Hilgert

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hilgert
Hilgert
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hilgert hervorgehoben

Koordinaten: 50° 27′ N, 7° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Höhr-Grenzhausen
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 4,57 km2
Einwohner: 1510 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 330 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56206
Vorwahl: 02624
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 030
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 48
Höhr-Grenzhausen
Website: www.hoehr-grenzhausen.de
Ortsbürgermeister: Uwe Schmidt (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Hilgert im Westerwaldkreis
Karte
Hilgert (2020), im Hintergrund der Köppel (li.) und die Funktürme der Alarmstange (re.)

Hilgert im Kannenbäckerland ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hilgert liegt ca. 13 Kilometer nordöstlich von Koblenz am Rande des Naturpark Nassau. Die Gemeinde liegt am Masselbach.

Zu Hilgert gehört der Ortsteil Faulbach sowie die Wohnplätze Hüttenrain und Jagdhaus.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort bzw. das Hofgut „Hilgenrode“ im Jahre 1349, als Heymart von der Linden, ein Klosterbruder zu Laach, den Vetter des „Lupreicht von Hilgert“ erschlagen hatte. Als Sühne war eine „Rente für ein ewiges Licht“ in der Kirche zu Alsbach zu zahlen. Die Endung -rode deutet auf eine Gründung in der fränkischen Rodungsperiode im 9. und 10. Jahrhundert hin.


Faulbach wurde erstmals 1664 erwähnt und dürfte wohl auch erst nach 1526 angelegt worden sein.

Rund einen Kilometer südlich von Hilgert befand sich der Ort Seelbach, der 1356 erstmals genannt wurde. 1675 war er schon längere Zeit wüst.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hilgert besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU FWG WGF Gesamt
2019[3] 5 5 4 2 16 Sitze
2014[4] 6 6 4 16 Sitze
2009 7 5 4 16 Sitze
2004 6 6 4 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Kannenbäckerland e. V.
  • WGF = Wählergruppe Fahrenkrug

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uwe Schmidt (SPD) wurde am 24. Juni 2014 Ortsbürgermeister von Hilgert.[5] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit 69,68 Prozent der abgegebenen Stimmen für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[6]

Schmidts Vorgänger waren Wolfgang Gelhard (Ortsbürgermeister 2004–2014) und Günter Schwaderlapp (1988–2004).[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hilgert
Blasonierung: „Schild von eingeschweifter silberner Spitze, darin ein über zwei schräggekreuzten blauen Tonpfeifen stehender blauer Krug, gespalten; vorne in Gold vier rote Schrägbalken, belegt mit einem blauen nach links schreitenden Pfau, hinten in Blau ein goldener Löwe, begleitet von sieben goldenen Schindeln.“
Wappenbegründung: Die Wappenmotive im Wappenschild: Wiedischer Pfau, Nassauische Löwe und Krug (bzw. Kanne) sind 3 von 5 Elemente des Wappens der Kannenbäckerzunft von 1717.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hilgert stehen die ehemalige Schule, eine frühere Pfeifenbäckerei sowie mehrere Fachwerkhäuser unter Denkmalschutz.

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemarkung von Hilgert befinden sich drei Naturdenkmale:[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westerwälder Keramik

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Schwaderlapp, Ortsbürgermeister von 1988 bis 2004 und Ehrenbürger von Hilgert seit 2004

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hellmuth Gensicke: Die Kirchspiele Alsbach und Grenzhausen. In: Nassauische Annalen. 68. Band, 1957, S. 246–261.
  • Schnug, Claus-Dieter / Bartels, Horst: Hilgert – Ein Westerwalddorf im Wandel der Zeit (2013)
  • Schnug, Claus-Dieter / Bartels, Horst: Hilgert – Nachrichten aus einem Westerwalddorf, Teil 1 (2017)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hilgert – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019[Version 2021 liegt vor.]. S. 75 (PDF; 3 MB).
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. a b Historie der Bürgermeister. Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 19. Juni 2020.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Direktwahlen
  7. Kennzeichnung der Naturdenkmale auf dem Server der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz