Deyvillers

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Deyvillers
Wappen von Deyvillers
Deyvillers (Frankreich)
Deyvillers
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Épinal-2
Gemeindeverband Épinal
Koordinaten 48° 12′ N, 6° 29′ OKoordinaten: 48° 12′ N, 6° 29′ O
Höhe 315–420 m
Fläche 8,49 km2
Einwohner 1.446 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 170 Einw./km2
Postleitzahl 88000
INSEE-Code

Lage der Gemeinde Deyvillers im Département Vosges

Deyvillers ist eine französische Gemeinde mit 689 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Vosges in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Épinal und zum Gemeindeverband Agglomération d’Épinal.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Deyvillers liegt etwa fünf Kilometer nordöstlich von Épinal, der Hauptstadt (Präfektur) des Départements Vosges. Das etwa achteinhalb Quadratkilometer große Gemeindegebiet von Deyvillers umfasst einen Abschnitt des rechten Mosel-Nebenflusses Saint-Oger sowie dessen südliches Hinterland, das allmählich auf Höhen über 400 Meter ansteigt. Die höchste Erhebung liegt mit 420 Metern über dem Meer auf einem Vogesen-Ausläufer im südlichsten Zipfel der Gemeinde.

Über die Hälfte des Gemeindeareals ist mit Wald bedeckt, im Süden hat die Gemeinde mit dem Noir Bois einen Anteil am Forêt d’Épinal.

Nachbargemeinden von Deyvillers sind Longchamp im Norden, Aydoilles im Osten, Épinal im Süden sowie Jeuxey im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Deyvillers wurde im Jahr 1000 erstmals urkundlich als Dei Villare erwähnt. Die Siedlung lag damals in der Vogtei Epinal, die heutige Gemeinde entstand während des Ancien Régime zusammen mit der westlichen Nachbargemeinde Jeuxey innerhalb des Bistums Metz. Die vom König geschaffene Bürgernmeisterei in Deyvillers kassierte von den Einwohnern drei große Pflüge und je fünf Franken an St. Remigius (13. Januar) sowie zu Ostern. Die Kirche St. Lukas (Saint-Luc), 1840 errichtet, gehörte zum Dekanat Vogesen in der Diözese Saint-Die. Von 1790 bis 1802 war Deyvillers Teil des Kantons Longchamp. 1874 wurde das Schul- und Bürgermeistergebäude (mairie-école) erbaut.[1] Von 2005 bis 2011 war Deyvillers Sitz des Gemeindeverbandes Est-Épinal Développement.

Fort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nordwesten der Gemeinde befindet sich mit dem Fort de Deyvillers eine der nach dem Deutsch-Französischen Krieg halbkreisförmig um Épinal angelegten großen Befestigungsanlagen.

Das Fort de Deyvillers liegt 370 Meter über dem Meer in einem Wald, einen Kilometer nordwestlich des Dorfkerns. Es wurde ab dem Jahr 1900 errichtet, um die Verteidigungslücke zwischen den Forts Adelphi und Longchamp zu schließen und die Straße von Épinal nach Saint-Dié zu sichern. Es gehörte mit seinen Infanterie- und Artilleriestellungen unter Stahlbetonkuppeln zu den damals modernsten Anlagen.

Zerstört wurde das Fort im Jahr 1943 durch die Organisation Todt, eine Wiederherstellung und Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte nicht mehr. Das Fort ist heute im Besitz der Gemeinde, die in dem noch relativ gut erhaltenen Bauwerk auch Begehungen gestattet.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Saint-Luc
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2004 2009 2014
Einwohner 549 601 939 1263 1388 1452 1474 1516 1464
Quelle: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss/Herrenhaus (Maison seigneuriale) in der Rue des Acacias, Monument historique[3]
  • Kirche Saint-Luc aus dem Jahr 1840

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deyvillers gibt es neben Landwirtschaftsbetrieben kleinere Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Daneben pendeln viele Bewohner in die nahegelegene Industriestadt Épinal.

Durch die Gemeinde Deyvillers führt die Fernstraße von Épinal nach Saint-Dié-des-Vosges (D 420 bzw. ehemalige RN 420). Weitere Straßen verbinden Deyvillers mit Longchamp, Vaudéville, La Baffe und Charmois-devant-Bruyères. Bahnanschlüsse bestehen im nahen Verkehrsknoten Épinal.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deyvillers auf vosges-archives.com (Memento des Originals vom 4. Juni 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vosges-archives.com (pdf-Datei, französisch; 121 kB)
  2. Le fort de Deyvillers auf fortiffsere.fr (französisch)
  3. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 14. Oktober 2012 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Deyvillers – Sammlung von Bildern