Montmotier

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Montmotier
Montmotier (Frankreich)
Montmotier
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Le Val-d’Ajol
Gemeindeverband Épinal
Koordinaten 47° 58′ N, 6° 11′ OKoordinaten: 47° 58′ N, 6° 11′ O
Höhe 247–309 m
Fläche 4,24 km2
Einwohner 48 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 11 Einw./km2
Postleitzahl 88240
INSEE-Code

Lage der Gemeinde Montmotier
im Département Vosges

Montmotier ist eine französische Gemeinde mit 48 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Vosges in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Épinal und zum Kanton Le Val-d’Ajol.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Montmotier befindet sich auf einer Höhe von 340 m über dem Meeresspiegel, 9 km südwestlich von Bains-les-Bains im äußersten Süden Lothringens an der Grenze zur Region Franche-Comté, großräumiger gesehen in der Mitte des Dreiecks Vittel-Épinal-Vesoul in der Landschaft Vôge. Das kleine Dorf liegt am Rand eines Plateaus nördlich des Tals des Côney und südlich der Waldhöhen des Grand Bois.

Die Fläche des 4,24 km² großen Gemeindegebietes umfasst einen Abschnitt in der gewellten Landschaft östlich des oberen Saônetals. Die südliche Grenze bildet stets der Côney, der hier mehrere Flussschleifen zeichnet und für die Entwässerung nach Südwesten zur Saône sorgt. Parallel nördlich des Flusses verläuft die Wasserstraße des Canal des Vosges. Im Bereich der Gemeinde befinden sich zwei Kanalschleusen (Montmoutier und Gros Moulin) mit jeweils 3,10 m Hubhöhe. Die Alluvialniederung des Côney liegt durchschnittlich auf 250 m und weist eine Breite von maximal 300 Metern auf.

Vom Flusstal erstreckt sich das Gemeindeareal nordwärts über einen Steilhang auf das angrenzende landwirtschaftlich genutzte Plateau, das eine Höhe von 290 m erreicht. Weiter nach Norden dominieren ausgedehnte Waldungen (Bois de Montroche), an denen die Gemeinde Montmotier einen Anteil von etwa 50 Hektar hat. In geologisch-tektonischer Hinsicht besteht das Gelände aus Buntsandstein der unteren Trias. Die westliche Abgrenzung zur Gemeinde Ambiévillers verläuft teils entlang dem Ruisseau de la Fresse und dessen Zufluss Ruisseau du Bon Vin. Das Talsystem mündet im Bereich der Schleuse Gros Moulin in den Canal des Vosges. Das Mühlenwehr der Gros Moulin staut den Côney zu einem ca. 5 ha großen See an.

Nachbargemeinden von Montmotier sind Fontenoy-le-Château im Norden und Osten, Le Magny im Süden sowie Ambiévillers im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort lag lange im Gebiet der Terres surséance, das seit Jahrhunderten von der Grafschaft Burgund und dem Herzogtum Lothringen beansprucht wurde. Von 1508 an gab es mehrere Verträge zur Zugehörigkeit des Landstrichs. Erst mit dem Vertrag von Besançon zwischen Louis XIV. und Herzog Leopold von Lothringen, unterzeichnet am 25. August 1704, wurde die Grenze endgültig festgelegt. Montmotier kam mit einigen weiteren Dörfern nach Lothringen, während Fougerolles französisch wurde.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 70 81 49 52 62 59 55

Mit 48 Einwohnern (1. Januar 2015) gehört Montmotier zu den kleineren Gemeinden des Départements Vosges. Seit den 1960er Jahren wurden nur noch relativ geringe Schwankungen verzeichnet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen ein Calvaire aus dem 18. Jahrhundert, ein Lavoir, das einst als Brunnen, Waschhaus und Viehtränke diente sowie ein Wasserturm.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wenigen Erwerbstätigen Montmotiers sind in der Landwirtschaft sowie kleinen Dienstleistungsbetrieben im Ort oder der näheren Umgebung beschäftigt.

Die Gemeinde hat keine eigene Kirche. Für die Seelsorge ist die Kirche Saint Mansuy in der Nachbargemeinde Fontenoy-le-Château zuständig.

Die Départementsstraße 434 von Épinal über Xertigny, Bains-les-Bains, Vauvillers nach Vesoul führt als Hauptstraße durch Montmotier. Der nächste Bahnhof (Bains-les-Bains) liegt zehn Kilometer östlich von Montmotier.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Montmotier auf vosges-archives.com (pdf-Datei, französisch; 18 kB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montmotier – Sammlung von Bildern