Hahn am See

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Wappen Deutschlandkarte
Hahn am See
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hahn am See hervorgehoben

Koordinaten: 50° 31′ N, 7° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wallmerod
Höhe: 404 m ü. NHN
Fläche: 3,7 km2
Einwohner: 391 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56244
Vorwahl: 06435
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 232
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Gerichtsstraße 1
56414 Wallmerod
Website: www.hahn-am-see.de
Ortsbürgermeisterin: Doris Frink
Lage der Ortsgemeinde Hahn am See im Westerwaldkreis
Ansicht von Hahn am See

Hahn am See ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wallmerod an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Montabaur und Hachenburg. Niederhahn ist ein Ortsteil.[2] Im Gemeindegebiet entspringen die Flüsse Bach von der Elbinger Lei und der Kälberbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hahn am See, das bereits 1374 als Hane erstmals erwähnt wurde, liegt an einer der ältesten Straßen Deutschlands. Die „Hohe Straße“, die heutige B 8, lässt sich bis zur vorchristlichen Völkerwanderung nachweisen.

Spätestens 1455 gab es eine Kapelle im Ort. Die Mutterpfarrei war Salz, von der sich Hahn 1580 trennte. 1726 erfolgte der Neubau der Kirche, an der 1782 eine eigene Pfarrei angesiedelt wurde. 1786 wurde die Spiesmühle im Ort als Mahl- und Ölmühle erstmals erwähnt.

Als in 1870 eine große Wassernot herrschte, wurde zur Versorgung der damaligen Bevölkerung ein Rohrbrunnen erbaut, der von einer natürlichen Quelle gespeist wurde. Die alte Brunnensäule ist bis heute erhalten geblieben und spendet weiterhin ihr kühles Nass.

Am 1. Mai 1980 wurde die Gemeinde von „Hahn bei Wallmerod“ in „Hahn am See“ umbenannt.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Hahn am See bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 291
1835 332
1871 338
1905 332
1939 364
1950 384
1961 359
Jahr Einwohner
1970 445
1987 432
1997 462
2005 430
2011 398
2017 412
2021 391[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hahn am See besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Doris Frink wurde am 13. August 2019 Ortsbürgermeisterin von Hahn am See.[6][7] Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Bewerber angetreten war, erfolgte ihre Wahl gemäß Gemeindeordnung durch den Rat.[8]

Frinks Vorgänger Thomas Klein war nach zehn Jahren im Amt nicht erneut angetreten.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hahn am See
Blasonierung: „Spätgotischer Rundschild, über blauem Wellenschildfuß in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz, belegt mit einem goldenen Kleeblattkreuzstab, unten am Kreuzfuß ansetzend schrägrechts und schräglinks zwei grüne Ähren.“

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine partnerschaftliche Freundschaft mit der französischen Gemeinde Verger-sur-Dive, die durch einen Förderkreis gepflegt wird.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsmitte wird durch die mehr als 100 Jahre alte Dorflinde und die unter Denkmalschutz stehende, im Jahre 1726 im Barockstil erbaute Kirche geprägt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hahn am See – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2021, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2021[Version 2022 liegt vor.]. S. 76 (PDF; 2,6 MB).
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 187 (PDF; 2,8 MB).
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 24. Mai 2021.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  6. a b Thomas Klein: Rückblick Bürgermeister. In: Wir über uns – Verbandsgemeinde Wallmerod, Ausgabe 32/2019. Abgerufen am 5. Juli 2020.
  7. Angela Baumeier: Ortschefin findet ihr Ehrenamt mega: Doris Frink hat ein offenes Ohr für alle Bewohner. Westerwälder Zeitung, 7. Oktober 2019, abgerufen am 5. Juli 2020.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 5. Juli 2020 (siehe Wallmerod, Verbandsgemeinde, zehnte Ergebniszeile).