Viménil

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Dieser Artikel beschreibt die lothringische Gemeinde Viménil. Sieben Kilometer südöstlich von Viménil liegt eine Gemeinde namens Fiménil.
Viménil
Viménil (Frankreich)
Viménil
Region Lothringen
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Bruyères
Gemeindeverband Vologne-Durbion.
Koordinaten 48° 14′ N, 6° 38′ O48.2272222222226.6333333333333380Koordinaten: 48° 14′ N, 6° 38′ O
Höhe 359–569 m
Fläche 8,05 km²
Einwohner 222 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 28 Einw./km²
Postleitzahl 88600
INSEE-Code

Lage der Gemeinde Viménil im Département Vosges

Viménil ist eine französische Gemeinde im Département Vosges in Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Épinal, zum Kanton Bruyères und zum 2014 gegründeten Kommunalverband Vologne-Durbion.

Geografie[Bearbeiten]

Die 222 Einwohner (1. Januar 2011) zählende Gemeinde Viménil liegt am Rand der Vogesen, etwa auf halbem Weg zwischen den Städten Épinal und Saint-Dié-des-Vosges.

Durch das Gemeindegebiet fließt der Durbion, ein Nebenfluss der Mosel. Die nach Norden abfließenden Bäche im Bereich um Viménil kommen aus einem nach Südwesten bis an die Mosel bei Épinal ausgreifenden Vogesen-Ausläufer, der Höhen bis 550 Metern über dem Meer erreicht. Die Südgrenze des Gemeindegebietes verläuft auf der Wasserscheide zum Einzugsgebiet der Vologne. Hier liegt mit 569 m der höchste Punkt der Gemeinde.

Mehr als zwei Drittel des 8,05 km² großen Gemeindeareals sind bewaldet, wobei der größte Anteil auf den Forst Les Grand Bois im Süden entfällt.

Zu Viménil gehören die Ortsteile La Basse Verrière und Le Void de la Borde.

Nachbargemeinden von Viménil sind Gugnécourt im Norden, Grandvillars im Osten, Bruyères (Berührungspunkt) und Fays im Südosten, Lepanges-sur-Vologne und Deycimont im Süden, Le Roulier im Südwesten sowie Méménil im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1343 tauchte der Ort erstmals urkundlich als Waymesnillo auf. Zwanzig Jahre später schrieb man das Dorf Wasmaisnil. Man geht davon aus, dass der Präfix auf einen germanischen Namen (Wazu) zurückgeht. maisnil oder mesnil ist ein weit verbreiteter Ortsname, der für kleine Farm bzw. kleinen Hof steht. Der Ortsname änderte sich von Wyesineusim Jahr 1402 über Vymaingnel (1455), Vyemesni (1487), Wimenil (1564) und Vymesnil (1594) zu Voismesnil im Jahr 1656. Seit 1753 ist die Form Viménil gebräuchlich.

Viménil gehörte ursprünglich zur Vogtei Bruyères und war Teil des Bannes von Dompierre. Die Pfarrei Viménil war ein Anhang der Pfarrei der heutigen Nachbargemeinde Gugnécourt. 1767 bekam die Kirche St. Jakob (Église Saint-Jacques-le-Majeur) die erste ihrer drei Glocken. Sie wog 277 kg bei einem Durchmesser von 78 cm. 1793 folgte die zweite Glocke (384 kg und 87 cm Durchmesser) und erst 1861 die dritte und größte Glocke (485 kg und 94 cm Durchmesser).[1]

Die Lage an der Westseite der Vogesen wurde den Wäldern um Viménil zum Verhängnis, als der Orkan Lothar am 26. Dezember 1999 vom Atlantik nach Mitteleuropa zog.[2]

Kirche St. Jakob in Viménil

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 194 154 138 135 166 179 193

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche St. Jakob (Église Saint-Jacques-le-Majeur) aus dem 18. Jahrhundert
  • Quelle der Aurichapelle, einem kleinen Nebenfluss des Durbion

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Neben kleineren Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen gibt es noch acht Landwirtschaftsbetriebe. Zu ihren Produkten gehören Getreide, Gemüse, Obst (Mirabellen), Milch, Münsterkäse, Eier und Honig.[3] Ein Teil der Bewohner pendelt in die nahegelegenen Gewerbegebiete in und um Épinal.[4]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Durch das Nachbardorf Grandvillars führt die Fernstraße von Épinal nach Saint-Dié-des-Vosges (D 420 bzw. ehemalige RN 420) vorbei. Weitere Straßen verbinden Viménil mit Gugnécourt und Méménil. Bahnanschluss besteht im knapp 20 Kilometer entfernten Verkehrsknoten Épinal oder in der zehn Kilometer entfernten Kleinstadt Bruyères.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Geschichte auf sweetie.pagesperso-orange.fr. Abgerufen am 19. Februar 2013 (französisch).
  2. Fotos der Orkanschäden zwischen Viménil und Gugnécourt 1999. Abgerufen am 18. Februar 2013 (französisch).
  3. Viménil auf annuaire-mairie.fr. Abgerufen am 19. Februar 2013 (französisch).
  4. http://www.annuaire-mairie.fr/mairie-vimenil.html#emploi

Weblinks[Bearbeiten]