Neuhäusel

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Neuhäusel in Rheinland-Pfalz, für andere Orte mit diesem Namen siehe Neuhäusel (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Neuhäusel
Neuhäusel
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Neuhäusel hervorgehoben
Koordinaten: 50° 23′ N, 7° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Montabaur
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 1,67 km2
Einwohner: 1987 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 1190 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56335
Vorwahl: 02620
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 052
Adresse der Verbandsverwaltung: Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur
Webpräsenz: www.vg-montabaur.de/
Ortsbürgermeister: Werner Christmann (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Neuhäusel im Westerwaldkreis
Karte

Neuhäusel ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Montabaur an. Neuhäusel ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuhäusel liegt zwischen Montabaur und Koblenz im Gebiet der Augst-Gemeinden. Naturräumlich ist Neuhäusel Bestandteil des Unterwesterwalds im Naturpark Nassau. Nachbargemeinden sind Simmern im Westen, Kadenbach im Osten und Eitelborn im Südosten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1198 zuerst erwähnte Musbach als Vorgängersiedlung von Neuhäusel war ein kleines Dorf, das in der Nähe der heutigen Ortsgemeinde lag. Ihm folgten das 1537 zum letzten Mal erwähnte Neuspay und der 1669 genannte Wirt beym Creutz. 1675 erscheint zum ersten Mal der Name Neuhäusel.

Seit dem Mittelalter gehörte das heutige Gemeindegebiet von Neuhäusel zum Kurfürstentum Trier. Infolge des Reichsdeputationshauptschlusses fielen 1803 die rechtsrheinischen Gebiete des Kurfürstentums Trier, somit auch Neuhäusel, an das Fürstentum Nassau-Weilburg. Von 1806 an gehörte der Ort zum Herzogtum Nassau und wurde vom Amt Montabaur verwaltet. Neuhäusel war von 1815 an Zollstation an der nassauischen Grenze zu Preußen. 1866 kam das Gebiet zu Preußen, Neuhäusel gehörte seit 1867 zu dem damals neu gebildeten preußischen Unterwesterwaldkreis in der Provinz Hessen-Nassau. Seit 1946 gehört Neuhäusel zum Land Rheinland-Pfalz.

Auf Grund der Lage an der wichtigen Verkehrsverbindung zwischen Rhein und dem Westerwald entwickelte sich Neuhäusel im Laufe der Jahrhunderte von einer Raststation für Fuhrleute zu einer Gemeinde mit Zentrumscharakter.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Neuhäusel, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 172
1835 248
1871 325
1905 578
1939 639
1950 719
Jahr Einwohner
1961 1.014
1970 1.331
1987 1.589
1997 2.094
2005 2.072
2015 1.987

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Neuhäusel besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem vorsitzenden Ortsbürgermeister.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWV UBG Gesamt
2014 3 7 4 2 16 Sitze
2009 3 6 4 3 16 Sitze
2004 2 7 4 3 16 Sitze
1999 3 7 4 2 16 Sitze
  • FWV =Freie Wählervereinigung Neuhäusel e.V.
  • UBG = Unabhängige Bürgergruppe Neuhäusel e.V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenamtlicher Ortsbürgermeister ist Werner Christmann (CDU), er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 63,3 Prozent der Stimmen direkt gewählt.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Handel, den Verkehr und den Ort zu beiden Straßenseiten stehen im Ortswappen die beiden halben silbernen Wagenräder und das silberne Feld in der Mitte des Wappens. Die 1877 erbaute alte St. Anna-Kirche ist als roter Kirchturm mit Westportal dargestellt. Der Heilige Donatus wird durch ein blaues Schwert mit goldenem Griff symbolisiert. Die grüne Doppelflanke versinnbildlicht die reizvolle Lage des Ortes.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1992 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Sauvigny-les-Bois.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Neuhäusel

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorferneuerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist seit dem Frühjahr 2006 Investitions- und Maßnahmenschwerpunkt der Dorferneuerung.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die B 49 (MontabaurKoblenz) ist die Gemeinde an das Verkehrsnetz angeschlossen.

In Neuhäusel beginnt die Kannenbäckerstraße, die über Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach nach Boden östlich von Moschheim führt.

Neuhäusel wird durch die Linienbusse der Linie 116/460 (Koblenz–Montabaur–Westerburg–Rennerod/Bad Marienberg) des DB Tochterunternehmens Rhein-Mosel-Bus täglich ca. im Stundentakt bedient.

Die nächstgelegenen Anschlussmöglichkeiten an den Eisenbahnfernverkehr sind der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main sowie Koblenz Hauptbahnhof an der linken Rheinstrecke.

Radwanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Neuhäusel ist eine von drei Stützpunktfeuerwehren der Verbandsgemeinde Montabaur, die für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe sorgen. Der Ausrückbereich umfasst neben Neuhäusel die Gemarkungen der Ortschaften Eitelborn, Kadenbach und Simmern.

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Wahl der ehrenamtlichen Orts- und Stadtbürgermeister