Nordhofen

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Dieser Artikel behandelt die Ortsgemeinde Nordhofen. Für weitere Bedeutungen siehe Nordhofen (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Nordhofen
Nordhofen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Nordhofen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 31′ N, 7° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Selters (Westerwald)
Höhe: 269 m ü. NHN
Fläche: 3,86 km2
Einwohner: 540 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 140 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56242
Vorwahl: 02626
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 056
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Saynbach 5–7
56242 Selters (Westerwald)
Webpräsenz: www.nordhofen.de
Ortsbürgermeister: Helmut Zender
Lage der Ortsgemeinde Nordhofen im Westerwaldkreis
Karte
Blick über Nordhofen
Rathaus und Backes
Ortsansicht

Nordhofen (mundartlich: Noorden[2]) ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Selters (Westerwald) an. Nordhofen ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der inzwischen für den Personenverkehr stillgelegten Strecke der Unterwesterwaldbahn SiershahnAltenkirchen (bzw. der Bahnstrecke Engers-Au) inmitten einer bergreichen und mit Buchen und Fichten bewaldeten Landschaft.

Zu Nordhofen gehören auch die Wohnplätze Mausmühle und Waldklause.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 1259 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Im Jahr 1357 verlieh Kaiser Karl IV. in Maastricht Graf Wilhelm von Wied das Recht, Nordhofen zu einer Stadt auszubauen. Er erhielt das Recht, „das Dorf und seinen Begriff mit Gräben, Mauern, Thürmen, Erkern, Pforten und anders wie er kann und mag, besteinen, stücken und zu einer gemauerten Statt begreifen und machen zu mögen ohne jemandes hindernus und widerrede“. Aufgrund des Fehlens der natürlichen Bedingungen für eine Stadtanlage konnte sich Nordhofen nicht richtig entwickeln. Die Stadtrechte blieben ungenutzt. Im Jahr 1653 übertrug sie Kaiser Ferdinand III. auf Bitten des damaligen Grafen Friedrich III. von Wied auf die günstiger gelegene neue Siedlung Neuwied.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur evangelischen Kirchengemeinde gehören die Orte Nordhofen, Mogendorf, Vielbach und Quirnbach. Bis zum Jahre 1851 gehörten auch Selters und die umliegenden Dörfer zur Kirchengemeinde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Nordhofen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold vier rote Schrägbalken belegt mit einem sitzenden, radschlagenden, rotgekrönten und goldbewehrten blauen Pfau mit goldenen Federaugen.“

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den letzten Jahrzehnten hatte sich ein reges Vereinsleben entwickelt, welches jedoch aktuell sich wieder zurückentwickelt. Es bestanden vier Ortsvereine: Freiwillige Feuerwehr, Harmonie Nordhofen e.V., Spiel- und Sportverein (SSV) sowie Obst- und Gartenbauverein, von denen jedoch aktuell (Stand: 19. Mai 2015) nur noch die Freiwillige Feuerwehr, Spiel- und Sportverein und der Obst- und Gartenbauverein existieren.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nordhofen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Hermann-Josef Hucke: Ortsnamen im Westerwaldkreis in ihrer mundartlichen Aussprache sowie Ortsneckereien, 2010, Seite 17 (PDF; 132 kB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 50 (PDF; 2,3 MB)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen