Leuterod

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Leuterod
Leuterod
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Leuterod hervorgehoben
50.4958333333337.8188888888889305Koordinaten: 50° 30′ N, 7° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wirges
Höhe: 305 m ü. NHN
Fläche: 3,88 km²
Einwohner: 875 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 226 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56244
Vorwahl: 02602
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 042
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 10
56422 Wirges
Webpräsenz: www.wirges.de
Ortsbürgermeister: Alfons Kollas
Lage der Ortsgemeinde Leuterod im Westerwaldkreis
Karte

Leuterod ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wirges an.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Unmittelbar benachbarte Orte sind Moschheim im Südosten, Ötzingen im Nordosten, Siershahn im Westen und Wirges im Südwesten. Zusammen mit den ersten beiden Gemeinden grenzt Leuterod im Osten an den Malberg, mit 422 m ü. NN die markanteste Erhebung der Landschaft nördlich von Montabaur. Durch den Ort fließt der Aubach, der die Gemeinde – nach Leuteroder Lesart – in zwei „Bereiche“ unterteilt: Das Unterdorf und die Insel.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den zwei Ortsteilen Leuterod und Hosten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte Leuterods reicht sehr weit zurück. Auf dem Malberg belegen Bodenfunde die Existenz einer keltischen Ringwallanlage (Kultstätte), die um 800 bis 600 v. Chr. auf dem Malberg errichtet wurde.

Urkundlich erwähnt wird Leuterod zum ersten Mal 1362 als Wendel de lutereide. Etwas früher, nämlich schon 1311, wird der Ortsteil Hosten, als Hovesteden, erwähnt. Leuterod und Hosten lagen in dieser Zeit im Montabaurer Pfarrsprengel (Pfarrbezirk), womit die Herren von St. Florin in Koblenz die Zehntrechte besaßen. 1563 wurden in Leuterod 12 „Feuerstätten“ (Familien) gezählt. 120 Jahre später, aufgrund der furchtbaren Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges, waren es gerade mal eine mehr. Sagen zufolge wurde der Ort in dieser Zeit ganz zerstört und an einer anderen Stelle wiederaufgebaut. Der Altendorfer Weg soll, dieser Sage nach, der Weg zu dem alten Standort des Ortes sein. Bis 1803 war Leuterod kurtrierisch, kam dann zum Herzogtum Nassau und damit dann 1866 zu Preußen.

Hervorzuheben ist noch, dass bereits 1563 eine Erbenmühle (Mehlmühle) in der Gemeinde Leuterod erwähnt wird.

Religion[Bearbeiten]

Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholisch. Im Ort befindet sich eine die katholische Pfarrkirche St. Josef (Bistum Limburg).[2] Die rund 120 evangelischen Christen werden von der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde Wirges betreut, die zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gehört.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Leuterod besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Durch einen gestürzten Stufengiebel geteilt von Grün und Silber: Vom unteren Schildrand wachsend ein Lilienstab in verwechselten Farben; unten überdeckt von einer roten Wellenleiste; oben rechts und links begleitet von je einer silbernen Rose mit silbernen Kelchblättern und einem goldenen Butzen.“

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Vereine der Ortsgemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leuterod – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011). (Hilfe dazu)
  2. Bistum Limburg, St. Josef Leuterod. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  3. Evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde Wirges. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen