DHL Aviation

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DHL Aviation
Logo der DHL
Boeing 757-200F der DHL
IATA-Code:
ICAO-Code:
Rufzeichen:
Gründung:
  • 1969 als DHL
  • 1982 als DHL Worldwide Express
Sitz: Zaventem, BelgienBelgien Belgien
Drehkreuz:

36

Heimatflughafen:

Flughafen Leipzig/Halle

Unternehmensform: S.A.
Leitung: Charles Graham (CEO)
Flottenstärke: 200
Ziele: national und international
Website: aviationcargo.dhl.com

DHL Aviation N. V./S. A. (ehemals DHL Worldwide Express) ist eine belgische Frachtfluggesellschaft mit Sitz in Zaventem und Basis auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Sie ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Post AG. DHL Aviation ist das größte Nur-Frachtflugunternehmen Europas und nach der Flottengröße das zweitgrößte Luftfrachtunternehmen der Welt. DHL Aviation ist kein Luftfahrtunternehmen im Sinne der EU-Verordnung 1008/2008.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Douglas DC-8-73F der DHL Aviation im Jahr 2001

DHL Aviation ist aus der ehemaligen DHL Operations B. V. nach der Verlagerung des europäischen Luftfrachtdrehkreuzes von Brüssel zum Flughafen Leipzig/Halle im Frühjahr 2008 und der damit verbundenen Gründung der European Air Transport Leipzig in Schkeuditz zunächst nur als Wartungsfirma entstanden. Bis 2010 verblieb in Brüssel das Hauptquartier der European Air Transport, der größten europäischen Frachtfluggesellschaft der DHL, ebenso wie der Sitz der DHL Aviation. Im März 2010 wurden die Flugzeuge der EAT Brüssel an die Frachtfluggesellschaften Air Contractors und European Air Transport Leipzig übertragen.[2] Die European Air Transport in Brüssel wurde aufgelöst und von der European Air Transport Leipzig GmbH aufgenommen. DHL Aviation ist nur eine übergeordnete Struktureinheit, die keine eigenen Maschinen besitzt.

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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DHL Hub am Flughafen Leipzig/Halle

DHL Aviation ist keine Fluggesellschaft, sondern eine Dachorganisation für unterschiedliche Fluggesellschaften in vielen Teilen der Welt, die zum größten Teil ganz oder auch teilweise im Besitz der DHL beziehungsweise Deutschen Post sind. Zu diesen gehören:[3]

Die Deutsche Post unterhält vier Hauptluftfahrtgesellschaften, die Dienstleistungen weltweit anbieten und die vollständig in Posteigentum sind:[4]

Ein Teil der Flugzeuge der EAT Brüssel wurde von Air Contractors übernommen, diese ist verantwortlich für Langstreckenflüge in den Nahen Osten und nach Afrika.

DHL Aviation selbst besitzt eine Flotte von über 100 Flugzeugen unterschiedlicher Bauart, least aber auch, je nach Bedarf, Flugzeuge oder Frachtraum anderer Frachtunternehmen. Außerdem besitzt die Deutsche Post Anteile an den folgenden Luftfahrtgesellschaften, von denen einige auch unter der Marke DHL fliegen:[3]

Die ehemalige amerikanische Frachtfluggesellschaft Astar Air Cargo hieß ab 1983 DHL Airways und trug deshalb auch den ICAO-Code DHL. Sie ist 2003 von der Deutschen Post verkauft worden und erhielt danach ihren alten Namen wieder zurück, flog aber lange Zeit fast ausschließlich für DHL. Nach Ablauf des Vertrages mit DHL am 1. Juni 2012 stellte Astar Air Cargo den Flugbetrieb ein. Die verbliebenen acht Douglas DC-8 wurden stillgelegt.[5] Ebenso ist das US-Unternehmen ABX Air für DHL tätig. Beides waren beziehungsweise sind die größten Frachtfluggesellschaften der DHL, die sich aber nicht im Besitz der Deutschen Post befinden. In Indien fliegt die Frachtfluggesellschaft Blue Dart Aviation Limited, eine Tochtergesellschaft von Blue Dart Express Limited Mumbai eigenständig Frachtflüge. Blue Dart Aviation wiederum befindet sich im Teilbesitz der Deutschen Post.

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Airbus A300-600RF der DHL Aviation
Boeing 767-300ERF der DHL Aviation
Tupolew Tu-204-100C der DHL Aviation

Mit Stand Januar 2017 besteht die Flotte, die für DHL Aviation fliegt, aus 200 Frachtflugzeugen:[6]

Flugzeugtyp Anzahl Betreiber Kapazität[7]
(in t)
Airbus A300-600RF 031 10 Air Hong Kong 54
21 EAT Leipzig
ATR 42-300F 009 01 DHL de Guatemala 5,5
01 DOT LT
03 Solenta Aviation
04 Swiftair
ATR 72-200F 008 03 DHL Aviation South Africa
01 Solenta Aviation
04 Swiftair
Boeing 737-300SF 003 03 Cargo Air 14,8
Boeing 737-400SF 018 03 Allied Air 29,6
04 Cargo Air
05 Southern Air
06 Swiftair
Boeing 747-400F 007 07 Polar Air Cargo 124,3
Boeing 747-8F 005 05 132,6
Boeing 757-200PF 028 04 DHL Aero Expreso 39,7
06 EAT Leipzig
08 Air Transport International
08 DHL Air UK
01 SNAS/DHL
01 Tasman Cargo Airlines
Boeing 757-200SF 020 04 EAT Leipzig 30,7
15 DHL Air UK
01 SNAS/DHL
Boeing 767-200F 037 20 ABX Air 42
06 Air Transport International
09 Atlas Air
02 SNAS/DHL
Boeing 767-300ERF 018 09 ABX Air 53,6
04 DHL Air UK
04 Polar Air Cargo
Boeing 777F 005 05 Southern Air 102,8
Embraer EMB 120 010 10 Swiftair 3,3
Tupolew Tu-204-100C 001 01 Aviastar-TU 21
Gesamt 200

Des Weiteren greift DHL Aviation auf eine Vielzahl von Partnerunternehmen mit kleineren Flugzeugen zu, die Fracht von größeren Standorten zu kleinen Flughäfen transportieren. Dazu kommen noch Flugzeuge, die für einzelne Frachtflüge angemietet werden. Insgesamt kann die Deutsche Post zusammen mit ihren Partnerunternehmen auf eine Flotte von mehr als 350 Flugzeugen zugreifen (Stand 2007).[8]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: DHL Aviation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verordnung (EG) Nr. 1008/2008 (PDF, 130 kB)
  2. Luftfahrt-BundesamtLBA erteilt Betriebsgenehmigung für European Air Transport, 31. März 2010
  3. a b Annual Financial Statements (HGB): List of shareholdings, 31. Dezember 2013 (PDF-Datei, englisch) Annex 5, S. 61 ff., Deutsche Post AG, Bonn
  4. Connecting the world by air (Memento vom 5. April 2010 im Internet Archive) – Fluggesellschaftenübersicht der DHL
  5. wcpo.com – Astar USA to shut down its DHL operations, layoffs expected, 4. Juni 2012 (englisch)
  6. Einzelnachweise nach Fluggesellschaft bei planespotters.net/airfleets.net (englisch), abgerufen am 7. Januar 2017
  7. aviationcargo.dhl.com – Fleet Information (englisch), abgerufen am 7. Januar 2017
  8. Deutsche Post AGAnnual Report 2007 (englisch)