Caours

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Caours
Caours (Frankreich)
Caours
Region Hauts-de-France
Département Somme
Arrondissement Abbeville
Kanton Abbeville-1
Gemeindeverband Communauté de communes de l’Abbevillois
Koordinaten 50° 8′ N, 1° 53′ OKoordinaten: 50° 8′ N, 1° 53′ O
Höhe 6–87 m
Fläche 6,13 km2
Einwohner 604 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 99 Einw./km2
Postleitzahl 80132
INSEE-Code

Kirche Saint-Martin

Caours (picardisch: Cœu) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 604 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Somme in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde liegt im Arrondissement Arrondissement Abbeville und ist Teil der Communauté de communes de l’Abbevillois und des Kantons Abbeville-1.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde am Flüsschen Scardon, in den hier ein kleiner Zufluss, die von Norden kommende Drucat mündet, schließt sich unmittelbar nordöstlich an Abbeville an, von der sie in etwa durch den 1022 Meter langen Viaduc du Scardon getrennt wird, über den die Autoroute A16 verläuft. Zu Caours gehört der Ortsteil L’Heure. Auf der Trasse der ehemaligen Bahnstrecke von Doullens über Auxi-le-Château nach Abbeville wird heute ein Wanderweg, die Voie Verte (Traverse du Ponthieu), geführt.

Toponymie und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caours wird im Jahr 636 als Corteanum genannt.

In der Eem-Warmzeit entstand der Kalktuff von Caours. In der Frühzeit lagerten hier Gruppen von Jägern, was Ausgrabungen aus dem Jahr 2005 belegen. 1961 wurde ein gallo-römischer Sarkophag gefunden. Auch ein merowingischer Friedhof trat zutage.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011
358 388 508 567 599 592 597 607

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister (maire) ist seit 2014 Bernard Duquesne.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-Martin
  • Kapelle von L’Heure, zu der am Pfingstmontag Wallfahrten erfolgten, mit romanischem Portal und Chor aus dem 17. Jahrhundert, bewahrt eine Jungfrau mit Kind[1]
  • Herrenhaus (Manoir) von L’Heure, 1994 teilweise als Monument historique eingetragen[2]
  • Kriegerdenkmal

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Louis Flandrin: Un village du Ponthieu: Caours-L‘Heure, Leclerc, Abbeville, 1994, 150 S.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://structurae.info/structures/data/index.cfm?ID=s0034506
  2. Manoir de l’Heure in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Caours – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien