Induno Olona

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Induno Olona
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Induno Olona (Italien)
Induno Olona
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Lokale Bezeichnung Indüun
Koordinaten 45° 51′ N, 8° 50′ OKoordinaten: 45° 50′ 50″ N, 8° 50′ 5″ O
Höhe 394 m s.l.m.
Fläche 12,45 km²
Einwohner 10.266 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 825 Einw./km²
Stadtviertel Broglio, Dardo, Frascarolo, Motta, Pezza, Pradasott, Olona, San Bernardino, San Cassano, San Paolo, San Pietro, San Salvatore
Angrenzende Gemeinden Arcisate, Brinzio, Valganna, Varese
Postleitzahl 21056
Vorwahl 0332
ISTAT-Nummer 012083
Volksbezeichnung indunesi
Schutzpatron Johannes der Täufer (24. Juni)
Website Induno Olona
Gemeinde Induno Olona in der Provinz Varese
Induno Olona
Wasserfall in Valganna
Pfarrkirche San Giovanni Battista

Induno Olona ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Varese in der Region Lombardei.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 4 Kilometer nordnordöstlich von Varese am Parco del Campo dei Fiori im Tal der Olona. Die Gemeinde gehört zur Comunità montana del Piambello und bedeckt eine Fläche von 12,45 km². Zu Induno Olona gehören die Fraktionen Broglio, Dardo, Frascarolo, Motta, Pezza, Pradasott, Olona, San Bernardino, San Cassano, San Paolo, San Pietro und San Salvatore. Die Nachbargemeinden sind Arcisate, Brinzio, Valganna und Varese.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Invasion der gallischen Stämme in den Norden der italischen Halbinsel beginnt auch die Geschichte Induno Olonas. Für den kleinen Ortsteil Pezza lässt sich eine römische Besiedlung im 1. Jahrhundert vor Christus nachweisen.

Im 9. Jahrhundert nach Christus sammelten die Langobarden das Dorf zu Castelseprio; wahrscheinlich wurde unter der lombardischen Herrschaft der Torre Pezza, heute in Trümmern, und die Burg von Frascarolo gebaut. In den folgenden Jahrhunderten ging es an die Pfarrkirche von Arcisate und an die Mailänder Kirche über. Im Jahr 1160, während der Invasion von Federico Barbarossa, nutzte der Erzbischof von Mailand, Oberto da Pirovano, die Burg von Frascarolo als Festung, um Varese vor einem Angriff von Como zu schützen.

Induno Olona unterzog sich der spanischen Herrschaft, während es unter der österreichischen Herrschaft der Provinz Varese unterworfen war. Nach dem Ende der napoleonischen Regierung wurde es unter dem Bezirk Arcisate in der Provinz Como platziert. Im Jahr 1827 wurde der erste Gemeinderat gewählt. Im 19. Jahrhundert wurde Induno Olona von einer landwirtschaftlichen Stadt in eine Industriestadt verwandelt, dank der Anwesenheit des Flusses Olona, der sechs Fabriken versorgt; 1903 wurde die Valganna-Bahn in Betrieb genommen, die Induno mit Varese und Luino verband. 1927 wurde die Gemeinde Induno Olona unterdrückt und nach Varese aggregiert, dann nach einem Referendum im Jahr 1949 erlangte sie ihre Autonomie am 25. Oktober 1950 wieder.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1574 1678 1751 1805 1853 1881 1901 1921 1951 1971 1991 2001 2011 2018
Einwohner 620 1134 1286 1464 *1961 2498 2465 2935 4224 7390 9816 9810 10366 10266
Schloss Frascarolo
Oratorium San Pietro in Silvis

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Induno Olona liegt an der Staatsstraße 344 sowie an der Staatsstraße 233. An der Bahnstrecke Varese–Porto Ceresio besteht in Induno Olona ein Bahnhof. Im Ortschaft Olona befinden sich neben einander sowohl die italienische Produktionsstätte der Schweizer Schokolade Lindt & Sprüngli als auch die Angelo Poretti Brauerei, eine historische Fabrik im Jugendstil das heute zur dänischen Gruppe Carlsberg gehört.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche San Giovanni Battista
  • Oratorium San Pietro in Silvis mit Fresken (15. Jahrhundert)[2]
  • Wallfahrtskirche Madonna di San Bernardino
  • Kirche Santi Re Magi
  • Schloss Frascarolo.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 208.
  • Lombardia - Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Induno Olona Online auf italienisch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Induno Olona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Induno Olona (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it, abgerufen 22. Dezember 2015.
  • Induno Olona (italienisch) auf tuttitalia.it/lombardia
  • Induno Olona (italienisch) auf comuni-italiani.it
  • Induno Olona (italienisch) auf lombardia.indettaglio.it/ita/comuni/va

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Fresken (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it, abgerufen 22. Dezember 2015.