Luckenbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Luckenbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Luckenbach
Luckenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Luckenbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 42′ N, 7° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Hachenburg
Höhe: 290 m ü. NHN
Fläche: 3,61 km2
Einwohner: 629 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 174 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57629
Vorwahl: 02662
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 260
Adresse der Verbandsverwaltung: Gartenstraße 11
57627 Hachenburg
Webpräsenz: www.luckenbach-ww.de
Ortsbürgermeister: Karl-Heinz Kaiser
Lage der Ortsgemeinde Luckenbach im Westerwaldkreis
Karte

Luckenbach ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hachenburg an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt zwischen Hachenburg und Betzdorf im Tal der Kleinen Nister. Im Nordwesten des Ortes befindet sich Malberg, im Nordosten Rosenheim, im Osten Nauroth, im Süden Atzelgift und im Westen Limbach. Zu Luckenbach gehört auch der Wohnplatz Luckenbacher Ley.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1366 wurde Luckenbach erstmals in einer Urkunde erwähnt, als Johann und Albert von Gebhardshain ein Stück Land von der Abtei Marienstatt erhielten. Luckenbach hatte 1579 neunzehn und 1793 zwanzig Häuser. Nennenswerte Gebäude sind nicht erhalten; 1950 wurde die Gustav-Adolf-Kapelle der Kirchengemeinde Kroppach erbaut. In der Nähe des Ortes befanden sich früher eine Mühle (an der Kapelle) und ehemalige Zechen (Eisenerzgruben).

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Luckenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 139
1835 198
1871 237
1905 312
1939 349
Jahr Einwohner
1950 362
1961 378
1970 436
1987 475
2005 614

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Luckenbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemarkung 250 Meter nordwestlich vom Messpunkt 390,4 auf dem Nauberggelände befindet sich ein alter Grenzstein mit der Inschrift HN/KP 25; das Herzogtum Nassau und das Königreich Preußen grenzten sich hier ab 1815, als die Grafschaft Sayn-Altenkirchen an Preußen kam. Auf der einen Seite trägt er die Inschrift KP/GNRH/Nr. 25, was Königreich Preußen, Gemarkung Nauroth, Stein Nr. 25 bedeutet, und auf der entgegengesetzten Seite die Signa HN/GLKH/Nr. 25, was Herzogtum Nassau, Gemarkung Luckenbach, Nr. 25 bedeutet. Durch die Annexion Nassaus durch Preußen 1866 wurde dieser Grenzstein bedeutungslos.[5]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

700 m südwestlich des Ortes stehen fünf alte Eichen, die teils schon 200 Jahre alt sind (Naturdenkmal).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 414, die von Hohenroth nach Hachenburg führt. Die nächsten Autobahnanschlussstellen sind in Siegen, Wilnsdorf oder Herborn an der Bundesautobahn 45 (DortmundGießen), etwa 25 Kilometer entfernt. Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Luckenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 47 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Landschaftsmuseum Westerwald Hachenburg: Westerwälder Beiträge 1 – Naturkundliche und kulturhistorische Denkmäler im Westerwald: Kroppacher Schweiz und Hachenburg. Hachenburg, 1981, S. 68.