwischen dem Flugsimulatorzentrum der Lufthansa Flight Training und der „Mock-up Halle“ der Austrian Airlines darstellt, bietet Platz für Schulungsräume, Büros und eine Kantine. Die Fassade des 4300 m² großen Gebäudes besteht aus verschiedenfarbigen gläsernen Flächen, die ein gepixeltes Bild entstehen lassen und laut den Architekten einen „Wolkenhimmel“ symbolisieren sollen. In der „Mock-up Halle“ können Kabinentrainings unter anderem in einem Nachbau eines Airbus A320 absolviert werden. Im LFT Center sind zwei Airbus A320-200 und ein Dash 8-Q400 Simulator in Betrieb. Somit sind drei der vier verfügbaren Simulatorpositionen vergeben. Das LFT Center, das Austrian Trainingscenter und die Austrian „Mock-up Halle“ bilden den Vienna Aviation Campus. Hier kann dadurch, auch von Fremdunternehmen, das gesamte Flugbetriebspersonal geschult und trainiert werden. Die Flugsimulatoren sind 24 Stunden am Tag in Betrieb.[76][77][78]

Technikgelände[Bearbeiten]

Zwischen Pier West und der AUA-Basis liegen neben dem Cargo- und Handling Center sowie der Postumschlaghalle, für den laufenden Betrieb relevante Einrichtungen, wie die Zentralwerkstätte mit Lager, Einstellhallen (für die Kommunal- und Winterdienstgeräte), der Tankdienst und ein Waschgebäude. Um die Beschriftungen und Wegweiser anzufertigen gibt es ein eigenes Typografie-Druckcenter. Im Jahr 2001 wurde zudem ein Flughafenkindergarten eröffnet. Er steht den Kindern der Beschäftigten aller am Standort ansässigen Unternehmen offen und besitzt verlängerte Öffnungszeiten um den Mitarbeitern im Schichtdienst entgegenzukommen.[79][80] Das Gelände liegt nicht im Sicherheitsbereich und ist öffentlich zugänglich.

Gepäcksortieranlagen[Bearbeiten]

Die Gepäckzentrale der Bereiche Terminal 1, 1A und 2, das Baggage Logistics Center West, befindet sich ebenfalls am Technikgelände. Terminal 3 besitzt jedoch mit dem Baggage Logistics Center Ost eine separate Sortieranlage im Untergeschoss des Gebäudes. Sie wurde bereits 2011 in Betrieb genommen und besitzt 10 Transfergepäckausgabestellen im Nahbereich der Parkpositionen am Pier Nord. Die Bandlänge der Förderanlagen, welche untereinander verbunden sind, beträgt insgesamt rund 14 Kilometer. 54.000 Gepäckstücke pro Stunde können sortiert werden.[81]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten]

Die Sicherheit am Rollfeld und die Überwachung des Flughafenvorfelds obliegt der Flugplatz-Betriebsleitung. Sie ist im Pier West untergebracht. Die Zufahrt in den luftseitigen Sicherheitsbereich und auf das Vorfeld ist nur über einen der Checkpoints (Ost (bei Parkplatz C), West (am Technikgelände), GAC (beim VIP-GAC) und Terminal 3 (an der Abflugstraße, hinter Parkhaus 4)) möglich.

Polizei[Bearbeiten]

Zollkontrollstelle im Ankunftsbereich

Der Bereich des Flughafens Wien untersteht dem Stadtpolizeikommando Schwechat, welches seinen Sitz im Flughafengelände hat. Zudem sind zwei Polizeiinspektionen, eine Polizeidiensthundeinspektion und ein Polizeianhaltezentrum der Bundespolizei auf dem Gelände des Flughafens untergebracht. Der Fachbereich Sicherheitsdienst-Flughafen ist schwerpunktmäßig mit der so genannten „Aviation Security“, also der Sicherung des Flugbetriebs am Flughafen, betraut. Das Kripo- und Sicherheitszentrum wie auch die Diensthundeabteilung befinden sich am Flughafen-Technikgelände.[82] Am Flughafen sind rund 193 Zoll Mitarbeiter beschäftigt. Sie kontrollieren jährlich 100.000 Passagiere alleine aus Nicht EU-Ländern. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der illegalen Einfuhr von Waren, Tieren und Lebensmitteln.[83] Die Zollstelle am Flughafen Wien verzeichnete im Jahr 2012 4.890 Aufgriffe.[84]

Feuerwehr[Bearbeiten]

Die Flughafenfeuerwehr Wien besteht aus 620 Mitarbeitern, 70 haupt- und 550 nebenberufliche (2008). Zu ihren Aufgaben gehören neben der Brandbekämpfung auch vorbeugende Maßnahmen in sämtlichen Gebäuden und technische Hilfeleistung bei Unfällen. Im Jahr 2007 rückte die Flughafenfeuerwehr zu über 4000 Einsätzen auf dem zehn Quadratkilometer großen Einsatzbereich aus. Da jeder Punkt des Flughafens innerhalb von drei Minuten erreicht werden muss, gibt es zwei Feuerwachen. Im Jahr 2009 wurde die neue Feuerwache 1 (beim Austrian Technik-Areal) in Betrieb genommen, welche bis dahin in einem Gebäude aus dem Jahr 1954 untergebracht war. Die Feuerwache 2 liegt zwischen den Pistensystemen 11/29 und 16/34. Der Mannschaft stehen 32 Fahrzeuge unter anderem von Typ Ziegler Z8 zur Verfügung. Bei Großschadensereignissen wird zusätzlich die sogenannte Hilfsfeuerwehr alarmiert; diese besteht aus weiteren 300 Mitarbeitern. Externe Unterstützung kommt von ca. 27 Freiwilligen Feuerwehren aus der Flughafenumgebung, die in einem Alarmring zusammengefasst sind.[85][86][87]

VIAS[Bearbeiten]

Die Vienna International Airport Security Services GesmbH, eine Tochtergesellschaft der Flughafen Wien AG, ist unter anderem für alle Personen- und Handgepäckskontrollen zuständig. Alleine im Terminal 3 befinden sich 15 Kontrollstraßen, an welchen je 9 Mitarbeiter zu Spitzenzeiten bis zu 3000 Passagiere stündlich kontrollieren. Die insgesamt rund 1200 Mitarbeiter führen aber auch Sicherheitsdienstleistungen aller Art für die Fluggesellschaften durch; wie beispielsweise die Bewachung und Durchsuchung von Flugzeugen. Darüber hinaus werden auch Transporte von körperlich eingeschränkten Passagieren durch die VIAS durchgeführt.[88]

Sämtliche „Floorwalker“- bzw. „Kordeldienste“ von Austrian Airlines, wie auch der Dokumentencheck bei USA-Flügen werden seit 2014 von G4S durchgeführt. Zuvor erledigte dies Personal von Austrian Airlines. Aufgabe der Mitarbeiter ist es bspw. den Zugang zu den Baggage-Drop-Off Schaltern nur Passagieren mit Bordkarte zu gewähren sowie auch die optische Eingangskontrolle des Handgepäcks noch vor der eigentlichen Sicherheitskontrolle.[89]

Sicherheitszentrale[Bearbeiten]

Die Sicherheitszentrale befindet sich zusammen mit dem neu eingeführten Terminal Operation Center im Check-in 3. Von hier aus wird der Passagier- und Flughafenbetrieb überwacht und gesteuert. Hier laufen alle Informationen sämtlicher Überwachungskameras zusammen. Insgesamt sind am Flughafen rund 2700 Stück aufgeschaltet. Die besonders leistungsfähigen Kameras am Tower können, selbst bei Dunkelheit, Detailansichten von startenden und landenden Maschinen sowie vom Gelände darstellen.[90] Um Massenpaniken entgegenzuwirken, achten die Mitarbeiter auch darauf Stauungen im Passagierfluss zu vermeiden.

Medizinische Versorgung[Bearbeiten]

Die 1954 gegründete Sanitätsstelle entwickelte sich zum heutigen Medical Center.[91] Es befindet sich auf der Ankunftsebene (Ebene 0). Hier steht rund um die Uhr ein Diplomkrankenpfleger, ein Notfallsanitäter und ein Notarzt im Dienst. Neben der Tätigkeit in der Notfallmedizin/Erste Hilfe und Arbeitsmedizin erhalten Passagiere und Mitarbeiter hier auch alle Arten von Impfungen wie auch Malaria- sowie Thrombose-Prophylaxe. Das WHO-anerkannte Impfzentrum steht auch nicht reisenden Patienten offen, welche hierfür eine Stunde kostenfrei am Gelände parken können.[92] Am Flughafen gibt es zudem eine Apotheke und einen Zahnarzt.[93][94] Die Terminalbereiche sind flächendeckend mit 20 halbautomatischen Laien-Defibrillatoren ausgestattet. Insgesamt sind am Flughafenareal 25 solcher Geräte einsatzbereit.[95]

Handling[Bearbeiten]

Eine Maschine der Austrian Airlines während der Enteisung

Die Passagierabfertigung wird durch Austrian, AustroPort, ISS Ground Services, VIE Ground Handling und Celebi Ground Services durchgeführt; die Rampen- und Vorfelddienste durch VIE Ground Handling und Celebi Ground Services.[20][96] Im Februar 2014 gab der Flughafen bekannt auch in die Passagierabfertigung einzusteigen und ist damit neben Celebi ein weiterer Komplettanbieter von Handlingleistungen.[97][98]

Pro Tag sind rund 35 Pushbackfahrer im Einsatz; täglich werden bis zu 300 Flugzeuge mittels Stangentraktoren oder stangenlosen Flugzeugschleppern gepushed. Am Flughafen stehen für die Wintermonate insgesamt 75 Fahrzeuge, davon 15 Enteisungsfahrzeuge auf 8 Enteisungspositionen, im Einsatz. 2012 wurden zehn von ihnen ins Ausland verkauft und durch Neufahrzeuge ersetzt.[99] 2013 wurden 20 neue Räumfahrzeuge beschafft.[100] Die 320 im Winterdienst eingesetzten Mitarbeiter betreuen über zwei Millionen Quadratmeter zu räumende Fläche. Der „Iceman“ ist am Boden für die Abstimmung (Flüssigkeitstyp, Mischungsverhältnisse, zu enteisende Flugzeugteile, aktuelle Außentemperatur) des Enteisungsvorgangs mit der Cockpit Besatzung zuständig. Die Anmeldung zur Enteisung seitens der Besatzung muss am Wiener Flughafen spätestens 30 Minuten vor Abflugzeit erfolgen und auch an den jeweiligen Ramp Agent weitergeleitet werden. Die Koordination der Enteisungspositionen und genaue Rollführung zu diesen werden für die Flugzeuge von der Flugverkehrskontrolle zu Beginn der Wintersaison festgelegt. [101]

Seit Ende 2008 unterstützen 60 erdgasbetriebene Fahrzeuge die Arbeitsprozesse am Vorfeld. Sie sind mit Laptops sowie Druckern ausgestattet und dienen als „Mobile Offices“ den Red Cap Agents und Loading Supervisor als mobiler Arbeitsplatz bei der Flugzeugabfertigung. Insgesamt sind rund 900 Arbeitsgeräte am Vorfeld im Einsatz; die Einhaltung der maximal erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h am Vorfeld wird durch die Betriebsleitung kontrolliert. Am Vorfeld und im Terminal sind insgesamt 120 Elektrofahrzeuge im Einsatz. Flugzeugwartungen werden am Flughafen von Austrian (Austrian Technik) und KLM angeboten. Im Handlingbereich sind rund 2000 Personen tätig. Seit 2011 werden für das VIP-GAC Handlingleistungen auch durch ein privates Unternehmen angeboten.[102]

Den Parkpositionen am Vorfeld sind ein- und zweistellige Zahlen mit einem vorangestellten Buchstaben zugeordnet (z.B. C33, F04). Zur besseren Übersicht und Orientierung sind diese in die folgenden Buchstabenblöcke aufgeteilt und werden der Buchstabiertafel entsprechend bezeichnet: Alfa (am VIP-GAC und vor der AUA-Basis), Bravo (vor dem Air Cargo Center), Charlie (am Pier West), Delta (am Pier Ost), Echo (entlang Piste 11/29; nahe dem Pistenkreuz), Fox (am Pier Nord), Hotel (südlich des Tanklagers) und Kilo (nördlich des Tanklagers). Die Gate Bezeichnungen im Terminal orientieren sich ebenfalls an diesem Schema.

Betankung[Bearbeiten]

Eine Maschine wird durch ein Dispenser-Fahrzeug betankt.

Am Wiener Flughafen ist eine unterirdische Betankungsanlage in Betrieb, welche den Einsatz von Tankfahrzeugen vermeidet. Am Gelände der OMV Raffinerie Schwechat befinden sich vier Treibstofftanks, mit einem Gesamtvolumen von 30.000 Kubikmetern. Von dort wird das Kerosin über eine eigene, 1991 errichtete, Pipeline mit einer maximalen stündlichen Leistung von 240 Kubikmetern in das Tanklager am Flughafen gepumpt, welches den Treibstoff auf die über 156 Anschlussstellen verteilt. Dort wird es mit Hilfe von Dispenser-Fahrzeugen in die Flugzeuge gepumpt. 2010 waren das beispielsweise 750.000 m³ Treibstoff mit der Spezifikation Jet A-1. So entfallen sämtliche Tankwagenfahrten, sowohl am als auch zum Flughafen. Die erste Ausbaustufe des Systems wurde 1995 fertiggestellt, eine Erweiterung erfolgte bereits ein Jahr später. 1998 wurde für das System eine fünfte Pumpeinheit geschaffen.[103][104] Das Tanklager befindet sich im nordöstlichen Flughafenareal. Das Betankungssystem wird durch die Firma FSH Flughafen Schwechat Hydranten Gesellschaft betrieben. Für Austrian Airlines ist die Firma Skytanking, für alle übrigen Fluggesellschaften die ARC Aircraft Refueling Company (stellvertretend für die Mineralölkonzerne Agip, Air BP, Exo Mobil, Shell, OMV, Air Total) zuständig.

Catering[Bearbeiten]

Die Bordmenüs für 30 verschiedene Airlines, welche den Wiener Flughafen anfliegen, werden von Do & Co in Wien-Simmering hergestellt und anschließend elf Mal pro Tag zum Flughafen transportiert. Im Cateringgebäude am Technikgelände des Flughafens werden die Essen dann den einzelnen Flügen zugeordnet. Von dort werden die Trolleys mit Vorfeldfahrzeugen zu den Flugzeugen gebracht wo sie mittels Hebebühnen in die Bordküchen gelangen. Die Cateringlogistik, wie die Verladung und die Geschirrwäsche wird direkt am Flughafen durch die Firma Skygourmet abgewickelt.[105][106]

Shops & Gastronomie[Bearbeiten]

Der Duty-free-Shoppingbereich der B, C und D-Gates...
...und jener der F-Gates

Im Transitbereich der B, C und D-Gates, befinden sich 78 Shops (davon 63 Airside) und 27 Gastronomiebetriebe (davon 10 Airside).[107] Mit der Terminalerweiterung kamen weitere 32 Retail und 18 gastronomische Einrichtungen dazu. In den luftseitigen Einkaufsbereichen im Terminal 3 wird im Gegensatz zum Altbestand eine Free-Flow-Anordnung der Geschäftslokale, anstatt einer klassischen Shopping-Mall angewandt. Nach bereits erfolgten Umgestaltungsmaßnahmen kommen nun jedoch auch in älteren Bauteilen derartige Walkthrough-Konzepte zum Tragen. Insgesamt kommen die Geschäfte auf 11.520 m², die Gastronomiebetriebe auf 8.208 m² Verkaufsfläche.[108] Darüber hinaus befinden sich am Gelände des Flughafens weitere Einkaufsmöglichkeiten. Ein Großteil der Food & Retail-Betriebe am Flughafen wird durch die italienische Firma Airest Gastronomy & Retail GmbH betrieben, welche früher ein Tochterunternehmen der Austrian Airlines war.[109][110]

Lounges[Bearbeiten]

Der Flughafen Wien betreibt im Transitbereich der B-, C- und D-Gates zwei Lounges. Die „Jet-Lounge“, von den Passagieren über die Airport Plaza erreichbar und die „Air-Lounge“ im Pier-Ost, welche nur von Reisenden in den Non-Schengen Raum genutzt werden kann. In den Bereichen F und G befinden sich die "Sky Lounges" jeweils eine Schengen und eine Non-Schengen Lounge. Sie werden ebenfalls vom Flughafen betrieben. Die Betreuung des Caterings in den Räumlichkeiten unterlag bis Anfang 2012 Airest, anschließend wurde sie von Do & Co übernommen. In der Jet-, Air- und Sky-Lounge wird seither, statt Snacks, eine Food-Lounge angeboten.[111][112] Austrian Airlines bieten ihren Passagieren in den Bereichen F und G sechs Lounges. Drei Schengen und drei Non-Schengen Lounges mit jeweils einer Business, Senator/Star Gold und HON Circle Lounge.[113] Zusätzlich befindet sich eine Austrian Business Lounge im Bereich D am Pier Ost.

Im Februar 2014 wurde im Pier West ein „exklusiver Wartebereich“ für die Air Berlin Group eröffnet. Dieser kann von Reisenden der Business Class, Topbonus-Kunden ab dem Silver-Status, sowie Etihad Passagieren mit Etihad-Guest Status betreten werden. Das Angebot umfasst neben Tageszeitungen auch heiße und kalte Getränke. Der Wartebereich ist jedoch keine klassische Flughafenlounge und soll lediglich ein „ergänzendes Produkt“ dazu darstellen.[114][115]

Andachtsraum & Seelsorge[Bearbeiten]

Im Terminal befinden sich insgesamt drei interreligiöse Andachtsträume. Einer für die Abflugbereiche B, C und D (nach der Bordkartenkontrolle im Terminal 2 über einen Lift erreichbar) und zwei im Terminal 3 (auf Ebene 2 landseitig und auf Ebene 3 luftseitig). Die Flughafenseelsorge wird von Joseph Farrugia, Pfarrer der Wiener Votivkirche, betreut. Sonntags um 8 Uhr findet ein katholischer Gottesdienst statt.

Hotel[Bearbeiten]

Gegenüber dem Ankunftsbereich wurde 1983 als Haus der Novotel-Kette das erste Flughafenhotel eröffnet und seither mehrmals erweitert. Einige Zeit als Hotel Sofitel betrieben, ist es heute das 4-Sterne-Hotel NH-Vienna Airport der spanischen Hotelkette NH Hoteles. Es besteht nun aus drei Bauteilen und bietet 500 Zimmer verschiedener Kategorien sowie Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Konferenzen an.

W-LAN[Bearbeiten]

Im Terminal, den Wartezonen aller Gates sowie in den Gastronomiebetrieben ist W-LAN kostenfrei und uneingeschränkt nutzbar. Der drahtlose Internetzugang erfolgt mit Anschlussgeschwindigkeiten bis zu 54 Mbit/s.[116]

Wirtschaftsfaktor Flughafen[Bearbeiten]

Die Flughafen Wien AG hat ihren Sitz im Office Park 1 am Gelände.

Der Flughafen wird von der börsenorientierten Flughafen Wien AG betrieben, eine Seltenheit in Europa. Diese ging 1992 aus der am 11. Dezember 1953 gegründeten Flughafen Wien Betriebsgesellschaft m. b. H. hervor. Die ÖIAG verkaufte Ende des Jahres 2000 ihren Anteil an dem Unternehmen; die Länder Wien und Niederösterreich erhöhten daraufhin ihren Anteil auf jeweils 20 %, 10 % wurden in eine Mitarbeiterstiftung eingebracht.[117] Die Anteile der Eigentümer sind wie folgt verteilt:

  • 20 % Bundesland Niederösterreich
  • 20 % Stadt Wien
  • 10 % Mitarbeiterstiftung
  • 50 % werden an der Wiener Börse gehandelt[118]

Durch die Mitarbeiterstiftung sind die Beschäftigten am Dividendenertrag des Unternehmens beteiligt. Für das Geschäftsjahr 2002 wurden beispielsweise 3,99 Millionen Euro an die Mitarbeiter ausgeschüttet. Die Verteilung erfolgt dabei auf Basis der jährlichen Bruttobasisbezüge.[119] 2013 wurden rückwirkend für das Geschäftsjahr 2012 rund 2,2 Millionen Euro ausgeschüttet.

Am Standort Flughafen Wien waren 2013 rund 20.000 Personen, davon 4.399 direkt in der Flughafen Wien-Gruppe, beschäftigt. Sie haben ihren Wohnsitz in

Damit ist der Flughafen der größte Arbeitgeber im östlichen Österreich. Generell wird die Faustregel verwendet, dass auf ungefähr eine Million Passagiere pro Jahr 1000 Arbeitsplätze kommen. Der Flughafen bewirkt in der gesamtösterreichischen Wirtschaft rund 52.500 Arbeitsplätze. Der laufende Betrieb am Flughafen bringt ein österreichweites Steueraufkommen von etwa einer Milliarde Euro im Jahr.[120] Die Wertschöpfung des Flughafens betrug 2007 rund 4,8 Milliarden Euro, dies sind etwa 2 % der Wertschöpfung Österreichs. In Österreich sind rund 1200 Unternehmen mit 600.000 Beschäftigten vom Flughafen Wien abhängig. Am Standort Flughafen sind rund 230 Unternehmen ansässig. (siehe auch: Flughafen Wien AG)

Ausbau und Planungen[Bearbeiten]

Die neue Bahn würde südlich der Piste 11/29 liegen
Skizze der geplanten Parallelpiste, die ab 2016 gebaut werden könnte

Der Flughafen Wien plant den Bau einer dritten Piste in Form einer Parallelpiste zur bestehenden Piste 11/29 mit etwa 3.680 m Länge und 60 m Breite. Die Piste würde etwa 2.400 m südlich der Piste 11/29 und 2.600 m westlich der Piste 16/34 liegen. Im Rahmen der Planung wurden viele Bedenken – vor allem seitens der Anrainer des Flughafenumlands – laut, die sich in erster Linie auf höhere Lärmbelastungen durch die zusätzliche Piste beziehen. Die dritte Piste sei nötig, um die zukünftig steigende Zahl an Flugbewegungen bedienen zu können. Mit der Situation von zwei sich nahezu kreuzenden Pisten sei dies langfristig nicht möglich.[121] Bei Realisierung des erwarteten Wachstums ist die Kapazitätsgrenze der bestehenden Pisten in etwa nach 2020 erreicht.[122] Laut Medienberichten könnte der Bau der dritten Piste bis zu 1,8 Milliarden Euro kosten,[123] nach Angaben der Baumeister, die den Skylink fertiggestellt haben, wird mindestens das doppelte dieser (wie beim Skylink "geschönten") Summe notwendig sein – es müssen allein 50 Mio. m³ Material abgetragen und verbracht werden. Der Baubeginn ist frühestens für 2016, die Betriebsaufnahme frühestens für 2020/21 vorgesehen.

Um auf die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen einzugehen, wurde ein Mediationsvertrag abgeschlossen, der Regelungen zur Entlastung der Bevölkerung vorsieht. Weiters wurde ein Dialogforum[124] ins Leben gerufen, das sich im Speziellen der Vermittlung zwischen Flughafen, Bürgerinitiativen und sonstigen betroffenen Parteien widmet und diesen ein Mitspracherecht bei der Planung der dritten Piste und der damit verbundenen Projekte einräumt.

Im Rahmen langfristiger Planungen zieht der Flughafen auch den Bau eines weiteren Terminals in Erwägung. Er soll zwischen der Piste 11/29 und ihrer geplanten Parallelpiste als Mid-Field-Terminal errichtet werden. Zuzüglich zu Kapazitätssteigerungen, die durch Erneuerungen des Altbestandes wie den Terminal 2 herbeigeführt werden sollen, könnte der Wiener Flughafen dank des neuen Satelliten-Terminals bis zu 50 Millionen Passagiere jährlich abfertigen.[125]

Die Sanierung des Altbestands begann im Sommer 2012. Abgeschlossen wurden die Arbeiten unter anderem am Terminal 1, sowie an der zentralen Sicherheitskontrolle für die Bereiche der B- und C-Gates. Die nächsten Baumaßnahmen betreffen nun den Pier West. Er wird bis Herbst 2014 umgestaltet. Die Geschäftsflächen werden neu angeordnet und erweitert. Zudem wird ein Food Court eingerichtet. Die nun nicht mehr benötigten Glastrennwände zwischen den Warteräumen der Gates werden entfernt, die Möblierung erneuert.[126] Die größten Arbeiten werden am Terminal 2 notwendig. Der Passagierbetrieb in diesem Bereich wurde im Jänner 2013 heruntergefahren. Bestandteil derzeitiger Planungen ist auch die Entscheidung ob der Check-in Bereich abgerissen und neu gebaut, oder nur saniert werden soll. Durch die Neugestaltung respektive den Neubau des Terminal 2 soll die Kapazität des Flughafens auf 33 bis 35 Millionen Passagiere pro Jahr gesteigert werden.[127] Bautätigkeiten sind hier allerdings nicht vor 2017 zu erwarten. Der Abbau der alten Gepäcksortieranlage im Untergeschoss des Gebäudes wurde bereits im Frühjahr 2013 abgeschlossen.[128] Dadurch konnte hier ein neuer Verbindungsgang errichtet werden. Ankommende Fluggäste aus den Bereichen C und D gelangen nun schneller zur Gepäckausgabe im Terminal 3.

Auch an der Vorfahrtsrampe ist eine Sanierung vorgesehen. Von Mai bis September 2014 wird die gesamte Beschilderung am Flughafen auf ein, in den letzten 2 Jahren überarbeitetes, besser verständlicheres Leitsystem umgestellt. Mitte Juli 2014 waren die ersten neuen Wegweiser in Funktion.[129]

Der ÖBB-Bahnhof wird derzeit fernzugtauglich ausgebaut. Die Bauarbeiten hierfür starteten schon im Jahr 2003. Als erster Bauabschnitt wurde der derzeitige neue Bahnsteigbereich eröffnet. Im Zusammenhang mit den Verzögerungen beim Bau des Terminal 3, wurde die Baustelle Ende 2009 bis ins Jahr 2012 komplett stillgelegt, um anfallende Kosten niedrig zu halten. Im laufenden Bauabschnitt 2 werden nun die Bahnsteige auf 400 Meter verlängert, sodass auch Fernzüge abgefertigt werden können. Zusätzlich wird ein weiterer, westlich gelegener, Zugang errichtet. Die Gesamtfertigstellung des neuen Flughafenbahnhofs ist für Dezember 2014 vorgesehen.[130] Siehe dazu auch: Bahnhof Flughafen Wien.

Ziel der Flughafenvorstände ist außerdem ein Wachstum im Non-Aviation Bereich und die Entwicklung zu einer „Airport-City“. Geplant ist etwa der Bau eines Shoppingcenters auf 10.000 bis 20.000m² in Verbund mit Terminal 2, welches auch für Nicht-Fluggäste nutzbar sein soll. Um den Bedarf an Büroflächen zu decken, wird der bestehende Office Park 3 aus den 1980er-Jahren schrittweise durch Neubauten ersetzt werden.[131]

Für das Jahr 2014 fixiert ist auch der Bau eines zweiten Hotels mit rund 300 bis 350 Zimmern, welches Ende 2016 oder Anfang 2017 eröffnen soll. In weiterer Folge ist auch der Bau eines zusätzlichen, etwas abseits gelegeneren, Low-Budget Hotels nicht ausgeschlossen. Weiters werden zwei zusätzliche Abstellpositionen für Frachtflugzeuge errichtet und eine Ausbaustufe des neuen Speditionsgebäudes fertiggestellt. Die Abstellpositionen für Frachtflugzeuge entstehen bis Ende 2014 auf 16.000 m² Vorfeldfläche. Zwei Code F (65- <80 Meter Flügelspannweite) bzw. vier Code C (24- <36 Meter Flügelspannweite) Maschinen können darauf platziert werden. Dafür müssen zwei kleinere Rundhangars aus dem Jahr 1977, sowie drei große Wartungshangars aus der Zeit vor 1945 abgerissen werden.[132]

In Bau ist auch ein neuer Wartungs- und Einstellhangar der Vienna Aircraft Handling beim VIP-GAC.[133] Der neue Hangar 7 besitzt eine Fläche von 4.300 m². Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2014 geplant. Davor wird auch 4.300 m² neue Vorfeldfläche geschaffen. Bis 2015 beträgt das Investitionsvolumen 590 Millionen Euro. Ausgenommen von der Summe ist der Bau der dritten Piste.[134][135][136][137]

Für das Jahr 2015 eingeplant ist auch die Sanierung der Piste 11/29.[138]

Bedenken zum Flughafenbetrieb und deren Lösungsansätze[Bearbeiten]

Zu möglichen vom Flughafen Wien hervorgerufenen Störfaktoren gibt es, vor allem von den Anrainern rings um das Flughafengelände, im Besonderen zwei Schwerpunktbedenken: Die Belästigung durch Fluglärm sowie die Umweltproblematik.

Belästigung durch Fluglärm[Bearbeiten]

Am und um den Flughafen treten, bedingt durch Landungen und Abfertigungen der Flugzeuge, bestimmte Lautstärkepegel auf, die vor allem von Anrainern des Umlands mitunter als sehr belästigend empfunden werden können. Unterschieden werden muss jedoch in jedem Fall zwischen der subjektiven („gefühlten“) Lärmbelästigung, die je nach Person unterschiedlich ausfallen kann, und der gemessenen („effektiven“) Lärmbelastung (Schallpegel).

Die Fluglärmbelastung um den Flughafen Wien variiert je nach Entfernung zu den Landebahnen, der Tageszeit sowie täglichen Verkehrsaufkommensschwankungen. Um die tatsächlichen Schallpegel zu messen, bedient sich der Flughafen des sogenannten FANOMOS (Flight Track and Noise Monitoring System). Dieses besteht im Umkreis des Flughafens Wien aus 14 stationären (Wien Donaustadt, Groß-Enzersdorf, Fischamend, Klein-Neusiedl, Enzersdorf an der Fischa, Schwadorf, Margarethen am Moos, Rauchenwarth, Zwölfaxing, Schwechat, Wien Simmering, Himberg, Karlsdorf und Maria-Lanzendorf) sowie vier mobilen Messstationen, die die Geräuschimmissionen von startenden und landenden Flugzeugen aufzeichnen. Zur Sicherstellung der Messgenauigkeit führt das System alle vier Stunden eine akustische und elektrische Überprüfung durch.

Die für die Aufzeichnung notwendigen Radar- und Fluginformationsdaten stellt Austro Control zur Verfügung. FANOMOS führt diese Flugdaten mit den an anderen Messstellen erfassten Ereignissen (Windstärke, etc.) zusammen. Im Jahr 2007 erfolgten auf diese Weise 47 Messreihen, von denen 28 zum Vergleich mit den Messreihen des Vorjahres 2006 herangezogen wurden. Das Ergebnis zeigte, dass die Flugbewegungen innerhalb der sechs verkehrsreichsten Monate des Jahres um 7,1 % zunahmen, die LDEN-Werte (Lärmindex) sich jedoch an den Messstellen maximal um 0,8 dB (Margarethen am Moos, Rauchenwarth) beziehungsweise 2,2 dB (Maria-Lanzendorf, hier wurde jedoch im Oktober 2007 ein vergleichsverfälschender Standortwechsel durchgeführt) erhöhten, sich größtenteils jedoch um bis zu 1,3 dB senkten (Fischamend, Schwechat).

Seit dem Frühjahr 2009 werden zudem auch die Flugspuren der An- und Abflüge auf den bzw. vom Flughafen Wien[139] im Internet öffentlich dargestellt.

Da die effektive Fluglärmbelästigung anders als die -belastung nicht in Zahlen erfasst werden kann, trifft der Flughafen Wien intensive Maßnahmen dahingehend, einen positiven Dialog mit den Betroffenen zu führen und diese so weit wie möglich zu unterstützen und zu entlasten. Zu diesem Zweck wurde unter anderem das konkrete Lärmschutzprogramm des Flughafens[140] ins Leben gerufen, das etwa Anrainern in Nähe des Flughafens Kostenzuschüsse für Anti-Lärm-Maßnahmen, wie schallisolierte Fenster, zusichert.

Umweltbedenken[Bearbeiten]

Neben der Problematik des Fluglärms werden oft Bedenken zur Umweltverträglichkeit des Flughafenbetriebs an sich geäußert, die sich im Speziellen auf Verschmutzungen von Luft und Wasser, großes Müllaufkommen sowie Energieverschwendung beziehen. Am Vorfeld und in den Terminalbereichen sind bereits vermehrt umweltfreundliche Erdgas- und Elektrofahrzeuge unterwegs. Auch wird der Betrieb sukzessive auf LED-Leuchtmittel umgestellt; etwa auf den Start- und Landebahnen und dem Vorfeld. Im Parkhaus 4 besteht zudem eine Stromtankstelle für Passagiere mit Elektroautos.

Der Flughafen Wien stellt regelmäßige Untersuchungen und Maßnahmen an, um möglichst umweltverträglich zu agieren. 1997 wurde ein spezielles Schadstoffmesssystem angeschafft, um die Luftgütewerte am und um den Flughafen zu ermitteln. Diesen zufolge hat der Flughafen bloß geringen Einfluss auf die Luftgüte; die Werte entsprechen jenen einer Randlage einer Großstadt wie etwa Wien. Nach Angaben des Flughafens benötigte der Flughafenbetrieb 2004 ungefähr 93 Millionen Kilowattstunden Strom, was in etwa dem Energieverbrauch der Stadt Tulln entsprach. Im Jahr 2013 lag der Stromverbrauch bei 151.642.950 Millionen Kilowattstunden. Die tageslichtabhängige Schaltung aller Beleuchtungsanlagen wird zentral gesteuert und überwacht. Die großflächigen Glasfassaden in den Check-in-Bereichen, wie auch im Pier Nord fördern die Abschaltung bzw. die Dimmung der künstlichen Beleuchtung.[141] Weiters baut der Flughafen unter anderem auf strenge Mülltrennung, umweltfreundlich gewonnene Wärme (Fernwärme), setzt technisch moderne Kühlungs- sowie sanitäre Anlagen zur Wasserverbrauchsreduktion ein und nutzt Unterflurbetankung, um zusätzlich Grundwasserverschmutzungen vorzubeugen. Alle Abwässer von Vorfeldern, Rollwegen und Pisten werden aufgefangen und der Verbandskläranlage Schwechat-Mannswörth zugeführt. Der Jahreswasserverbauch 2013 lag bei 650.603 m³. Die klimatisierten Gebäude sind an zentrale Kälteerzeugungen angeschlossen; durch Wärmerückkopplungssysteme kann die in der Abluft enthaltene Kälte- und Wärmeenergie weitergenutzt werden.[142] Alle Unternehmen, die den Flughafen mit Waren beliefern sind verpflichtet, Verpackungsmaterialien zurückzunehmen.

Laut Flughafenvorstand werden 2013 schon 5 Millionen Kilowattstunden Strom eingespart. Langfristiges Ziel des Flughafens ist es CO₂ autark zu werden.[143] Das vollständige Umweltschutzprogramm ist im Internet auf der vom Flughafen ins Leben gerufenen Website „Umwelt und Luftfahrt“[144] zu entnehmen.

Von Umweltwissenschaftlern wird außerdem auf die Luftverschmutzung durch Abgase der Flugzeuge und auf die Notwendigkeit, den Flugverkehr generell zu reduzieren, hingewiesen.

Mediation mit den Bürgern[Bearbeiten]

Beim Umgang mit Kritikpunkten, die von den Anrainern des Flughafens immer wieder geäußert werden, setzt der Flughafen vor allem auf Mediation mit den betroffenen Parteien. Mediationsverhandlungen begannen im Jahr 2000, als der Flughafen seinen „Masterplan 2015“ präsentierte, und liefen bis 2005. Als Ergebnis wurde ein Vertrag unterschrieben, der weitere Mediation und Kooperation vorsieht. Dafür wurde der Verein „Dialogforum“ gegründet, in dem der Flughafen, die betroffenen Gemeinden und die Bundesländer Wien und Niederösterreich vertreten sind.

Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • Am 17. November 1945 kam es im Anflug einer Douglas C-47A-5-DK Dakota C.3 (KG 310) der Royal Canadian Air Force bei schlechten Sichtverhältnissen zu einer Grundberührung mit dem Flügel. Das Flugzeug stürzte kurz vor der Landebahn ab. Niemand starb bei dem Unglück.[145]
  • Am 10. Oktober 1955 befand sich eine Convair CV-340-58 (YU-ADC) der Jugoslovenski Aerotransport - JAT im Anflug auf die Bahn 12 des Flughafens. Aufgrund eines Pilotenfehlers flog sie „kontrolliert“ in den Kahlenberg. Von 29 Insassen starben 7 bei dem Unglück[146][147] siehe: Flugunfall auf dem Leopoldsberg von 1955
  • Am 24. Dezember 1958 um kurz vor 21.00 Uhr MEZ kollidierte Air-France-Flug 703 auf dem Flug vom Paris-Orly über München-Riem nach Wien beim Landeanflug rund 2.220 m vor der Landebahn 29 mit dem Gelände und ging in Flammen auf. Von den 28 Passagieren und sechs Crewmitgliedern wurden nur zwei Crewmitglieder verletzt.[148][149]
  • Am 20. November 1969 wurde eine Antonow An-24 mit 18 Insassen der polnischen Fluggesellschaft LOT auf ihrem Flug von Breslau nach Warschau von zwei polnischen Staatsbürgern mit Bombenattrappen entführt und nach Schwechat umgeleitet. Das Flugzeug landete gegen 13:30; die Entführer ließen sich widerstandslos festnehmen und suchten um politisches Asyl an.[150]
  • Am 26. Dezember 1971 kollidierte eine Douglas DC-9-32 (HB-IFR) der Swissair beim Start frühmorgens in dichtem Nebel mit einer Beechcraft Baron. Die DC-9 streifte beim Start mit der rechten Tragfläche das Cockpit der Beech, welche sich ohne Freigabe ebenfalls auf der Start- und Landebahn befand. Beim darauf folgenden Startabbruch brach das Bugrad der DC-9, und die abgerissene rechte Tragfläche fing Feuer, als die Maschine nach 200 m zum Stehen kam. Der Pilot der Beechcraft wurde getötet, die 76 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder an Bord der Swissair-Maschine blieben unverletzt.[151][152]
  • Am 17. September 1984 geriet eine Maschine des Typs Swearingen SA.226TC Metro II der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Air Service mit dem Kennzeichen OE-LSA im Endanflug zu tief, streifte die Anflugbefeuerung und machte eine „Bauchlandung“. Alle acht Passagiere und die beiden Piloten blieben unverletzt, das Flugzeug musste jedoch aufgrund der erheblichen Beschädigungen als Totalschaden abgeschrieben werden.[153][154]
  • Am 27. Dezember 1985 verübten drei Personen einen Terroranschlag am Flughafen. Die Terroristen stürmten kurz nach neun Uhr über die östliche Stiege in die Abflughalle (heute Terminal 2) und rollten drei Handgranaten in die Passagierschlange, die an den Schaltern 3 und 4 auf die Abfertigung des El-Al-Fluges warteten. Dann schossen sie mit Maschinenpistolen um sich. Die Polizei erwiderte das Feuer. Bei dem Anschlag und dem anschließenden Feuergefecht starben vier Menschen, 39 weitere wurden verletzt. Unter den Toten war auch einer der Attentäter; seine beiden Mittäter wurden nach einer Verfolgungsjagd auf der Autobahn von der Polizei gestellt. Gleichzeitig verübte eine zweite Terrorgruppe auf dem Flughafen Rom-Fiumicino einen ähnlichen Anschlag, dem mehr Menschen zum Opfer fielen. Abu Nidals Terrororganisation „übernahm“ für beide Anschläge die „Verantwortung“. Aus Anlass dieses Anschlages wurde die durch spezielle Ausbildung und Ausrüstung auf terroristische Bedrohungen spezialisierte Polizeieinheit Einsatzabteilung Kranich umstrukturiert.
  • Am 20. Juni 1987 streifte eine Boeing 747 SP der South African Airways auf dem Weg zur Startbahn eine abgestellte Boeing 747-200 der jordanischen Alia. Bei dem Zwischenfall wurde eine Person leicht verletzt und die rechte Tragfläche des südafrikanischen Jumbos, bzw. die Bugspitze des jordanischen Großraumflugzeugs erheblich beschädigt.[155]
  • Am 12. Juli 2000 musste Hapag-Lloyd-Flug 3378, ein Airbus A310 auf dem Weg von Chania nach Hannover, wegen Treibstoffmangels notlanden. Beim Aufsetzen abseits der Piste wurde das Instrumentenlandesystem zu einem großen Teil zerstört, das Flugzeug schwer beschädigt und einige Passagiere wurden verletzt.[156]

Verkehrszahlen[Bearbeiten]

Die Verkehrszahlen in der Zeit seit 2003

Passagieraufkommen, Flugbewegungen und Luftfracht des Flughafens sind in den letzten Jahrzehnten fast ständig gestiegen, worauf die Ausbaupläne beruhen. Als Spitzentage wurden der 7. Juli 2008 mit 66.034 Passagieren (+ 4,2 %) und der 10. Oktober 2008 mit 812 Flugbewegungen (+ 4,5 %) registriert, wobei der Flughafen vor allem durch die Fußball-Europameisterschaft im Juni und Juli 2008 profitierte.

Betriebsjahr Passagierzahlen davon Transferpassagiere Flugbewegungen Luftfracht (t)
2003[157] 12.784.505 197.089 115.651
2004[157] 14.785.529 224.809 145.602
2005[157] 15.859.050 5.443.078 230.900 167.494
2006[157] 16.855.725 5.673.586 237.490 187.852
2007[157] 18.768.468 5.991.884 254.870 191.789
2008[157] 19.747.289 5.936.560 266.402 187.300
2009[157] 18.114.103 5.450.308 243.430 185.724
2010[158] 19.691.206 5.919.852 246.146 219.334
2011[159] 21.106.292 6.521.292 246.157 199.809
2012 22.165.794 7.052.530 244.650 178.054
2013[2] 21.999.926 6.794.632 231.179 178.857

In den ersten Monaten 2009 sind die Passagierzahlen aufgrund der Wirtschaftskrise deutlich zurückgegangen. Die Prognosen für die Verkehrsentwicklung in den nächsten zehn Jahren wurden entsprechend angepasst. Seither ist der Passagierzuwachs wieder konstant. Im Jahr 2012 wurde erneut ein neuer Passagierrekord erreicht, wobei der Wiener Flughafen mit 5% Steigerung gegenüber dem Vorjahr das stärkste Passagierwachstum aller europäischen Flughäfen verzeichnete.[160] Mit einem Anteil von 49,1% des Gesamtpassagieraufkommens im Jahr 2013 ist Austrian Airlines der größte Kunde des Flughafens.[161]

Passagieraufkommen nach Airlines im Geschäftsjahr 2013
# Fluglinie Passagiere 2013 Veränderung zu 2012 in % Anteil am Gesamtpassagieraufkommen in %
1. Austrian 10.797.360 -1,6 49,1
2. NIKI 2.417.552 -9,5 11,0
3. Air Berlin 1.347.937 -2,9 6,1
4. Lufthansa 1.220.204 -0,2 5,5
5. Germanwings 593.451 19,8 2,7
6. Turkish Airlines 496.018 35,1 2,3
7. British Airways 400.065 6,9 1,8
8. Swiss 364.146 7,6 1,7
9. Emirates 348.841 5,1 1,6
10. KLM 282.447 10,1 1,3
Sonstige 3.731.905 -0,4 17,0
Passagiere gesamt 21.999.926 -0,7 100,0

Den größten Anteil an Passagieren haben Destinationen nach Westeuropa. Die frequentiertesten Routen hierbei sind Frankfurt, London und Zürich. Die Osteuropadestinationen führen Moskau, Bukarest und Sofia an. Die Destinationen in den Nahen und Mittleren Osten werden von Dubai, Tel Aviv und Doha angeführt und die meisten Langstreckenpassagiere konnte Bangkok, gefolgt von New York und Tokio verbuchen. Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Linie und Charter) lag bei 74,8 %. 2013 wurden 177 Destinationen von 71 Fluglinien bedient.

Verkehrsreichste Reiserouten im Linienverkehr 2012[162]
Rang Ziel Passagiere Änderung
2011–12
Rang Ziel Passagiere Änderung
2011–12
Europa und Türkei 16 BelgienBelgien Brüssel 399.083 0,2%
1 DeutschlandDeutschland Frankfurt 1.181.301 10,8% 17 ItalienItalien Rom 378.973 14,9%
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London 929.276 2,0% 18 ItalienItalien Mailand 343.266 11,1%
3 SchweizSchweiz Zürich 919.906 4,8% 19 DeutschlandDeutschland Stuttgart 341.577 5,2%
4 FrankreichFrankreich Paris 835.104 5,5% 20 DeutschlandDeutschland Hannover 304.197 6,6%
5 DeutschlandDeutschland Düsseldorf 779.653 9,9% Interkontinental
6 DeutschlandDeutschland Berlin 733.090 16,4% 1 Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Dubai 450.619 9,4%
7 RusslandRussland Moskau 627.192 11,3% 2 IsraelIsrael Tel Aviv 328.251 24,6%
8 DeutschlandDeutschland München 562.001 5,2% 3 ThailandThailand Bangkok 262.639 7,3%
9 DeutschlandDeutschland Hamburg 557.530 5,4% 4 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New York 171.892 1,8%
10 TurkeiTürkei Istanbul 550.871 24,1% 5 Zypern RepublikRepublik Zypern Larnaka 165.621 16,0%
11 NiederlandeNiederlande Amsterdam 498.549 4,2% 6 JapanJapan Tokio 155.148 10,9%
12 RumänienRumänien Bukarest 493.478 24,1% 7 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Washington 129.032 8,3%
13 SpanienSpanien Barcelona 439.150 23,2% 8 KanadaKanada Toronto 120.982 1,2%
14 BulgarienBulgarien Sofia 420.476 29,6% 9 IndienIndien Delhi 116.134 6,6%
15 DanemarkDänemark Kopenhagen 420.136 17,1% 10 AgyptenÄgypten Kairo 111.425 5,2%
Passagieraufkommen nach Regionen im Geschäftsjahr 2013
Regionen Passagiere 2013 Vergleich zu 2012 in %
Westeuropa 7.536.817 0,8
Osteuropa 2.165.556 -0,4
Naher/Mittlerer Osten 522.691 -0,1
Ferner Osten 363.163 -0,2
Nordamerika 233.682 0,2
Afrika 157.229 -0,3
Südamerika 10.977 0,0
Passagiere gesamt 10.990.115

Für das Geschäftsjahr 2014 wird ein Passagierzuwachs von 1 % bis 3 % bei stagnierenden Flugbewegungen erwartet. Für den Zeitraum 2012 bis 2020 wird von einem durchschnittlichen Passagierwachstum von 3,6 % jährlich ausgegangen. Für das Jahr 2020 werden somit rund 30 Millionen Passagiere prognostiziert.[163]

Wissenswertes[Bearbeiten]

Pünktlichkeit[Bearbeiten]

Eine Embraer E190 der KLM cityhopper auf dem Weg zu Runway 16

Der Flughafen Wien war im Gesamtjahr 2007 laut der Pünktlichkeitsstatistik der Association of European Airlines (AEA)[164] einer der pünktlichsten Flughäfen Europas. Von 27 europäischen Flughäfen belegt Wien nach Düsseldorf und Brüssel den drittbesten Platz. Insgesamt waren in diesem Jahr 17,9 % der Flüge am Flughafen Wien verspätet.

Im Vergleich mit den anderen Luftfahrt-Drehkreuzen („Hubs“) – Amsterdam Schiphol (21,4 %), Frankfurt am Main (24,3 %), London Heathrow (35,5 %), Madrid-Barajas (26,5 %), Mailand-Malpensa (21,1 %), München Franz Josef Strauß (22,6 %), Paris-Charles de Gaulle (27,3 %) und Zürich (21,4 %) – schnitt der Flughafen Wien am besten ab und wies den geringsten Anteil an verspäteten Abflügen auf. Bereits 2006 war der Flughafen Wien der drittpünktlichste Europas. Im ersten Quartal 2008 war Wien hinter München der zweitpünktlichste Flughafen Europas. Im internationalen Vergleich lag der Flughafen Wien im Jahr 2012 vor München, Zürich oder Frankfurt.

Laut Pünktlichkeitsstatistik des Internetportals „flightstats.com“ rangierte der Flughafen Wien im August 2013 mit 86,51 % an vierter Stelle der pünktlichsten Flughäfen in Europa.[165]

Kapazität[Bearbeiten]

Mit dem Terminal 3 und dem Pier Nord hat der Flughafen eine Kapazität von insgesamt 25 Millionen Passagieren (ohne sind es 12 Mio.) Bis zu 30 Millionen Passagiere jährlich können somit seit Juni 2012 am Flughafen Wien abgefertigt werden.[166] Unter maximaler Belegung gibt es 96 Flugzeugabstellpositionen, davon 37 Andockpositionen.[107] Das bestehende Pistensystem aus den sich in ihrer Verlängerung kreuzenden Pisten 16/34 und 11/29 kann unter optimalen Bedingungen maximal 74 Flugbewegungen pro Stunde und 320.000 Flugbewegungen pro Jahr bewältigen. Insgesamt gibt es 128 Check-in Schalter.

Nach einer im Jahr 2013 erfolgten Schulterverbreiterung, entspricht Piste 16/34 der ICAO-Kategorie F. Auf ihr ist nun unter anderem ein regulärer Flugbetrieb mit dem Airbus A380, der Boeing 747-8 und der AN 124 möglich.[167][168] Zur Vermeidung von Überkapazitäten wurde jedoch Emirates der Einsatz des Airbus A380 nach Wien durch die Austro Control untersagt.[169]

Betriebszeiten & Nachtflugregelungen[Bearbeiten]

Der Flughafen ist 24 Stunden am Tag in Betrieb, ein generelles Nachtflugverbot besteht nicht. Ein Mediationsvertrag schreibt jedoch vor, dass Starts und Landungen in der Zeit von 21 bis 7 Uhr ausschließlich über Piste 29 erfolgen. Diese Vereinbarung regelt auch die Deckelung der Flugbewegungen zwischen 23:30 und 5.30 Uhr.[118][170] Der Anteil an Flugbewegungen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr verringerte sich 2012 auf einen Maximalwert von 48 Starts und Landungen. (2011 waren es noch 49) Gemäß der Vereinbarung im Mediationsvertrag sollte die Anzahl an Starts und Landungen auf dem Niveau von 2009 gehalten werden.

Postleitzahl[Bearbeiten]

Als Besonderheit hat der Flughafen, der an sich auf dem Gebiet von Schwechat liegt, seit dem 16. April 1966 eine eigene Postleitzahl, die mit der für Wiener Postleitzahlen verwendeten Ziffer 1 beginnt. (1300)

Rollzeiten[Bearbeiten]

durchschnittliche Rollzeiten[118]
zu Vorfeldpositionen zu Pierpositionen
Piste 29 3 Minuten 4 Minuten
Piste 11 4 Minuten 5 Minuten
Piste 16 7 Minuten 10 Minuten
Piste 34 5 Minuten 7 Minuten

Aufrufe[Bearbeiten]

Seit November 2013 entfallen alle personenbezogenen Aufrufe in den Passagierbereichen. Ziel ist es den allgemeinen Lärmpegel im Terminal zu senken und wichtigen Informationen, wie beispielsweise ein geändertes Abfluggate, mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.[171]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Im Terminal 3 und Pier Nord ist mehrteilige Medienkunst der Ars Electronica unter dem Titel „ZeitRaum“ installiert. An der Bordkartenkontrolle werden die Passagiere beispielsweise durch eine meterhohe Bildschirmwand mit der Installation „Textscapes“ geschleust, die einerseits durch die Passagiere, andererseits durch vom Tower übermittelte Daten beeinflusst wird. Jeder durchschreitende Passagier löst einen Buchstabenregen aus. Dieser bildet wiederum eine Topographie, wobei jeder Start einen Berg, jede Landung ein Tal bildet. Aus den Möbeln der Wartebereiche kommen „Airport- Soundscapes“ mit beruhigenden Klangspuren. Die Klangverläufe entstehen wie bei den „Textscapes“ durch die Steuer- und Mach-Daten vom Tower. Der aktuelle Flugverkehr ist so in den Wartebereichen im Pier hörbar.[172][173] Seit Ende Mai 2013 wird die Monitorwand der „Textscapes“ auch mit Gigapixel Aufnahmen verschiedener Reisedestinationen bespielt.[174]

Während der EU-Präsidentschaft Österreichs im Jahr 2006, wurde die Außenhaut von Parkhaus 3 mit einer temporären Kunstinstallation des Medienkünstlers Peter Kogler gestaltet. Er entwarf dafür ein Netzwerk aus computergenerierten Röhren, welche sich zu einer dynamischen Struktur verbanden. Das Kunstwerk wurde wieder entfernt; eine ähnliche Röhrenstruktur ist jedoch dauerhaft am VIP-Terminal (GAC) zu sehen. Sie umgibt dort den sogenannten „Ehrenhof“.[175]

Bis November 2013 befand sich in der Rotunde von Pier West das Kunstwerk „Häuptling König“ von Gerhardt Moswitzer. Die acht Tonnen schwere Eisenplastik aus Torstahl befand sich seit Eröffnung des Piers 1996 an dieser Stelle, ehe sie Ende 2013 als Dauerleihgabe ins steirische Voitsberg übersiedelt wurde. Das Kunstwerk, welches sich auch weiterhin im Besitz der Flughafen Wien AG befindet, hat einen Buchwert von 350.000 Euro.[176][177]

  • Im Jahr 2011 fand am Flughafen Wien das Erstrunden-Duell in der Davis Cup-Weltgruppe zwischen Österreich und Frankreich statt. Das Turnier wurde im Hangar 3, welcher dafür adaptiert und mit einem Sandplatz ausgestattet wurde, vor 6000 Zuschauern ausgetragen.[179]
  • Die 40 m hohe Membranfassade des Towers hat eine Fläche von 3.300 m² und macht diesen damit zum größten Membranbauwerk Österreichs.[180] Das Parkhaus 4 ist mit einer Gesamtfläche von 151.000 m² das größte Parkhaus Österreichs.[181] Die größte Werbefläche Österreichs befindet sich auf dessen südlicher Fassade. Die 103 m breite und 16 m hohe Plakatwand ist 1.700 m² groß, aus winddurchlässiger Spezialfolie gefertigt und kann in den Abendstunden beleuchtet werden.[182]
  • Im Frühjahr 2014 wurden die letzten beiden verbliebenen Fallblattanzeigen am Flughafen demontiert. Sie befanden sich im Terminal 2. In den neu gebauten Gebäudeteilen, sowie im umgebauten Terminal 1 ersetzen digitale Monitore solche Anzeigetafeln. Sie sind von allen Passagieren gleich gut einsehbar. Jene Anzeige, die sich in der mittlerweile abgerissenen alten Ankunftshalle befand, ist ein Stück Flughafengeschichte und soll in einem Museum für die Nachwelt erhalten werden.[183][184]
  • Seit 2013 vergibt die Flughafen Wien AG einen Preis für die „Best Performing Airline“ des jeweiligen Vorjahres. Geehrt wird die Fluglinie mit dem besten Wachstumsergebnis. 2013 ging diese Auszeichnung an TAP Portugal, 2014 an Turkish Airlines.[185]

Im Jahr 2014 wurde zusätzlich der sogenannte „Loyality Award“ an jene Fluggesellschaften verliehen, welche den Flughafen seit der Betriebsaufnahme 1954 durchgehend anfliegen. Unter den Preisträgern waren Austrian Airlines, British Airways, El Al und Lufthansa.[186]

  • Für iPhone und Android-Handys ist die „Vienna Airport–App“ verfügbar. Über diese können neben allgemeinen Informationen zum Flughafen, Auslastung der Parkplätze und dem Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel vom/zum Flughafen auch personenbezogene Auskünfte, wie aktuelle Meldungen zum Flugstatus (bspw.: erwartete Ankunftszeiten, Gate-Wechsel, Verspätungen) abgerufen werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Flughafen Wien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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  3. CAT City-Check-in Wien-Mitte
  4. diepresse.com: Erweitert: "Car2Go" jetzt auch am Flughafen Wien, vom 26. Juli 2012.
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  139. Flugspuren im Internet
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  143. http://noe.orf.at/news/stories/2592526/ ,vom 10. Juli 2013.
  144. Website zum Umweltschutzprogramm „Umwelt und Luftfahrt“ des Flughafens Wien
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  147. Flugzeugkatastrophe auf dem Leopoldsberg. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 11. Oktober 1955, S. 1.
  148. aviation-safety.net: Flugunfall vom 24. Dezember 1958 einer Lockheed L-749A Constellation
  149. Das Weihnachtswunder von Schwechat: Zwischen Absturz und Explosion – alle gerettet. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 28. Dezember 1958, S. 1, links unten.
  150. Polnisches Flugzeug nach Wien entführt. Entführer drohten mit Bombenattrappen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 21. November 1969, S. 1.
  151. Hinweis bei Swissair-Story.ch
  152. Keine Starterlaubnis für den Sportflieger. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 28. Dezember 1971, S. 1.
  153. aviation-safety.net: Flugunfall vom 17. September 1984 einer Swearingen SA.226TC Metro II OE-LSA
  154. Service-Flugzeug blockierte Flugverkehr in Schwechat. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 19. September 1984, S. 9, rechts unten.
  155. In Schwechat stießen zwei Jumbos zusammen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 22. Juni 1987, S. 7.
  156. austrianwings.info: Vor 10 Jahren – Hapag Lloyd Notlandung in Wien
  157. a b c d e f g viennaairport.com – Verkehrszahlen
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  186. Flughafen Wien vergab Loyality Awards 2014 vom 18. Juni 2014
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Dieser Artikel wurde am 15. Juni 2009 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.