Oberahr

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Oberahr
Oberahr
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Oberahr hervorgehoben
Koordinaten: 50° 30′ N, 7° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wallmerod
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 4,27 km2
Einwohner: 552 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56414
Vorwahl: 02602
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 281
Adresse der Verbandsverwaltung: Gerichtsstraße 1
56414 Wallmerod
Webpräsenz: www.wallmerod.de
Ortsbürgermeister: Georg Friedrich
Lage der Ortsgemeinde Oberahr im Westerwaldkreis
Karte

Oberahr ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wallmerod an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Montabaur und Hachenburg. Durch den Ort fließt von Nord nach Süd der Ahrbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberahr, 1490 Oberanre, liegt im Quellgebiet des Ahrbaches, der als Anara bereits 959 erwähnt ist. Er gibt der Gemeinde ihren Namen und durchfließt die Gemarkung Oberahr von Nord nach Süd. Oberahr stand im ehemaligen Niederlahngau seit früher Zeit im Kirchspiel und Gericht Meudt unter der Territorialherrschaft der Grafen zu Diez und Nassau. Durch die Diezer Verträge von 1564 kam das Kirchspiel Meudt an das Kurfürstentum Trier und so lebten die Oberahrer im „Trierschland“ bis 1802 unter der Landesherrschaft des „Krummstabes“. Danach nahmen die nassauischen Fürsten die rechtsrheinischen Gebiete wieder in Besitz und ab 1806 gehörte auch Oberahr zum neugebildeten Herzogtum Nassau. Nach dessen Annexion 1866 kam Oberahr zur preußischen Provinz Hessen-Nassau.

Kulturdenkmäler

→ siehe Liste der Kulturdenkmäler in Oberahr

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Oberahr besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Von Silber und Blau gespalten durch Wellenschnitt, über einem blau-gold gespaltenen Dreiberg vorne ein rotes durchgehendes Kreuz, belegt mit einem goldenen Bischofsstab in einer Flamme endend. Hinten vor einer wachsenden goldenen Ähre ein wachsendes goldenes Buchenblatt“.

Im Ortswappen ist der Ahrbach, und somit auch der Ortsname, mit der Spaltung durch Wellenschnitt symbolisiert. An die ehemaligen Landesherren Nassau und Trier erinnern im Ortswappen die nassauischen Wappenfarben Blau-Gold und das rote „Trierer Kreuz“ in Silber. Für Kirche und Patronat (Heiliger Blasius) steht im Ortswappen eine goldene Bischofskrümme, die in einer Flamme endet und so das Attribut bzw. den Blasiussegen symbolisiert. Die Bischofskrümme weist gleichzeitig aber auch auf den Trierer Krummstab hin. Die Oberahrer Berge und der Beulstein sind im Ortswappen heraldisch als blau-goldener Dreiberg dargestellt. Die Landwirtschaft und den Wald symbolisieren jeweils eine wachsende goldene Ähre und ein wachsendes goldenes Buchenblatt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt durch den Ort verläuft die Bundesstraße 255, die Montabaur und Rennerod verbindet. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Montabaur an der Bundesautobahn 3 (KölnFrankfurt am Main), etwa sieben Kilometer entfernt.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberahr wird durch die Busse der Linie 116 (Montabaur - Westerburg - Rennerod) der Rhein-Mosel-Bus GmbH angefahren, diese verkehren von Montag bis Sonntag.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main sowie der Unterwesterwaldbahn bietet Anschlussmöglichkeiten zum Fernverkehr in Richtung Frankfurt, Mainz/Wiesbaden und Köln sowie zur RB29 (Limburg (Lahn) - Diez Ost - Elz Süd - Montabaur - Wirges - Siershahn).

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche St. Blasius wurde 1903 erbaut[3]. Ihre Orgel weist folgende Register auf:

Pedal Man. I Man. II
1. Kontrabass 16' 13. Prinzipalbass 16' 27. Gedacktbass 16'
2. Subbass 16' 14. Prinzipal 8' 28. Prinzipal 8'
3. Prinzipal 8' 15. Gedackt 8' 29. Rohrgedackt 8'
4. Bourdon 8' 16. Flöten Celeste 8' 30. Gambe 8'
5. Oktave 4' 17. Oktave 4' 31. Oktave 4'
6. Flöte 2' 18. Rohrflöte 4' 32. Rohrflöte 4'
7. Mixtur 5f. 19. Nasard 2 2/3 33. Quinte 2 2/3
8. Fagott 16' 20. Superoktave 2' 34. Waldflöte 2'
9. Trompete 8' 21. Kornett 5f. 35. Terz 1 3/5
10. Klarine 4' 22. Mixtur 4f. 36. Piccolo 1'
11. I/P 23. Fagott 16' 37. Zimbel 3f.
12. II/P 24. Trompete 8' 38. Vox Celeste 8'
25. Tremulant 39. Regal 16'
26. II/I 40. Oboe 8'
41. Trompete 4'
42. Tremulant

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberahr – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. Homepage der Gemeinde