Besano

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Besano
Kein Wappen vorhanden.
Besano (Italien)
Besano
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Koordinaten 45° 53′ N, 8° 53′ OKoordinaten: 45° 53′ 0″ N, 8° 53′ 0″ O
Höhe 537 m s.l.m.
Fläche 3 km²
Einwohner 2.594 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 865 Einw./km²
Postleitzahl 21050
Vorwahl 0332
ISTAT-Nummer 012011
Volksbezeichnung besanesi
Schutzpatron Martin von Tours (11. November)
Website Besano
Museo dei Fossili im Besano
Coelacanthiformes
Besanosaurus
Gemeinde Besano in der Provinz Varese

Besano ist eine Gemeinde mit 2594 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in der Provinz Varese (Lombardei) in Italien an der Schweizer Grenze.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besano wird von der Staatsstraße 344 tangiert. Die Gemeinde umfasst die Fraktionen Belvedere, Bernasca, Mulino Ginaga, Monte San Martino und Novella. Nachbargemeinden von Besano sind Bisuschio, Cuasso al Monte, Meride (CH-TI), Porto Ceresio und Viggiù.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung des Namens Besano ist unklar, es konkurrieren zwei mögliche Erklärungen: Zu antiker Zeit wurde eine alte, wahrscheinlich keltische Befestigungsanlage von den Römern zu einem Lager umgebaut, von dem aus die Verbindung nach Ceresio kontrolliert wurde. Dies wird durch das Grab des römischen Heerführers Besso bezeugt, nach dem das Land benannt worden sein soll. Die zweite Erklärung geht auf einen antiken, jährlich zweimal stattgefunden habenden Markt zurück. Demnach steht Besano für das lateinische bis in anno (deutsch: zweimal pro Jahr).

Im Mittelalter gehörte Besano zum Rittergut Arcisate. Mit der Ernennung Maurizio Arcimboldis zum Marquis von Arcisate durch Philipp den IV, König von Spanien und Duce von Mailand, im Jahre 1647 kam Besano unter die Gerichtsbarkeit des Königshauses. Von 1928 bis 1953 war Besano Teil der Gemeinde Porto Ceresio.

Paläontologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts werden in der Gegend nordöstlich von Besano Fossilien von Meeressauriern, Fischen, Muscheln, Schnecken und Kopffüßern gefunden. Im Jahre 1863 hat die Società Italiana di Scienze Naturali eine erste Grabung organisiert, 1878 fand eine zweite durch das Museo Civico di Storia Naturale di Milano statt. Es wurden sowohl neue Arten als auch sehr gut erhaltene Skelette von bis dahin nur spärlich belegten Arten entdeckt. Der 1993 dort entdeckte Besanosaurus leptorhynchus verdankt seinen Namen dieser Fundstätte. Seit 1981 werden Funde im Museo di Besano gezeigt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edith Müller-Merz, Jean-Pierre Berger, Heinz Furrer: Paläontologie und Umwelt Vdf Hochschulverlag AG 2005, ISBN 978-3-7281-2972-7.
  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 210.
  • Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Besano Online

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.