Marchirolo

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Marchirolo
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Marchirolo (Italien)
Marchirolo
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Lokale Bezeichnung Marchiröo
Koordinaten 45° 57′ N, 8° 49′ OKoordinaten: 45° 57′ 0″ N, 8° 49′ 0″ O
Höhe 500 m s.l.m.
Fläche 5,49 km²
Einwohner 3.478 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 634 Einw./km²
Postleitzahl 21030
Vorwahl 0332
ISTAT-Nummer 012097
Volksbezeichnung marchirolesi
Schutzpatron Martin von Tours (11. November)
Website Marchirolo
Gemeinde Marchirolo in der Provinz Varese
Kirche San Pietro e Paolo
Eugenio Pellini

Marchirolo ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Varese in der Region Lombardei.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 5,49 km². Der Ort liegt auf einer Höhe von 500 Metern ü. M. Die Nachbargemeinden sind Cadegliano-Viconago, Cuasso al Monte, Cugliate-Fabiasco, Marzio und Valganna.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marchirolo, in Römerzeit, wurde von der Römerstraße Via Varesina durchquert, die Mediolanum (Mailand) mit Luganum (Lugano) verband. Während des Zweiten Weltkriegs, während der deutschen Besatzung und der Italienischen Sozialrepublik trug Fernando Torreggiani, ein antifaschistischer Katholik, entscheidend zur Rettung der 6 Mitglieder der jüdischen Familie der Melli Rossi in Ferrara bei, indem er sie aus der Deportation herausnahm und sie zur Auswanderung in die nahe gelegene Schweiz führte. Für dieses Engagement der Solidarität hat das Yad Vashem Institut von Jerusalem Fernando Torreggiani am 4. März 2001 die hohe Ehre des Gerechter unter den Völkerns verliehen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1751 1805 1809 1853 1881 1901 1921 1928 1951 1981 1991 2001 2011 2018
Einwohner 544 579 *2860 803 853 868 860 *1744 944 2312 2875 3153 3381 3478

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche San Martino erwàhnt 12. Jahrhundert, renoviert (Ende 17. Jahrhundert) bewahrt eine Madonna delle Grazie (15. Jahrhundert)
  • Kirche Santi Pietro e Paolo im Barockstil (1670)
  • Kirche San Francesco d’Assisi (1640)
  • Oratorium San Paolo im Wald oberhalb des Dorfes
  • Museum Pellini Bozzolo mit Werke von Eugenio Pellini, Eros Pellini und Adriano Bozzolo.
  • Befestigungen der Linie Luigi Cadorna (1918) auf dem Berg La Nave

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eugenio Pellini (1869–1934), Bildhauer
  • Fernando Torreggiani während des Zweiten Weltkriegs, wegen die Rettung der 6 Mitglieder der jüdischen Familie der Melli Rossi aus Ferrara, die in die nahe gelegene Schweiz führte, hatte ihm das Yad Vashem Institut in Jerusalem am 4. März 2001 die hohe Ehre der Rechtschaffenen unter den Nationen verliehen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 213.
  • Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Marchirolo Online (italienisch) auf books.google.ch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marchirolo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.