Stahlhofen am Wiesensee

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Stahlhofen am Wiesensee
Stahlhofen am Wiesensee
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Stahlhofen am Wiesensee hervorgehoben
Koordinaten: 50° 35′ N, 7° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Westerburg
Höhe: 430 m ü. NHN
Fläche: 2,42 km2
Einwohner: 324 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56459
Vorwahl: 02663
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 293
Adresse der Verbandsverwaltung: Neumarkt 1
56457 Westerburg
Webpräsenz: www.stahlhofen-am-wiesensee.de
Ortsbürgermeister: Günther Raspel
Lage der Ortsgemeinde Stahlhofen am Wiesensee im Westerwaldkreis
Karte
Seeblick im Sommer
Seeblick im Winter

Stahlhofen am Wiesensee ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit 1972 der damals neu gebildeten Verbandsgemeinde Westerburg an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stahlhofen am Wiesensee liegt 3 km nordöstlich von Westerburg, auf einer Anhöhe nahe dem westlichen Ufer des Wiesensees. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Forellenhof, Im Rödernhahn, Winner Ufer und Campingplatz Wiesensee.[2]

Nachbargemeinden sind: Halbs, Hergenroth, Höhn, Pottum und Winnen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stahlhofen gehörte bis Anfang des 19. Jahrhunderts zur Herrschaft Westerburg und kam 1806 im Zuge der Bildung des Rheinbunds unter Napoleon zum Großherzogtum Berg. 1813 kam Stahlhofen vorübergehend an das Haus Oranien-Nassau und infolge des Wiener Kongresses 1815 an das Herzogtum Nassau.[3] Unter der nassauischen Verwaltung gehörte die Gemeinde Stahlhofen zur Standesherrschaft Leiningen-Westerburg im Amt Rennerod.[4] Im Jahr 1858 lebten in Stahlhofen 41 Familien mit 159 Einwohnern. 1866 kam das Herzogtum Nassau und damit auch Stahlhofen zum Königreich Preußen.

Den Namensbestandteil „am Wiesensee“ erhielt die Gemeinde am 1. Januar 1975.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Stahlhofen am Wiesensee, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6][1]

Jahr Einwohner
1815 153
1835 172
1871 128
1905 112
1939 126
1950 128
Jahr Einwohner
1961 140
1970 171
1987 250
1997 398
2005 356
2015 324

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Stahlhofen besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Spätgotischer Rundschild, gespalten durch eine eingebogene rote Spitze, darin fünf zu einem Kreuz gestellte goldene Dreiblattsteckkreuze, vorn in Gold ein blauer Wellenbalken darin ein silberner Fisch, hinten in gold drei grüne Eichenblätter.“[8]

Die grünen Eichenblätter stellen den Erbenwald „Eigenwald“ der Gemeinden Stahlhofen, Halbs und Hergenroth dar. Der Wald stellt eine besondere Eigentumsform dar. Der von Westerburg aus vererbte Besitz ist noch heute im Besitz von Familien aus den Gemeinden. Der blaue Wellenbalken mit dem Fisch steht für den Wiesensee und den Seebach mit der darin betriebenen Fischwirtschaft. Die Farben Blau und Gold stellen die Verbindung zum Haus Nassau her, zu dem Stahlhofen einst gehörte. Die fünf goldenen Steckkreuze auf rotem Grund sind den Wappen der niederadligen Familie des Heinrich von Stahlhofen entnommen, die in Stahlhofen ihren Stammsitz hatte. Die Farbgebung der roten Spitze bezieht sich auf die Herrschaft Westerburg.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wiesensee hat eine Größe von ca. 80 Hektar und bietet neben Rundwanderungen die Möglichkeiten zum Baden, Segeln, Surfen und Angeln. Beim See befindet sich auch ein Golfplatz.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stahlhofen am Wiesensee – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 52 (PDF; 2,3 MB)
  3. Annalen des Vereins für Nassauische Alterthumskunde und Geschichtsforschung, Band 10, 1870, S. 321 (Google Books)
  4. Staats- und Adreß-Handbuch des Herzogthums Nassau für das Jahr 1859, S. 118 (www.dilibri.de)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 205 (PDF; 2,6 MB)
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. a b Wappenbeschreibung der Gemeinde