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Dnipro

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Dieser Artikel beschreibt die Großstadt in der Ukraine. Zum gleichnamigen Fluss siehe Dnepr, zum Fußballverein siehe FK Dnipro
Dnipro
Дніпро
Wappen von Dnipro
Dnipro (Ukraine)
Dnipro
Dnipro
Basisdaten
Oblast: Oblast Dnipropetrowsk
Rajon: Kreisfreie Stadt
Höhe: 155 m
Fläche: 405 km² ([1])
Einwohner: 986.887 (November 2015[2])
Bevölkerungsdichte: 2.437 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 49000-49070
Vorwahl: +380 562
Geographische Lage: 48° 28′ N, 35° 3′ OKoordinaten: 48° 27′ 52″ N, 35° 2′ 46″ O
KOATUU: 1210100000
Verwaltungsgliederung: acht Stadtrajone und eine Siedlung städtischen Typs
Bürgermeister: Borys Filatow [3] („UKROP“)
Adresse: Dmytro-Jawornyzkyj-Prospekt 75
49070 Dnipro
Website: gorod.dp.ua
Statistische Informationen
Dnipro (Oblast Dnipropetrowsk)
Dnipro
Dnipro
i1

Dnipro (ukrainisch Дніпро[4], russisch Днепр, Dnepr[5], 1926–2016 Dnipropetrowsk, ukrainisch Дніпропетровськ, russisch Днепропетровск/Dnepropetrowsk, weiteres unter Geschichte des Stadtnamens) ist mit etwa einer Million Einwohnern[2] nach Kiew, Charkiw und Odessa die viertgrößte Stadt der Ukraine und ist das administrative Zentrum der Oblast Dnipropetrowsk und des Rajon Dnipro.[6] Sie liegt an drei Seiten der Mündung der Samara in den hier aufgestauten Dnepr und 404 km südöstlich der Hauptstadt Kiew in der zentralöstlichen Ukraine.

Als historisches Zentrum des Gebiets Neurussland und des Gouvernement Jekaterinoslaw ist es ein bedeutendes Zentrum der südlichen Ukraine.[7] Die Stadt ist ein wichtiger Finanz- und Industriestandort der Ukraine. Sie war eines der wichtigsten Zentren der Kernenergie-, Waffen- und Raumfahrtindustrie der Sowjetunion. Es ist der Standort von KB Juschnoje, einem großen Entwickler und Juschmasch, einem großen Hersteller von Raketen und Satelliten. Wegen der ansässigen Rüstungsindustrie wurde die Stadt geschlossen und blieb es bis in die 1990er Jahre. Die Stadt ist Sitz diverser Finanzinstitute, darunter der größten (nichtöffentlichen) ukrainischen Bank, der Privatbank. Darüber hinaus ist die Stadt durch das hier befindliche 6. Armeekorps ein bedeutender Standort der Ukrainischen Armee.

Dnipro, links die 123 m hohen Hochhäuser des Tower-Wohnkomplexes und rechts das Most-City Center

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europäischer Platz in Dnipro

Durch eine uneinheitliche Definition wird die Stadt (historisch) oft zur Ost- oder Südukraine gezählt. Geografisch liegt sie aber am ehesten in der Zentralukraine, jedoch mit einer erkennbaren Tendenz in Richtung Süden und Osten. Die Stadt liegt im zentralen Teil der Oblast Dnipropetrowsk, die eine der 24 Oblaste der Ukraine ist.

Dnipro liegt an drei Seiten der Mündung der Samara in den durch die Stadt verlaufenden Dnepr und im Durchschnitt 155 m über dem Meeresspiegel. Der Dnepr fließt vom Dniprodserschynsker Stausee aus in südöstlicher Richtung durch die Stadt, ändert im Stadtgebiet seinen Verlauf in Richtung Süden und fließt weiter in Richtung Saporischschja. Mit etwa einer Million Einwohnern stellt Dnipro die größte Stadt am Dnepr flussabwärts von Kiew dar. Innerhalb der Stadt beträgt die Breite des Flusses etwa 900 m bis 2,5 km.

Das Land um die Stadt ist größtenteils flach und einfach zu besiedeln, was auch erklärt, warum es der Stadt gelungen ist, in den nur etwa 200 Jahren ihres Bestehens zur viertgrößten der Ukraine zu werden. Die meisten Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete sowie der Stadtkern befinden sich auf dem rechten Dneprufer, das nicht so sumpfig ist wie das linke Ufer. Dort ist es jedoch inzwischen auch gelungen, große Flächen zu besiedeln (Stadtteile: Rajon Amur-Nischnjodnipro, Rajon Industrial und Teile des Rajon Samara). Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 405 km² und erstreckt sich dabei über 22 km in Nord-Süd und 33 km in Ost-West Richtung.[1] Die höchste Erhebung der Stadt beträgt 188 m über dem Meeresspiegel und befindet sich in einem Waldgebiet im Südwesten der Stadt, die niedrigste Höhenlage ist die Wasserhöhe des Dnepr mit 52 m über dem Meeresspiegel.[1]

Großstädte im Umkreis sind Saporischschja, Krywyj Rih, Kamjanske, Krementschuk, Poltawa und Pawlohrad. Die Küste des Schwarzen Meeres und des Asowschen Meeres sind etwa gleich weit entfernt.

Kiew (404 km) Poltawa (137 km) Charkiw (190 km)
Krementschuk (147 km) Nowomoskowsk (27 km)
Kropywnyzkyj (212 km) Kamjanske (35 km) Compass card (de).svg Pawlohrad (75 km) Luhansk (310 km)
Krywyj Rih (140 km) Saporischschja (65 km) Donezk (200 km)
Odessa (396 km) Mykolajiw (285 km)

* Entfernungsangaben beziehen sich auf die Entfernung (Luftlinie) bis zum Ortszentrum.

Agglomeration Dnipro[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Agglomeration Dnipro leben etwa 1,68 Millionen Menschen. Sie ist nach der Agglomeration Kiew die zweitgrößte der Zentralukraine und nach den Agglomerationen Kiew, Charkow und Donezk die viertgrößte der Ukraine. Zur Agglomeration gehören die Rajone Dnipro, Mahdalyniwka, Nowomoskowsk, Synelnykowe, Solone, Krynytschky und Petrykiwka sowie die kreisfreien Städte Kamjanske, Werchnjodniprowsk, Wilnohirsk und Synelnykowe.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt in der Osteuropäischen Ebene im Südosten des ukrainischen Schildes am Übergang zum Prypjat-Dnepr-Donezk-Graben.

Der kristalline Untergrund besteht hauptsächlich aus Granit und Migmatit des mittleren Archaikum, darunter befinden sich Schichten von Biotitgneis und Amphibolit.[7]

Der Stadtkern mit der Dniproer Altstadt befindet sich im rechtsufrigen Teil der Stadt, welcher teilweise auf dem Dneprhochland liegt, während die linksufrigen Stadtteile im Dneprtiefland liegen. Eine Anhöhe im Rajon Samara, die ein Teil des Asowschen Hochland ist, bewirkt eine Änderung der Fließrichtung des Dnepr nach Süden.

Im Stadtgebiet befinden sich mehrere Inseln und Halbinseln, die erwähnenswerteste ist die Klosterinsel.[8] Zwischen dem rechten Dneprufer und der Klosterinsel befindet sich der Bischof-Kanal, ein 1850 Meter langer Seitenarm des Dnepr.[9] Darüber hinaus befinden sich die Dneprinseln Grüne Insel (ukr. зелений острів), die Schewski-Insel (ukr. острів Шевський), die Olexijiwski-Insel (ukr. Олексіївський острів) sowie die Nehrung Kosa (ukr. Коса) und die Feinberg-Halbinsel (ukr. Півострів Файнберга) im Stadtgebiet.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Raum Dnipro herrscht ein mediterranes Klima vor mit milden (manchmal kalt), meist feuchten Wintern und warmen trockenen Sommern. Seltener herrscht ein semiarides Steppenklima.[10] Somit ähnelt das Klima jenen von beispielsweise Redding (Kalifornien) oder Reno (Nevada) hat jedoch vergleichsweise mehr Regentage und mehr Niederschlag, wodurch Regenschauer durchschnittlich kleiner ausfallen. Die Niederschlagsverteilung ist typisch Mittelmeerklima mit hohen Niederschlägen in den Wintermonaten und geringen in den Sommermonaten. Die Sommermonate Juni, Juli und August sind nahezu niederschlagsfrei.[11]

Das städtische Mikroklima wird maßgeblich vom Dnepr beeinflusst, in dessen Nähe die Luftfeuchtigkeit ansteigt.[12] Die Luftfeuchtigkeit steigt im Oktober an und erreicht zwischen November und März über 80 %.[13] Die Temperaturen sind kühler, mit einem Jahresdurchschnitt von 10,9 °C, kalte Winter (0 bis −4 °C im Januar) und die höchste Frequenz freeze (74 Tage pro Jahr im Durchschnitt). Schnee fällt im Durchschnitt 41 Tage pro Jahr, aber schwere Fälle sind selten. Der Sommer ist heiß, obwohl durch die Höhenlage der Stadt temperiert (Tageshöchsttemperaturen durchschnittlich um 28 °C). Die höchste je gemessene Temperatur (von 40,9 °C) wurde 1950 und die kälteste (von -30.0 °C) 1955 registriert.[7] Die Durchschnittstemperatur stieg während des letzten Jahrhunderts um 1,0 °C.[7]

Die mittlere Windgeschwindigkeit entspricht Windstärke 3 und nur im Februar 4 auf der Beaufortskala und ist mit über 5 m/s am höchsten zwischen Dezember und April und mit unter 5 m/s zwischen Mai und Oktober. Die Windgeschwindigkeit ist am niedrigsten im Juli und am höchsten im Februar.[14]

Die angenehmsten Reisemonate sind der Mai und Mitte September bis Mitte Oktober. Die Monate Juni bis August können sehr heiß werden. Das milde Klima begünstigt den Weinbau.

Dnipro
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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56
 
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30
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5
 
 
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7
2
 
 
102
 
1
-3
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [13]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Dnipro
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 0,0 0,6 7,8 16,9 25,4 27,8 30,1 29,9 23,3 14,4 7,3 0,6 Ø 15,4
Min. Temperatur (°C) −4,0 −5,0 −1,0 5,8 13,1 15,9 17,4 16,9 11,8 4,7 1,6 −3,0 Ø 6,2
Niederschlag (mm) 76 56 52 46 34 30 26 22 25 28 72 102 Σ 569
Sonnenstunden (h/d) 5,6 7,1 8,6 10,1 10,5 10,8 9,9 9,1 9,1 7,9 6,1 5,4 Ø 8,4
Regentage (d) 13 12 12 11 9 6 5 4 5 8 12 13 Σ 110
Luftfeuchtigkeit (%) 88 85 79 67 62 66 65 62 68 77 87 88 Ø 74,4
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
0,0
−4,0
0,6
−5,0
7,8
−1,0
16,9
5,8
25,4
13,1
27,8
15,9
30,1
17,4
29,9
16,9
23,3
11,8
14,4
4,7
7,3
1,6
0,6
−3,0
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
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r
s
c
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l
a
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56
52
46
34
30
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22
25
28
72
102
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [13]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte der Stadt Dnipro

Von der Antike bis zur frühen Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Besiedlung des Gebiets um Dnipro fand schon im Paläolithikum statt. Es folgten viele verschiedene Kulturen, unter anderem die Tripolje-Kultur, die Kurgankultur, die Jamnaja-Kultur, die Skythen und die Sarmaten.

Im Zuge der Völkerwanderung zogen hier auch Proto-Bulgaren durch, bevor das Gebiet um die Stadt um 750 zum jüdischen Chasarenreich und zum Handelsnetz der Radhaniten gehörte. Um 900 n. Chr. kamen die dem Chasarenreich tributpflichtigen Magyaren in das Gebiet, womit das Gebiet um Dnepr und Samara ein möglicher Kandidat für Etelköz ist. Aufgrund des Drucks der Petschenegen und der mit ihnen verbündeten Bulgaren unter Zar Simeon I. zogen die Magyaren in das Pannonische Becken weiter.

Etwa vom 8. bis zum 11. Jahrhundert verlief durch das heutige Stadtgebiet über den Dnepr der Handelsweg zwischen Skandinavien und Byzanz, einer der wichtigsten Handelswege Osteuropas.[15]

Historische Ortschaften und Festungen auf dem heutigen Stadtgebiet

Nach der Auflösung der Goldenen Horde wurde das Gebiet um Dnipro im 15. und 16. Jahrhundert von den aus Polen-Litauen geflohenen Ruthenen besiedelt, die freie Kosakengemeinschaften gründeten und mit der Zeit einen Staat bildeten (siehe auch Saporoger Kosaken). Die Kosaken kämpften gegen die polnische Herrschaft und wehrten sich gegen die häufigen Überfälle des tatarischen Krimkhanats. Um gegen die Kosaken aufzutreten und ansässige Bauern davon abzuhalten, sich den Kosaken anzuschließen, errichteten die Polen 1635 etwa 10 km südlich der heutigen Stadt die Festung Kodak. Noch im Jahr der Errichtung wurde sie von Kosaken unter Iwan Sulyma eingenommen und niedergebrannt. 1639 wurde die Festung von den Polen in doppelter Größe wiedererrichtet. In ihrem Schutz siedelten sich immer mehr Menschen in der entstehenden Stadt Stari Kodaki an, anstatt sich den Saporoger Kosaken anzuschließen. Im Zuge des Chmelnyzkyj-Aufstandes wurde die Festung 1648 sieben Monate belagert und sie ergab sich daraufhin den Kosakentruppen. Sie wurde aufgrund des Friedensvertrages vom Pruth 1711 von den Russen geschleift. Die Siedlung Stari Kodaki gilt als Vorgängerin der Stadt Dnipro, weil sie als erste befestigte und dauerhafte Siedlung in der Umgebung angesehen wird.[16]

Jekaterinoslaw[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der 1635 erbauten Festung Kodak
Fürst Grigori Potjomkin und Kaiserin Katharina die Große (moderne Kollage)

Nach dem Russisch-Osmanischen Krieg von 1768 bis 1774, als der Einfluss des Osmanischen Reiches nördlich des Schwarzen Meeres beseitigt war, wurde im Zuge des sogenannten griechischen Plans der Kaiserin Katharina der Großen ein umfassendes Erschließungsprogramm für die neueroberten südlichen Gebiete angelegt. Unter der Leitung des Fürsten Grigori Potjomkin wurde das Gouvernement Neurussland geschaffen, dessen Hauptstadt das 1776 gegründete Jekaterinoslaw wurde.[17] Die Lage der Stadt auf dem Gebiet des heutigen Pidhorodne am Zusammenfluss von Samara und Kiltschen (ukr. Кільче’нь) war jedoch unvorteilhaft, da aufsteigendes Quellwasser die Stadt regelmäßig in einen Sumpf verwandelte. Deshalb wurde die Stadt an die heutige Stelle verlegt.[18]

Am 9. Mai 1787 wurde in Anwesenheit Katharinas II. und von Kaiser Joseph II. der Grundstein gesetzt. Dazu war die Zarin mit einer Flottille von 80 Schiffen von Kiew angereist, um das Zentrum eines „Neuen Russland“ zu gründen; die neue Stadt war auserkoren, ein „Petersburg des Südens“ und ein „Athen des Nordens“ zu werden.[19] 1805 hatte sie 2634 Einwohner (davon 376 Juden).[20] Von 1802 bis 1925 war sie Hauptstadt des Gouvernements Jekaterinoslaw.

Im 19. Jahrhundert wurde Jekaterinoslaw zu einem Zentrum der Industrialisierung, nachdem die Stadt an das sich rasch verdichtende Eisenbahnnetz angeschlossen worden war. 1884 wurde im Zuge des Bau der Eisenbahnstrecke von Zentralrussland auf die Krim die doppelstöckige Eisenbahnbrücke über den Dnepr fertiggestellt.[19] 1887 ging die Alexander-Hütte, ein Stahl- und Walzwerk, in Betrieb (heute: Metallurgisches Werk Petrowski), das zeitweise 30.000 Arbeiter beschäftigte, 1889 das Röhrenwerk der belgischen Aktiengesellschaft Ch. & H. Chaudoir (Liège), dazu später das Werk Chaudoir-B (nach 1917: Komintern), 1895 die Giesserei von Johann Jakob Esau & Co. (nach 1917: Mähdrescherfabrik Woroschilow) sowie das Walzwerk Gantke (nach 1917: Karl Liebknecht) und die Eisenbahnreparaturwerkstätten (nach 1917: Kirow-Werke).[19]

Die Bevölkerungszahl wuchs rasant, von 1860 bis 1900 verzehnfachte sie sich. Ein Drittel von ihnen waren Juden, eine starke jüdische Arbeiterbewegung entwickelte sich.[19] 1883 und 1906 entlud sich der latente Antisemitismus in Pogromen.[20]

Revolutionszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 1917, nach der Februarrevolution, gehörte die Stadt wie das gesamte Gouvernement Jekaterinoslaw zur Ukrainischen Volksrepublik. Jedoch marschierten schon am 9. Januar 1918 Einheiten der Bolschewiki ein und nahmen die Stadt ein. Sie wurde von den Bolschewiki bis zum April 1918 der roten Republik Donezk-Krywyj Rih angegliedert. Ab April 1918 gehörte die Stadt zur deutschen Besatzungszone. Die Zentralna Rada wurde aufgelöst und Pawlo Skoropadskyj als Hetman des Marionettenstaates Ukrainischer Staat eingesetzt.

Vom Januar 1919 bis zum 29. Juni 1919 gehörte die Stadt zur roten Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik und anschließend zum von der Weißen Bewegung kontrollierten Gebiet des Weißen Südrusslands (rus. бе́лый Юг Росси́и).

Die Stadt erlebte während der Jahre des Russischen Bürgerkrieges keine Schlachten oder Zerstörungen. Sie wurde zweimal von Soldaten der Machnowschtschina eingenommen, vom 27. bis 31. Dezember 1918 und vom 9. November bis 9. Dezember 1919. 1918 wurden die vereinigten Streitkräfte der Ukrainischen Volksrepublik und des Ukrainischen Staates, die sogenannten Petljurowzi (rus. петлюровцы) vertrieben. Während der Zugehörigkeit zur Ukrainischen Volksrepublik beziehungsweise zum ukrainischen Staat wurde die Nationale Oles-Hontschar-Universität Dnipro gegründet und die Stadt in Sitscheslaw umbenannt, dieser Name galt jedoch nie offiziell und hatte nur ein Jahr Bestand.

1919 war Dnipro (wieder Jekaterinoslaw genannt) Hauptstadt der Machnowschtschina, nachdem Einheiten der Weißen Armee vertrieben worden waren. Anschließend wurde die Stadt am 30. Dezember 1919 von der Roten Armee erobert, die im Bürgerkrieg endgültig siegte.

Die Stadt in der Sowjetzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal für die 20.000 jüdischen Einwohner von Dnipropetrowsk, die während der deutschen Besatzung erschossen wurden

Während des Holodomor im Jahre 1933 verhungerten mehrere Millionen Menschen in der Ukraine. In dieser Zeit stellte die Geheimpolizei GPU viele Fälle von Kannibalismus fest. Etwa sieben Prozent aller Strafverfahren aufgrund von Kannibalismus, der mit mindestens zehn Jahren oder der Todesstrafe geahndet wurde, hatten ihren Ursprung in der Oblast Dnipropetrowsk.[21]

Siehe auch: Schlacht am Dnepr

Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt enorme Zerstörungen. Im September 1941 sprengten Soldaten der Roten Armee auf dem Rückzug vor Truppen der Wehrmacht eine 200 Meter lange Bresche in die Staumauer und der 65 km lange Stausee lief leer. Die Deutschen ließen die Staumauer wiederaufbauen; Ende 1942 war sie fertig. Im Oktober 1943 mussten sie sich zurückziehen und bombardierten die Staumauer aus der Luft. 1944 bis 1950 wurde der Staudamm wiederaufgebaut.

Es kam zu einem Massenmord an jüdischen Einwohnern durch deutsche Besatzer. An den Massenerschießungen war der SS-Führer Friedrich Jeckeln maßgeblich beteiligt. Dabei wurden am 13. Oktober 1941 11.000 Juden ermordet.[22] Als im Herbst 1941 eine Hungersnot in der Stadt nicht mehr zu übersehen war, untersagte (so die „Ereignismeldung UdSSR“ Nr. 135 der SS-Einsatzgruppe C vom 19. November 1941) der NS-Staatssekretär für Ernährung und Landwirtschaft Herbert Backe die Einführung von Lebensmittelkarten, da diese „Rechtsansprüche auf Belieferung darstellten“.[23]

In der Stadt gab es die beiden Kriegsgefangenenlager 417 und 460 (ab 1949) für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[24] Schwer Erkrankte wurden im Kriegsgefangenenhospital 5905 versorgt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zum Wiederaufbau, zur weiteren Industrialisierung und zu einem schnellen Bevölkerungswachstum, das Dnipropetrowsk in den 1980er Jahren zu einer Millionenstadt werden ließ.

Unabhängige Ukraine seit 1991[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtzentrum (Jekaterinoslawski Boulevard) Dnipro, (v.l.n.r) Bosfor Center, Menorah Center und Cascade Plaza und wird vom Dmytro-Jawornyzkyj-Prospekt begrenzt
Niederlassung der ukrainischen Zentralbank im Dniproer Stadtzentrum am Dmytro-Jawornyzkyj-Prospekt

Im Jahr 2007 kam es in der Stadt zu einer Mordserie, deren Täter als Dnepropetrovsk Maniacs bezeichnet werden. Dabei wurden 21 Menschen, überwiegend Wehrlose und Obdachlose, umgebracht. Bei den Tätern, die 2008 festgenommen werden konnten, handelte es sich um drei Männer im Alter zwischen 19 und 26 Jahren, die sich bei ihren Verbrechen filmten. Sie kamen aus gutem Hause und begründeten ihre Taten damit, dass sie den „Kick“ des Tötens fühlen und im späteren Leben Erinnerungen an ihre Jugend haben wollten.[25]

Am 13. Oktober 2007 gab es in einem Wohnhaus im Stadtviertel Peremoha des Stadtrajons Sobor, eine Gasexplosion, bei der 22 Menschen starben.[26][27][28]

Kurz vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft 2012, die auch in der Ukraine stattfand, sorgten mehrere Bombenanschläge, die am 27. April 2012 fast zeitgleich an belebten Stellen der Stadt verübt und bei denen mindestens 29 Menschen verletzt wurden, für ein internationales Presseecho.[29] Es hat bisher keine Bekennervideos oder sonstige Mitteilungen von Seiten der Täter gegeben, sodass nicht gesagt werden kann, in welchem Zusammenhang dieser Anschlag verübt wurde.

Dnipropetrowsk gehörte zu den Städten, in welche die OSZE am 21. März 2014 Beobachter aufgrund des Krieges in der Ukraine entsandte.[30] In den Tagen und Wochen zuvor war es in Dnipropetrowsk, unter anderem am 1. März 2014, zu prorussischen Protesten mit 1000–3000 Teilnehmern gekommen[31], bei denen Demonstranten ein Referendum nach dem Vorbild der Krim gefordert hatten.[32] Am 2. März 2014 fand eine proukrainische Gegendemonstration mit etwa 10.000 Teilnehmern statt.[33]

Geschichte des Stadtnamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Ansichtskarte mit dem ehemaligen Namen Jekaterinoslaw

Im Zuge der bewegten Geschichte der Stadt wurde auch ihr Name des Öfteren verändert.[34] Ein englischer Spitzname lautet „Rocket City“,[35] zu deutsch „Raketenstadt“,[36] weil dort das Konstruktionsbüro KB Juschnoje seinen Sitz hat und unter anderem auch die Dnepr-Raketen gebaut wurden. Die meisten Einheimischen nennen die Stadt kurz „Dnepr“ (rus. Днепр, ukr. Днiпро), dies verstehen aber auch die meisten nicht einheimischen Personen. Es gibt immer wieder Bestrebungen, den Namen der Stadt zu ändern, wobei sowohl „Sitscheslaw“ als auch „Jekaterinoslaw“ beziehungsweise „Katerinoslaw“ vorgeschlagen werden.[37]

Am 15. Mai 2015 unterschrieb der ukrainische Präsident Petro Poroschenko ein Gesetz zum Verbot von kommunistischer und nationalsozialistischer Propaganda, das sich auch auf im Sinne des Gesetzes propagandistisch belastete Orte und Straßen bezieht. Diese sollen binnen sechs Monaten umbenannt werden.[38][39][40] Die Stadt gründete bereits eine Kommission, die eine Lösung erarbeiten soll.[40] Da sich der bisherige Name Dnipropetrowsk auf Grigori Iwanowitsch Petrowski, den ehemaligen Vorsitzenden des Obersten Sowjets der Ukrainischen SSR bezieht, wurde die Stadt, nachdem eine Eingabe des Dnipropetrowsker Stadtrats von 2015 verworfen wurde, den alten Namen beizubehalten, die Endung „petrowsk“ aber mit dem Heiligen Petrus zu verknüpfen,[41] am 19. Mai 2016 auf Beschluss der Werchowna Rada in Dnipro umbenannt.[42] Die Meinung der Bewohner der Stadt wurde dabei nicht eingeholt.

Zeitlinie der Namensänderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jekaterinoslaw/Katerinoslaw 1776–1797
  • Noworossijsk 1797–1802
  • Jekaterinoslaw/Katerinoslaw 1802–1917
  • Sitscheslaw 1917–1918[43] (nicht offiziell)[34]
  • Jekaterinoslaw/Katerinoslaw 1918–1926
  • Krasnodniprowsk 1926 (geplant; nicht offiziell)[34]
  • Dnepropetrowsk/Dnipropetrowsk 1926–2016
  • Dnipro seit 2016

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jekaterinoslaw (rus. Екатеринослав) beziehungsweise Katerinoslaw (ukr. Катеринослав) – bedeutet so viel wie „Zu Ehren Katharinas“.
  • Noworossijsk (rus. Новороссийск) – bedeutet nicht „Neurussland“, sondern „Neurussische Siedlung/Neurussische Stadt“ (möglicherweise als Diminutiv).
  • Sitscheslaw (ukr. Січеслав, rus. Сичеслав) – bedeutet in etwa „Zu Ehren der Sitsch“.
  • Krasnodniprowsk (ukr. Краснодніпровськ, rus. Красноднепровск) – etwa „Rotdniprowsk“, eine Zusammensetzung der Farbe Rot als Symbol für den Kommunismus und die Sowjetunion und Dnepr.
  • Dnipropetrowsk (ukr. Дніпропетровськ [ˌdɲiprope̝ˈtrɔu̯sʲk], rus. Днепропетровск/Dnepropetrowsk [ˌdʲnʲeprəpʲɪˈtrofsk]) ist der Name, den die Stadt 1926 in der Sowjetunion erhielt, eine Zusammensetzung aus Dnepr und dem Namen des damaligen Vorsitzenden des Obersten Sowjets der Ukrainischen SSR, Grigori Iwanowitsch Petrowski.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebäude des Stadtrats
Gebäude der Dnipropetrowsker Oblastverwaltung

Die Stadtverwaltung Dnipro besteht aus dem alle vier Jahre gewählten Stadtrat (ukr. Дніпропетровська міська рада), dem 119 Stadträte und der Bürgermeister als Vorsitzender des Stadtrates angehören. Der Stadtrat entspricht in der Machtstruktur dem legislativem, während der Bürgermeister dem exekutivem Organ der kommunalen Selbstverwaltung entspricht. Der letzte gewählte Bürgermeister ist der 1999 nach dem Abgang seines Vorgängers als Übergangsbürgermeister eingesetzt und in den Bürgermeisterwahlen von 2000, 2002, 2006 und 2010 bestätigte Iwan Kulitschenko. Kulitschenko legte sein Amt am 21. November 2014 ab.[44] Anschließend war Maxim W. Romanenko[45] bis zum 4. März 2015 und danach Galina Ilinitschna Bulawka Stellvertretende Bürgermeisterin.[45][46] Seit dem 17. November 2015 ist Borys Filatow von der Partei „UKROP“ Bürgermeister, nachdem er sich mit 184.874 gegen Olexander Wilkul mit 158.752 Stimmen durchsetzte.[3]

Nach den Kommunalwahlen 2010 sind Blok Juliji Tymoschenko, Block Unsere Ukraine – Nationale Selbstverteidigung und Witsche (ukr. Партія «Віче») nicht mehr im Stadtrat vertreten. An der Wahl 2010 beteiligten sich 300.167 Personen, davon stimmten 31.188 gegen alle zur Wahl stehenden Parteien und 9.397 Stimmen waren ungültig.[47] Der Stadtrat setzt sich nach den Wahlen vom 31. Oktober 2010 wie folgt zusammen:[47][48]

Partei ukrainisch Sitze ggü. 2006* Stimmenanteil ggü. 2006*
Partei der Regionen Партія регіонів 78 +26 65 % +21,6
Starke Ukraine Сильна Україна 13 10,8 %
Front für Veränderung Фронт Змін 8 6,7 %
Allukrainische Vereinigung „Vaterland“ Всеукраїнське об'єднання «Батьківщина» 8 6,7 %
Kommunistische Partei der Ukraine Комуністична партія України 6 −1 5 % −0,83
Ukraine der Zukunft Україна майбутнього 4 3,3 %
Volkspartei Народна партія 3 2,5 %

* unbestätigt

Heraldik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dnipro verfügt mit einem Stadtwappen und einer Stadtflagge über zwei eigene heraldische Symbole. Beiden sind die Hauptfarben weiß und blau gemeinsam.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Stadt wurde am 6. September 2001 durch Beschluss des Dnipropetrowsker Stadtrates offiziell angenommen.[49][50][51][52]

Kleines Stadtwappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Kleines Wappen von Dnipro
Auf blauem spanischen Schild ein silberner Säbel, die Spitze zeigt nach oben rechts, und gekreuzter Pfeil, darüber drei silberne siebenzackige Sterne in V-Form.
  • Beschreibung
Das Wappen basiert zu großen Teilen auf dem der polnischen und später kosakische Festung Kodak von 1770. Dazu gehören der durch einen Säbel gekreuzte Pfeil und der siebenzackige Stern. Es enthält jedoch weder das galoppierende Pferd noch den Halbmond, die Krone oder die Initialen „K.P.P.P.“, die auf dem Wappen Kodaks zu finden sind.[51] Die drei Sterne haben verschiedene Bedeutungen, unter anderem als Vereinigung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und auch als die in drei Teile gespaltene Stadt. Sie können auch für die beiden Schlüsselindustrien der Stadt, Metallurgie spwie Weltraum- und Raketenindustrie, gelten. Auf die Metallurgie bezogen werden sie als Tropfen, wie sie beim Gießen entstehen, gedeutet. Außerdem bilden die drei Sterne ein V, das als victoria (lateinisch für Sieg) gedeutet werden kann.[52] Drei und sieben sind auch auf Grund religiöser Zahlensymbolik verbreitete Zahlen für Wappenelemente. Das Säbel und der Pfeil, der in der Heraldik für die Attribute Wachsamkeit, Bereitschaft zum Kampf und Zielstrebigkeit steht und die Sterne sind vollständig silbern (weiß als Druckfarbe). Die Schildfarbe blau geht auf das Wappen Jekaterinoslaws vom 2. August 1811 zurück. Es symbolisiert den Dnepr und ist eine der Landesfarben der Ukraine.[52]
Großes Stadtwappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das große Stadtwappen von Dnipro

Das Große Stadtwappen ruht, zusätzlich zur Beschreibung des kleinen Stadtwappens, auf einem Postament aus Getreide, darunter ist meist noch als Wahlspruch der Name der Stadt abgebildet. Den oberen Schildrand ziert eine dreizinnige goldene Mauerkrone.[52]

Historische Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wappen Einführung Kommentar Blasonierung
Kodacka peczatka.gif 1770 Wappen der Festung Kodak von 1770 Ein von links kommendes galoppierendes Pferd auf einer Wiese, darüber ein Säbel, die Spitze zeigt nach oben links, und ein gekreuzter Pfeil, darum die Initialen „K. P. P. P.“, unterbrochen von einem siebenzackigen Stern, einer Krone und einem Halbmond.
Projekt perszogo herba Katerynoslawu.jpg Erste Entwürfe für das Wappen Jekaterinoslaws
Coat of Arms of Yekaterinoslav.png 2. August 1811 Wappen von Jekaterinoslaw Auf blauem französischen Schild ein von neun siebenzackigen konzentrisch ausgerichteten Sternen umfasstes stilisiertes Е (russ. Je) das eine römische Zwei umfasst, links davon die Zahl „17“, rechts „87“. Die Rangkrone über dem Wappenschild ist die russische Zarenkrone.
Dnipro t.png Wappen während der Sowjetzeit Auf rotem französischem Schild ein gelber Schmelztiegel mit Halterung, daneben links und rechts drei Streifen, darunter drei grüne Hügel über blauem Wasser mit weißen Wellen. Über dem Schild eine fünfzinnige Mauerkrone mit der Aufschrift „Dnipropetrowsk“.

Stadtflagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Flagge von Dnipro
Bürgerliche Flagge und Dienstflagge an Land?Normale oder de jure-Version einer Flagge?Flagge der Stadt Dnipro

Die aktuelle Stadtflagge wurde auf Beschluss des Dnipropetrowsker Stadtrates vom 18. April 2012 in einem Wettbewerb ermittelt. Der Wettbewerb fand in zwei Abschnitten statt, im ersten wurden von allen eingereichten Entwürfen die besten zehn ermittelt und im zweiten Schritt wurde am 5. Dezember 2012 der Sieger bekanntgeben.[53][54][55]

Die Stadtflagge zeigt das zentrierte große Stadtwappen von Dnipro samt Banner mit dem Stadtnamen auf weißem Hintergrund mit darunter befindlichem blauem Heroldsbild des Flusses Dnepr.[54]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrajone von Dnipro
Stadtviertel von Dnipro
Eingemeindungen der Stadt Dnipro

Wie bei ukrainischen Städten üblich, ist Dnipro verwaltungstechnisch in Stadtbezirke (sogenannte Stadtrajons) unterteilt, deren Gebiete im Allgemeinen nicht den historischen Ortsteilen, sondern durch Flüsse, große Straßen oder Eisenbahnlinien voneinander räumlich abgetrennten Teilen des Stadtgebietes entsprechen. Insgesamt ist die Stadt in acht Stadtrajone und die Siedlung städtischen Typs Awiatorske unterteilt. Die Stadtrajone untergliedern sich nochmal in Stadtviertel.

Stadtrajon
(ehemaliger Name)
Ukrainischer Name
(ehemaliger Name)
Einwohner
2008[56]
Fläche in km² Gründung Bemerkung
Amur-Nischnjodnipro Амур-Нижньодніпровський 151.515 71,626 Benannt nach der ehemaligen Siedlung „Amur“ und dem „Nischnjodniprowsker Bahnhof“.
Industrial Індустріальний 131.496 33,033
Nowokodak
(Lenin)
Новокодацький
(Ленінський)
169.756 88,7 1940 Der Name leitet sich von der historischen Siedlung Nowi Kodaky (ukr. Нові Кодаки) ab.
Samara Самарський 118.424 77,092 6. April 1977 Der Name leitet sich vom Fluss Samara ab.
Schewtschenko
(Babuschkin)
Шевченківський
(Бабушкінський)
127.056 31 12. April 1973 Benannt nach Taras Schewtschenko.
Sobor
(Schowtnewe)
Соборний
(Жовтневий)
168.021 44,093 15. März 1936 Der Name leitet sich vom ukrainischen Wort für Kathedrale ab und bezieht sich auf die Verklärungskathedrale.
Tschetscheliw
(Krasnohwardijske)
Чечелівський
(Красногвардійський)
117.984 35,90 Der Name leitet sich von der historischen Siedlung Tschetschelowka (rus. Чечеловка) ab.
Zentral
(Kirow)
Центральний
(Кировский)
64.989 10,403 12. Mai 1932

Diplomatische Vertretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt befinden sich eine Zweigstelle der Botschaft des Staates Israel.[57][58], die Honorarkonsulate der Republik Litauen[59] und der Tschechischen Republik[57][60] sowie sieben Visa-Servicestellen für die Länder Deutschland[61], Litauen, Polen, Griechenland, Ungarn, Italien und Bulgarien.[62]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dnipro ist Partnerstadt von:

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt mit ihren 986.887 Einwohnern (Stand: 1. November 2015[2]) lebt etwa ein Drittel der 3.258.705 Millionen Einwohnern der Oblast Dnipropetrowsk (Stand: 1. November 2015[2]) und etwa 2,3 Prozent der gesamten ukrainischen Bevölkerung von 42.854.106 Menschen (Stand: 1. Mai 2015[96]). Damit ist sie die viertgrößte Stadt der Ukraine.

Die Bevölkerungsdichte beträgt 2.437 Einwohner je km² (Stand: 1. November 2015) und ist damit etwa 24 mal so hoch wie in der Oblast Dnipropetrowsk und etwa 34 mal größer als in der gesamten Ukraine. Die Bevölkerung setzt sich wie folgt zusammen (Stand 2008): Ukrainer (79,3 %), Russen (17,6 %), Sonstige, beispielsweise Weißrussen, Juden, Armenier und Aserbaidschaner (3,1 %).

Die folgende Tabelle zeigt die Einwohnerzahlen seit dem Beginn der Erfassung im Jahr 1782 an. Auffallend ist die beinahe Verdoppelung der Einwohnerzahl binnen eines Jahrzehnts in den 1930er-Jahren – eine Folge der Kollektivierung und der resultierenden Landflucht in der Sowjetunion zu jener Zeit. Ein signifikanter Bevölkerungsrückgang und hohe Fluktuationsraten war hingegen in den Jahren der Februar- und Oktoberrevolution, des Russischen Bürgerkriegs und des Ukrainisch-Sowjetischen Krieges (etwa zwischen 1914 und 1923) zu verzeichnen. Die Stadt erreichte erstmals zwischen 1975 beziehungsweise 1976 eine Millionen Einwohner, die höchste Bevölkerungszahl ihrer Geschichte mit 1.203.000 Einwohnern erreichte sie 1991[97], seit dem sinkt die Stadtbevölkerung kontinuierlich, wie in den meisten Städten der Ukraine vor allem während der Wirtschaftskrisen der 1990er-Jahre. Seit 2014 hat die Stadt die Marke von einer Millionen Einwohnern wieder unterschritten.

Es liegen folgende Angaben zur Bevölkerungsentwicklung vor:

1782 bis 1920
Jahr Einwohner
1782 2.194[18]
1800 6.389[98]
1804 6.389[97]
1825 8.412[98][97]
1853 13.011[97]
1862 19.515[98]
1865 22.816[18][97]
1885 46 876[98]
1887* 48.000[18][97]
1897 112.839[99][100] – 121.216[18][98][97]
1910 232.500[97]
1911 215.000[98]
1920 189.000[98]
1920 bis 2000
Jahr Einwohner
1923 126.462[100] – 159.000[97]
1926 187.570[100] – 237.000[97]
1932 320.000[98]
1939 501.000[97] – 526.998[100]
1943 280.000[101]
1959* 661.547[97][100][102]
1967 816.000[97]
1970 862.100[100][103] – 904.000[97]
1975 1.000.000[98]
1976 ~1.000.000[97]
1979* 1.066.016[97][100][104]
1989* 1.177.897[97][100][105][97]
1991 1.203.000[97]
1993 1.185.000[97]
1996 1.161.000[97]
1998 1.137.000[97]
ab 2000
Jahr Einwohner
2001 1.065.008[106] – 1.084.000[97]
2003 1.065.000[97]
2006 1.044.000[97]
2008 1.028.000[97]
1. Januar 2010 1.013.514[107]
1. Januar 2011 1.007.210[108]
1. Januar 2012 1.001.962[109]
1. Januar 2013 1.000.100[110]
1. Januar 2014 995.500[111]
1. Januar 2015 992.200[112]
1. November 2015 986.887[2]

Anmerkungen
Fett: Offizielle Volkszählungen
* In einigen Quellen um wenige bis etwa 2.000 Einwohner unterschiedliche Angaben

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Menorah Center mit Goldene-Rosen-Synagoge

Die meisten Einwohner sind orthodoxe Christen. Sehr viele jüdische Einwohner sind inzwischen in den Westen oder nach Israel ausgewandert, aber eine erhebliche Zahl prägt, wie bereits zur Sowjetzeit die Kultur und Wirtschaft der Stadt. Daneben lebt in der Stadt auch eine muslimische Minderheit, überwiegend Krim-Tataren.

Bis zum Holocaust war Jekaterinoslaw ein Zentrum jüdischen Lebens in Russland beziehungsweise der Sowjetunion (siehe Schtetl). Bei der ersten russischen Volkszählung von 1897 wurde eine Einwohnerzahl von 112.839 ermittelt. Der jüdische Bevölkerungsanteil betrug 35,8 %, neben 41,8 % Russen und 15,8 % Ukrainern.[113] Darunter befanden sich auch einige reiche und einflussreiche Personen, aber die meisten dürften Ladenbesitzer, Handwerker und (Hafen-)Arbeiter gewesen sein. Die Stadt galt als eine der am besten organisierten jüdischen Gemeinden Osteuropas und Russlands und unterhielt sowohl humanitäre als auch Bildungseinrichtungen darunter sogar eine kleine Jeschiwa. Es gab auch eine kleine karäische Gemeinde, welche auch ein Gebetshaus unterhielt.[114] Heute beheimatet die Stadt mit dem Menorah Center, das die städtische Golden Rosen-Synagoge umgibt, das größte jüdische Kulturzentrum der Welt.[115][116] Seit 2014 erinnert ein Gedenkstein am alten jüdischen Friedhof außerhalb der Stadt, an die 4000 dort ermordeten Dnipropetrowsker Juden.[19]

Dnipro gehörte bis zum Jahr 2002 zum römisch-katholischen Bistum Kiew-Schytomyr, von dem es abgespaltet wurde. Heute gehört es zum neu gebildeten Bistum Charkiw-Saporischschja. Das zuständige Erzbistum ist Lemberg. Die Stadt gehört zum ukrainisch-griechisch-katholischen Erzbischöflichem Exarchat Donezk.

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

90 % der Einwohner sprechen Russisch als Alltagssprache. Ukrainisch wird von 40 % der Bewohner fließend beherrscht. Von den restlichen 60 % wird Ukrainisch von der einen Hälfte sehr gut und von der anderen sehr schlecht gesprochen. Staatliche Dokumente werden in ukrainischer Sprache herausgegeben. Auch die meisten Schilder und Wegweiser sind ukrainisch geschrieben. Die Medien sind gemischt russisch und ukrainisch. Das Phänomen, dass sich Gesprächspartner in unterschiedlichen Sprachen (Russisch und Ukrainisch) unterhalten, ist ebenso verbreitet wie beispielsweise das Benutzen des Russischen zu Hause und des Ukrainischen bei der Arbeit.[117]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sekundarbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt befinden sich etwa 176 Einrichtungen des sekundären Bildungsbereichs, dazu gehören drei Gymnasien und sieben Lyzeen, unter anderem das Finanz- und Wirtschaftslyzeum, das Chemisch-ökologische Lyzeum, das Informationstechnologische Lyzeum, Medizinische Internatslyzeum „Dnipro“, das Ukrainisch-amerikanische Lyzeum, das Juristische Lyzeum und das Militärlyzeum. Außerdem gibt es drei Fernschulen, fünf Abendschulen, fünf Internate und vier sogenannte Bildungs- und Erziehungsverbände (ukr. Науково-виробниче об'єднання, kurz НВО, rus. Учебно-воспитательное объединение, kurz УВК), 28 sogenannte Bildungs- und Erziehungskomplexe (ukr. Науково-виробниче комплекс, kurz НВК, rus. учебно-воспитательный комплекс, kurz УВК), drei sogenannte Bildungs- und Rehabilitationszentren (rus. Учебно-реабилитационный центр, kurz УРЦ). Zu den sonstigen Schulen gehört eine Waldorfschule,[118] eine Schule für Kinder mit infantiler Zerebralparese und Kinderlähmung, ein Internat für blinde Kinder, die britische Auslandsschule,[119] und ein sogenanntes schulübergreifende Bildungs- und Produktionskombinat.[120][121]

Tertiärbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dnipro ist mit 8 Universitäten und 6 Akademien im tertiären Bildungsbereich vertreten und damit eine bedeutende Universitätsstadt und Hochschulstandort. Unter anderem befindet sich hier die 1918 gegründete Nationale Oles-Hontschar-Universität Dnipro sowie die 1899 gegründete Nationale Bergbauuniversität der Ukraine, an der auch das Ukrainisch-Deutsche Kultur- und Sprachlernzentrum (Goethe-Institut) beheimatet ist.[122] Weitere Kulturinstitute sind die französische Alliance française,[123] das chinesische Konfuzius-Institut[124] und die russische Stiftung Russki Mir mit verschiedenen Kooperationen und Partnern.[125]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oles Hontschar

In der Stadt Dnipro geborene Persönlichkeiten sind neben anderen der Wissenschaftler Alexander Iljitsch Brodski, Pionier bei der Herstellung des Schweren Wassers. Der Astronom und Astrophysiker Boris Alexandrowitsch Woronzow-Weljaminow entdeckte die Lichtabsorption durch interstellaren Staub. Der Physiker Edward Ginzton erlangte Bekanntheit durch seine Arbeit an Teilchenbeschleunigern und Klystronen, während Isaak Markowitsch Chalatnikow Singularitäten in der Allgemeinen Relativitätstheorie nachgeht und dafür verschiedene Wissenschaftspreise erhielt. Der Logiker Moses Schönfinkel entwarf die Kombinatorische Logik und veröffentlichte das Entscheidungsproblem, während der Informatiker Leonid Levin sich unter anderem mit der NP-Vollständigkeit beschäftigte und später einen Lehrstuhl an der Boston University bekleidete. Zu politisch aktiven, in Dnipropetrowsk geborenen Persönlichkeiten gehören Grigori Naumowitsch Kaminski, der unter anderem von 1920 bis 1921 Erster Sekretär der Aserbaidschanischen Kommunistischen Partei und von 1936 bis 1937 Gesundheitsminister der Sowjetunion war, der Ex-KGB Chef Wiktor Michailowitsch Tschebrikow, sowie die zweifache Ministerpräsidentin der Ukraine Julija Tymoschenko. Aus dem Bereich des Sport und der Kunst sind zu nennen der deutsche Fußballprofi Roman Neustädter vom Schalke 04, der Violinvirtuose Leonid Borissowitsch Kogan, sowie der Maler, Zeichner, Lithograf und Forschungsreisende Ludwig Choris und der ukrainisch-sowjetische Schriftsteller, Literaturkritiker und Sozialaktivist Oles Hontschar. Der ehemalige Gouverneur der Oblast Dnipropetrowsk, Unternehmer, Sportfunktionär, Mäzen und Mitgründer/-inhaber der PrivatBank, Ihor Kolomojskyj, gehört zu den reichsten Ukrainern.

Leonid Iljitsch Breschnew (1977)

Zu den Personen, die zwar nicht in der Stadt geboren, aber durch ihr Leben, ihre Arbeit und ihr Wirken eng mit Dnipro verbunden sind, zählen u. a. Katharina die Große, durch deren Eroberung von Neurussland der Bau der Stadt erst möglich wurde, und der von ihr eingesetzte Generalleutnant Grigori Alexandrowitsch Potjomkin. Ferner war der Parteichef der Kommunistischen Partei der Sowjetunion von 1964 bis 1982, Staatschef und vierfache Held der Sowjetunion Leonid Iljitsch Breschnew Parteisekretär im Gebietskomitee von Dnipropetrowsk und wurde in der Oblast Dnipropetrowsk geboren. Der russische Nationaldichter und Begründer der modernen russischen Literatur Alexander Sergejewitsch Puschkin wurde aufgrund seiner politischen Ansichten in das damalige Jekaterinoslaw verbannt. Witold Fokin studierte am Bergbauinstitut in Dnipropetrowsk und wurde später Ministerpräsident der Ukraine. Hennadij Boholjubow absolvierte in Dnipropetrowsk ein Studium zum Bauingenieur und gründete mit Ihor Kolomojskyj eine der ersten privaten Kommerzbanken, die PrivatBank, die inzwischen das größte Finanzinstitut der Ukraine ist. Er gilt heute als einer der reichsten Oligarchen des Landes.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtisches russisches Gorki-Dramatheater

Die Stadt hat viele Kulturgebäude wie Theater, Schauspielhäuser und Tanzbühnen für klassisches Ballett, Volkstänze (russische und ukrainische Tänze, zu denen der Hopak und der Kasatschok gehören). Viele Straßenmusikanten spielen die landestypische Musik und tanzen oft auch dazu.

Im Stadtzentrum befindet sich der Gebäudekomplex Most-City Center, der aufgrund seines großen Angebots (Indoor Eisbahn, Multiplex-Kino, Bowlingzentrum, Casino, Billardsaal und etliche Restaurants und Cafés) als beliebter Treffpunkt und Erholungszentrum gilt.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen und Plätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptverkehrsstraße der Stadt ist der Dmytro-Jawornyzkyj-Prospekt. Er wurde im 18. Jahrhundert angelegt, erhielt in der Sowjetzeit den heutigen Namen und prägt mit seinen Häusern das Stadtbild. An seinem südlichen Ende befindet sich der bedeutendste Platz der Stadt, der Oktoberplatz, der mit seiner Fläche von 120.000  einer der größten Plätze Europas ist und im Sommer als Naherholungsort sehr beliebt ist. Mit der Uferpromenade Dnipro besitzt die Stadt die mit 23 km längste Uferpromenade Europas.

Hochhäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wohnkomplex Tower

In Dnipro steht der preisgekrönte Wohnkomplex Tower, der mit 123 Metern Höhe höchste Wolkenkratzer der Ukraine außerhalb Kiews. Bei seiner Fertigstellung im Jahr 2005 war es der höchste Wolkenkratzer der gesamten Ukraine.

Sakrale Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Verklärungskathedrale gehört die Goldene-Rosen-Synagoge und die seit 1982 in ein Konzerthaus umgewandelte Sankt-Michaels-Kirche zu den bedeutenden Sakralbauwerken der Stadt.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das „Olexander Makarow Nationalzentrum der Raumfahrtjugendausbildung der Ukraine“ wurde auf Ukas des damaligen ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma vom 11. Juni 1996 auf Initiative der ukrainischen Raumfahrtagentur, der „Vereinigung der ukrainische Jugendraumfahrt Suzyrja“ und mit der Unterstützung von Piwdenmasch und KB Juschnoje gegründet. Auf dem Gebiet werden verschiedene Satelliten und Trägerraketen gezeigt, die in der Stadt gebaut wurden. Außerdem werden hier Fachkräfte der Luft- und Raumfahrttechnik ausgebildet.[126][127]

Das am Oktoberplatz gelegene Historische Museum Dnipro, ist eines der größten Museen der Ukraine und besitzt mit dem Diorama zur Schlacht am Dnepr das mit 900 m² größte Diorama der Ukraine und eines der größten der Welt.[128]

Das 1914 gegründete Kunstmuseum Dnipro beheimatet heute etwa 8500 europäische sowie orientalische Kunstwerke vom 16. bis zum 21. Jahrhundert und gilt als bedeutendes Zentrum der Petrykiwka-Malerei, die seit 2013 zum immateriellem Weltkulturerbe gehört.

2012 wurde das Museum zur Jüdischen Geschichte und zum Holocaust in der Ukraine im Menorah Center eröffnet.[129][115]

Theater und Philharmonien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus der Orgel- und Kammermusik in der St.-Nikolai-Kirche

Die Stadt besitzt 19 Theater und Konzerthäuser.[130] Dazu gehört auch das zum Architekturdenkmal von nationaler Bedeutung[131] erklärte Haus der Orgel- und Kammermusik im Gebäude der 1915 erbauten St.-Nikolai-Kirche. Sie besitzt eine 1987 integrierte zwölf Tonnen schwere von Wilhelm Sauer gebaute Orgel mit der Registernummer 30.[132][133]

Architekturdenkmäler von nationaler Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studentenpalast
Verklärungskathedrale

In der Stadt befinden sich 21 sogenannte „Architekturdenkmäler von nationaler Bedeutung“,[134] darunter der Studentenpalast (ehemals Potemkinscher Palast),[135] der schon dem Gouverneur Neurusslands Grigori Alexandrowitsch Potjomkin im späten 18. Jahrhundert als Domizil diente und somit eines der ersten Gebäude der Stadt ist. Im Stadtzentrum auf dem Oktoberplatz befindet sich die 1835 erbaute Verklärungskathedrale.[136] Dort ist auch das Historische Museum beheimatet.[137] Gegenüber dem Oktoberplatz und dem Historischen Museum steht das Hauptgebäude der Nationalen Bergbauuniversität der Ukraine.[138] In der Nähe der Stadt befindet sich die 1635 errichtete polnische Festung Kodak.[139] Auch die 1915 erbaute Sankt-Michaels-Kirche, seit 1982 mit dem Haus der Orgel- und Kammermusik[131][133] zählt zu den Architekturdenkmälern von nationaler Bedeutung.

Parks und Grünflächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt gibt es über 20 Parks.[140] Darunter der 1790 angelegte zentrale Kultur- und Erholungspark Schewtschenko der sich auch über den Nordteil der Klosterinsel erstreckt und den Studentenpalast, ein Süßwasseraquarium und einen Zoo beheimatet.[141] Der Lasar-Hloba-Park bietet den Besuchern eine Kartbahn, ein Tropenhaus, eine Kindereisenbahn und wechselnde Aufführungen im Sommertheater.[142]

An der Böschung des „langen (Krasnopowstantschesker) Abhangs“ (rus. Долгая (Красноповстанческая) балка) befindet sich der 1936 gegründete „Botanische Universitätsgarten der Nationaluniversität Dnipro, wahrend des Zweiten Weltkriegs wurde der Park vollständig zerstört. Ein Teil des damaligen Parkes wurde in den 1964 eingeweihten „Juri-Gagarin-Park“ umgewandelt, ein anderer Teil bildet den heutigen Universitätscampus mit Studentenwohnheimen und der restliche Teil den seit 1963 unter Naturschutz befindlichen „Botanischen Universitätsgarten“. Zusammen mit dem „Juri-Gagarin-Park“ , befinden sich beide Parkanlagen im Stadtviertel Gagarin, des Stadtrajons Sobor und umgeben das Hauptgebäude der Dniproer Nationaluniversität.[143][144]

Ebenfalls im Stadtviertel Gagarin gelegen befindet sich der 1967 eröffnete „Wolodja-Dubinin-Kinderpark“ .[145]

Auf dem Gebiet des „Parks der Erinnerung und Versöhnung“ (bis 2015 „Kalinin-Park“) befand sich zum Ende des 18. Jahrhunderts nach dem Bau der Katerinoslawsker Walkstofffabrik noch der Tschetschelowsker Friedhof nach der gleichnamigen Ortschaft Tschetschelowka (rus. Чечеловка).[146][147] Auf dem Friedhofsgelände wurde die Alexander-Newski-Kirche erbaut, in der bis 1937 Gottesdienste stattfanden. Die Kirche ist 1941 abgebrannt und wurde nicht wieder aufgebaut.[147] Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs fanden hier zwei große Kriegsbestattungen statt, im Nordöstlichen Teil wurden Soldaten der Roten Armee und im Ostteil Wehrmachtssoldaten beerdigt. Erst 1946 wurde der heutige Park eingeweiht.[147]

Bis 1927 befand sich an der Stelle des ehemaligen „Leninplatzes“ und seit 2015 „Heldenplatz“ genannten Parkanlage, der Gefängnishof und das Arbeitslager des städtischen Gefängnisses. Beide wurden nach der Oktoberrevolution 1917 abgerissen.[148] Heute liegt der Park nur einen Straßenzug vom Lasar-Hloba-Park entfernt und umgibt das Gebäude der Dnipropetrowsker Oblastverwaltung.

Der „Sewastopoler Park“ wurde 1955 zum 100-jährigen Gedenken an die Belagerung von Sewastopol eingeweiht. Auf der Hauptallee befindet sich das „Denkmal zu Ehren der Verteidiger von Sewastopol“ . 1893 wurde hier der ukrainische Poet, Ethnograf, Lexikograf, Folklorist und Journalist Iwan Iwanowitsch Manschura (ukr. Манжура Іван Іванович) begraben.[149]

Weitere Parks und Grünflächen sind der „Bohdan-Chmelnyzkyj-Park“ [150], der „Metallurgen-Platz“ (ukr. Сквер Металургів), der „Städtische Jugenderholungs und -freizeitpark Nowokodak (ehemals „Leninpark“) [151], der „Waldpark der Völkerfreundschaft“ [152], der „Grünes Wäldchen“-Park (ukr. Парк «Зелёный Гай», ehemals „Park des Leninschen Komsomols“)[153] um das Meteorstadion, der „Leninwald“ im Süden des Stadtrajons Nowokodak, der ehemalige „Woronzow-Park“ und heutige „Sagajdak-Park“ (ukr. Парк Сагайдак)[154] sowie der „Kljujew-Park“ .[155]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt fanden insgesamt vier sowjetische (in den Jahren 1976, 1978, 1982 und 1985) und zwei ukrainische Badmintonmeisterschaften (in den Jahren 2010 und 2012) statt.

Der Fußballverein FK Dnipro Dnipropetrowsk spielt national in der Premjer-Liha, oft auch in der Euroleague. Er war in der Zeit der Zugehörigkeit zur Sowjetunion zweimal Sowjetischer Fußballmeister, nämlich 1983 und 1988, und viermal wurde ein Spieler von Dnipro Dnipropetrowsk Ukrainischer Fußballer des Jahres, nämlich 1983, 1984, 2003 und 2010. Der FK spielt im multifunktionalen, im Jahr 2008 eröffneten und 31.003 Zuschauer fassenden Dniprostadion, welches eigentlich als Spielstätte für die Fußball-EM 2012 vorgesehen war – aufgrund der nicht erreichten Anzahl von 33.000 Sitzplätzen wurde jedoch das Metalist-Stadion in Charkiw vorgezogen. Vorher wurde im 1966 gebauten Meteorstadion im Sportkomplex Meteor gespielt, in dem jetzt die Mannschaft von Dnipro-2 Dnipropetrowsk, dem ukrainischen Zweitligisten, Reservemannschaft des Dnipro Dnipropetrowsk, spielt und einige Heimspiele des Kamjansker Erstligisten Stal Dniprodserschynsk stattfinden.[156] Dort war auch der aus dessen Jugendfußballschule hervorgegangene Zweitligist Dnipro-75 Dnipropetrowsk vor seiner Auflösung im März 2010 beheimatet.

Der Städtische Profibasketballverein ist der BK Dnipro Dnipropetrowsk. Er spielt sowohl in der ukrainischen Basketball-Superliga der Herren als auch in der höchsten Liga der Frauen, wobei die Frauenmannschaft zweimal die ukrainische Frauen-Meisterschaft gewann (2010 und 2008).[157]

Der Eishockeyclub HK Dnepr-Meteor spielt in der höchsten ukrainischen Eishockeyliga.[158]

In der Stadt gibt es seit 2009 auch den Rugbyverein RK Dnepr.[159]

Dnipro ist Sitz des nationalen Bandyverbandes der Ukraine.[160][161]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in der Wirtschaftsregion Dnepr gelegene Stadt wird vor allem durch Industrie (Maschinenbau, Hochtechnologie und Hüttentechnik) und Finanzwirtschaft (Banken und Handel) sowie die Weltraum- und Raketenindustrie geprägt.

Die für Dnipro zuständige Industrie- und Handelskammer ist die IHK Dnipropetrowsk.[162][163]

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dnipro liegt zwischen dem Steinkohle- und Industriegebiet des Donezbeckens (Donbass) und dem durch Eisenerzbergbau und die Stahlindustrie geprägten Krywbass. Deswegen hat sich dort eine Vielzahl von Unternehmen für beide Industriezweige angesiedelt. Zu den Unternehmen der Metallurgie gehört mit Interpipe, das Wiktor Pintschuk gehört, ein Hersteller von Röhren und Stahlprodukten, vor allem für die Transportindustrie.[164] Der zur Evraz-Gruppe gehörende Dnipropetrowsker Metallurgiebetrieb Petrowski ist einer der größten Einzelbetriebe der Ukraine und wurde mit dem Leninorden und zu seinem hundertjährigen Bestehen (1987) mit dem Orden der Oktoberrevolution ausgezeichnet. Der Betrieb gilt als einer der ältesten Metallurgiebetriebe der ehemaligen Sowjetunion[165][166]

Zur Maschinenbauindustrie der Stadt gehört unter anderem Piwdenmasch (rus. transkribiert Juschmasch), ein großer Hersteller von Raketen aber auch Omnibussen, Maschinen für die Landtechnik, Oberleitungsbussen, Straßenbahnen, Windkraftanlagen und Satelliten, der mehr als 13.000 Arbeitnehmer beschäftigt. Weitere Unternehmen sind Dniproschina (ukr. Дніпрошина, ehemals Dnipropetrowsker Reifenwerk), ein Hersteller von Reifen und Gummiprodukten[167] und die Elektrolokomotivenfabrik Dnipro (ukr. Дніпропетровський вагоноремонтний завод), in der auch viele sowjetische Triebfahrzeuge gebaut wurden.[168]

In der Stadt ist auch KB Juschnoje beheimatet, das ehemalige unternehmenseigene Konstruktionsbüro von Piwdenmasch. Die Raketen der Typen R-16, der ersten Interkontinentalrakete der Sowjetunion, und Dnepr sowie viele ballistische Raketen wurden von KB Juschnoje entworfen und von Piwdenmasch hergestellt.[169]

Dienstleistungs- und Finanzsektor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentrale der PrivatBank in Dnipro (2010)

Im Stadtzentrum befindet sich das Most-City Center mit einem 18.000  großen Bürokomplex. Die Stadt ist Hauptsitz und Drehkreuz der Fluggesellschaft Dniproavia. Die Stadt ist das finanzielle Zentrum des Landes. Dort haben sich über 40 der größten öffentlichen und privaten Banken der Ukraine angesiedelt. Es gibt Filialen von etwa 97 Banken.[170]

Banken mit Sitz in Dnipro sind unter anderem (in Klammern die kyrillische Schreibweise): die PrivatBank, die AktaBank (АктаБанк),[171] die A-Bank (А-Банк),[172] die Zemelni Kapital (КБ Земельный Капитал),[173] die Neue Bank (Банк Новый),[174] die WostokBank (Банк Восток),[175] die Bank Credit Dnepr (Банк Кредит Дніпро),[176] die ClassicBank (Класикбанк),[177] die InterCreditBank (IнтерКредитБанк),[178] und die RadaBank (Радабанк).[179]

Dnipropetrowsker Klan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Dnipropetrowsker Klan

Der Dnipropetrowsker Klan ist ein politisch-wirtschaftliches Klientelpolitiknetzwerk der Dnipropetrowsker Oligarchen und Spitzenfunktionäre. Der „Klan“ geht zurück auf den Parteichef der KPdSU, Staatschef der Sowjetunion und vierfachen Held der Sowjetunion Leonid Iljitsch Breschnew und Leonid Kutschma, der von Oktober 1992 bis September 1993 Ministerpräsident und von Juli 1994 bis Januar 2005 Präsident der Ukraine und vormaliger Generaldirektor von Juschmasch war. Der Dnipropetrowsker Klan besteht aus den fünf Gruppen Privat, Pintschuk, Derkatsch, Kutschma und Tymoschenko.

Marktplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Osjorka, der zentrale Basar der Stadt Dnipro

Die Osjorka (ukr. Озерка, wörtlich die/der am See gelegene, abgeleitet von Озеро, Transkription Osero, zu deutsch See bedeutet) ist der zentrale Marktplatz der Stadt Dnipro. Bis etwa 1880 stand das Gebiet noch unter Wasser. Am 16. April 1885 erlaubte der Jekaterinoslawer Stadtrat (rus. городская дума) ausgewählten Bürgern hölzerne Fleischtheken am Ufer einzurichten. Das Gewässer wurde später auf das Gebiet des Lasar-Hloba-Parks umgeleitet. Auf dem entstandenen Freigelände siedelten sich immer mehr Händler an und so entstand die Osjorka.[180][181]

Messen und Kongresse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt finden regelmäßig nationale und internationale Messen statt. Einige davon sind Energoprom (rus. ЭНЕРГОПРОМ) (Branchen: Elektrik, Elektrotechnik, Energie),[182][183] LitEx (rus. ЛИТЭКС) (Branchen: Gießerei, Metallindustrie),[184][185] Mashprom (rus. Машпром) (Branchen: Maschinenbau, Werkzeugmaschinen),[186][187] Agroprom (rus. АГРОПРОМ) (Branche: Landwirtschaft),[188][189] und die Mirror of fashion (rus. Зеркало моды) (Branchen: Kosmetik, Parfümerie, Friseur).[190][191]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linienplan der Dniproer Metro

Die Stadt ist ein Verkehrsknotenpunkt der Ukraine. Das Kfz-Kennzeichen der Stadt, wie auch der gesamten Oblast ist seit 2004 AE.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Großteil des innerstädtischen Verkehrs bedienen Marschrutkas, die auf ungefähr 135 Linien verkehren und von denen etwa 532 mit GPS ausgestattet sind (Stand: 24. August 2014). Dies entspricht jedoch nur etwa einem Drittel bis der Hälfte aller Marschrutkas in Dnipro. Die Fahrten kosten in einer Richtung dreieinhalb bis vier Hrywnja, Monats- oder Jahreskarten gibt es nicht. Beim Umstieg muss erneut gezahlt werden.[192][193] Die Stadt verfügt über ein 1897 eröffnetes und fortwährend ausgebautes, renoviertes und modernisiertes Straßenbahnnetz. Derzeit werden 19 Linien betrieben. Seit 1995 hat die Stadt auch eine U-Bahn mit sechs Stationen, drei zusätzliche sind in Bau, zwei weitere in Planung. Die Metro soll durch den japanischen Baukonzern Sumitomo Shōji ausgebaut werden.[194]

Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die (neue) Zentrale (Brücke)

In der Stadt kreuzt die Europastraße M04 E50 – sie verbindet als eine der wichtigsten Europastraßen Osteuropa mit Mittel- und Westeuropa – die M18 E105, die Murmansk und Sankt Petersburg über Moskau mit der Krim verbindet. Außerdem verläuft die nationale Fernstraße N08 durch das Stadtgebiet.

Brücken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Kaidakbrücke“

Brücken haben in der Stadt durch ihre Lage beidseitig des Dnepr einen besonderen Stellenwert.[195]

  • Die (neue) Zentrale Brücke (ukr. Центральний міст) oder Brücke  2 ist eine 1478 m lange und 21 m breite Straßenbrücke, die das Stadtzentrum mit den linksufrigen Stadtteilen verbindet. Die Eröffnung war am 5. November 1966. Die Brücke wurde anstelle einer alten sowjetischen Holzbrücke gebaut, die von der Roten Armee 1944 errichtet worden war. Sie galt lange Zeit als die längste Brücke der Ukraine.[196]
  • Die (Alte) Amurbrücke (ukr. Амурський міст) wurde im Jahre 1884 fertiggestellt. Sie ist eine ursprünglich für den Eisenbahn- und den Straßenverkehr konzipierte Brücke, auf der seit 1935 auch eine Straßenbahnlinie verkehrt. Die Länge beträgt 1395 m, mit den Zu- und Abfahrten 2397 m. Sie ist 15,5 m breit und verbindet die Region um den (Haupt-)Bahnhof mit den linksufrigen Stadtteilen.
  • Der Bau der Merefa-Cherson-Brücke, benannt nach der Eisenbahnstrecke zwischen den beiden ukrainischen Städten Merefa und Cherson wurde schon um 1914 begonnen, die Fertigstellung erfolgte aber erst im Jahre 1932. Diese Brücke gilt als eine der einzigartigsten Bauten in der Ukraine.
  • Die Kaidakbrücke (ukr. Кайдацький міст) wurde am 10. November 1982 eröffnet. Sie ist eine in beiden Richtungen dreispurige Straßenbrücke mit einer Länge von 1732 m. Über die Brücke verläuft eine Straße, die nach Charkiw und Donezk führt. Seit dem 17. Dezember 1996 verkehrt auf der Brückenmitte eine Linie der Straßenbahn.
  • Die 1248 m lange und 22 m breite Südliche Brücke (ukr. Півде́нний міст, rus. Южный мост) wurde in Etappen von 1982 bis 1993 und von 1998 bis 2000 gebaut. Die Eröffnung war im Dezember 2000. Die rechtsufrige Seite liegt niedriger als die linksufrige. Sie verbindet die Plattenbaugebiete Pridniprowsk und Peremoha.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptbahnhof Dnipro

Die Stadt ist ein Eisenbahnknotenpunkt und Sitz des regionalen Eisenbahnverbundes Prydniprowska Salisnyzja, der zur ukrainischen Eisenbahn gehört. Die Prydniprowska Salisnyzja bedient Streckennetze in den Oblasten Dnipropetrowsk und Saporischschja, der Autonomen Republik Krim sowie Teile fünf weiterer umliegender Oblaste (Oblast Cherson, Oblast Mykolajiw, Oblast Kirowohrad, Oblast Charkiw und Oblast Donezk). Das Streckennetz mit 244 Eisenbahnstationen hat eine Gesamtstreckenlänge von 3250 km, von denen etwa 58 Prozent elektrifiziert sind.

Hafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt besitzt den größten[197] Binnenhafen der Ukraine.[198] Der Hafen gehört zur Betreibergesellschaft Ukrrichflot und dient dem Güterfrachtverkehr. Er ist 393 km von der Dneprmündung entfernt und hat eine Fläche von 20,8 Hektar.[197]

Flughafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flughafen Dnipro

Über den Flughafen Dnipropetrowsk besteht eine Flugverbindung zum größten ukrainischen Drehkreuz, dem Flughafen Kiew-Boryspil und zu wichtigen nationalen Zielflughäfen. Des Weiteren bestehen Flugverbindungen zu den internationalen Zielen Wien, Moskau, Tel Aviv, Istanbul, Jerewan sowie seit dem 18. September 2013 auch Dubai.[199] Am Flughafen werden jährlich etwa 450.000 Passagiere abgefertigt.

Im 15 km nördlich gelegenen Pidhorodne befindet sich außerdem der ehemalige Flughafen der Stadt Dnipro (ukr. аеродром Підгірне, rus. Аэродром Подгороднее).[200][201]

Ergänzendes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zhuk, Sergei I., Rock and roll in the Rocket city. Washington, DC u. a. 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dnipro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Dnipro – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Grundlegende und interessante Fakten über die Stadt. In: Stadt Dnipropetrowsk. Abgerufen am 16. Januar 2016 (russisch, Originaltitel: Основные и интересные факты о городе).
  2. a b c d e Angaben zur Bevölkerung in der Dnipropetrowsker Oblast am 1. November 2015. In: Statistikamt der Oblast Dnipropetrowsk. Abgerufen am 17. Januar 2016 (PDF, ukrainisch, Originaltitel: Чисельність населення На 1 листопада 2015 року).
  3. a b Borys Filatow wird neuer Bürgermeister. Wahlkommission. In: Ukrinform. 17. November 2015, abgerufen am 21. November 2015 (englisch, Originaltitel: Borys Filatov becomes Dnipropetrovsk mayor – election commission).
  4. wiss. Transliteration nach deutscher und internationaler Norm Dnìpro [dʲnʲiˈprɔ]
  5. Состоялось пленарное заседание Верховной Рады Украины, rada.gov.ua, 19. Mai 2016 (russisch)
  6. offizielle Seite der Ukrainischen Rada mit den Rajonen der Oblast Dnipropetrowsk. In: Werchowna Rada. Abgerufen am 22. August 2014 (ukrainisch, Originaltitel:Склад адміністративно-територіальної одиниці Дніпропетровська область, Дніпропетровський район).
  7. a b c d Brenda Lafleur, Joseph Haimowitz, Matthwe Stewart, Natalia Khodko, Oleksandr Zholud, Olga Romanyuk, Sheila Rao, Iryna Vernoslova, Maxim Boroda: City Profile – Dnipropetrovsk – Demographic•Economic•Fiscal. In: Werchowna Rada. The Conference Board of Canada, abgerufen am 22. August 2014 (PDF (1,4 MB), englisch, Stadtprofil veröffentlicht 2012 im Rahmen des „EBED Project“, Projektdirektor ist Paul Darby).
  8. Denis Motorin (Денис Моторин): Artikel zur Klosterinsel mit Legenden, Fakten & Geschichte. In: dp.vgorode.ua. 15. November 2013, abgerufen am 22. August 2014 (ukrainisch, Originaltitel:Монастырский остров: легенды, факты, история).
  9. Maxim Kawun (Максим Кавун): Stadtgeschichte – Geheimnisse der Dnepr-Inseln. In: Webauftritt der Stadt Dnipro. www.realnest.com.ua/, abgerufen am 22. August 2014 (ukrainisch, Originaltitel:Тайны Днепропетровских островов).
  10. Levinson, D. H.; Lawrimore, J. H.: STATE OF THE CLIMATE. In: Bulletin of the American Meteorological Society. 89, 2008, S. 181.
  11. Climate change in Ukraine: Review of publications and researches. Supreme Council (“Verhovna Rada”) considers new law “On climate changes in Ukraine”.. Abgerufen am 21. Januar 2009.
  12. Stadtklima. In: Stadt Dnipro. Abgerufen am 16. Januar 2016 (russisch, Originaltitle: Климат города).
  13. a b Klimadaten Dnipro. In: www.pogodaiklimat.ru. Abgerufen am 27. August 2014 (russisch, Originaltitel:Клімат Дніпропетровська).
  14. Klimadaten für Dnipro seit 1899. In: Ukrainisches Hydrometeorologisches Zentrum. Abgerufen am 16. Januar 2016 (ukrainisch, Originaltitel:Кліматичні дані по м.Дніпропетровськ за період з 1899 года).
  15. D. Bagalej (Д. Багалей.): Der Waragäerweg. In: Brockhaus-Efron. Abgerufen am 18. September 2014 (russisch, Originaltitel: Варяжский путь).
  16. Maxim Kawun: Stadtchronologie – Gründungsdaten. In: Stadt Dnipro. Abgerufen am 18. September 2014 (russisch, Originaltitel: Днепропетровская хронология. Даты основания Abschnitt: Abkehr von Jekaterinoslaw in die Tiefen der Geschichte – Neuntes und Zehntes Jahrhundert, 1576, 1635, 1650 und 1750 (russ. Уход от Екатеринослава в глубь веков – IX, XI века, 1576, 1635, 1650 и 1750 годы)).
  17. Thomas Gerlach, Gert Schmidt: Die Ukraine entdecken. 9., komplett überarbeitete und erweiterte Auflage. Trescher Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-89794-103-8.
  18. a b c d e Artikel zur Geschichte der Stadt Dnipropetrowsk. In: eugene.com.ua. Archiviert vom Original am 2. November 2014, abgerufen am 17. Januar 2016 (englisch).
  19. a b c d e Karl Schlögel: Rocket City am Dnipro. Einst Boomtown des Zarenreiches, blickt das ostukrainische Dnipropetrowsk auf eine bewegte Geschichte zurück. In: Neue Zürcher Zeitung vom 6. Dezember 2014, internationale Ausgabe, S. 57–58.
  20. a b Jüdische Geschichte der Stadt Dnipropetrowsk. In: jewishvirtuallibrary.org. Abgerufen am 22. August 2014 (englisch).
  21. Vortrag von Hennadii Boriak, Generaldirektor der Staatlichen Ukrainischen Archivverwaltung, am 23. November 2003 in Toronto vor dem Canadian Institute of Ukrainian Studies (CIUS): The Ukrainian Famine of 1933: Sources and Source Publications (Canadian Institute of Ukrainian Studies publicizes new research on Famine); siehe auch: Hennadii Boriak: The Publication of Sources on the History of the 1932–1933 Famine-Genocide. In: Harvard Ukrainian Studies. ISSN 0363-5570. Jg. 22 (2001), S. 167–186.
  22. Dieter Pohl: Die Einsatzgruppe C: In: Peter Klein (Hrsg.): Die Einsatzgruppen in der besetzten Sowjetunion 1941/42. Die Tätigkeits- und Lageberichte des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD, Edition Hentrich, Berlin 1997, ISBN 3-89468-200-0, S. 71–87, hier S. 76.
  23. Klaus-Michael Mallmann, Andrej Angrick, Jürgen Matthäus, Martin Cüppers (Hrsg.): Die „Ereignismeldungen UdSSR“ 1941. Dokumente der Einsatzgruppen in der Sowjetunion. (= Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg, Bd. 20) WBG, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-534-24468-3, S. 774 f.
  24. Erich Maschke (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld u. a. 1962–1977.
  25. Three 19-year old youths committed 19 murders in Dnipropetrovsk during a month. In: unian.net. 24. Juli 2007, abgerufen am 20. März 2014 (englisch, Artikel zu den Dnepropetrovsk Maniacs).
  26. Dnipropetrowsk: Zahl der Toten bei Gasexplosion steigt auf 22. In: Nationalen Hörfunkgesellschaft der Ukraine. Archiviert vom Original am 14. November 2010, abgerufen am 31. Januar 2016.
  27. Nikolaj Tymoschenko (Николай ТИМОШЕНКО), Wlada Schtschtowa (Влада ЩИТОВА): Gasexplosion zerstört Plattenbau in Dnipropetrowsk. In: Komsomolskaja Prawda. Abgerufen am 31. Januar 2016 (russisch, Originaltitel: Взрыв газа в Днепропетровске разрушил многоэтажку).
  28. Maxim Kawun (Максим Кавун): Geschichte und Übersicht des Stadtviertels Peremoha. In: Webauftritt der Stadt Dnipropetrowsk. www.realnest.com.ua/, abgerufen am 22. August 2014 (ukrainisch, Originaltitel:Гений места. Контуры «Победы»).
  29. Anschlagsserie: Ukraine sieht keine Sicherheitsgefahr für Fußball-EM. In: Zeit Online. Abgerufen am 22. August 2014 (deutsch).
  30. Krim-Krise: OSZE schickt 100 Beobachter in die Ukraine. In: Spiegel Online. 21. März 2014, abgerufen am 22. August 2014 (deutsch).
  31. Zwei Proteste in Dnipropetrowsk – für und gegen die neue Regierung. In: ukrinform.ua. 1. März 2014, abgerufen am 8. September 2014 (russisch, Originaltitel: В Днепропетровске состоялись два митинга: за и против новой власти).
  32. Prorussische Proteste in Süd- und Ostukraine. In: Kleine Zeitung. 16. März 2014, abgerufen am 22. August 2014 (deutsch).
  33. William Booth und Will Englund: Ukrainische Regierung fordert Putin auf das Militär zurückzurufen, Reservisten werden eingezogen. In: The Washington Post. 2. März 2014, abgerufen am 8. September 2014 (amerikanisches englisch, Originaltitel: Ukraine’s leader urges Putin to pull back military, mobilizes reservists): „In Dnepropetrovsk … a rally described by local reporters as the largest in years drew an estimated 10,000 people who shouted “Down with Putin!”“
  34. a b c Maxim Kawun (Максим Кавун): Artikel zum Stadtnamen auf der Webseite der Stadt Dnipro. In: Webauftritt der Stadt Dnipropetrowsk. www.realnest.com.ua/, abgerufen am 22. August 2014 (russisch, Originaltitel:Сколько имен у Днепропетровска?).
  35. Sergei I. Zhuk (Autor) „Rock and Roll in the Rocket City: The West, Identity, and Ideology in Soviet Dniepropetrovsk, 1960–1985“ Buch zum Thema Kultur in Dnipropetrowsk der Sowjetunion, ISBN 978-0-8018-9550-0 herausgegeben durch Johns Hopkins University Press (April 1, 2010), abgerufen auf Council on Foreign Relations am 10. Januar 2014 (englisch)
  36. Manuel Becker: Der „Raketenmann“ in der Raketenstadt. In: Göttinger Tageblatt. 25. Januar 2011, abgerufen am 23. August 2014 (deutsch, Artikel über den Basketballspieler Mike Scott in Dnipropetrowsk).
  37. Marina Krawtschenko (russisch, ukrainisch Марина Кравченко): Jekaterinoslaw? Dnipropetrowsk? Sitscheslaw? In: gazeta.dp.ua/. Abgerufen am 23. August 2014 (russisch, Originaltitel: Екатеринослав? Днепропетровск? Сичеслав?).
  38. Poroshenko signs laws on denouncing Communist, Nazi regimes. In: Interfax. 16. Mai 2015, abgerufen am 3. Juni 2015 (englisch).
  39. Порошенко підписав закони про декомунізацію. In: Ukrajinska Prawda. 15. Mai 2015, abgerufen am 3. Juni 2015 (ukrainisch).
  40. a b Vitaly Shevchenko (englisch): Goodbye, Lenin: Ukraine moves to ban communist symbols. In: BBC. 14. April 2015, abgerufen am 3. Juni 2015 (englisch).
  41. Aus Dnipropetrowsk wird Dnipro in Spiegel Online vom 19. Mai 2016
  42. Верховна Рада України; Постанова від 19. Mai 2016 № 1375-VIII Про перейменування міста Дніпропетровськ Дніпропетровської області. Abgerufen am 4. Juni 2016.
  43. Andrew Wilson: Ukrainian Nationalism in the 1990s. A Minority Faith. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1996, ISBN 0-521-57457-9, S. 89.
  44. Neuer Stellvertretender Bürgermeister ist Maxim Romanenko. In: Informationsportal „Neues Format“. Abgerufen am 10. Mai 2015 (russisch, Originaltitle: И.о. мэра Днепропетровска стал Максим Романенко).
  45. a b Der Dnipropetrowsker Stadtrat hat im beisein von Borys Filatow einen neuen stellvertretenden Bürgermeister gewählt. In: Zeitung „Delo“. Abgerufen am 10. Mai 2015 (russisch, Originaltitel: Горсовет Днепропетровска в присутствии Филатова избрал нового и.о. мэра).
  46. Der Dnipropetrowsker Stadtrat entfernt den Stellvertrentenden Bürgermeister Maxim Romanenko. In: Fakty i kommentarii. Abgerufen am 10. Mai 2015 (russisch, Originaltitel: Днепропетровский горсовет отстранил и.о. мэра Максима Романенко).
  47. a b Результаты выборов в Днепропетровский горсовет (dt. Ergebnis der Wahlen zum Dnipropetrowsker Stadtrat). Stadt Dnipropetrowsk, 9. November 2010, abgerufen am 31. August 2014 (russisch).
  48. В Днепропетровский горсовет вошли семь партий (dt. Sieben Parteien ziehen in den Dnipropetrowsker Stadtrat ein). Stadt Dnipropetrowsk, 9. November 2010, abgerufen am 31. August 2014 (russisch).
  49. Symbolik der Stadt Dnipropetrowsk. In: Stadt Dnipropetrowsk. Abgerufen am 12. September 2014 (ukrainisch, Originaltitel: Символіка м. Дніпропетровська).
  50. Wappen der Stadt Dnipropetrowsk. In: geraldika.ru. Abgerufen am 12. September 2014 (russisch, Originaltitel: Герб города Днепропетровск).
  51. a b Wappen der Stadt Dnipropetrowsk. In: heraldicum.ru. Abgerufen am 12. September 2014 (russisch, Originaltitel: Герб города Днепропетровск).
  52. a b c d Das Wappen von Dnipropetrowsk. In: Stadt Dnipropetrowsk. Abgerufen am 12. September 2014 (englisch, Originaltitel: The Arms of Dnipropetrovsk).
  53. Der Stadtrat ruft einen Wettbewerb für die Schaffung einer neuen Flagge für Dnipropetrowsk aus. In: Stadt Dnipropetrowsk. 23. April 2012, abgerufen am 27. September 2014 (russisch).
  54. a b Dnipropetrovsk hat eine neue Flagge. In: Die nationale Nachrichtenagentur Ukrinform. 5. Dezember 2012, abgerufen am 27. September 2014 (ukrainisch).
  55. Wettbewerb für eine neue Stadtflagge. In: Dnipropetrowsker Stadtrat. 19. April 2014, abgerufen am 27. September 2014 (ukrainisch).
  56. Stadtteile in der Ukraine, abgerufen auf pop-stat.mashke.org am 9. Mai 2015 (ukrainisch/russisch)
  57. a b Diplomatische Vertretungen in Dnipropetrowsk. In: Stadt Dnipropetrowsk. Archiviert vom Original am 12. September 2015, abgerufen am 7. September 2014 (englisch, ukrainisch und russisch).
  58. Israelisches Zentrum Dnipropetrowsk – Über uns. Abgerufen am 7. September 2014 (russisch).
  59. Honorarkonsulat der Republik Litauen in Dnipropetrowsk. In: Honorarkonsulat der Republik Litauen in Dnipropetrowsk. Abgerufen am 7. September 2014 (englisch und ukrainisch).
  60. Diplomatische Vertretungen in der Ukraine – Tschechien. In: Webauftritt des Außenministeriums der Ukraine. Abgerufen am 7. September 2014 (englisch, auch ukrainisch).
  61. Visa Zentren der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland. In: www.germanyvac-ua.com. Abgerufen am 17. Januar 2016 (ukrainisch, Originaltitel: Візові центри Посольства Федеративної Республіки Німеччина в Україні).
  62. Embassies of foreign countries in Dnipropetrovsk. In: Stadt Dnipropetrowsk. Archiviert vom Original am 12. September 2015, abgerufen am 17. Januar 2016 (englisch).
  63. Partnerstädte – Samara. In: Stadt Dnipropetrowsk. Archiviert vom Original am 12. September 2015, abgerufen am 28. August 2014 (Originaltitel: Sister Cities – Samara; Info: Die beiden im Artikel angegebenen Weiterleitungen (Links) sind vertauscht).
  64. Übereinkunft über die Zusammenarbeit von Dnipropetrowsk und Samara. In: Die Städte Samara und Dnipropetrowsk. 25. März 1993, archiviert vom Original am 12. September 2015, abgerufen am 28. August 2014 (PDF (188 kB), russisch, Originaltitel: Agreement of cooperation between city of Samara (The Russian Federation) and city of Dnipropetrovsk (Ukraine) has been signed on May, 25, 1993).
  65. Partnerstädte – Herzliya. In: Stadt Dnipropetrowsk. Archiviert vom Original am 12. September 2015, abgerufen am 28. August 2014 (Originaltitel: Sister Cities – Herzliya; Info: Die Weiterleitung (Link) führt auf eine falsche Datei).
  66. Partnerstädte – Kutaissi. In: Stadt Dnipropetrowsk. Archiviert vom Original am 12. September 2015, abgerufen am 28. August 2014 (englisch, russisch und ukrainisch, Originaltitel: Sister Cities – Kutaisi).
  67. Übereinkunft über die Zusammenarbeit von Kutaissi und Dnipropetrowsk. In: Die Städte Kutaissi und Dnipropetrowsk. Archiviert vom Original am 12. September 2015, abgerufen am 28. August 2014 (PDF (587 kB), georgisch, ukrainisch und russisch, Originaltitel: Agreement of cooperation between Dnipropetrovsk city council (Ukraine) and Kutaisi city administration (Georgia) has been signed on September, 2007).
  68. Partnerstädte – Xi’an. In: Stadt Dnipropetrowsk. Archiviert vom Original am 12. September 2015, abgerufen am 28. August 2014 (englisch, russisch und ukrainisch, Originaltitel: Sister Cities – Xi’an).
  69. Übereinkunft über die Zusammenarbeit von Xi’an und Dnipropetrowsk. In: Die Städte Xi’an und Dnipropetrowsk. Archiviert vom Original am 12. September 2015, abgerufen am 28. August 2014 (PDF (122 kB), ukrainisch, Originaltitel: Agreement of economic, trade, culture, education, medicine and sport cooperation between Dnipropetrovsk city (Ukraine) and Xi’an (The People’s Republic of China) has been signed on May, 8, 2007).
  70. Partnerstädte – Taschkent. In: Stadt Dnipropetrowsk. Archiviert vom Original am 12. September 2015, abgerufen am 28. August 2014 (englisch, russisch und ukrainisch, Originaltitel: Sister Cities – Toshkent).
  71. Übereinkunft über die Zusammenarbeit von Taschkent und Dnipropetrowsk. In: Die Städte Taschkent und Dnipropetrowsk. Archiviert vom Original am 12. September 2015, abgerufen am 28. August 2014 (PDF (208 kB), russisch, Originaltitel: Agreement of cooperation between the executive committee of Dnipropetrovsk city council (Ukraine) and Toshkent city hokimiat (The Republic of Uzbekistan) was signed on May, 1998).
  72. Partnerstädte – Vilnius. In: Stadt Dnipropetrowsk. Archiviert vom Original am 12. September 2015, abgerufen am 28. August 2014 (englisch, russisch und ukrainisch, Originaltitel: Sister Cities – Vilnius).
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  200. Artikel zur Geschichte des Flughafens Dnipropetrowsk (Teil 2). In: Webauftritt der Stadt Dnipropetrowsk. Abgerufen am 24. August 2014 (russisch, Originaltitel:История днепропетровского аэропорта. Часть 2).
  201. Eintrag des Flughafens Pidhorodne auf Wikimapia. In: Wikimapia. Abgerufen am 24. August 2014 (russisch und ukrainisch).
  202. Report der UNAIDS und der International HIV/AIDS Alliance in Ukraine zur HIV/AIDS-Verbreitung in der Ukraine für die Periode Januar 2006 – Dezember 2007 (englisch), abgerufen auf data.unaids.org (PDF; 2,2 mb) am 10. Januar 2014, ISBN 978-966-2157-04-8.
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