Beauménil

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Beauménil
Beauménil (Frankreich)
Beauménil
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Bruyères
Gemeindeverband Bruyères-Vallons des Vosges
Koordinaten 48° 11′ N, 6° 44′ OKoordinaten: 48° 11′ N, 6° 44′ O
Höhe 429–686 m
Fläche 3,30 km2
Einwohner 120 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 36 Einw./km2
Postleitzahl 88600
INSEE-Code

Mairie- und Schulgebäude in Beauménil

Beauménil ist eine französische Gemeinde mit 120 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Vosges in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Épinal und zum Kanton Bruyères.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Beauménil liegt in den Vogesen auf einer Höhe von 430 m über dem Meeresspiegel, etwa auf halbem Weg zwischen Épinal und Saint-Dié.

Die Fläche des 3,3 km² großen Gemeindegebietes umfasst einen Abschnitt des hier ca. 1000 m breiten Tales des Flusses Vologne, der die nördliche Gemeindegrenze bildet. In die Vologne münden auf Höhe Beauménil die Nebenflüsse Neuné und Ruisseau de Herpelmont. In der Nordhälfte des Gemeindegebietes herrscht Acker- und Weideland sowie wenig Wald vor, die schmale, weit ausgreifende Südhälfte ist vollständig von Wäldern geprägt (Malenrupt, teilweise Forêt Communale de Fiménil und Forêt Communale d’Herpelmont). Mit 666 m wird im Süden der höchste Punkt im Gemeindeareal erreicht.

Zu Beauménil gehören die Weiler und Höfe Le Rond Champ, Champ le Minou und Faing du Sapin.

Nachbargemeinden von Beauménil sind Champ-le-Duc im Norden, Laveline-devant-Bruyères im Nordosten (Berührungspunkt), Herpelmont im Osten, Laveline-du-Houx im Süden sowie Fiménil im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beauménil gehörte im Ancien Régime zur Vogtei Bruyères. Das Dorf hatte bis heute nie eine Kirche. Für die Katholiken war und ist die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Église de l'Assomption-de-Notre-Dame) im nahen Champ-le-Duc zuständig.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2013
Einwohner 160 105 115 128 148 143 128 118

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einsiedler-Grotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße zur Einsiedler-Grotte (rue de l’Ermite)

Auf dem Weg vom Südende des Dorfes zum 594 m hohen Pass Col de la Vierge liegt unterhalb eines Felsenüberhanges die Grotte de l’Ermite. Die Sandstein-Höhle ist drei Meter lang, einen Meter breit und zwei Meter hoch. Um das Jahr 1775 lebte hier ein Einsiedler, der jeden Sonntag – im Sommer wie im Winter – barfuß zur sechs Kilometer entfernten Kirche in Champ-le-Duc gelaufen sein soll. Vom Eingang der Grotte am Nordhang eines Berges hat man einen weiten Blick auf das Volognetal und die Berglandschaft um Bruyères.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das größte Unternehmen der Umgebung ist die Papierfabrik Novatissue SAS im nahen Laval-sur-Vologne, eine Tochter der italienischen Cartiere Luccese S.p.a. (Lucart) nur 1,5 Kilometer nordwestlich des Kernortes Beauménil. Der Betrieb stellt Kartone für die Lebensmittelverpackung sowie Papierhandtücher, Toilettenpapier und Taschentücher her. Er setzt damit die über 150-jährige Tradition der Papierverarbeitung im Volognetal fort. Daneben gibt es im Dorf kleinere Landwirtschafts- und Dienstleistungsbetriebe.[3]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die dem Volognetal folgende Straße von Bruyères nach Docelles (D 44) führt nördlich an Beauménil vorbei. Die Straße bildet eine der beiden direkten Verbindungen zwischen Épinal und Saint-Dié, den beiden größten Städten im Département. Der nächste Bahnhof liegt in der 3,5 Kilometer entfernten Kleinstadt Bruyères an der von der TER Lorraine betriebenen Bahnlinie Arches-Saint-Dié.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beauménil auf vosges-archives.com. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 13. Dezember 2013; abgerufen am 13. Dezember 2013 (französisch).
  2. Beauménil auf histoire-patrimoine-vosges.org. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 14. Dezember 2013; abgerufen am 13. Dezember 2013 (französisch).
  3. Geschichte Cartiere Luccese mit Luftbild der Papierfabrik Laval. Abgerufen am 12. Dezember 2013 (italienisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]