Meudt

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen deutschen Vorsitzenden der Pfarrer-Landvogt-Hilfe siehe Guido Meudt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Meudt
Meudt
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Meudt hervorgehoben
Koordinaten: 50° 30′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wallmerod
Höhe: 325 m ü. NHN
Fläche: 14,69 km2
Einwohner: 1879 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 128 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56414
Vorwahl: 06435
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 263
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Gerichtsstraße 1
56414 Wallmerod
Webpräsenz: www.wallmerod.de
Ortsbürgermeister: Egid Zeis
Lage der Ortsgemeinde Meudt im Westerwaldkreis
Karte
Kirche im Jahr 1908

Meudt ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wallmerod an und ist flächenmäßig deren größte Gemeinde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Montabaur und Westerburg.

Sie gliedert sich in die vier Ortsteile Dahlen, Eisen, Ehringhausen und Meudt. Zur Gemarkung von Dahlen gehören auch die Wohnplätze Bodener Mühle und Langwiesen.[2]

Ehringhausen liegt zwischen Meudt und Hahn am See unweit der Bundesstraße 8 und zählt ca. 40 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1097 als muda bzw. muede gehört der Ort zu den ältesten Siedlungen im Westerwald. Auf Grund des alten Namens muda oder muede ist davon auszugehen dass der Ort jedoch älter ist. Muda weist auf eine alte Zollstelle hin.

Meudt kam 1564 von der Grafschaft Diez an Kurtrier, 1806 an das Herzogtum Nassau. In Nassau bestand 1809 bis 1831 das Amt Meudt, später Amt Wallmerod.

Die Synagoge von Meudt wurde während der Novemberpogrome 1938 zerstört.

Am 1. Januar 1969 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ehringhausen nach Meudt eingemeindet. Die heutige Gemeinde wurde am 7. Juni 1969 aus den Gemeinden Meudt, Dahlen und Eisen neu gebildet.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Meudt besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl CDU WGR Gesamt
2014 7 9 16 Sitze
2009 11 5 16 Sitze
2004 9 7 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein goldener Schlüssel mit nach unten zeigendem rechts gewandtem Kreuzbart und Herzreite.“

Das am 22. Januar 1938 amtlich verliehene Wappen ist den Gemeindesiegel entnommen, wie sie seit Beginn der nassauischen Zeit (seit 1816) geführt worden sind und ist mit den nassauischen Farben tingiert. Mit dem Schlüssel ist der örtliche Kirchenpatron St. Petrus bezeichnet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus

Das 1596 errichtete Rathaus ist das älteste erhaltene im Westerwald. Markant ist seine Dachkonstruktion mit dem geschweiften Zwerchhaus. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Gangolfusbrunnen, der die Quelle des Eisenbachs fasst und der jüdische Friedhof.

Die seit 2006 neu eröffnete Gangolfushalle bietet moderne Veranstaltungsräumlichkeiten für über 500 Sitzplätze.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige katholische Pfarrkirche (St. Peter) stammt weitgehend aus dem Jahr 1910. Älter ist der romanische Kirchturm. Im Rahmen des damaligen Neubaus wurde 1908 von dem dortigen Pfarramt ein denkmalschützerisches Gutachten erstellt. Die Ortsbesichtigung ergab, dass der romanische Kirchturm zu erhalten sei, Schiff und Chor aus konservatorischer Sicht hingegen wertlos sei. Wegen der malerischen Silhouette des spätgotischen, mit einem spitzen Zeltdach überdeckten Chors, solle bei dem Neubau-Entwurf ein Versuch zu seiner Erhaltung gemacht werden.[5]

Deponie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ortsrand von Meudt, unweit der Umgehungsstraße befindet sich eine Wertstoff- sowie Restabfallentsorgungsstätte des Westerwaldkreis Abfallwirtschaftsbetriebs.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Meudt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 51 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 187 (PDF; 2,6 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde, Jahrgang 1908, Anlage, Seite 13
  6. Joachim Jösch/Uli Jungbluth u.a. (Hrsg.): Juden im Westerwald. Leben, Leiden und Gedenken. Ein Wegweiser zur Spurensuche. Montabaur 1998, S. 138−146 (mit Foto)