Oscarverleihung 2003

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Die Oscarverleihung 2003 fand am 23. März 2003 im Kodak Theatre in Los Angeles statt. Es waren die 75th Annual Academy Awards. Im Jahr der Auszeichnung werden immer Filme des vergangenen Jahres ausgezeichnet, in diesem Fall also die Filme des Jahres 2002. Gewinner des Abends war das Film-Musical Chicago, das 6 Oscars gewinnen konnte. Neben der wichtigsten Kategorie Bester Film und dem Preis für die Beste Nebendarstellerin (Catherine Zeta-Jones) konnte der Film allerdings nur technische Kategorien gewinnen.

Drei wichtige Kategorien hingegen konnte das Drama Der Pianist gewinnen: Bester Hauptdarsteller (Adrien Brody), Beste Regie (Roman Polański) und Bestes adaptiertes Drehbuch (Ronald Harwood).

Der Preis für die beste Hauptdarstellerin ging an Nicole Kidman für ihre Leistungen in The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit (keine weiteren Oscars). Auch Adaption – Der Orchideen-Dieb konnte nur einen Darstellerpreis bekommen: Bester Nebendarsteller für Chris Cooper.

Zwei Oscars gingen sowohl an die Biographie-Verfilmung Frida als auch an den zweiten Teil der Herr der Ringe-Trilogie unter Peter Jackson: Die zwei Türme.

Der deutsche Beitrag Nirgendwo in Afrika konnte sich gegen die internationalen Kontrahenten in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film durchsetzen. Regisseurin Caroline Link konnte den Preis aufgrund ihrer erkrankten Tochter allerdings nicht persönlich entgegennehmen.

Rapper Eminem gewann als erster Rapper der Geschichte mit seinem Song „Lose Yourself“ aus dem Film 8 Mile den Preis in der Kategorie Bester Song. Zum ersten Mal seit die Oscarverleihung im Fernsehen zu sehen ist, trat der Gewinner dieser Kategorie nicht während der Show auf, da sich Eminem weigerte eine „entschärfte“ Version seines Songs aufzuführen und lieber der Show fernblieb.

Michael Moore gewann den Oscar für den Besten Dokumentarfilm. Er nutzte dabei die Gelegenheit, um gegen George Bush und den Irakkrieg, den die internationale Koalition gerade begonnen hatte, zu protestieren.

Statistik
(aufgeführt werden Filme mit mehr als einer Nominierung)
N=Nominierung; S=Sieg
Film N S
Chicago 13 6
Gangs of New York 10 0
The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit 9 1
Der Pianist 7 3
Der Herr der Ringe: Die zwei Türme 6 2
Frida 6 2
Road to Perdition 6 1
Adaption – Der Orchideen-Dieb 4 1
Dem Himmel so fern 4 0
Sprich mit ihr 2 1
About Schmidt 2 0
Spider-Man 2 0
Catch Me If You Can 2 0

Moderation[Bearbeiten]

Steve Martin führte zum zweiten Mal als Moderator durch die Oscarverleihung. Die Präsentatoren der Kandidaten sind bei den jeweiligen Kategorien weiter unten aufgeführt.

Gewinner und Nominierungen[Bearbeiten]

Meiste Oscars Chicago (6 Auszeichnungen)
Meiste Nominierungen Chicago (13 Nominierungen)

Bester Film[Bearbeiten]

präsentiert von Michael und Kirk Douglas

ChicagoMartin Richards

Gangs of New YorkAlberto Grimaldi, Harvey Weinstein
The Hours – Von Ewigkeit zu EwigkeitScott Rudin, Robert Fox
Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (The Lord of the Rings: The Two Towers)Barrie M. Osborne, Fran Walsh, Peter Jackson
Der PianistRoman Polański, Robert Benmussa, Alain Sarde

Regie[Bearbeiten]

Roman Polański mit Adrien Brody (links) in Cannes 2002

präsentiert von Harrison Ford

Roman PolańskiDer Pianist

Rob MarshallChicago
Martin ScorseseGangs of New York
Stephen DaldryThe Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit
Pedro AlmodóvarSprich mit ihr (Hable con ella)

Hauptdarsteller[Bearbeiten]

präsentiert von Halle Berry

Adrien BrodyDer Pianist

Nicolas CageAdaption – Der Orchideen-Dieb (Adaptation.)
Michael CaineDer stille Amerikaner (The Quiet American)
Daniel Day-LewisGangs of New York
Jack NicholsonAbout Schmidt

Hauptdarstellerin[Bearbeiten]

Nicole Kidman

präsentiert von Denzel Washington

Nicole KidmanThe Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit

Salma HayekFrida
Diane LaneUntreu
Julianne MooreDem Himmel so fern (Far from Heaven)
Renée ZellwegerChicago

Nebendarsteller[Bearbeiten]

präsentiert von Jennifer Connelly

Chris CooperAdaption – Der Orchideen-Dieb (Adaptation.)

Ed HarrisThe Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit
Paul NewmanRoad to Perdition
John C. ReillyChicago
Christopher WalkenCatch Me If You Can

Nebendarstellerin[Bearbeiten]

präsentiert von Sean Connery

Catherine Zeta-JonesChicago

Kathy BatesAbout Schmidt
Julianne MooreThe Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit
Queen LatifahChicago
Meryl StreepAdaption – Der Orchideen-Dieb (Adaptation.)

Animationsfilm[Bearbeiten]

präsentiert von Cameron Diaz

Chihiros Reise ins Zauberland (Sen to Chihiro no Kamikakushi)Hayao Miyazaki

Ice AgeChris Wedge
Lilo & StitchChris Sanders
Spirit – Der wilde Mustang (Spirit: Stallion of the Cimarron)Jeffrey Katzenberg
Der Schatzplanet (Treasure Planet)Ron Clements

Szenenbild[Bearbeiten]

präsentiert von Jennifer Lopez

ChicagoJohn Myhre, Gordon Sim

FridaFelipe Fernández del Paso, Hannia Robledo
Gangs of New YorkDante Ferretti, Francesca Lo Schiavo
Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (The Lord of the Rings: The Two Towers)Grant Major, Dan Hennah, Alan Lee
Road to PerditionDennis Gassner, Nancy Haigh

Kamera[Bearbeiten]

präsentiert von Julia Roberts

Road to PerditionConrad L. Hall

ChicagoDion Beebe
Dem Himmel so fern (Far from Heaven)Edward Lachman
Gangs of New YorkMichael Ballhaus
Der PianistPaweł Edelman

Kostüm-Design[Bearbeiten]

präsentiert von Mira Sorvino

ChicagoColleen Atwood

FridaJulie Weiss
Gangs of New YorkSandy Powell
The Hours – Von Ewigkeit zu EwigkeitAnn Roth
Der PianistAnna B. Sheppard

Dokumentarfilm (Langform)[Bearbeiten]

präsentiert von Diane Lane

Bowling for ColumbineMichael Moore, Michael Donovan

Daughter from DanangGail Dolgin, Vicente Franco
Nomaden der Lüfte – Das Geheimnis der Zugvögel (Le Peuple migrateur)Jacques Perrin
Kurt Gerron – Gefangen im Paradies (Prisoner of Paradise)Malcolm Clarke, Stuart Sender
SpellboundJeffrey Blitz, Sean Welch

Dokumentarfilm (Kurzfilm)[Bearbeiten]

präsentiert von Samuel L. Jackson

Twin TowersBill Guttentag, Robert David Port

The Collector of Bedford StreetAlice Elliott
Mighty Times: The Legacy of Rosa ParksRobert Hudson, Robert Houston
Why Can't We Be a Family Again?Roger Weisberg, Murray Nossel

Schnitt[Bearbeiten]

präsentiert von Geena Davis

ChicagoMartin Walsh

Gangs of New YorkThelma Schoonmaker
The Hours – Von Ewigkeit zu EwigkeitPeter Boyle
Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (The Lord of the Rings: The Two Towers)Michael Horton
Der PianistHervé de Luze

Fremdsprachiger Film[Bearbeiten]

präsentiert von Salma Hayek

Nirgendwo in Afrika – Deutschland – Regie: Caroline Link

Die Versuchung des Padre Amaro – Mexiko – Regie: Carlos Carrera
Hero (Ying xiong) – China – Regie: Zhang Yimou
Der Mann ohne Vergangenheit (Mies vailla menneisyyttä) – Finnland – Regie: Aki Kaurismäki
Drei Furien & ein warmer Bruder – Niederlande – Regie: Paula van der Oest

MakeUp[Bearbeiten]

präsentiert von Nia Vardalos

FridaJohn E. Jackson, Beatrice De Alba

The Time MachineJohn M. Elliott Jr., Barbara Lorenz

Musik (Original Score)[Bearbeiten]

präsentiert von Renée Zellweger

FridaElliot Goldenthal

Catch Me If You CanJohn Williams
Dem Himmel so fern (Far from Heaven)Elmer Bernstein
The Hours – Von Ewigkeit zu EwigkeitPhilip Glass
Road to PerditionThomas Newman

Musik (Original Song)[Bearbeiten]

präsentiert von Barbra Streisand

Lose Yourself aus 8 MileEminem, Jeff Bass, Luis Resto

„I Move On“ aus ChicagoJohn Kander, Fred Ebb
„Burn It Blue“ aus FridaElliot Goldenthal, Julie Taymor
„The Hands That Built America“ aus Gangs of New YorkBono, The Edge, Adam Clayton, Larry Mullen junior
„Father and Daughter“ aus Die Abenteuer der Familie Stachelbeere (The wild Thornberrys Movie)Paul Simon

Kurzfilm (Animiert)[Bearbeiten]

präsentiert von Jennifer Garner und Micky Maus

Die Chubbchubbs! (The Chubbchubbs!) – Regie: Eric Armstrong und Jacquie Barnbrook

Atama-yama (頭山) – Regie: Kōji Yamamura
Katedra – Regie: Tomasz Bagiński
Mikes neues Auto (Mike's New Car) – Regie: Peter Docter und Roger Gould
Das Rad – Regie: Chris Stenner und Heidi Wittlinger

Kurzfilm (Live Action)[Bearbeiten]

präsentiert von Jennifer Garner

This Charming Man (Der er en yndig mand) – Martin Strange-Hansen, Mie Andreasen

Fait d’hiverDirk Beliën, Anja Daelemans
Dog (Inja) – Steve Pasvolsky, Joe Weatherstone
J’attendrai le suivant …Philippe Orreindy, Thomas Gaudin
Johnny FlyntonLexi Alexander, Alexander Buono

Tonschnitt[Bearbeiten]

präsentiert von Julianne Moore

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (The Lord of the Rings: The Two Towers)Ethan Van der Ryn, Mike Hopkins

Minority ReportRichard Hymns, Gary Rydstrom
Road to PerditionScott Hecker

Tonmischung[Bearbeiten]

präsentiert von Julianne Moore

ChicagoMichael Minkler, Dominick Tavella, David Lee

Gangs of New YorkTom Fleischman, Eugene Gearty, Ivan Sharrock
Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (The Lord of the Rings: The Two Towers)Christopher Boyes, Michael Semanick, Michael Hedges, Hammond Peek
Road to PerditionScott Millan, Bob Beemer, John Pritchett
Spider-ManKevin O’Connell, Greg P. Russell, Ed Novick

Visuelle Effekte[Bearbeiten]

präsentiert von Keanu Reeves

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (The Lord of the Rings: The Two Towers)Jim Rygiel, Joe Letteri, Randall William Cook, Alex Funke

Spider-ManJohn Dykstra, Scott Stokdyk, Anthony LaMolinara, John Frazier
Star Wars: Episode II – Angriff der KlonkriegerRob Coleman, Pablo Helman, John Knoll, Ben Snow

Adaptiertes Drehbuch[Bearbeiten]

präsentiert von Marcia Gay Harden

Der PianistRonald Harwood

About a Boy oder: Der Tag der toten EntePeter Hedges, Chris Weitz, Paul Weitz
Adaption – Der Orchideen-Dieb (Adaptation.)Charlie Kaufman, Donald Kaufman
ChicagoBill Condon
The Hours – Von Ewigkeit zu EwigkeitDavid Hare

Original-Drehbuch[Bearbeiten]

präsentiert von Ben Affleck

Sprich mit ihr (Hable con ella)Pedro Almodóvar

Dem Himmel so fern (Far from Heaven)Todd Haynes
Gangs of New YorkJay Cocks, Steven Zaillian, Kenneth Lonergan
My Big Fat Greek Wedding – Hochzeit auf griechischNia Vardalos
Y Tu Mamá También – Lust for Life (Y tu mamà tambièn)Carlos Cuarón, Alfonso Cuarón

Ehren-Oscars[Bearbeiten]

Honorary Award[Bearbeiten]

präsentiert von Meryl Streep

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Jürgen Kubiak: Die Oscar-Filme. Die besten Filme der Jahre 1927/28 bis 2004. Die besten nicht-englischsprachigen Filme der Jahre 1947 bis 2004. Die besten Animationsfilme der Jahre 2001 bis 2004. Schüren, Marburg 2005, ISBN 3-89472-386-6

Weblinks[Bearbeiten]