Saint-Étienne-lès-Remiremont

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Saint-Étienne-lès-Remiremont
Wappen von Saint-Étienne-lès-Remiremont
Saint-Étienne-lès-Remiremont (Frankreich)
Saint-Étienne-lès-Remiremont
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Remiremont
Gemeindeverband Porte des Vosges Méridionales
Koordinaten 48° 1′ N, 6° 36′ OKoordinaten: 48° 1′ N, 6° 36′ O
Höhe 370–819 m
Fläche 33,81 km2
Einwohner 3.836 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 113 Einw./km2
Postleitzahl 88200
INSEE-Code

Lage der Gemeinde Saint-Étienne-lès-Remiremont im Département Vosges

Saint-Étienne-lès-Remiremont ist eine französische Gemeinde mit 3836 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Vosges im Süden der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Épinal und zum Kanton Remiremont.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Saint-Étienne-lès-Remiremont grenzt unmittelbar an die Stadt Remiremont, die obere Mosel bildet dabei die Trennungslinie. Die aus den Vogesen kommende Moselotte mündet südöstlich des Kernortes in die Mosel.

Das 33,8 km² umfassende Gemeindegebiet von Saint-Étienne-lès-Remiremont erstreckt sich von der Moselotte-Mündung aus entlang des rechten Moselufers auf einer Länge von fast zehn Kilometern nach Norden. Zum Gemeindegebiet zählen auch die bewaldeten, zum Forêt de Fossard gehörenden Ausläufer der Vogesen östlich der Mosel sowie ein 100 bis 500 Meter breites Flurstück südlich des Kernortes, das bis an die Rhein-Rhône-Wasserscheide heranreicht. Mit 819 Metern über dem Meer wird im Nordosten der Gemeinde der höchste Punkt erreicht. Weitere Erhebungen sind der Roche du Thin (757 m) und der Aussichtspunkt Saint-Mont (667 m). Im Gemeindegebiet von Saint-Étienne fließen die Bergbäche Ruisseau de la Suche, Ruisseau de Seux und Ruisseau de la Croisette zur Mosel.

Das Moseltal im Bereich Remiremont/Saint-Étienne ist etwa 2000 Meter breit, was die Anlage von Siedlungen beiderseits des Flusses begünstigte. Der Talboden ist von bebauten Grundstücken geprägt, nördlich des Kernortes herrscht Acker- und Wiesenland vor.

Die zur Gemeinde gehörenden Ortsteile Seux und Xennois sind inzwischen mit Saint-Étienne zusammengewachsen. Am Saint-Nabord gegenüberliegenden Moselufer liegt der Ortsteil Méhachamp, im Süden der Weiler La Croisette.

Nachbargemeinden von Saint-Étienne-lès-Remiremont sind Éloyes im Norden, Tendon im Nordosten, Cleurie und Saint-Amé im Osten, Dommartin-lès-Remiremont im Südwesten und Süden, Girmont-Val-d’Ajol und Le Val-d’Ajol im Südwesten sowie Remiremont und Saint-Nabord im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im 7. Jahrhundert wurde Sancti Stepha - das heutige Saint-Étienne - erstmals erwähnt. Seit dem Mittelalter war Saint-Étienne ein Zankapfel zwischen den Herzögen von Lothringen und dem Stift in Remiremont.

Die Ausbrüche von Pest und Lepra hinterließen im Jahr 1710 sechzig überlebende Bewohner. 1804 hatte Saint-Étienne wieder 1322 Einwohner.

Während der Französischen Revolution hieß die Gemeinde Val Moselle. Am 11. Oktober 1936 wurde Saint-Étienne zur besseren Unterscheidung zahlreicher gleichnamiger Gemeinden in Frankreich nach Saint-Étienne-lès-Remiremont umbenannt.

Rathaus in Saint-Étienne-lès-Remiremont, ehemaliges Kasernengebäude

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde wurde 1986 offiziell. Die Wellenlinien in Göpelform symbolisieren den Zusammenfluss von Mosel und Moselotte, der Schlüssel und das Patriarchenkreuz erinnern an die ehemaligen Herrschaften der Gemeinde, der Turm stellt die Pfarrkirche dar. Die Spindel steht für die lange Tradition der Textilindustrie im Ort.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 3.369 3.741 3.936 4.497 4.085 4.057 3.899

Die Gemeinde Saint-Étienne-lès-Remiremont ist bis in 1980er Jahren kontinuierlich gewachsen, seither macht sich der Niedergang der Textilindustrie auf die Bevölkerungszahlen bemerkbar.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Saint-Étienne
  • Kapelle Sainte-Sabine
  • „Kerlinken“, fünf Meter hoher Menhir im Forêt de Fossard
  • Kirche Saint-Étienne, im 18. Jahrhundert errichtet

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der portugiesischen Stadt Vila das Aves verbindet Saint-Étienne seit 1986 eine Partnerschaft, die auf zahlreiche Gastarbeiter aus Vila das Aves in der Textilindustrie zwischen 1960 und 1975 zurückgeht.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsmitte

Land- und Forstwirtschaft spielen in der Gemeinde eine untergeordnete Rolle, nennenswert sind der Gemüseanbau und der Gartenbau. Saint-Étienne ist eine Industriegemeinde, im Gewerbepark Grands Moulins sowie im Süden des Kernortes sind zahlreiche Betriebe verschiedener Branchen ansässig, die über 1000 Arbeitsplätze bieten.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die stark frequentierte Route Nationale 66 (Europastraße 512) von Épinal über den Col de Bussang nach Mülhausen führt südwestlich des Kernortes am linken Moselufer entlang. In Saint-Étienne zweigt von dieser überregional bedeutsamen Straße die Départementsstraße 417 nach Gérardmer und Colmar ab. Im nahegelegenen Bahnhof von Remiremont bestehen Anschlüsse nach Épinal und Nancy.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Étienne-lès-Remiremont – Sammlung von Bildern