Vismes

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Vismes
Wappen von Vismes
Vismes (Frankreich)
Vismes
Region Hauts-de-France
Département Somme
Arrondissement Abbeville
Kanton Gamaches
Gemeindeverband Aumale Blangy-sur-Bresle
Koordinaten 50° 1′ N, 1° 40′ OKoordinaten: 50° 1′ N, 1° 40′ O
Höhe 71–124 m
Fläche 13,26 km2
Einwohner 486 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 37 Einw./km2
Postleitzahl 80140
INSEE-Code

Mariä-Geburts-Kirche

Vismes (picardisch: Vinme) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 486 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Somme in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde liegt im Arrondissement Abbeville und ist Teil des Kantons Gamaches.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Bahnstrecke nach Gamaches

Die in die Ortsteile Vismes-au-Mont un d Vismes-au-Val gegliederte Gemeinde liegt im Vimeu im Quellgebiet des Flüsschens Vimeuse fast vollständig nordwestlich der Autoroute A 28; östlich schließt die Gemeinde Martainneville, westlich die Gemeinde Frettemeule an. Der Ort liegt an der 1993 stillgelegten Bahnstrecke von Longpré-les-Corps-Saints nach Gamaches. Zu Vismes gehören die Ortsteile Hantecourt im Westen und Le Plouy im Osten sowie Wiammeville und Morival im Süden.

Toponymie und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname wird auf denselben keltischen Wortstamm zurückgeführt wie der Fluss Wümme in Niedersachsen.[1] Ein Friedhof aus der Latènezeit bezeugt frühe Besiedelung.

Im Jahr 1066 wurde eine Motte (Burg) von Theobald Fretel de Vismes errichtet; sie nutzte einen natürlichen Hügel, der von einem Graben umgeben wurde. Vismes wurde 1320 zur Baronie erhoben. Das Schloss wurde 1372 durch John of Gaunt, 1. Duke of Lancaster zerstört.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
412 395 367 326 314 306 326 440

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister (maire) ist seit 2001 Nicolas Plé.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1711 erbautes Schloss von Plouy
  • Motte castrale von Vismes-au-Mont[2]
  • Mariä-Geburts-Kirche aus dem 15. Jahrhundert, 1920 als Monument historique klassifiziert[3].
  • mittelalterliche Ummauerung in Vismes-au-Mont

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eugène Verlant (1867–1958), Ingenieur und Schöpfer des französischen Eisenbahnsignalwesens, hier geboren.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Xavier Delamarre: Dictionnaire de la langue gauloise. Une approche linguistique du vieux-celtique continental, Paris, éditions Errance, 2003, S. 226–227
  2. culture.gouv.fr
  3. Église in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vismes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien