Ötzingen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 30′ N, 7° 50′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Westerwaldkreis | |
| Verbandsgemeinde: | Wirges | |
| Höhe: | 310 m ü. NHN | |
| Fläche: | 5,98 km² | |
| Einwohner: | 1378 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 230 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56244 | |
| Vorwahlen: | 02602, 02666 (Sainerholz) | |
| Kfz-Kennzeichen: | WW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 43 060 | |
| LOCODE: | DE OTE | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Bahnhofstraße 10 56422 Wirges | |
| Website: | www.wirges.de | |
| Ortsbürgermeisterin: | Gudrun Erll | |
| Lage der Ortsgemeinde Ötzingen im Westerwaldkreis | ||
Ötzingen ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wirges an.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Ortschaft ist am Fuß des Malbergs gelegen, einem bewaldeten Vulkankegel, welcher sich auf dem Gebiet der benachbarten Gemeinde Moschheim befindet. Weitere Nachbargemeinden sind Leuterod, Niederahr, Oberahr, Ettinghausen, Kuhnhöfen, Niedersayn und Helferskirchen. Am Ortsrand entlang schlängelt sich der Aubach, der im etwa 3 km entfernten Ortsteil Sainerholz entspringt.
Wie auch im übrigen sogenannten Kannenbäckerland spielt der Tonabbau in Ötzingen eine wichtige Rolle. Etwas außerhalb des Ortes befindet sich dazu passend eine Produktionsstätte für weltbekannte Tonmosaike.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sainerholz wird als Ortsteil der Gemeinde geführt. Zu Ötzingen gehören auch die Wohnplätze Aubachhof, Siedlerhof Ehl, Jagdhaus und Waldhof am Breitenberg.[2]
Naturschutzgebiete
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Gemeindegebiet gibt es drei Naturschutzgebiete. Den Steinbruch am Breiten Berg, das Naturschutzgebiet Im Kumpf (gehört auch zu Niedersayn und Helferskirchen) und das Naturschutzgebiet Malberg.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name ist vom althochdeutschen Uitzingen abgeleitet und bedeutet wohl so viel wie „Nachkommen des Uitzo, bzw. Utz“. Die Endung „-ingen“ lässt vermuten, dass zur Zeit der Landnahme dieses Gebiet schon gerodet war oder kein Wald vorgefunden wurde. Somit kann die Entstehungszeit der Siedlung zwischen das Ende des 6. und das 11. Jahrhundert eingeordnet werden.
- Um 1362: Ozingen
- Um 1385: Oezingin
- Um 1386: Oitzingen
- Um 1417: Oytzingen
- Um 1476: Uitzingen, Ober-Otzingen
- Um 1589: Oezingin
Am 20. März 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Sainerholz mit 174 Einwohnern nach Ötzingen eingemeindet.[3]
- Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Ortsgemeinde Ötzingen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1815 | 404 |
| 1835 | 504 |
| 1871 | 477 |
| 1905 | 484 |
| 1939 | 575 |
| 1950 | 619 |
| 1961 | 676 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1970 | 857 |
| 1987 | 895 |
| 1997 | 1.245 |
| 2005 | 1.369 |
| 2011 | 1.378 |
| 2017 | 1.363 |
| 2025 | 1.378[1] |

Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholisch. Im Ort befindet sich die Filialkirche Maria-Hilf, die zur Pfarrei Leuterod gehört (Bistum Limburg).[5] Die rund 200 evangelischen Christen werden von der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde Wirges (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) betreut.[6]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat in Ötzingen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender. Bis zur Wahl 2019 wurde eine personalisierte Verhältniswahl durchgeführt, da mindestens zwei Vorschlagslisten eingereicht wurden.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:
| Wahl | SPD | WG 1 | WG 2 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2024 | per Mehrheitswahl | 16 Sitze[7] | ||
| 2019 | – | 9 | 7 | 16 Sitze[8] |
| 2014 | 4 | 12 | – | 16 Sitze |
| 2009 | 3 | 13 | – | 16 Sitze |
| 2004 | 4 | 12 | – | 16 Sitze |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gudrun Erll wurde am 29. August 2024 Ortsbürgermeisterin von Ötzingen.[9] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war sie als einzige Bewerberin mit einem Stimmenanteil von 86,8 % für fünf Jahre gewählt worden.[10]
Ihr Vorgänger Ansgar Ritz hatte das Amt 2013 übernommen.[11] Zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden.[12] Vor Ritz war Alexander Hübinger für gut 16 Jahre Ortsbürgermeister von Ötzingen.[11]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Gespalten von Rot und Blau durch einen silbernen Leistenpfahl, der mit sieben roten Kantenwürfeln belegt ist. Vorne unter einem geschwungenen silbernen Kapellengiebel mit Glockentürmchen ein silbernes Eichenblatt, hinten eine goldene Ähre mit zwei Fruchtblättern, von einer silbernen Wellenleiste belegt.“ | |
Wirtschaft
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Westlich des Ortes befindet sich ein Tontagebau sowie das Gewerbegebiet Neubitz.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Ortsgemeinde Ötzingen auf den Seiten der Verbandsgemeinde Wirges
- Literatur über Ötzingen in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2026 liegt vor.]. S. 79 (PDF; 3,3 MB).
- ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 192 (PDF; 2,6 MB). Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 19. Februar 2023.
- ↑ Bistum Limburg, Maria, Hilfe der Christen, Ötzingen. Abgerufen am 8. Januar 2011.
- ↑ Evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde Wirges. Abgerufen am 8. Januar 2011.
- ↑ Gemeinderatswahl: 9. Juni 2024, Gemeinde Ötzingen. Verbandsgemeinde Wirges, abgerufen am 16. September 2025.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. Abgerufen am 19. Februar 2023.
- ↑ Ötzingen und Sainerholz – Gemeinsam mit neuem Rat und neuer Ortsbürgermeisterin in die nächsten fünf Jahre. In: Das Rathaus – Informationen für die Bürger in der VG Wirges, Ausgabe 37/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 16. September 2025.
- ↑ Ötzingen, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Ötzingen. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 16. September 2025.
- 1 2 Ansgar Ritz ist neuer Ortschef in Ötzingen. In: Westerwälder Zeitung. 17. Februar 2013, abgerufen am 1. Juli 2020.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 15. Mai 2021; abgerufen am 1. Juli 2020 (siehe Wirges, Verbandsgemeinde, achte Ergebniszeile). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

