Februar 2005

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Tagesgeschehen[Bearbeiten]

Dienstag, 1. Februar[Bearbeiten]

Mittwoch, 2. Februar[Bearbeiten]

Donnerstag, 3. Februar[Bearbeiten]

  • Washington, D.C./USA. US-Präsident George W. Bush hat den Iran in seiner mit Spannung erwarteten Rede zur Lage der Nation des Terrorismus beschuldigt. „Der Iran bleibt der weltweit wichtigste staatliche Unterstützer von Terror. Er strebt nach Atomwaffen, während er seinem Volk die Freiheit verwehrt, die es begehrt und verdient“, sagte Bush. Teheran müsse sein Nuklearprogramm beenden. – Der Iran hat die Vorwürfe, sich unrechtmäßig Atomwaffen aneignen zu wollen, als unbegründet zurückgewiesen. „Diese Vorwürfe entbehren jeder Grundlage“, sagte Außenamtssprecher Hamid Resa Asefi. Das staatliche iranische Fernsehen beurteilte die Anschuldigungen am Donnerstag als Beleidigung von Staat und Volk.
  • Berlin/Deutschland. Nach dem Drängen Israels wollen sich deutsche Außenpolitiker verstärkt für ein neues Verbotsverfahren gegen die NPD einsetzen. „Deutschland bekommt ein Imageproblem, wenn sich 'im Ausland' der Eindruck festsetzt: Die kriegen die Rechtsradikalen nicht los“, sagte SPD-Fraktionsvize Gernot Erler am Donnerstag. – Der Vize-Vorsitzende der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe Reinhold Robbe (SPD) nannte diese israelischen Forderungen eine Ermutigung. „Die Leute sagen uns, dass wir 'Nägel mit Köpfen' machen müssen. Deshalb müssen wir ein NPD-Verbot ernsthaft in Erwägung ziehen“, sagte er.

Freitag, 4. Februar[Bearbeiten]

Samstag, 5. Februar[Bearbeiten]

Sonntag, 6. Februar[Bearbeiten]

  • Jacksonville/Florida. Die New England Patriots gewinnen den Super Bowl XXXIX mit 24:21 gegen die Philadelphia Eagles. In der Halbzeit sang Paul McCartney.
  • London. Einer der 4 aus dem US-Gefangenenlager Guantánamo entlassenen Briten ist in Camp X-Ray nach eigenen Angaben misshandelt worden. Einmal sei er bei einer Befragung gezwungen worden, sich in einer Ecke des Raumes zu erleichtern, sagte der in Sambia geborene und später in Großbritannien aufgewachsene Martin Mubanga. Sein US-Befrager habe den Urin mit einem Lappen aufgewischt und ihn damit beschmiert. Dabei habe der Mann ihn wegen seiner Hautfarbe verhöhnt und ihn mit den Worten „Oh der arme kleiner Neger, der arme kleine Nigger“ tituliert. „Er hat das anscheinend lustig gefunden.“
  • Lome/Togo. Nach dem Tod von Staatspräsident Gnassingbé Eyadéma bestimmt das togolesische Militär dessen Sohn Faure Gnassingbé zum Nachfolger. Die Aktion, die einem Militärputsch gleichkommt, stößt auf Widerstand in der Bevölkerung und im Ausland.
  • Bangkok/Thailand. Bei den thailändischen Parlamentswahlen erringt die Partei des amtierenden Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra einen unerwartet hohen Sieg und erhält 374 der 500 Parlamentssitze.

Montag, 7. Februar[Bearbeiten]

Dienstag, 8. Februar[Bearbeiten]

  • Kopenhagen/Dänemark. In Dänemark finden Parlamentswahlen statt, dabei wird die amtierende Regierung von Anders Fogh Rasmussen bestätigt.
  • Basel/Schweiz. Die Schweizer Grossbank UBS hat einen Rekordgewinn von 8 Milliarden Schweizer Franken präsentiert. Im letzten Quartal des Jahres 2004 konnte sie den Umsatz um rund 12% erhöhen. Finanzanalysten hatten schon einen hohen Gewinn erwartet, der präsentierte Ertrag liegt jedoch über den Erwartungen. Die Dividende wird um rund 15% erhöht.
  • Tórshavn/Färöer. 60 Seemeilen nordöstlich der Färöer sinkt kurz nach Mitternacht der isländische Frachter MS Jøkufelli. Von den elf Besatzungsmitgliedern aus Estland konnten bisher fünf lebend und vier nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden. Die Suche nach den beiden Vermissten dauert an.
  • Berlin Die Berliner Kabaratt-Tunte und Aids-Aktivistin Ovo Maltine verstarb im Alter von 38 Jahren.
  • Bagdad/Irak. Bei einem Anschlag auf ein Rekrutierungsbüro der irakischen Armee in Bagdad sind min. 21 Menschen getötet und min. 27 weitere Personen verletzt worden.
  • Israel. Erstmals seit 2000 gibt es wieder ein Treffen zwischen einem israelischen Ministerpräsidenten und einem palästinensischen Präsidenten: Mahmud Abbas und Ariel Scharon erklären nach einem Treffen in Sharm El-Sheikh einen Waffenstillstand.

Mittwoch, 9. Februar[Bearbeiten]

  • Pjöngjang/Nordkorea. Nordkorea hat erstmals offiziell den Besitz von Atomwaffen eingeräumt. Das Außenministerium in Pjöngjang erklärte am Mittwoch in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA, die Volksrepublik Nordkorea habe bereits „Atomwaffen zur Selbstverteidigung hergestellt“. Damit wolle sich der kommunistische Staat vor den USA schützen, denen Pjöngjang „eine unverhohlene Politik zur Isolierung und Erstickung“ Nordkoreas vorwirft. Es war die bislang klarste Äußerung Nordkoreas, dass das Land über Atomwaffen verfügt.
  • Madrid/Spanien. Bei einem Bombenanschlag in Madrid werden auf dem Platz der Nationen 42 Menschen verletzt. Die Tat wird der baskischen ETA zugeschrieben.

Donnerstag, 10. Februar[Bearbeiten]

Freitag, 11. Februar[Bearbeiten]

Samstag, 12. Februar[Bearbeiten]

  • Madrid/Spanien. In dem 110 Meter hohen Torre Windsor ist in der Nacht zum Sonntag ein Feuer ausgebrochen. Das Feuer brach in der 21. Etage aus. Drei Feuerwehrmänner erlitten Rauchvergiftungen, weitere Menschen kamen nicht zu Schaden, da das Gebäude wegen Umbauarbeiten geräumt war.

Sonntag, 13. Februar[Bearbeiten]

  • Teheran/Iran. Das iranische Parlament bereitet laut offiziellen Verlautbarungen aus Teheran ein Gesetz vor, das die Herstellung atomarer Brennelemente zwingend vorschreibt. Mit dem Gesetz solle die iranische Atomenergiebehörde verpflichtet werden, „einen Teil der von den Kraftwerken im Land benötigten Brennstäbe zu produzieren“, sagte der Vizedirektor der Behörde, Mohammed Saidi, am Sonntag der Nachrichtenagentur Irna. Die iranische Regierung werde auf die Uran-Anreicherung nicht verzichten, bekräftigte er.
  • Dresden/Deutschland. Der 60. Jahrestag der Bombenangriffe auf Dresden ging relativ friedlich zu Ende. Zwar protestierten rund 5.000 mutmaßlich Rechtsextreme und versuchten, den Jahrestag für ihre Interessen zu nutzen, es kam jedoch zu keinen nennenswerten Ausschreitungen. Über zehntausend Menschen protestierten friedlich gegen den Missbrauch des Gedenktags, entzündeten Kerzen und sprachen sich für Versöhnung aus.
  • Washington, D.C.. Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge im Iran im vergangenen Jahr mehrfach unbemannte Flugzeuge zum Auskundschaften der iranischen Atomanlagen und Luftabwehr eingesetzt. Seit April 2004 holten so genannte Drohnen über Radar-, Video- und Fotoapparate sowie Luftfilter Spionagematerial ein, berichtete die US-Zeitung „Washington Post“ am Sonntag unter Berufung auf US-Behördenmitarbeiter. Die iranische Regierung habe offiziell Protest eingelegt.
  • Bormio/Italien. Die Ski-WM ist zu Ende, den abschließenden Teamwettbewerb gewann überraschend Deutschland vor Österreich und Frankreich. Österreich war die erfolgreichste Nation mit insgesamt 11 Medaillen. Die nächste Ski-WM fand 2007 in Aare/Schweden statt.

Montag, 14. Februar[Bearbeiten]

  • Colombo/Sri Lanka. Nach sieben Wochen voller Unsicherheit ist das Drama um „Baby 81“ ausgestanden: Die Eltern des vier Monate alten Jungen Abilass Jeyarajah, der bei der Flutkatastrophe in Sri Lanka aus den Armen seiner Mutter gerissen worden war, sind ermittelt. Ein Richter gab am Montag das Ergebnis des DNA-Tests bekannt.
  • München/Deutschland. Der 50-jährige Dirigent von internationalem Rang Marcello Viotti liegt in einer Münchner Klinik im Sterben.
  • NOAA/USA. Der Dienst stuft das Erdbeben von 26. Dezember 2004 in Südasien auf 9.3 Magnitude auf und macht es damit zum zweitgrößten Erdbeben seit Beginn der Erdbebenaufzeichnungen. The Hindu
  • Rafiq al-Hariri, libanesischer Ministerpräsident, wird, ebenso wie 9 seiner Begleiter und zahlreiche Unbeteiligte, in Beirut bei einem Attentat auf seinen Fahrzeugkonvoi durch eine Autobombe getötet. Der Verdacht, dass Syrien hinter em Anschlag steht, führt zu Protesten gegen die syrische Präsenz im Land und zur so genannten Zedernrevolution.
  • Überschwemmungen in Kolumbien und Venezuela fordern 64 Tote.
  • Teheran/Iran. Bei einem Feuer in einer Moschee der iranischen Hauptstadt kommen 59 Menschen ums Leben.

Dienstag, 15. Februar[Bearbeiten]

  • South Carolina/USA. Der Christopher-Pittman-Fall geht zu Ende. Pittman, der als 12-jähriger seine Großeltern tötete, wurde von den Geschworenen zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt.
  • Redmond/USA. Microsoft kündigt einen neuen Internet Explorer 7 an. Dieser wird mehr Sicherheitsfunktionen enthalten und ist für Windows XP mit Service Pack 2 verfügbar. Der IE 7 wird im Sommer für die breite Öffentlichkeit als Testversion verfügbar sein.
  • [Vereinigte Staaten|USA]Gründung des Internet-Portalls YouTube.

Mittwoch, 16. Februar[Bearbeiten]

Donnerstag, 17. Februar[Bearbeiten]

Freitag, 18. Februar[Bearbeiten]

Samstag, 19. Februar[Bearbeiten]

  • Beirut/Libanon. Eine UN-Expertenkommission wird in den Libanon entsandt, um dort die Umstände der Ermordung von Rafiq Hariri aufzuklären.
  • Irak. Bei drei Anschlägen in Bagdad und Bakuba wurden 7 Menschen getötet und mehr als 35 weitere verletzt.
  • Indonesien. Im Südosten der Insel Sulawesi kommt es zu einem Erdbeben der Stärke 6,9.

Sonntag, 20. Februar[Bearbeiten]

  • New York/USA, Vereinte Nationen: UNHCR-Chef Ruud Lubbers reicht seinen Rücktritt ein, nachdem eine interne Untersuchung gegen ihn wegen sexueller Belästigung veröffentlicht wurde. Siehe auch Wikinews Artikel
  • Tel Aviv/Israel. Das israelische Kabinett beschloss am Sonntag eine Erweiterung des umstrittenen Sperrzauns zum palästinensischen Westjordanland. Der Zaun soll in Zukunft offiziellen Angaben zufolge die beiden großen Siedlungsblöcke Gusch Ezion und Maale Adumim in der Nähe von Jerusalem mit einschließen. Dafür schneidet die Anlage mehrere Kilometer tief in das besetzte Westjordanland im Süden Jerusalems. Im Süden der palästinensischen Stadt Hebron soll er dagegen zu weiten Teilen der seit 1967 faktisch geltenden Grenze folgen. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas kritisierte den Plan im Magazin „Der Spiegel“ scharf. Israel müsse alle Siedlungen aufgeben und den Weiterbau der Sperranlagen stoppen, sagte er. „Mit welchem Recht baut Israel Siedlungen auf unserem Land?“
  • Berlin/Vatikan. Ein Vergleich von Papst Johannes Paul II. zwischen Holocaust und Abtreibung sorgt für Aufregung. In seinem Buch schreibt das Oberhaupt der katholischen Kirche, ein rechtmäßig gewähltes Parlament habe die Wahl Adolf Hitlers in den 1930er Jahren ermöglicht und mit der Macht ausgestattet, die der Einrichtung von Konzentrationslagern und der so genannten Endlösung den Weg bereitet hätten. Heutzutage müssten die gesetzlichen Regelungen zur Abtreibung in Frage gestellt werden, fährt der Papst fort. „Parlamente, die solche Gesetze schaffen und verkünden, müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie ihre Machtbefugnisse überschreiten und in einem offenen Konflikt mit dem Gesetz Gottes und dem Gesetz der Natur verharren.“ Die umstrittene Passage in dem neuen Papst-Buch „Erinnerung und Identität – Gespräche an der Schwelle zwischen den Jahrtausenden“ empört den Zentralrat der Juden in Deutschland. "Die Spitze der katholischen Kirche habe nicht begriffen oder wolle nicht begreifen, dass man den Holocaust nicht mit der Abtreibung vergleichen könne, sagte der Zentralratspräsident, Paul Spiegel.
  • Spanien. Beim ersten Volksentscheid über die europäische Verfassung sind rund 35 Millionen Spanier aufgerufen, über das 300-seitige Vertragswerk abzustimmen. Siehe auch Wikinews Artikel
  • Portugal. Bei den portugiesischen Parlamentswahlen kommen die Sozialisten auf 45,0 %, die Sozialdemokratische Partei fällt auf 28,8 %.

Montag, 21. Februar[Bearbeiten]

Dienstag, 22. Februar[Bearbeiten]

Mittwoch, 23. Februar[Bearbeiten]

Donnerstag, 24. Februar[Bearbeiten]

  • Kirgisistan. In Kirgisistan kommt es vor den anstehenden Wahlen, von denen zahlreiche Oppositionspolitiker ausgeschlossen sind, zu Massendemonstrationen.
  • Dschuba/Sudan. Bei der Explosion eines Munitionslagers in der Nähe von Dschuba im umkämpften Süden Sudans kommen über 18 Menschen ums Leben.
  • Ottawa/Kanada. Der kanadische Ministerpräsident Paul Martin erklärt, Kanada werde sich nicht am US-amerikanischen National-Missile-Defense-Programm beteiligen. US-amerikanischen Raketen wird der Überflug über kanadisches Territorium verboten.

Freitag, 25. Februar[Bearbeiten]

Samstag, 26. Februar[Bearbeiten]

  • Lome/Togo. Staatspräsident Faure Gnassingbé kündigt nach Sanktionen der ECOWAS gegen sein Land an, dass er zurücktreten werde.
  • Vatikan. Zum ersten Mal in seinem Pontifikat kann Papst Johannes Paul II. wegen seiner Erkrankung das wöchentliche Angelus-Gebet nicht abhalten.

Sonntag, 27. Februar[Bearbeiten]

  • Japan. In der Präfektur Aomori gelingt japanischen Bauarbeitern der Durchstich des mit 26,5 km derzeit längsten Landtunnels der Welt. Es handelt sich um einen Eisenbahntunnel für die Neubaustrecke Strecke Tokio-Aomori, die 2012 fertiggestellt werden soll. Bisheriger Rekordhalter war ein Tunnel in unmittelbarer Nachbarschaft mit 25,8 km.
  • Kirgisistan. Bei der Parlamentswahl in Kirgisistan 2005 stellten sich über 400 Kandidaten per Direktwahl für das 75-köpfige Einkammerparlament auf.

Montag, 28. Februar[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Februar 2005 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien