Marchirolo

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Marchirolo
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Marchirolo (Italien)
Marchirolo
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Lokale Bezeichnung Marchiröo
Koordinaten 45° 57′ N, 8° 49′ OKoordinaten: 45° 57′ 0″ N, 8° 49′ 0″ O
Höhe 500 m s.l.m.
Fläche 5,49 km²
Einwohner 3.597 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 21030
Vorwahl 0332
ISTAT-Nummer 012097
Volksbezeichnung marchirolesi
Schutzpatron Martin von Tours (11. November)
Website Marchirolo
Gemeinde Marchirolo in der Provinz Varese
Kirche San Pietro e Paolo
Eugenio Pellini

Marchirolo ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Varese in der Region Lombardei.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 5,49 km². Der Ort liegt auf einer Höhe von 500 Metern ü. M. Die Nachbargemeinden sind Cadegliano-Viconago, Cuasso al Monte, Cugliate-Fabiasco, Marzio und Valganna.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Römerzeit wurde das Ortsgebiet von der Römerstraße Via Varesina durchquert, die Mediolanum (Mailand) mit Luganum (Lugano) verband.

Während des Zweiten Weltkriegs, unter der deutschen Besatzung und der Republik von Salò, trug Fernando Torreggiani, ein antifaschistischer Katholik, entscheidend zur Rettung der sechs Mitglieder der jüdischen Familie der Melli Rossi aus Ferrara bei, indem er sie der Deportation entzog und ihnen die Flucht in die nahe gelegene Schweiz ermöglichte. Für dieses solidarische Engagement hat das Yad Vashem Institut von Jerusalem Fernando Torreggiani am 4. März 2001 den Ehrentitel eines Gerechten unter den Völkern verliehen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1751 1805 1809 1853 1881 1901 1921 1928 1951 1981 1991 2001 2011 2018
Einwohner 544 579 *2860 803 853 868 860 *1744 944 2312 2875 3153 3381 3478

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche San Martino erwähnt 12. Jahrhundert, Ende 17. Jahrhundert renoviert, bewahrt eine Madonna delle Grazie (15. Jahrhundert)
  • Kirche Santi Pietro e Paolo im Barockstil (1670)
  • Kirche San Francesco d’Assisi (1640)
  • Oratorium San Paolo im Wald oberhalb des Dorfes
  • Museum Pellini Bozzolo mit Werken von Eugenio Pellini, Eros Pellini und Adriano Bozzolo
  • Befestigungen der Linie Luigi Cadorna (1918) auf dem Berg La Nave

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 213.
  • Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Marchirolo Online (italienisch) auf books.google.ch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marchirolo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.