Deesen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Deesen
Deesen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Deesen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 31′ N, 7° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Ransbach-Baumbach
Höhe: 229 m ü. NHN
Fläche: 3,39 km2
Einwohner: 670 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 198 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56237
Vorwahl: 02626
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 009
Adresse der Verbandsverwaltung: Rheinstraße 50
56235 Ransbach-Baumbach
Webpräsenz: www.deesen.de
Ortsbürgermeister: Klemens Lahr
Lage der Ortsgemeinde Deesen im Westerwaldkreis
Karte

Deesen ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Koblenz und Siegen am Rande des Naturparks Rhein-Westerwald. Der Saynbach, der zum Einzugsbereich des Rheines gehört, fließt durch die Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Schule

Erste Erwähnung fand das Dorf im Jahr 1218 als Desene, als Burggraf Heinrich von Isenburg der Abtei Rommersdorf einen Lichterzins schenkte. 1271 verkaufte die Abtei Rommersdorf dem Hermann von Desene verschiedene Güter in Deesen. 1531 hatten die Mant von Limbach einen Hof in Deesen. Bis 1664 war es isenburgisch, dann kurtrierisch, ab 1803 nassauisch. 1866 kam das Dorf zu Preußen. Das Zoll- und Bannwirtshaus in der Gemarkung Deesen wird 1667 und 1723 erwähnt. Die alte Schule steht unter Denkmalschutz.

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Bezeichnungen von Deesen sind 1220 quartam partem decimae in campo Dedenhusen prope Luthardessen, 1240 (13. Jahrhundert) Deddenhusen, um 1290 Deddenhosen, 1302 decimam in Deddenhusen, 1320 in villa, que Deddenhusen dicitur, um 1360 Dedenhusen, 1425 Dedessen und 1568 Deensen. Es liegt eine Bildung mit dem Grundwort -husen vor, das dann zu ‑sen verkürzt wurde und einem schwach flektierenden Kurznamen als Bestimmungswort. Der Personenname ist als Dedo oder Deddo anzusetzen und in diesen Formen auch gut belegt, seine Herkunft ist allerdings umstritten.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Deesen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die zwölf Sitze verteilen sich auf zwei Wählergruppen. Bei den vorangegangenen Wahlen wurden die Ratsmitglieder in einer Mehrheitswahl gewählt.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Silber ein nach oben und rechts versetztes durchgehendes rotes Kreuz, im Bereich des Schildfußes bedeckt von einer zweibogigen, silbern gefugten schwarzen Brücke, deren rechter Bogen den untersten Teil des Kreuzbalkens sichtbar lässt. Am linken Querarm des Kreuzes, aufgehängt in der Form eines Wirtshausschildes, ein schwarzes Schildchen, darin eine goldene Kanne“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 3 mit der Anschlussstelle Mogendorf (AS 38) liegt sieben Kilometer entfernt. Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main, die direkt durch die Gemeinde führt. Der Tunnel Deesen trägt den Namen der Gemeinde.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deesen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen