Vizzola Ticino

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Vizzola Ticino
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Vizzola Ticino (Italien)
Vizzola Ticino
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Koordinaten 45° 38′ N, 8° 42′ OKoordinaten: 45° 38′ 0″ N, 8° 42′ 0″ O
Höhe 196 m s.l.m.
Fläche 7 km²
Einwohner 579 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 83 Einw./km²
Stadtviertel Castelnovate
Angrenzende Gemeinden Ferno, Lonate Pozzolo, Marano Ticino (NO), Oleggio (NO), Pombia (NO), Somma Lombardo
Postleitzahl 21010
Vorwahl 0331
ISTAT-Nummer 012140
Volksbezeichnung vizzolesi
Schutzpatron Stephanus (26. Dezember)
Website Vizzola Ticino
Gemeinde Vizzola Ticino in der Provinz Varese
Pfarrkirche San Giulio
Villa Malpensa
Canale Villoresi

Vizzola Ticino ist eine Gemeinde in der Provinz Varese in der Region Lombardei.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vizzola Ticino liegt südwestlich der Stadt Varese am Fluss Ticino und bedeckt eine Fläche von 7 km². Zu Vizzola Ticino gehört die Fraktion Castelnovate. Die Nachbargemeinden von Vizzola Ticino sind Ferno, Lonate Pozzolo, Marano Ticino (NO), Oleggio (NO), Pombia (NO) und Somma Lombardo. Die Gemeinde Vizzola Ticino liegt im Zentrum der Varese Ebene, in einer großen natürlichen Kurve des Ticino (Fluss)es entlang des Villoresi-Kanals und befindet sich an der Grenze zur Provinz Novara und in unmittelbarer Nähe des Flughafens Malpensa.

Sie besteht aus den beiden Zentren Vizzola und Castelnovate und ist die kleinste Gemeinde im Tessiner Park.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Fraktion Castelnovate befindet sich eine Wetterstation, die in Zusammenarbeit mit dem Meteorologischen Zentrum der Lombardei betrieben wird.

Toponomastik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Vizzola leitet sich vom dialektischen Wort Vegiola oder Vezzola ab, tatsächlich eine Maßeinheit für den in Bergamo und Piacenza verwendeten Wein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Funde aus dem 10. Jahrhundert vor Christus deuten auf das Vorhandensein eines Etruskersiedlungs in der Gegend, während andere noch immer mit Sicherheit die Anwesenheit des Römers bestätigen. Die meisten der gefundenen Gräber stammen aus der Spätzeit der Kultur von La Tène (2. und 1. Jahrhundert vor Christus).

Im Mittelalter waren die beiden Zentren Vizzola und Castelnovate Teil der Fehde von Quinzano und wurden von mehreren Familien regiert, darunter die der Familie Visconti von Cislago, die Caesar, Marquis von Cislago, in ihrem wichtigsten lokalen Vertreter hatten. Vizzola blieb bis 1716 bei den Visconti.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1751 1805 1853 1871 1881 1901 1921 1951 1971 1991 2001 2011 2017 2018
Einwohner 120 132 *210 442 345 469 472 529 451 423 428 576 577 579

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche San Giulio wurde 1579 auf einem bereits bestehenden Gebäude älteren Ursprungs wieder aufgebaut (sie wurde auch im Liber Sanctorum Mediolanensis von Goffredo da Bussero im 13. Jahrhundert erwähnt) und 1674 und gegen Ende des 18. Jahrhunderts erstmals erweitert.
  • Schloss in Castelnovate gelegen (heute nur noch in Ruinen sichtbar), ist es wahrscheinlich frühmittelalterlichen Ursprungs, vielleicht auf den Ruinen eines spätantiken römischen Castrums. Die wenigen Überreste, zwischen der Stadt und dem Ticino (Fluss), sind suggestiv von Vegetation durchzogen. Die Struktur besteht aus Flusskieseln; die Pflanze ist viereckig und hat zwei starke Türme.
  • Villa Della Croce Caproni erbaut im neoklassischen Stil, wurde es von der Familie Della Croce gebaut und später in den 1920er Jahren von der Familie Caproni gekauft. Bemerkenswert sind die drei Bögen der Mittelfassade, die von einem dreieckigen Tympanon und dem schmiedeeisernen Tor, das im achtzehnten Jahrhundert als Verflechtung von Zweigen und Blättern geformt wurde.
  • Villa Caproni (heute Villa Malpensa) wurde 1920 von Graf Giovanni Battista Caproni als seine Residenz in der Nähe der Flugplätze erbaut, wo er seine Übungen durchführte. Das Gebäude, das sich durch eine imposante Fassade mit einer "E"-Struktur auszeichnet, hebt sich auf drei Etagen ab und ist im oberen Teil mit Stuck und Gemälden verziert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 178.
  • Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Vizzola Ticino Online auf italienisch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vizzola Ticino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.