Liste von Glockengießereien

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Beispiel einer historischen Glockengießerei aus dem 19. Jahrhundert in Dresden

Diese Liste nimmt ehemalige und aktive Glockengießereien auf, deren Produkte zum Gebrauch als Kirchenglocken, Stadtglocken oder in ähnlicher Weise bestimmt sind.

In der Anfangszeit der Glockengießerei waren die Gießer Wanderhandwerker, da die Glocken meist vor Ort an ihrer Kirche gegossen wurden. Der Transport der schweren Glocken über große Distanzen von einer zentralen Gießerei zu den Bestimmungsorten war zu langwierig, beschwerlich und für das Personal und die Glocke zu gefährlich. Dies ist der Grund, dass in der Spalte „Heutige Ortsbezeichnung“ (Stand in den 2010er Jahren) manchmal nur eine Region und kein Ort angegeben ist.

Anmerkung: In den Tabellenansichten sind die Spalten Heutige Ortsbezeichnung, Name der Gießerei, Zeitraum und aktiv/historisch sortierbar.

Deutschland[Bearbeiten]

Heutige Ortsbezeichnung[1] Firmenname Zeitraum Gründer/
1. (bekannter) Gießer
Weitere bekannte Gießer/Inhaber aktiv/
historisch
Bemerkungen
Rudolstadt Meyer, Glockengießerei 1750 Johann Meyer historisch Hier holte sich Friedrich Schiller Informationen für sein Das Lied von der Glocke
Stuttgart Kurtz, Glockengießerei 1621–1962 Michael Kurtz (1621–1697) Wilhelm Kurtz (1879–1974)
Hans Kurtz (1917-2003)
historisch Familiengeschichte beim Stuttgarter Feuerwehrmuseum (PDF-Datei; 1,40 MB)
Bild der Marienglocke an St. Bernhard zu Karlsruhe
Schwäbisch Hall Ars fundendi Anfang 20. Jhd. Peter Glasbrenner aktiv
Braunschweig Wiese, Anton 17. Jhd., erste Hälfte Anton Wiese historisch
Münster Wolter Westerhues im 15./16. Jahrhundert Wolter Westerhues (~1470–1548) historisch Schüler von Gerhard van Wou
Hildesheim Koster, Harmen im 15./16. Jahrhundert historisch Schüler von Gerhard van Wou
Hannover Linden Dreyer[2] in den 1880ern Friedrich Dreyer historisch lieferte 1865 eine Glocke für die Friedenskirche (Küsten)
Lübeck Strahlborn, Lorenz 1713–1750 Lorenz Strahlborn historisch Betrieb wurde an Johann Hinrich Armowitz übernommen
Heidelberg Schilling, Friedrich Wilhelm 1949–1971 Friedrich Wilhelm Schilling (1914–1971) historisch nach 1971 als Heidelberger Glockengießerei, ging 1982 in der Glockengießerei Bachert auf
Norddeutschland Reborch, Johannes etwa 1379–1399 Johannes Reborch historisch
Norddeutschland
Lübeck
Paßmann, Hermann 1563–1604 Hermann Paßmann historisch
Westfalen Paris, antonius 1639–1660 Antonius Paris (1614/15–1660) historisch
Lübeck Middeldorp, Karsten 1543–1561 Karsten Middeldorp (????–1561) historisch Betrieb wurde von Matthias Benningk übernommen
Flensburg Mervelt, Gert van 1538–1558 Gert van Mervelt historisch Betrieb wurde an Karsten Middeldorp Verkauft.
Lüneburg Zylstorff, Martin Anfang 16. Jahrhundert Martin Zylstorff (um 1450 bis um 1537) historisch Schwiegervater von Hinrik Mente
Braunschweig Mente, Cord 1532–1574 Cord Mente (~1500–1574) historisch Sohn von Hinrik Mente
Lübeck Landré, Johann Georg Wilhelm 1790–1811 Johann Georg Wilhelm Landré (1755–1818) historisch
Heilbronn Lachaman, Bernhart der Ältere 1474–1517/26 Bernhart Lachaman der Ältere (~1440–1517) Bernhart Lachaman der Jüngere (14??–1523) historisch
Eisenach
Burghaun
Kutschbach (Glockengießer) 18. Jahrhundert historisch
Lübeck Kriesche, Johann David 1757–1790/99 Johann David Kriesche (1715–1790) Johann David Kriesche II. (Sohn) (1764–1799) historisch
Lübeck Kranemann, Gerhard 1351–1381 Gerhard Kranemann historisch
Mainz Krafft, Georg 1490–1512 Georg Krafft historisch
Ulm Korn, Gottlieb 1726–1745 Gottlieb Korn (1692–1763) historisch 1745 Zusammenlegung des Betriebs mit dem des Carl Christoph Frauenlob
Norddeutschland
Bremen
Klinghe, Ghert um 1428–1478 Ghert Klinghe (um 1400 bis nach 1474) Hinrich Klinghe (Sohn) historisch
Norddeutschland Kampen, Hinrik van 1506–1517 Hinrik van Kampen (14??–1524) historisch
Norddeutschland Jegher, Timmo 1435–1442 Timmo Jegher historisch
Lübeck Hirt, Friedrich Wilhelm 1819–1858 Friech Wilhelm Hirt (1789–1871) historisch Letzter Lübecker Ratsgießmeister
Freiberg
Dresden
Hilliger, Glockengießerei 1412–1560 Hans I. (Kannegießer) (Anf. 15. Jahrhundert bis ????) Wolfgang I. (1511–1576) historisch
Freiburg im Breisgau Grieshaber, Franz Anton 1751–1757 Franz Anton Grieshaber (II.) (1725–1757) Franz Anton Grieshaber (I.), Vater historisch
Frankfurt am Main Hans von Winterberg 1500–1514 historisch
Frankfurt am Main Steffan von Bingen 1512–1520 historisch Nachfolger von Hans von Winterberg, heiratete dessen Witwe
Frankfurt am Main Göbel, Gießerfamilie 1520–1577 Simon Göbel (1520-24) und Conrad Göbel (1528–1560), Nikolaus Göbel (1560-1582) und Johann Simon Göbel (1570-1577) historisch Nachfolger von Steffan von Bingen
Frankfurt am Main Rucker, Laux 1575–1603 historisch Schüler von Nikolaus Göbel, 1588 aus Frankfurt geflohen und dann als Wandergießer tätig
Ulm Wieland, Philipp Jakob seit 1820 aktiv
Ulm Frauenlob, Thomas 1805–1809 Thomas Frauenlob historisch Nachfolger: Philipp Jakob Wieland (Neffe)
Süddeutschland
Ulm
Frauenlob, Carl Christoph 1738–1781 Carl Christoph Frauenlob Thomas Frauenlob, Sohn historisch
Süddeutschland Ernst (Glockengießerfamilie) 1561–1808 (?) Leonhard Ernst I (* 1561 ?) (1. Familie) Bernhard Ernst (* ca 1597; † nach 1681) (2. Familie) historisch
Havert Bourlet, Johannes 1669–1695 Johannes Bourlet Petrus Michelin historisch
Magdeburg Borstelmann, Heinrich um 1580–~1650 Heinrich Borstelmann historisch
Norddeutschland
Lübeck
Benningk, Reinhard 1608–1617 Reinhard Benningk Vater von Hermann Benningk historisch
Norddeutschland
Lübeck
Benningk, Matthias 1550–1608 Matthias Benningk Großvater von Hermann Benningk historisch
Norddeutschland
Hamburg
Benningk, Hermann 1647–1668 Hermann Benningk Vater von Albert Benningk historisch
Lübeck Benningk, Albert 1665–1695 Albert Benningk (* vor dem 12. August 1637 (getauft) in Hamburg; † kurz vor dem 21. Mai 1695 in Kopenhagen) vermutlich Sohn von Hermann Benningk. historisch
Magdeburg Backmeister, Klaus 1479–1523 Klaus Backmeister (* im 15. Jahrhundert; † im 16. Jahrhundert) historisch
Apolda Apolda, VEB Glockengießerei 1722–1988 Familie Rose Familie Ulrich
Familie Schilling
historisch
Karlsruhe Bachert, Glockengießerei seit 1745 Kaspar Bachert aktiv 1745 in Dallau gegründet, später in Kochendorf und Heilbronn. Zeitweilig mit Feuerwehrgerätefabrik. Zahlreiche Glocken in bedeutenden Kirchen.
Berlin Bachmann, Wilhelm; Glockengießerei Wilhelm Bachmann historisch
Glauchau Bachmann, Johann Andreas; Glockengießerei um 1720–17?? Johann Andreas Bachmann historisch Stellte für die Gemeinde Uhlmannsdorf 1741 eine Feuerspritze her[3]
Dresden Bierling, C. Albert; Glockengießerei 1848–1922 Christian Albert Bierling historisch
Dresden Weinhold Glockengießerei Michael Weinhold (1662–1732), Stück- und Glockengießer historisch Umguss und Neuanfertigung je einer Glocke für die Dreifaltigkeitskirche Neusalza im Jahr 1716, erneuter Umguss einer Glocke für die gleiche Kirche im Jahr 1732
Dresden Weinhold Glockengießerei August Sigismund Weinhold (1738–1769), Stück- und Glockengießer historisch 1779 1779: Umguss einer Bronzeglocke für die Dorfkirche Spremberg, 1787 Zerspringen einer Glocke
Dresden Johann Gotthelf Große um 1840 Johann Gotthelf Große (1808–1869), (Stück- und Glockengießer) historisch Sein Sohn Hermann führte die Gießerei unter der Firma des Vater weiter.
Überlingen Biersch, Friedrich 1835–? Karl-Theodor Blersch historisch Wurde 1918 von Adolf Auer übernommen, ist inzwischen aufgelöst[4]

Lieferte 1888/89 drei Glocken in den neuen Kirchturm von Hindelwangen[5]
Lieferte 1866 eine Feuerspritze nach Hohenfels-Liggersdorf und 1901 eine Feuerspritze nach Hohenfels[6]

Bochum Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation (BVG) 1842–1970 Jacob Mayer
Eduard Kühne
historisch Stellte Gussstahlglocken her. Ist im heutigen Krupp-Konzern aufgegangen, 1970 wurde die Glockenproduktion eingestellt.
Brockscheid (Eifel) Eifeler Glockengießerei seit ~1620 Hans-August Mark aktiv Wartung der St. Petersglocke im Kölner Dom von 1968 bis 2010
Erding Erdinger Glockengießerei 1850–1971 Joseph Bachmair Karl Czudnochowsky historisch Lieferte 1949/50 acht Glocken für die Kirche in Sankt Ottilien
Der Gießereibetrieb wurde 1971 von der Passauer Glockengießerei Rudolf Perner übernommen
Aachen Beduwe, Joseph,
auch: (Peter) Joseph Bedué
1840–~1952 Joseph Beduwe (1805–1871) historisch einziges erhaltenes Komplettgeläute in Wevelinghoven
Münster (Westfalen) Feldmann & Marschel KG
ab 1960 Monasterium Eijsbouts KG
1950–1968 Josef Feldmann, Georg Marschel historisch Die Firmenunterlagen wurden 1968 von der Eifeler Glockengießerei in Brockscheid übernommen.
Neu-Ulm Grüninger, Glockengießerei um 1740–nach 1950 Benjamin Grüninger historisch
Landshut Hahn, Johann; Glockengießerei 1890–1972 Johann Hahn, Johann Hahn (Bruder?) historisch
Freiburg im Breisgau Koch, Johann Baptist
(auch „Gebr. Koch“)
um 1820–18?? Johann Baptist Koch historisch
Abtei Maria Laach Glockengießerei Maria Laach seit 1999 Bruder Michael Reuter aktiv Weltweit einziger Benediktinermönch, der im 21. Jhd. Glocken gießt[7]
Lauchhammer Lauchhammer Kunstguss und Glockengießerei GmbH & Co. KG 1834–1945,
seit 1994
aktiv Website, ehemals Gusseisenglocken. Wiederaufnahme des Gießbetriebs 1994 unter der Regie von Rincker. Guss der Dunna (8,3 t) auf dem Halberstädter Domplatz.
Zweibrücken Lindemann um 1820–18?? historisch 1822 lieferte Peter Lindemann vier Glocken, darunter die Kaiserglocke, für den Speyerer Dom[8]

1832 und 1841 goss Peter Lindemann Glocken für Blieskastel
1860 goss Friedrich Lindemann eine Glocke für Oberbexbach[9]
Peter Lindemann war Lehrmeister der Glockengießer-Brüder Georg und Andreas Hamm aus Wittersheim bei Frankenthal in der Pfalz[10]

Frankenthal (Pfalz) Hamm, Glockengießerei 1844–1878/1960 Georg Hamm (1817–1878)
aktiv bis 1850
Andreas Hamm (1824–1894)
aktiv bis 1892
Karl Hamm (1866–1931)
aktiv bis 1931
Hermann Hamm
aktiv bis 1960
historisch Gießerei der Kaiserglocke im Kölner Dom
Kaiserslautern Hamm, Georg; Glockengießerei 1850–2002 historisch
Saarburg Mabilon, Glockengießerei 1590 (Saumur)/
1770 (Saarburg)–2002
Urbanus Mabilon (1744–1818) Johannes Mabilon (1825–1908) historisch Museum[11][12]
Witten Munte, Glockengießerei 1864–1957 Wilhelm Carl Ferdinand Munte historisch
Bremen Otto, Glockengießerei 1874–1974 Karl Otto historisch
Gescher Petit & Gebr. Edelbrock seit 1690 Joseph und Jean Petit Joseph und Bernhard Wilhelm Edelbrock aktiv 1988 wurde hier die mit 13.000 kg schwerste Glocke nach dem Zweiten Weltkrieg gegossen.
Passau Perner, Rudolf 1701–2013 Jan Perner in Pilsen historisch Gießereibetrieb zum 31. Dezember 2013 eingestellt, nur noch Wartungs- und Instandhaltungsservice
Sinn (Hessen) Rincker, Glocken- und Kunstgießerei seit 17. Jahrhundert Johann Jacob Rincker Wilhelm Anton, Moritz, Heinrich, Philipp, Gottfried, Friedrich Wilhelm, Fritz und Curt (als Gebr. Rincker), Hans-Gerd, Hans Martin und Fritz Georg (Stand 2013) aktiv Eine der ältesten (nach eigener Aussage älteste) bestehenden Glockengießereien Deutschlands, lieferte viele Geläute für evangelische Kirchen, seit dem 19. Jahrhundert über 20.000 Glocken gegossen.
Konstanz Nikolaus Oberacker gest. 1533 oder 1534 1507 Nikolaus Oberacker historisch Goss 1507 eine Glocke für die Kirche St. Agatha in Gaienhofen-Hemmenhofen und 1534 zwei Glocken für die Kirche St. Gallus in Walbertsweiler. Vor 1514 ist eine Zusammenarbeit mit dem Glocken- und Stückgiesser Hans Füssli in Zürich belegt.
Konstanz Rosenlächer, Glockengießerei 1769–1900 Leonhard Rosenlächer historisch
Regensburg Hamm-Hofweber, Glockengießerei um 1910–19?? historisch
Berlin Schultz, Johann Gottlieb um 1610–???? Johann Gottlieb Schultz (Johann Jakob Schultz?) historisch Lieferte 1705 die Bronzeglocken für die Dorfkirche Falkenhagen
Berlin Thiele, Johann Friedrich um 1710–nach 1818[13] Johann Friedrich Thiele, Nachfolger E. L. W. Thiele[14] historisch Lieferte 1765 die Carillon-Glocken der Potsdamer Garnisonkirche[15]
Lieferte 1778 die Glocke für die Sophienkirche in Brüssow[16]
In dieser Gießerei entstand im Jahr 1818 die große Glocke für die Schinkelkirche zu Wuthenow.
Aachen Von Trier um 1350–Anf. 18. Jahrhundert Peter I. von Trier (?) historisch
Mainz Zechbauer, Joseph 1800–1850 Joseph Zechbauer (1754–1828) aus Erfurt historisch Geselle bei Johann Martin Roth, seit 1819 Kooperationspartner von Sprinkhorn & Schrader, Betrieb wurde 1828 (Todesjahr von J. Zechbauer) von Carl Otto aus Kastellaun übernommen[17]
Arnsberg Delapaix, Glockengießerei 1639–~1728 Johann Delapaix historisch
Frankfurt am Main Wagner, Johann 1639–vor 1670 Johann Wagner historisch Geselle bei Wolfgang Neidhardt in Augsburg. Aus dem Zeitraum zwischen 1651 bis 1669 sind bisher 18 Glocken aus seiner Hand bekannt[17]
Frankfurt am Main Schneidewind, Glockengießerei um 1675–1798 Benedikt Schneidewind Johann und Andreas Schneidewind
Benedikt II. und Johann Georg Schneidewind
historisch Nachfolger von Johann Wagner[17][18]
Frankfurt am Main Barthels, Glockengießerei um 1687–1856 Johann Georg Barthels († 1733) Gebr. Barthels, Barthels & Mappes historisch Nachfolger der Gießerfamilie Schneidewind[18]
Mainz Roth (Glockengießerfamilie) 1670–~1800 Caspar Roth
aktiv bis 1683
Simon Michelin (1683 bis 1700)
Georg Christoph Roth (1700–1751)
Johann Martin Roth, Neffe von Georg Christoph (1751–1793)
historisch Ausbilder von Joseph Zechbauer[17]
Köln Duisterwalt um 1450–~1510 Johann Duisterwalt
Christian Duisterwalt
Sifart Duisterwalt
historisch
Frankenthal (Pfalz) Sprinkhorn & Schrader 1738–19. Jahrhundert Johann Caspar Schrader[19] historisch Einer der Vorläufer der Heidelberger Druckmaschinen AG. Seit 1819 Kooperation mit Joseph Zechbauer
Windecken, Hungen Bach, Glockengießerei 1741–1891 Johann Peter Bach (1722–1780) Johann Georg Bach, Johann Philipp Bach, Philipp Bach, Philipp Heinrich Bach († 1906) historisch [17]
Gießen, Darmstadt Henschel/Otto, Glockengießerei 1614–1895 Johannes Henschel Andreas Henschel, Johann Philip Henschel, Friedrich Wilhelm Otto, Georg Otto historisch [20]
Nürnberg Herold, Glockengießerei Balthasar Herold ? Bruder von Andreas Herold, 1648 Stückegießer in Preßburg, ab 1654 in Wien tätig
Rostock Monkehagen, Rickert de 1376–1464 Rickert de Monkehagen historisch Die Werkstatt gilt als die bedeutendste im 14. und 15. Jahrhundert in Mecklenburg und Pommern, was durch die große Zahl der noch im 21. Jhd. erhaltenen Glocken belegt ist.
Brilon Humpert 1762–1957 Caspar Greve aus Grevenstein Heinrich Humpert historisch Von 1929 bis 1933 gab es auch eine Glockengießerschule.
Bockenem Weule 1836–1966 Johann Friedrich Weule (1811–1897) Friedrich Weule (1855–1952) historisch, Eisenhartgussglocken
Wetzlar Buderus 1920 historisch, Gussstahlglocken Buderus goss nur, die Rippen stammten von den Gießereien Humpert und Rincker
Stralsund Zach, Glockengießerei 1817–1866 Simon Zach Eduard Zach historisch
Norddeutschland Apengeter, Hans vor 1300–nach 1351 Hans Apengeter historisch
Leipzig Zachariä, Bernhard seit 1808 aktiv[21] Fertigte unter anderem um 1900 die Turmuhr mit dreistimmigem Geläut für die Firma Wellner in Aue; außerdem das Glockenspiel im Rathaus Püttlingen und weltweite Akvitäten.
Stammbetrieb seit der Privatisierung: Perrot GmbH & Co. KG Turmuhren und Läuteanlagen in Calw
Erfurt Sorber, Nicolaus Jonas 1710–1759 Nicolaus Jonas Sorber (vor 1690-1759) historisch Lieferte unter anderem fünfstimmige Geläute für den Erfurter Dom, die Schlosskirche Weimar und die Michaeliskirche in Ohrdruf, aber auch kleine Glocken wie beispielsweise für die Traukirche von Johann Sebastian Bach in Dornheim
Bamberg [J. P. Lotter] vor 1877–19?? J. P. Lotter historisch Glocken- und Metallgießerei, Feuerlöschmaschinen- und Pumpenfabrik, Königlich Bayerischer Hoflieferant

Italien[Bearbeiten]

Heutige Ortsbezeichnung[1] Firmenname Zeitraum Gründer/
1. (bekannter) Gießer
Weitere bekannte Gießer/Inhaber aktiv/
historisch
Bemerkungen
Bolzone di Ripalta Cremasca
(Provinz Cremona)
Fonderia Allanconi seit 1980 aktiv Website
Burgio
(Provinz Agrigent)
Fonderia Virgadamo seit 1500 Rocco Cacciabaudo Rocco Cacciabaudo (heutiger Inhaber) aktiv Einzige Gießerei Siziliens
Website (im Bau)
Informationen auf der Website der Gemeinde
Castelnovo ne’ Monti
(Provinz Reggio Emilia)
Fonderia Capanni seit 1665 Bernardo Capanni (1665-1744) aktiv 1846 übernahm der Schmied Paolo Capanni die seit 1665 bestehende Glockengießerei der Familie Betalli. Der Betrieb wird von der Familie Capanni in sechster Generation geführt (Stand 2013).
Website
Vittorio Veneto
(Provinz Treviso)
Fonderia De Poli seit 1453 aktiv Eine der ältesten noch produzierenden Glockengießereien Italiens, in der Glocken von 8 bis 240 cm Durchmesser gegossen werden.
Website
Mondovì
(Provinz Cuneo/NW-Italien)
Fonderia Ecat seit 1997 Mazzola Achille di Valduggia aktiv Website
Agnone
(Provinz Isernia/Mittelitalien)
Fonderia Marinelli seit ~1200 Nicodemo Marinelli (1339) aktiv Website
Squinzano
(Provinz Lecce/Apulien, S-Italien)
Fonderia Campane Pellegrino seit dem 20. Jdt. aktiv Website

Österreich[Bearbeiten]

Heutige Ortsbezeichnung[1] Firmenname Zeitraum Gründer/
1. (bekannter) Gießer
Weitere bekannte Gießer/Inhaber aktiv/
historisch
Bemerkungen
Wiener Neustadt Glockengießerei Hilzer 1838–1907 Ignaz Hilzer Peter Ignaz Hilzer historisch
Waidring Kunst- und Glockenguss Foidl seit 1993 Richard Foidl aktiv Kleinglocken bis 25 kg. Betrieb besteht schon seit Generationen laut firmeneigener Website
Hötting Gießerei Löffler 1503–1623 Peter Löffler (~1468- vor 1530) Gregor Löffler (~1490–1555) (Sohn)
Hans (~1530–1595) (Enkel)
Christoph (1568–1623) (Urenkel)
historisch Diese Gießerei wurde bis 1854 von anderen Gießerfamilien weitergeführt, z.B. von Reinhart und Miller.[22]
Hötting Glockengießerei Miller 1774–1854 Simon Peter Miller Josef Georg Miller historisch Letzte Inhaber der von Löffler gegründeten Gießerei
Innsbruck Glockengießerei Grassmayr (Innsbruck) seit 1599 Bartlme Grassmayr (Habichen) aktiv Marktführer in Österreich, aber auch sehr stark international tätig. Größte Glocke bisher ist die Glocke für die Verklärungsbasilika am Berg Tabor (Israel) mit einem Gewicht von 15.684 kg, einem Durchmesser von 287,1 cm, und dem Schlagton d0.
Website
Salzburg Glockengießerei Oberascher 1618/1665–2003 Jakob Lidl (1618) /
Johann Baptist Oberascher (1665)
Johann Eisenberger
Benedikt Eisenberger
Johann Hackhl
Johann Georg Leschinger
Johann Oberascher
Franz Oberascher I
Josef Oberscher
Franz Oberascher II
Ing. Georg Sippel
historisch Goss die Concordia 2000, die zweitgrößte Glocke Italiens.
Informationen auf Salzburg-Wiki
Pressebericht über das Konkurrenzverhalten Grassmayr-Oberascher
Wien Glockengießerei Pfundner 1906–1970 Josef Pfundner sen. Josef Pfundner jun. historisch [22]
St. Florian Oberösterreichische Glocken- und Metallgießerei 1917–1994 Anton Gugg Johann Dettenrieder
Dipl.-Ing. Karl Geiß
Dr. Eiglsberger
historisch Karl Geiß goss 1951 die Pummerin für den Wiener Stephansdom[22]
Feldkirch Glockengießerei Grassmayr (Feldkirch) 1791–1914 Jakob Veit Grassmayr Anton Josef Grassmayr historisch Onkel von Johann Grassmayr[23]
Wien Johann Achamer 1678–1712 Johann Achamer historisch Fertigte 1711 die Josephinische Glocke.
Krems an der Donau Mathias Prininger 1683–1718 Mathias Prininger historisch [22]
Wien Glockengießerei Scheichel 1719–1809 Franz Ulrich Scheichel Franz Josef Scheichel
Theresia Scheichel
historisch [22]
Kapfenberg Böhler 1917–1926 Gebrüder Böhler historisch Guss von Stahlglocken[22]

Schweiz[Bearbeiten]

Heutige Ortsbezeichnung[1] Firmenname Zeitraum Gründer/
1. (bekannter) Gießer
Weitere bekannte Gießer/Inhaber aktiv/
historisch
Bemerkungen
Basel Ludwig Peiger 1470–1496 Ludwig Peiger historisch Lieferte die berühmte Schillerglocke von Schaffhausen, siehe auch: Wetterläuten
Zürich Peter Füssli (1476) 15. Jahrhundert Peter Füssli (gest. 1476) historisch Lieferte Glocken für den St. Peter und die Predigerkirche. Im 14. Jh. sind Angehörige der Familie als Giesser belegt. Die Giesserei bestand bis ins 19. Jh.
Zürich Peter Füssli (1499) 15. Jahrhundert Peter Füssli (gest. 1499) historisch Im 14. Jh. sind Angehörige der Familie als Giesser belegt. Die Giesserei bestand bis ins 19. Jh.
Zürich Hans Füssli 15.–16. Jahrhundert Hans Füssli (1478–1538) historisch Im 14. Jh. sind Angehörige der Familie als Giesser belegt. Die Giesserei bestand bis ins 19. Jh. Vor 1514 ist eine Zusammenarbeit mit dem Glocken- und Stückgiesser Nikolaus Oberacker belegt.
Zürich Peter Füssli 15.–16. Jahrhundert Peter Füssli (1482–1548) historisch Im 14. Jh. sind Angehörige der Familie als Giesser belegt. Die Giesserei bestand bis ins 19. Jh.
Zürich Peter Füssli 1604–1629 Peter Füssli (1577–1629) historisch Im 14. Jh. sind Angehörige der Familie als Giesser belegt. Die Giesserei bestand bis ins 19. Jh.
Basel Glockengießerei Weitenauer vor 1685–1825 Hans Heinrich Weitenauer (?) historisch
Basel Johann Jakob Schnegg 1826–1889 Johann Jakob Schnegg historisch
Aarau Glockengießerei Rüetschi AG seit 1367 Walter Reber Hans-Jakob Stalter aktiv [24]
Staad Glockengießerei Egger 1873–1940 Jakob Egger Wilhelm Egger historisch
Riedtwil Gießerei Kohler ????–2008 Alfred Kohler historisch wurde von Glutz AG 2008 übernommen[25]
Schaffhausen Geschütz- und Glockengießerei Schalch 1661–1738 (Betrieb bestand knapp 90 Jahre) Tobias Schalch historisch Lieferte 1700 eine aus einer 1622 neu geschaffenen Glocke umgegossene Glocke für die Kirche zu Uesslingen.
Lieferte 1692 die Glocke vom ehemaligen Haus "Zum Sternen" in Neuhausen am Rheinfall
Lieferte 1705 eine der drei Glocken für die Wallfahrtskirche in Klingenzell
Lieferte 1705 eine Glocke an die Benediktinerabtei Kloster Fischingen
Bärau Glockengießerei Berger seit 1730 aktiv Nach Auskunft der Mitbesitzerin, Frau Kern-Berger, gibt es keine Aufzeichnungen über die Geschichte der Familie.[26]

Weitere Länder[Bearbeiten]

Staat Heutige Ortsbezeichnung[1] Firmenname Zeitraum Gründer/
1. (bekannter) Gießer
Weitere bekannte Gießer/Inhaber aktiv/
historisch
Bemerkungen
Russland Kaliningrad Glockengießerei Dörling 18. Jahrhundert Andreas Dörling historisch Lieferte 1726 die Peter-und-Paul-Glocke für die Katharinenkirche in Braniewo
Goss 1727 die Glocke für die St.-Andreas-Kirche des Dorfes Kalkstein in Ostpreußen im Kreis Heilsberg (Ermland)[27]
Lieferte 1746 die Glocke für die evangelische Kirche in Prawdinsk
Goss 1736 die Silberglocke für den Königsberger Dom
Niederlande Aarle-Rixtel Königliche Glockengießerei Petit & Fritsen 1660–2014 Nicolas Jullien historisch Wurde im Mai 2014 von der Konkurrenzfirma Eijsbouts übernommen, da kein Firmennachfolger vorhanden war. Petit & Fritsen gossen viele Carillons, darunter bereits Mitte des 18. Jahrhunderts das Carillon, das später in der Berliner Parochialkirche eingebaut wurde.[28] Außerdem eines der größten der Niederlande für die Eusebiuskerk in Arnhem (Grundglocke e° mit 9.200 kg, 1994 gegossen).
Polen Węgrów Glockengießerei Kruszewscy seit 1920 Jakub Kruszewski (1886–1946) aktiv [29]
Niederlande Beerta Glocken- und Kunstgießerei Reiderland seit 1988 Simon Laudy aktiv Neuguss von 7 Glocken in Van Wou-Rippe für die Bovenkerk in Kampen-Overijssel; zweitgrößtes freischwingendes Geläute der Niederlande.[30]
Niederlande Zutphen Franz und Pieter Hemony 1640–1657 François (* 1609 in Levécourt; † 1667 in Amsterdam) Pieter (Pierre) (* 1619 in Levécourt; † 1680 in Amsterdam) historisch
Polen Krakau
Lemberg
Valentin Faltin 15. Jahrhundert Valentin Faltin historisch
Frankreich Le Mans Amédée Bollée 18??–1917 Amédée Bollée historisch
Polen Danzig Gerdt Benningk 1601–1643 Gerdt Benningk historisch
Belgien/
Luxemburg
Frankreich
Tellin (B.)
Diekirch (L.) (1864)
Colmar (F.) (1871)
Anhée (B.) (1885)
Straßburg (F.) (1892)
Glockengießerei Causard 1832–1970 Charles Causard Jean-Baptiste Causard[31] historisch Etwa 13.000 Glocken mit einem Gesamtgewicht von 3.000 Tonnen wurden gegossen.[32]
Frankreich Villedieu-les-Poêles Cornille-Havard seit 1865 Adolphe Havard aktiv
Frankreich Annecy Glockengießerei Paccard seit 1796 Antoine Paccard aktiv
Frankreich Lothringen Claude Rosier 16??–16?? Claude Rosier († 1673) historisch
Niederlande Asten Klokkengieterij Eijsbouts seit 1872 Bonaventura Eijsbouts aktiv Goss die größte freischwingende noch tönende Glocke der Welt, die Tokinosumika-Glocke in Japan, mit 36.250 kg.[33]
Niederlande Kampen Klokkengieterij van Wou 1482–1527 Gerhard van Wou Johannes van Wou (Vater) historisch Goss 1497 die Gloriosa für den Erfurter Dom
Lehrmeister von Wolter Westerhues
Polen Breslau Glockengießerei Krieger Johann Georg Krieger (*17. Sept. 1728, †6. Juni 1810) Benjamin Krieger (*13. Sept. 1764 in Breslau, †2. Nov. 1834 in Breslau), Sohn;
Peter Adolf Krieger (*15. April 1805 in Breslau, †15. April 1867 in Breslau, ∞1849), Enkel
? Fertigte 1769 die schönste, noch erhaltene Glocke für die Breslauer Kreuzkirche. Die Glocke ist reich verziert und enthält Beschriftungen: Am oberen Rand der Verzierungen: Johann George Krieger Me Fudit Breslau. Unterhalb der Verzierungen steht: Friederico Borussorum Rege Feliciter Gubernator. In der Mitte des Glockenmantels befindet sich das sehr schöne Reliefbild des hl. Bartholomäus, zu beiden Seiten des Bildes die Weiheinschrift: Sup [sic!] Patrocinio S: Bartholomaei Apostoli.[34]
Lieferte 1786 die Kirchenglocke für die St.-Laurentius-Kirche in Halle-Seeben[35]
Lieferte 1829 die beiden ersten Glocken der Kirche in Markt Bohrau[36]
Lieferte 1771 und 1788 die Glocken für die St.-Nikolaus-Kirche in Glogau[37]
Lieferte 1783 die neue Glocke für die Kirche in Leuthen[38]
Lieferte 1806 die Dominika für die Martinskirche in Stuttgart-Möhringen[39]
Lieferte 1771 eine Glocke für die Maria-Hilf-Kirche in Wiesbaden[40]
Lieferte 1789 zwei Glocken für die Schlosskirche in Groß Wartenberg[41]
Polen Stettin Glockengießerei Scheel 1721–vor 1798[42] historisch Lieferte 1726 eine Glocke für die Kirche in Casekow-Petershagen[43]
Lieferte 1751 eine Glocke für die Sophienkirche zu Brüssow[44]
Lieferte 1734 zwei Glocken für die Kirche zu Luckow[45]
War auch in Stettin als Gießer tätig. Von dort lieferte er 1767 eine Glocke nach Menkin[46]
Polen Przemyśl Jan Felczyński seit 1808 aktiv [47]
Rumänien Arad Glockengießerei König Friedrich König ?
Russland Jaroslawl Glockengießerei Jaroslawl ?
Russland Tutajew Glockengießerei Schuwalow seit 1990 Nikolai Schuwalow aktiv Informationen bei Stimme Russlands
Lieferte 2001 die 13 neuen Glocken für die russisch-orthodoxe Kathedralkirche in München[48]
Schweden Sigtuna Bergholtz klockgjuteri seit 1853 aktiv
Schweden Ystad M & O Ohlsson seit 1805 Der Großvater der Brüder M (Martin Wilhelm) (* 22. November 1865; † ?) und O (Olof) (* 6. Mai 1854 in Ystad; † 16. Januar 1935 in Lübeck) Ohlsson aktiv
Spanien Meruelo Glockengießerei Meruelo ? In Meruelo gibt es ein Glockenmuseum[49]
Tschechien Komotau Glockengießerei Herold 1790–1945 Pietschmann Julius Herold, Richard Herold historisch In der Glockengasse lebte schon vor etwa 200 Jahren ein Glockengießer namens Pietschmann. Von diesem ging das Gewerbe auf seinen Schwiegersohn Herold über. Die Glockengießerei Herold war bis 1945 eine der größten in Böhmen.
Georg Herold war aus der berühmten und weitverzweigten Erzgießerdynastie Herold, einer Familie von Meistern. Sein Sohn Balthasar war Nürnberger Glocken- und Stückgießer (* 1625 Nürnberg, † 1683) und arbeitete u. a. in Warschau und Wien (kaiserlicher Glockengießer) zusammen mit Wolf-Hieronymus Herold. Ein Christoph Herold, vielleicht Bruder von Georg, schuf 1607 reichverzierte Bronzerahmen z. B. für eine Kirche in Salzburg, ein Andreas Herold (1623–1696) arbeitete 1650 in Dresden und 1667 in Meißen, sein Sohn Adam (1659–1711) war ein deutscher Pädagoge und Theologe. Andreas’ Bruder Balthasar jun. arbeitete 1648 als Stückgießer in Preßburg und 1654 in Wien und goss neben Kanonen auch Taufbecken und Figuren sowie prachtvolle barocke Glocken in zwei Werkstätten gleichzeitig. Ein Hans Georg Herold gibt es 1671 in Breslau. Johann Balthasar goss um 1708 in Nürnberg und ein A. Gg. einen Epitaph um 1802 wiederum in Nürnberg. Die berühmte Nürnberger Gießhütte wurde von einem Georg Herold im 19. Jahrhundert weitergeführt mit Aufträgen z. B. in Australien und Schweden. Bronzeglocken gab es bereits ab 1200. Wolfgang (* 1620) arbeitete 1652 in Nürnberg als Geschützzieher mit anderen namhaften Handwerkern und goss Materialien für den Brunnenbau in Bronze[50]
Tschechien Herrnhübel, nach 1945 (tschech.) Hledany vyraz, verschwundener Ort 18./19. Jh. Joseph Kittel, (Stückgießer) historisch 1802: Umguss einer Glocke des Geläuts der Dreifaltigkeitskirche Neusalza, seit Ende 20. Jhd. Ortsteil der Stadt Neusalza-Spremberg in der Oberlausitz
Vereinigtes Königreich Chew Stoke (Somerset) Bilbie Familie spätes 17. Jahrhundert–frühes 19. Jahrhundert ? Informationen in der englischen Wikipedia
Vereinigtes Königreich London Whitechapel Bell Foundry seit 1670 aktiv [51]
Vereinigtes Königreich Loughborough John Taylor & Co. Bell Foundry seit 1784 aktiv [52]
Vereinigte Staaten Cincinnati, Ohio Verdin Company Turmuhr Werk seit 1842; Partner der niederländischen Glockengießerei Petit & Fritsen seit 1953; auch mobile Glockengießerei seit 2002 aktiv [53]
Ungarn Pest Heinrich Eberhard 1800–1839 Heinrich Eberhard historisch [54]
Ungarn Sopron Friedrich Seltenhofer 1815–1945 Friedrich Seltenhofer Ludwig Seltenhofer (Sohn) historisch Lieferte 1846 eine Glocke für die Antoniuskirche in Raiding
Lieferte 1854 eine Glocke für die Christuskirche in Mörbisch />Lieferte 1927 eine Glocke für die Evangelische Kirche in Sopron.
Ungarn Budapest Laszlo Szlezak ?–195? Rafael Szlezak historisch [54]
Ungarn Lajos Gombos seit dem 20. Jhd. Lajos Gombos (Stiefsohn von Leo Szlesak) aktiv [54]
Ungarn Johannes Schmox 1678–1679 Johannes Schmox historisch [54]
Ungarn Georgius Podolinski 1704 Georgius Podolinski historisch [54]
Russland Königsberg Johann Hinrich Armowitz 1725–1771 Johann Hinrich Armowitz
(* Ende 17. Jahrhundert,
† 2. Januar 1771)
historisch 1750 wurde er als Nachfolger seines Schwagers Lorenz Strahlborn zum Lübecker Ratsgießmeister berufen.
Theodor Storm machte Armowitz als Franz Armowitzer zur Hauptfigur seiner nicht vollendeten und nur in Fragmenten erhaltenen Erzählung Die Armesünderglocke.
Slowakei Spišská Nová Ves Konrad Gaal 1357–1516 Konrad Gaal Jan Weygel 1386–1426, Nikolaus Gaal 14./15. Jh., Matthew Gaal 1427–1472, Pavol Gaal 15. Jh., Vincent Gaal 1456–?, Jan Wagner 1475–1516. historisch Im Jahr 1357 13.700 kg Glocke für Visegrad gegossen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b c d e Im Laufe der Geschichte lagen die Orte der Firmen in unterschiedlichen Herrschaftsgebieten. Da nicht immer der Zeitraum des Bestehens einer Gießerei bekannt ist, soll hier der Ort eingegeben werden, wenn er im Bereich des Staates liegt, der in der Überschrift des Abschnittes genannt ist.
  2. HAZ:Hannovers Glocken erzählen viele Geschichten, zuletzt abgerufen am 15. Februar 2014
  3. Website der Gemeinde Ziegelheim
  4. Informationen auf www.brandhilfe.info des Neckar-Verlags
  5. Informationen hierzu auf der Website von Nellenburg
  6. Informationen auf der Website der Feuerwehr Hohenfels
  7. Website der Abtei Maria Laach
  8. Beleg auf der Website von Wilhelm von Zweibrücken
  9. Belege bei Google-Books
  10. Website von Frankenthal (PDF-Datei; 20 kB)
  11. Website des Museums
  12. Glockenbücher (PDF-Datei; 63 kB)
  13. Turm und Glocken der Kirche in Wuthenow auf der Gemeindehomepage
  14. http://digital.zlb.de/viewer/image/013155997_1818/330/[Thiele, E. L. W.; Glockengießer]; Adresse Klosterstraße 58 in Berlin. In: Berliner Namens- und Adressbuch 1818
  15. Erwähnung bei www.carillon-berlin.de
  16. Beschreibung beim Kirchenkreis Pasewalk
  17. a b c d e Informationen bei Arcor.de
  18. a b Konrad Bund: Frankfurter Glockengießer. In: Frankfurter Glockenbuch. Kramer, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-7829-0211-0 (formal falsche ISBN). (Mitteilungen aus dem Frankfurter Stadtarchiv 4)
  19. Informationen der TU Darmstadt, S. 144.
  20. Gustav Ernst Köhler: Alte Glockengießer im Lahn-Dill-Gebiet (PDF; 339 kB), in: Heimatbrief der HGV Reiskirchen e.V., Ausgabe 2/2004.
  21. Homepage Firma Zachariä, Turmuhren und Glocken
  22. a b c d e f Jörg Wernisch: Glockenkunde von Österreich. Journal-Verlag, Lienz 2006
  23. Informationen bei Youtube
  24. Website
  25. Information auf der Website von Glutz
  26. Website des Unternehmens
  27. Informationen über Glocken im Dekanat Bergheim (PDF-Datei; 522 kB)
  28. Uwe Aulich: Eine Spitze auf dem Stumpf. In: Berliner Zeitung vom 27. Okt. 2014, S. 18.
  29. Website
  30. Website
  31. Informationen bei Watch-Wiki.org
  32. Informationen in französischer Sprache
  33. Website
  34. Gerhard Scheuermann: Breslau-Lexikon
  35. Informationen bei briccius.de
  36. Geschichte der Kirchgemeinde Markt Bohrau
  37. Informationen des Glogauer Heimatbundes
  38. Chronik von Breslau
  39. Chronik der Möhringer Martinskirche
  40. Beschreibung des Geläuts auf Youtube
  41. Informationen aus Groß Wartenberg
  42. Pyritzer Kreiskalender
  43. Informationen des Kirchenkreises Pasewalk
  44. Informationen des Kirchenkreises Pasewalk
  45. Informationen bei Frohebotschaftblog.wordpress.com
  46. Infos beim Kirchenkreis Pasewalk
  47. Website des Unternehmens
  48. Informationen bei Sobor.de
  49. Informationen bei Flickr.com
  50. Fast wörtlich übernommen von:Familie Herold
  51. Website des Unternehmens
  52. Website des Unternehmens
  53. Website des Unternehmens
  54. a b c d e Informationen bei Baufachinformation.de