Saint-Martin-d’Uriage

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Saint-Martin-d’Uriage
Wappen von Saint-Martin-d’Uriage
Saint-Martin-d’Uriage (Frankreich)
Saint-Martin-d’Uriage
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Isère
Arrondissement Grenoble
Kanton Oisans-Romanche
Gemeindeverband Le Grésivaudan
Koordinaten 45° 9′ N, 5° 50′ OKoordinaten: 45° 9′ N, 5° 50′ O
Höhe 320–2.200 m
Fläche 29,69 km2
Einwohner 5.416 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 182 Einw./km2
Postleitzahl 38410
INSEE-Code
Website www.saint-martin-uriage.com/

Château d’Uriage

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Saint-Martin-d’Uriage ist eine französische Gemeinde mit 5416 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Isère in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehört zum Arrondissement Grenoble und ist Teil des Kantons Oisans-Romanche. Die Einwohner heißen Saint-Martinois.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Martin-d’Uriage liegt zwischen Grenoble und der Bergkette Belledonne. Umgeben wird Saint-Martin-d’Uriage von den Nachbargemeinden Revel im Norden und Osten, Chamrousse im Südosten, Vaulnaveys-le-Haut im Süden, Herbeys im Westen sowie Gières, Venon und Murianette im Nordwesten.

Die Gemeinde besteht neben dem Hauptort Saint-Martin aus den Ortschaften Saint-Nizier, Le Pinet d’Uriage, Villeneuve d’Uriage und Uriage-les-Bains sowie mehreren kleineren Weilern und lieux-dits.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Hugenottenkriege spielten sich in der Region Kämpfe ab, von denen die Schlacht von Jarrie (auch Schlacht von Uriage genannt) am 19. August 1587 in unmittelbarer Nähe des Ortes stattfand. Dabei siegten die katholischen Truppen trotz erheblicher Unterzahl infolge größerer Erfahrung, stärkerer Kavallerie und besserer Ausgangsposition und Taktik über die vereinigten protestantischen Truppen und Schweizer Söldner.[1]

Bereits zu Zeiten des Römischen Reiches wurden die Thermalquellen auf dem Gebiet der Gemeinde genutzt. Im 19. Jahrhundert wurde in Uriage-les-Bains ein Thermalbad eingerichtet, das infolge der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre und des Zweiten Weltkrieges wieder einging und in den 1980er Jahren erneuert und wieder in Betrieb genommen wurde.[2]

Im Château d’Uriage richtete während des Zweiten Weltkriegs der État français im Jahre 1940 eine Eliteschule ein, die aber am Ende 1942 wegen zunehmender Kritik der Lehrer und Studenten an der Kollaborationspolitik der damaligen Regierung wieder geschlossen wurde. Stattdessen übernahm Anfang 1943 die kollaborationistische Milice française die Schule zur Aubildung ihrer Kader.[3]

Eine Überlandstraßenbahnlinie der Voies ferrées du Dauphiné zwischen Grenoble und Vizille bediente den Ortsteil Uriage-les-Bains von 1894 bis 1951.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
1.354 1.511 1.815 2.527 3.678 4.794 5.147 5.460
Quellen: Cassini und INSEE

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Saint-Ferréol-Kirche von Pinet d’Uriage
  • Kapelle in Saint-Nizier
  • Château d’Uriage
  • Bäder von Uriage
  • Park
  • Waschhaus
  • Casino und Grand Hotel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Martin-d'Uriage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Guy Le Comte: La triste histoire d’un régiment perdu, en un temps troublé: la bataille de Jarrie (1587). In: Bulletin de la SHAG. Nr. 40, 2010, S. 28–39.
  2. L'histore des thermes (fr) Établissement thermal Uriage. 2017.
  3. Denis Boneau: Uriage, l’école des cadres de la Collaboration (fr) Réseau Voltaire. 23. April 2004.
  4. Jean Martin: Ligne VFD Grenoble - Oisans via Uriage et Vizille (fr) 2. Januar 2016.