Merkelbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Merkelbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Merkelbach
Merkelbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Merkelbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 39′ N, 7° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Hachenburg
Höhe: 355 m ü. NHN
Fläche: 2,56 km2
Einwohner: 412 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 161 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57629
Vorwahl: 02662
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 262
Adresse der Verbandsverwaltung: Gartenstraße 11
57627 Hachenburg
Webpräsenz: www.merkelbach-westerwald.de
Ortsbürgermeister: Edgar Schneider
Lage der Ortsgemeinde Merkelbach im Westerwaldkreis
Karte
Merkelbach, Luftaufnahme (2016)
Herz-Jesu-Kapelle in Merkelbach

Merkelbach ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hachenburg an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Limburg und Siegen, bzw. an der B 413 zwischen Altstadt (Hachenburg) im Nordosten und Wied (bei Hachenburg) und Höchstenbach im Südwesten. Umgeben ist Merkelbach im Osten und Süden vom Hachenburger Stadtwald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1418 wurde Merkelbach erstmals in einer Urkunde erwähnt.

Merkelbach gehörte zum Kirchspiel Altstadt und bis Ende des 18. Jahrhunderts landesherrlich zur Grafschaft Sayn. Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn erst lutherisch und später reformiert.[2] Nach der Landesteilung der Grafschaft Sayn im 17. Jahrhundert gehörte Merkelbach zur Grafschaft Sayn-Hachenburg.

1799 kam die Grafschaft auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg. Im Zusammenhang mit der Bildung des Rheinbundes kam die Region und damit auch Merkelbach 1806 an das neu errichtete Herzogtum Nassau. Unter der nassauischen Verwaltung war Merkelbach dem Amt Hachenburg zugeordnet. Nach der Annexion des Herzogtums Nassau, kam der Ort 1866 an das Königreich Preußen und gehörte von 1868 an zur Provinz Hessen-Nassau und zum Oberwesterwaldkreis. Seit 1946 ist Merkelbach Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Merkelbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 160
1835 202
1871 221
1905 252
1939 268
Jahr Einwohner
1950 298
1961 336
1970 366
1987 425
2005 401

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Merkelbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „In Blau ein goldbedachtes silbernes Kapellentürmchen und zwei linke silberne Schrägfußwellenleisten“.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt direkt an der Bundesstraße 413, die von Bendorf (bei Koblenz) nach Hachenburg führt. Die nächsten Autobahnanschlussstellen sind in Dierdorf oder Neuwied an der A 3 (KölnFrankfurt am Main). Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main. An das öffentliche Verkehrsnetz ist die Gemeinde durch eine Busverbindung nach Hachenburg und den ICE-Bahnhof Montabaur im Zweistundentakt angeschlossen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74–80.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Merkelbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74–80.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen