Castelveccana

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Castelveccana
Kein Wappen vorhanden.
Castelveccana (Italien)
Castelveccana
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Lokale Bezeichnung Castèllvecàna
Koordinaten 45° 57′ N, 8° 40′ OKoordinaten: 45° 57′ 0″ N, 8° 40′ 0″ O
Höhe 257 m s.l.m.
Fläche 20 km²
Einwohner 2.006 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 100 Einw./km²
Postleitzahl 21010
Vorwahl 0332
ISTAT-Nummer 012045
Volksbezeichnung castelveccanesi
Schutzpatron Simon Petrus und Paulus von Tarsus (29. Juni)
Website Castelveccana
Gemeinde Castelveccana in der Provinz Varese

Castelveccana ist eine Gemeinde mit 2006 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in der italienischen Provinz Varese im Nordwesten der Lombardei.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Castelvecanna liegt am Ostufer des Lago Maggiore an den nördlichen und westlichen Abhängen des 1235 m s.l.m. hohen Monte Nudo. Nur wenig nördlicher am Seeufer liegt die Gemeinde Porto Valtravaglia, etwas südlicher am Seeufer die Gemeinde Laveno-Mombello. Der Ortsteil Caldè liegt dabei direkt am Seeufer auf der Schwemmebene des Flüsschens Froda (auch Caldè genannt) und des Rio dell'Asino (dt. Eselsbach). Das steile Seeufer gegen Laveno-Mombello ist nur vereinzelt besiedelt, das im Norden an der Gemeindegrenze zu Porto Valtravaglia wird vom Felsen Rocca di Caldè abgeschottet, der sich dem Ufer entlang zieht. Das hügelige Hinterland ist größtenteils bewaldet.

Castelvecanna wird in insgesamt 11 Fraktionen (italienisch frazioni) untergliedert: Ronchiano, Caldè, Saltirana, Castello, Bissaga, Orile, Nasca, Rasate, Pessina, San Pietro, Sarigo und Veccana.

Die Nachbargemeinden sind: Brenta, Casalzuigno, Cittiglio, Ghiffa (VB), Laveno-Mombello, Oggebbio (VB) und Porto Valtravaglia.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Castelveccana, dass bis 1863 noch Castello hieß, wurde nach einer Burg benannt, die im Jahr 963 durch das Eingreifen von Otto I. in Italien und trotz hartnäckiger Verteidigung seitens Berengar II. zerstört wurde. Unter der Herrschaft der Visconti, Rusca und Borromeo wurde die Burg wieder aufgebaut, ehe sie im Jahr 1513 von den Eidgenossen während der Mailänderkriege endgültig zerstört wurde. Heute finden sich von der Burg fast keine Überreste mehr.

Castelveccana entstand im Jahr 1928 durch den Zusammenschluss der heutigen Fraktion Veccana mit der Gemeinde Castello Valtravaglia.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptverkehrsachse der Gemeinde bildet die SP69, die dem Lago Maggiore entlang führt. Sie verbindet Castelveccana mit Luino im Norden und Sesto Calende im Süden, wo ein Anschluss zur Autostrada A8/A26 besteht. Ins Hinterland führt die SP7, die Castelveccana mit Casalzuigno oder via SP8 mit Cittiglio verbindet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo
  • Oratorium Sant’Antonio (11.–12. Jahrhundert)[3]
  • Oratorium Santa Veronica (13. Jahrhundert) im Ortsteil Caldé
  • Kirche von San Giorgio im Ortsteil Sarigo
  • Schlossruine Caldé (11. Jahrhundert)[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rocca di Caldè bei Caldè
  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 224.
  • Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Castelveccana Online

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Castelveccana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Geschichte von Castelveccana auf der offiziellen Website der Gemeinde Castelveccana
  3. Oratorium Sant’Antonio (Foto) (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it, abgerufen 30. Juli 2015.
  4. Sehenswürdigkeiten in Castelveccana