PAOK Thessaloniki (Fußball)

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PAOK Saloniki
Vereinswappen von PAOK
Basisdaten
Name Panthessalonikeios Athlitikos
Omilos Konstantinoupoliton
Sitz Thessaloniki, Griechenland
Gründung 1926
Farben Schwarz und Weiß
Präsident GriechenlandGriechenland RusslandRussland Ivan Savvidis
Website www.paokfc.gr
Erste Mannschaft
Trainer RumänienRumänien Răzvan Lucescu
Spielstätte Toumba Stadion
Plätze 28.701
Liga Super League
2017/18 2. Platz
Heim
Auswärts

PAOK Thessaloniki (griechisch ΠΑΟΚ, auch P.A.O.K., Akronym von: Panthessalonikischer Sportklub der Konstantinopler gr.: Πανθεσσαλονικός Αθλητικός Όμιλος Κωνσταντινουπολιτών), auch bekannt als PAOK Saloniki, ist ein Fußballverein aus Thessaloniki. Die Mannschaft wurde im Jahr 1926 von vertriebenen Griechen aus Konstantinopel gegründet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründerjahre (1926–1955)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der ersten Mannschaften des PAOK F.C. aus dem Jahre 1926

PAOK Thessaloniki versteht sich als Nachfolge des bereits 1875 im Istanbuler Stadtteil Pera gegründeten Vereins Hermes Club Pera (gr.: Ερμής), der seine Aktivität als Folge der Griechenverfolgungen und damit verbundener Vertreibungen nach dem Griechisch-Türkischen Krieg einstellen musste.[1] Die Vertriebenen gründeten in Thessaloniki den Verein P.A.O.K. am 20. April 1926. Emblem der Mannschaft ist der Doppelkopf-Adler, das Hauswappen des Byzantinischen Reiches. Allerdings hat dieser, aus Trauer über den Verlust der Heimat, die Flügel angelegt. Die Vereinsfarbe Schwarz steht für ebendiese Trauer, das Weiß für die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Das erste Wappen des Vereins war ein vierblättriges Kleeblatt. Auf jedem einzelnen Kleeblatt stand jeweils ein Buchstabe des Vereins, welches durch ein Hufeisen eingefasst war. Erst nach der Fusion mit AEK Thessaloniki im Jahr 1929 bekam der Verein den Doppelkopf-Adler. Der erste Präsident des Vereins war Triantafilos Triantafillidis. PAOK spielt sein erstes inoffizielles Spiel am 4. Mai 1926 im Thermaikos Stadion, und schlägt Megas Alexandros Thessaloniki mit 2:1. Das erste offizielle Spiel findet am 12. Dezember 1926 statt.Gegen Nea Genea kann man mit 3:1 gewinnen.

PAOK F.C. und AEK F.C. im griechischen Pokalfinale des Jahres 1939 im Nikos-Goumas Stadion in Athen

Der erste Trainer Kostas Andreadis saß fünf Jahre auf der Trainerbank, wofür er jedoch keine finanzielle Gegenleistung erhielt.[2] Der erste Spielführer des Vereins war Michalis Ventourelis. Der erste ausländische Trainer des Vereins war der Österreicher Rudolf Gassner, der die Mannschaft in der Saison 1931/32 trainierte.[3] In der Saison 1930/31 debütiert PAOK in der Pan-Hellenischen Meisterschaft und spielt sein erstes Spiel gegen Olympiakos Piräus. Man beendete diese erste Saison auf dem 5. Platz. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden die ersten Jugendabteilungen und der Verein konnte zusätzliche Qualität durch Transfers gewinnen. Dies führte zu drei Thessaloniki-Fußballmeisterschaften in den 1950er-Jahren. Da der Fußballsport noch lokal organisiert war, zählte die Stadtmeisterschaft von Thessaloniki als ein großer Erfolg. PAOK konnte diese Auszeichnung bis 1955 viermal gewinnen.

Bis 1955 konnte sich der Klub insgesamt dreimal für das Finale des griechischen Pokals qualifizieren. In allen drei Spielen konnte PAOK das Spiel jedoch nicht für sich entscheiden. Das erste Finale um den griechischen Pokal bestritt PAOK gegen AEK Athen 1939 im Nikos-Goumas-Stadion. Es ging zwar 1:2 verloren, jedoch zeigen Fotos und Berichte der Zeit, dass der Fußball als Spiel und weniger als kommerzialisiertes Ereignis wahrgenommen wurde. Spieler und Funktionäre umarmten sich nach dem Finale, und führten, im Gegensatz zu späteren Zeiten, ein freundschaftliches Verhältnis.

PAOK F.C. ist eine der drei Mannschaften, die nie in die 2. Liga abgestiegen sind, und demnach immer in der ersten griechischen Spielklasse gespielt haben.

Die Epoche des Georgios Koudas (1955–1985)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapitän und Legende des Vereins, Georgios Koudas

Diese Epoche ist als Etablierung und Schaffung von Prestige gekennzeichnet. Georgios Koudas unterschrieb 1958 bereits im Alter von 12 Jahren einen Vertrag über 5 Jahre.[4] Schließlich konnte Koudas 1963 mit nur 17 Jahren in der ersten Mannschaft debütieren. Nicht nur nationale Titel und erfolgreiche Platzierungen in der Meisterschaft, wie die in den 1970er Jahren, sondern auch die Teilnahmen an den europäischen Wettbewerben bewirkten, dass PAOK national sowie international Bekanntheit erlangte.[5] Der Kapitän prägte den Klub und half ihm einige Erfolge einzufahren. Wegen seiner Führungsqualitäten als Kapitän wurde Koudas von den Anhängern des Klubs auch als Alexander der Große (Μεγαλέξανδρο) bezeichnet.[4] Eine andere weit verbreitete Bezeichnung war Reh des Nordens (gr.:Ζαρκάδι του Βορρά).

In dieser Epoche fanden die erfolgreichen 1970er Jahre statt, in denen der Klub seinen ersten nationalen Titel einfahren konnte. Georgios Koudas beendete 1984 seine aktive Laufbahn. Damit war er über 25 Jahre im Verein und prägte zwei Generationen an Fußballern. Von 1960 bis 1971 übte Georgios Pantelakis das Amt des sogenannten Generalsekretärs im Vorstand aus, eine Funktion welche heute mit der eines Sportdirektors verglichen werden kann. Er konnte das Interesse von Olympiakos Piräus an Koudas erfolgreich abwehren. Von 1975 bis 1984 war er schließlich Präsident des Klubs. Am 01.08.1984 musste Pantelakis sein Amt aufgeben, nachdem sein Lager, die Wahlen im Verein verloren hatte. Sein Präsidentenamt übernahm Petros Kalafatis.[5]

Unruhige Zeiten und der Batatoudis-Plan (1986–2003)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeit zwischen der letzten Meisterschaft 1985 und dem Einstieg von Georgios Batatoudis im Jahr 1996 als Präsident von PAOK war unbeständig und wechselhaft. Man konnte sich zwar einige Male für den europäischen Wettbewerb qualifizieren, jedoch wurde die Zeit von Problemen in den Führungsetagen und Gewaltszenen im Stadium durch die eigenen Fans geprägt. Thomas Voulinos übernahm im April 1989 die Leitung des Klubs und wurde Nachfolger in der Präsidentschaft von Ioannis Dedeoglou.[5] Er besetzte zunächst den Trainerposten durch den Niederländer Rob Jakobs neu und verstärkte den Kader mit Georgios Mitsibonas sowie dem Ägypter Tolba Magdy, welcher gleichzeitig der erste Afrikaner in der Geschichte des Klubs.[6] Die Unruhen rund um das Präsidium von Thomas Voulinos übertrugen sich auf den Platz und die Fans. Folglich blieben die Erfolge aus. Ein Beispiel ist das Spiel im Jahr 1992/93 gegen Paris St.Germain, wo die Gewalt der Fans und der Spielabbruch den Klub sowohl in der Entwicklung als auch im Prestige zurückwarf.[7]

Im Jahr 1996 übernahm dann Georgios Batatoudis, der später von den Anhängern liebevoll Batman genannt wird, den Klub und versuchte ihn zu stabilisieren. Dies gelang ihm durch Spielertransfers und Teamführung. Er verpflichtete Spieler wie Percy Olivares, Zisis Vryzas, Spiros Marangos und Konstantinos Frantzeskos.[5] Batatoudis fuhr nach diesen Investitionen bald die ersten Erfolge ein. Im UEFA-Pokal 1997/98 gelang ihm ein Achtungserfolg, indem man Arsenal London aus dem Turnier warf. [8] In den Folgespielzeiten wurde immer weiter am Kader und dem Trainer gearbeitet. So wurden immer wieder Trainer geholt, die Stück für Stück ihre Philosophie einführten. Trainer wie Arie Haan und Oleh Blochin konnten Erfahrungswerte mitbringen, die den Spielern nutzten. Die Früchte der Arbeit von Batatoudis konnte man in der Saison 2000/01 erkennen. Es gelang der Gewinn des griechischen Pokals. Man schlug den Erzrivalen Olympiakos Piräus mit 4:2 in Athen und konnte nach nun mehr als 15 Jahren erstmals wieder einen bedeutenden Erfolg einfahren. Nach dem erneuten Gewinn in der Ära Batatoudis in der Saison 2002/03 sah sich der Präsident gezwungen, die Anteile am Klub zu verkaufen, und übergab diese zusammen mit dem Amt als Präsident Ioannis Goumenos.[9]

Über Goumenos zu den Zagorakis-Jahren (2003–2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theodoros Zagorakis als Präsident des Klubs von 2007 – 2012
Zlatan Muslimovic als PAOK Spieler

Ioannis Goumenos übernahm mit seinem Einstieg bereits einen Schuldenberg von ca. 11 Millionen €. In den Jahren seines Wirkens schaffte er es nach allgemeinen Einschätzungen sogar, den Schuldenstand des Klubs auf über 30 Millionen € zu verdreifachen. Seine finanziellen Möglichkeiten, um den Klub zu unterhalten, waren nicht ausreichend. Die Suche nach einem finanzstarken Investor verlief erfolglos.[10] Erst die Rückkehr des Hoffnungsträgers Theodoros Zagorakis als Spieler führte den Klub nach langer Zeit der Stagnation in stabile Verhältnisse.[5]

Pablo Contreras im PAOK Trikot

Im Jahr 2007 übernahm Theodoros Zagorakis als "Helfer in der Not" die Präsidentschaft des Klubs und verfasste einen Plan zum Schuldenabbau sowie der sportlichen Weiterentwicklung. Ziel war es, den Klub aus den Schulden zu bekommen und ihn in den europäischen Plätzen zu etablieren. Diesen Plan nannte er "Den Drei-Jahres-Plan" und appellierte zugleich an die Fans von PAOK den Verein zu unterstützen.[11] Im ersten Jahr seiner Präsidentschaft verpflichtete er Fernando Santos, den er schon aus seiner Zeit beim Ligarivalen A.E.K. Athen kannte. In der Sommertransferperiode des Jahres 2008 bereitete Zagorakis die Planung des Kaders so vor, dass gestandene Profis, die dem Klub sportlich weiterhelfen konnten, verpflichtet wurden. Mit Spielern wie Pablo Garcia, Zlatan Muslimovic, Sérgio Conceição und Pablo Contreras konnte PAOK in der Saison 2008/09 den 2. Platz der Super League erreichen.[5] In der Folgesaison wurden weitere Spieler geholt, um den Kader in der Tiefe besetzen und somit qualitativ sowie quantitativ erweitern zu können. Es wurden Vitolo und Bruno Cirillo verpflichtet. Die finanzielle Situation begann sich langsam zu entspannen. Dies lag nicht nur allein an der Sponsoren-Politik, sondern auch an den Teilnahmen an europäischen Wettbewerben und nicht zuletzt auch durch Spielerverkäufe.

Die Ära Ivan Savvidis (seit 2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der PAOK F.C Mannschaftsbus mit neuem Emblem aus dem Jahr 2014

Der griechisch-russische Unternehmer Ivan Savvidis übernahm im Sommer 2012 nach langwierigen Verhandlungen die Mehrheit der Anteile am angeschlagenen Fußballverein.[5] Er investierte direkt 10 Millionen € und gewährte dem Verein darüber hinaus ein Darlehen in Höhe von 2 Millionen €. Unter seiner Führung fand eine Neuausrichtung und -organisation statt, die sowohl die kurzfristige Verbesserung der Spiel- und Stadionverhältnisse beinhaltete, als auch strukturelle Veränderungen mit sich brauchte. Das Emblem des Vereins wurde überarbeitet und dem digitalen Zeitalter angepasst. Auch der Mannschaftsbus wurde modernisiert. Im Toumba Stadium wurde der V.I.P. Bereich mit Logen versehen und sowohl der ganze Umkleidetrakt als auch der in die Jahre gekommenen Innenraum des Stadions wurde modernisiert und aufgerüstet.[5] Im Jahr 2015 konnte Savvidis und der Klub von einem Gesetz der Regierung profitieren, indem die Zinsbelastungen alter Schulden erlassen wurden. Damit konnte Savvidis die anfänglichen 11 Millionen € an Verbindlichkeiten direkt tilgen und somit den Klub schuldenfrei machen. Der Erlass an 20 Millionen € Verzugszinsen und Strafgebühren hatte den Klub und seinem Präsidenten mehr Freiräume für die Kaderplanung der Mannschaft gelassen.[12] Somit konnte in der Saison 2015/16 ca. 7 Millionen € an Transferskosten ausgegeben werden.[13]

Michel holte als PAOK Sportdirektor zwei griechische Pokalsiege

In den beiden folgenden Spielzeiten wurde der Kader in Qualität und Breite verstärkt, so dass mit dem Sieg im griechischen Pokalwettbewerb 2016/17 der erste Erfolg unter Savvidis eingefahren werden konnte. Nach dem Weggang von Vladimir Ivić verpflichtete der Sportdirektor Ľuboš Micheľ im Juni 2017 den Serben Aleksandar Stanojevic als neuen Trainer.[14] Nach nur 57 Tagen wurde Stanojevic jedoch beurlaubt und durch den Rumänen Răzvan Lucescu ersetzt, der bereits vor der Verpflichtung von Stanojevic im Verein hoch gehandelt worden war.[15] Im März 2018 sorgte Savvidis führ Aufsehen, als er im Spiel gegen AEK Athen in der 89. Minuten nach einem nicht gegebenen Abseitstor seiner Mannschaft mit einer Pistole am Gürtel auf das Spielfeld lief, den Schiedsrichter bedrohte und so für einen Abbruch der Partie sorgte.[16] Hierfür wurde er zu einer Geldstrafe und drei Jahren Stadionverbot verurteilt. PAOK wurde mit Punktabzügen bestraft: drei Punkte in der laufenden Meisterschaft, zwei Punkte in der kommenden Saison 2018/19. Am Ende der Spielzeit 2017/18 stand PAOK letztendlich auf den zweiten Platz der Liga und konnte zum zweiten Mal in Folge den griechischen Pokal gewinnen. Im Olympiastadion OAKA in Athen gewann der Klub das Finale gegen AEK Athen mit 2:0, und konnte somit die Saison trotz der verpassten Meisterschaft noch erfolgreich abschließen.[17]

Erfolge/Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europäische Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Messestädte-Pokal (Coupe des Villes de foire)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1965/66, 1967/68 und 1970/71 nahm PAOK am Coupe des villes de foire teil.

Bei allen drei Teilnahmen schied der Klub jedoch bereits in der ersten Runde aus: 1965 wurde man vom Wiener Sport-Club bezwungen, 1967 unterlag man zweimal dem RFC Lüttich und im Jahr 1970 musste man sich Dynamo Bukarest geschlagen geben.

Europapokal der Pokalsieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Teilnahme als Vertreter des griechischen Pokalwettbewerbs erfolgte in der Saison 1972/73. Dort schied man gegen Rapid Wien nach zwei Unentschieden aus. Das Hinspiel fand am 13. September 1972 in Wien statt, und endete 0:0. Das Rückspiel am 27. September 1972 endete 2:2. Anhand der geschossenen Auswärtstore kam Wien eine Runde weiter. Die zweite Teilnahme in der Saison 1973/74 verlief erfolgreicher. Hier musste PAOK gegen Legia Warschau ran und erspielte sich ein 1:1 Unentschieden in Warschau. Das Rückspiel in Thessaloniki konnten sie mit 1:0 gewinnen. Somit erreichte man zum ersten Mal die zweite Runde im Wettbewerb. Dort traf man auf Olympique Lyon, gegen die man am 24. Oktober 1973 auswärts ein 3:3 erspielte. Das Rückspiel konnte man zuhause mit 4:0 für sich entscheiden und kam so ins Viertelfinale des Wettbewerbs. Man traf am 13. März 1973 auf den AC Mailand, gegen den man im Giuseppe-Meazza-Stadion 3:0 verlor. Das Rückspiel konnte etwas erfolgreicher bestritten werden, und man holte ein 2:2. Dennoch schied man aus dem Turnier aus.

Die dritte Teilnahme erfolgte in der Folgesaison 1974/75, in der man in der ersten Runde des Wettbewerbs gegen FK Roter Stern Belgrad antrat. Man gewann das Heimspiel mit 1:0, musste allerdings sich im Rückspiel mit 0:2 in der Nachspielzeit geschlagen geben, und schied somit vorzeitig aus. In der Saison 1977/78 erfolgte die vierte Teilnahme. Man traf in der ersten Runde auf Zagłębie Sosnowiec und gewann zweimal mit 2:0. In der zweiten Runde bekam man den dänischen Klub Vejle BK zugelost. Die Dänen gewannen das Hinspiel mit 3:0. Das Rückspiel gewann PAOK mit 2:1, schied aber aufgrund der Hinspiel-Niederlage aus.

Die fünfte Teilnahme erfolgte dann in der Saison 1978/79. Man traf auf Servette FC Genf und schied nach zwei Spielen aus. Man gewann zwar das Heimspiel mit 2:0, verlor jedoch in der Schweiz mit 4:0. In der Saison 1981/82 traf auf Eintracht Frankfurt. Sie verloren im Waldstadion mit 2:0, konnten aber im Rückspiel 2:0 gewinnen. Somit kam es zur Entscheidung im Elfmeterschießen. PAOK verlor 4:5 n. E. im eigenen Stadion und schied erneut in der ersten Runde aus.

UEFA-Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1975–1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Teilnahme am UEFA Cup erfolgte in der Saison 1975/76 gegen den F.C. Barcelona. Unter der Führung von der ungarischen Trainerlegende Gyula Lorant und vor einer Kulisse von ca. 45.000 Zuschauern im Toumba Stadion, besiegte PAOK die Starelf aus Barcelona um Johan Cruyff mit 1:0. Das Rückspiel ging jedoch verloren, so dass man frühzeitig aus dem Wettbewerb ausschied.[18][19] In der Saison 1982/83 schied man erneut in der ersten Runde, gegen den französischen Vertreter aus Sochaux, aus.

Im Folgejahr konnte der erste große Erfolg auf internationalem Parkett erfolgen. Der PAOK F.C. wurde gegen den FC Bayern München gelost und musste gegen die damalige Starmannschaft um Klaus Augenthaler, Sören Lerby und Karl-Heinz Rummenigge antreten. Im Hinspiel am 19. Oktober 1983 konnte im Toumba Stadion ein 0:0 errungen werden. Das Rückspiel verewigte sich jedoch in den Geschichtsbüchern. Dort schaffte man am 2. November 1983 im Münchner Olympiastadion ebenfalls ein 0:0 und verlor nach einem dramatischen Elfmeterschießen nach der torlosen Verlängerung mit 9:8.[20]

In der Saison 1988/89 konnte man Diego Armando Maradona mit seinem SSC Neapel im Hinspiel mit 1:0 in Neapel schlagen. Das Rückspiel fand am 21. September 1988 statt und endete mit einem 1:1 Unentschieden.[18][20] Dieses Aufeinandertreffen brachte PAOK einen enormen Popularitätsgewinn, da der SSC Neapel im Fokus der damaligen Fußballwelt stand, zumal Weltstars wie Careca und Diego Maradona im Aufgebot standen. PAOK konnte sich durch seine respektablen Auftritte einen Namen machen.

1990–2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 1990/91 traf PAOK F.C. auf den F.C. Sevilla, welcher sich am Ende im Elfmeterschießen gegen PAOK mit einem 3:4 durchsetzen konnte.[18] In der Saison 1991/92 traf PAOK dann auf die belgische Mannschaft KV Mechelen, die er in der ersten Runde schlagen konnte und somit in die zweite Runde des UEFA Pokals einzog. Dort schied man allerdings gegen Tirol Innsbruck aus.[18]

Eine schwarze Stunde der Klubgeschichte folgt im Jahr 1992/93 gegen Paris St. Germain, wo man das Hinspiel gegen George Weah, David Ginola und Co ab der 63. Minute zu zehnt spielen musste und 2:0 verlor. Im Rückspiel musste das Spiel aufgrund schwerer Ausschreitungen abgebrochen wierden. PAOK erhielt eine Strafe der UEFA, woraufhin den Klub zwei Jahre von der Teilnahme am Wettbewerb ausgeschlossen wurde. Das Spiel wurde mit 0:3 für Paris gewertet und warf den Klub in seiner Entwicklung zurück, so dass die nächste Teilnahme erst in der Saison 1997/98 erfolgen konnte.[18][20]

Dort musste der Klub in der Qualifikationsrunde gegen Sparta Trnava spielen. Im Hinspiel konnte die Mannschaft mit 10 Mann, nach einer Roten Karten gegen Spyros Marangos, einen 0:3 Rückstand zu einem 5:3 drehen und hatte im Rückspiel somit ein leichtes Spiel. Theodoros Zagorakis traf zum 0:1, was auch der Endstand des Spiels ist und PAOK nach langer Zeit wieder in die erste Runde einziehen ließ.[20]

Dort traf man auf den F.C. Arsenal London mit Trainer Arsen Wenger. Am 16. September 1997 gewann PAOK das Hinspiel im Toumba Stadion mit 1:0 durch ein Tor von Kostas Frantzeskos. Im Rückspiel gewann PAOK am 30. September 1997 im Arsenal Stadium im Highbury mit 1:2, dank eines Treffers von Zysis Vryzas in den letzten Minuten des Spiels. So kam der Klub eine Runde weiter.[18] In der 2. Runde des UEFA Pokals und unter dem Trainer Angelos Anastasiadis traf man auf Athletico Madrid wo man nach zwei torreichen Spielen unglücklich ausschied.

In der Saison 1998/99 schied man gegen die Glasgow Rangers in der ersten Runde aus.[18] In der Saison 1999/2000 kam es zum höchsten Sieg im UEFA Pokal sowie in der Geschichte des Klubs. Man gewann in der ersten Runde gegen Lokomotive Tiflis mit 7:0 gewinnen, schied dann allerdings gegen Benfica Lissabon in der zweiten Runde aus.[20]

2000–2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Folgesaison konnte man bis zur dritten Runde des Wettbewerbs vorstoßen, indem man Beitar Jerusalem sowie Udinese Calcio in den ersten beiden Runden besiegte. In der dritten Runde muss man sich dann gegen den PSV Eindhoven geschlagen geben. Von 2001 bis 2003 erreichte man stets die 3. Runde des Wettbewerbs.

Im Sommer 2005 kam der „verlorene Sohn“ von PAOK, Theodoros Zagorakis (Kapitän der griechischen Nationalmannschaft beim Europameisterschaftstitel der Griechen in der EM 2004), aus Italien vom FC Bologna zurück, um in Thessaloniki seine Karriere fortzusetzen und ebenda zu beenden. Dieser erlebte die letzte UEFA-Cup-Saison, da der Wettbewerb im Folgejahr zur Europa League reformiert wurde. Zagorakis erreichte mit seinem Team in der Saison 2005/06 die Gruppenphase, wurde jedoch Vierter der Gruppe und verabschiedet sich aus dem UEFA Pokal Wettbewerb, welcher ihn über all die Jahre viel Anerkennung und zu großen Momenten der Klubgeschichte verhalf.[20]

UEFA Europa League[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Teilnahme an der UEFA Europa League war für PAOK im Jahr 2009/2010, in der man sich in der Play-Off Runde gegen den SC Heerenveen geschlagen geben musste.

PAOK F.C. in der Europa League gegen ZSKA Moskau in der Runde der besten 32 Teams

Nachdem man sich in der Saison 2010/11 nicht für die Champions League qualifizieren konnte, spielte und gewann man in den Play-Offs zur Europa League gegen Fenerbahçe Istanbul, wodurch PAOK in die Gruppenphase der Europa League kam und so im Europapokal vertreten war. In der Gruppenphase konnte PAOK hinter dem FC Villarreal und vor Dinamo Zagreb und dem FC Brügge den zweiten Tabellenplatz erreichen. Gegen ZSKA Moskau war dann in der Zwischenrunde Schluss.[20]

2011/12 begann die Mannschaft, als Tabellenvierter, und Zweiter in den Super League Play-Offs, in der Europa League-Qualifikationsrunde. Nachdem sie sich gegen Vålerenga Oslo (Qualifikationsrunde 3) und Karpaty Lemberg (Play-offs) durchsetzen konnte, war die erneute Teilnahme an der Europa League gesichert. Die Gruppenphase beendete die Mannschaft als Gruppensieger. In der Zwischenrunde erwies sich Udinese Calcio jedoch als zu stark.

In der Saison 2012/13 nahm PAOK nicht an der Gruppenphase der UEFA Europa League teil, da das Team in der Play-Off-Runde mit 2:1 und 0:3 am SK Rapid Wien scheiterte.[20] In der Saison 2013/14 qualifizierte man sich direkt für die Gruppenphase und musste nicht über die dritte Qualifikationsrunde gehen. PAOK erreichte erneut die Runde der 32 besten Teams, wo man sich jedoch gegen Benfica Lissabon geschlagen geben musste.

In der Folgesaison kam man nicht über die Gruppenphase hinaus und schied vorzeitig aus. 2015/16 ging man durch die zweite und dritte Qualifikationsrunde bevor man in der Gruppe zu FK Gabala, Krasnodar sowie Borussia Dortmund gelost wurde. Man erreichte nicht die nächste Runde, konnte aber ein Achtungserfolg gegen Dortmund erringen, indem man einen 0:1-Auswärtssieg im Signal IDUNA Park erreichen konnte.[21]

In der Saison 2016/17 und nach dem ausscheiden aus der Champions League Qualifikation erreichte man nach dem Sieg gegen Dynamo Tiflis die Gruppenphase der Europa League. Man konnte sich als Zweiter hinter dem AC Florenz für die nächste Runde qualifizieren. In der Runde der besten 16 verlor PAOK jedoch gegen den Rivalen FC Schalke 04 im Hinspiel, und schied im Rückspiel in der Veltins Arena mit einem 1:1 aus.

Ein Jahr später, 2017/18, traf man in der ersten Qualifikationsrunde auf Olympik Donetsk, die man in zwei Spielen besiegen konnte. In der nächsten Qualifikationsrunde und nach dem Einzug in die Europa League Gruppenphase traf man auf Östersund FK. Das Hinspiel wurde daheim mit 3:1 gewonnen. Eine große Enttäuschung erfolgt beim Rückspiel in Schweden. Das Team schied mit einem 2:0 durch die Heimmannschaft unerwartet aus.[22]

UEFA Champions League / Europapokal der Landesmeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokal der Landesmeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Teilnahme erfolgte nach ersten Meisterschaft. Dort traf man in der Saison 1976/77 auf den zypriotischen Vertreter Omonia Nikosia. Das Auswärtsspiel konnte man mit 2:0 für sich entscheiden. Das erste Tor für den Verein in diesem Wettbewerb schoß Georgios Koudas in der 34. Minute des Spiels. Das Rückspiel im Toumba Stadion unter Trainer Branko Stanković endete 1:1. PAOK zog damit in die zweite Runde des Turniers ein. Dort traf man auf den sowjetischen Vertreter Dynamo Kiew, welcher sich gegen PAOK vor heimischer Kulisse souverän mit 4:0 durchsetzte. Auch das Spiel in Thessaloniki gewann Kiew, so dass PAOK ausschied.

Die zweite und letzte Teilnahme an diesem Wettbewerb erfolgte in der Saison 1985/86. Hier traf man auf den italienischen Klub Hellas Verona, welcher das erste Spiel mit 3:1 für sich entscheiden konnte. PAOK verlor auch das Rückspiel gegen den favorisierten italienischen Vertreter und schied aus.

UEFA Champions League Qualifikationsrunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010/11 erreichte die Mannschaft als Meisterschaftsdritter (und Play-Off-Sieger) die Qualifikation zur UEFA Champions League, in der sie knapp an Ajax Amsterdam in der 3. Qualifikationsrunde scheiterten. Man spielte im Hin und Rückspiel jeweils Unterscheiden, so dass nur die Auswärtstore für Ajax Amsterdam die Qualifikation entschieden.

PAOK wurde in der Saison 2012/13 griechischer Vize-Meister und qualifizierte sich so für die dritte Runde der Qualifikationsspiele zur Champions League. Dort traf PAOK auf den ukrainischen Vize-Meister Metalist Charkiw, gegen den die UEFA wegen eines Manipulationsskandals aus dem Jahr 2008 Ermittlungen eingeleitet hatte. Saloniki schied nach einem 0:2 und 1:1 aus dem Wettbewerb aus. Wenige Tage später schloss die UEFA jedoch Metalist aufgrund der Manipulatio aus allen europäischen Wettbewerben aus, wodurch Saloniki in die Champions-League-Playoff-Runde nachrücken durfte.[23] Sie trafen auf den FC Schalke 04. PAOK konnte im Hinspiel ein 1:1 erreichen. Das Rückspiel verlor man jedoch zuhause mit 2:3 durch ein Tor in der Nachspielzeit von Ádám Szalai.[24]

In der Saison 2016/17 erreichte man die Qualifikation zur Champions League und spielte wie schon in der Saison 2010/11 gegen Ajax Amsterdam. Auch diesmal schafft man es nicht, sich durchzusetzen und Ajax konnte sich für die Gruppenphase qualifizieren.

Der Kader der Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand 13.03.2018[25])

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 ArgentinierArgentinier Rodrigo Rey 08.03.1991
31 GriecheGrieche Alexandros Paschalakis 28.07.1989
71 GriecheGrieche Panagiotis Glykos 10.10.1986
99 GriecheGrieche Marios Siampanis 28.09.1999
03 BasilianerBasilianer Leo Matos 02.04.1986
05 PortugiesePortugiese Fernando Varela 26.11.1987
06 FranzoseFranzose Dorian Lévêque 22.11.1989
13 GriecheGrieche Stelios Malezas 11.03.1985
15 SpanierSpanier José Ángel Crespo 09.02.1987
16 BosneBosne Marko Mihojević 21.04.1996
30 BrasilianerBrasilianer Márcio Azevedo 05.02.1986
07 BelgierBelgier Omar El Kaddouri 21.08.1990
08 BrasilianerBrasilianer Maurício 21.10.1988
21 NiederländerNiederländer Diego Biseswar 08.03.1988
28 UkrainerUkrainer Evgen Shakhov 30.11.1990
41 GriecheGrieche Panagiotis Deligiannidis 29.08.1996
75 FranzoseFranzose Thibault Moulin 13.01.1990
77 GriecheGrieche Dimitris Pelkas 26.10.1993
87 SpanierSpanier José Alberto Cañas 27.05.1987
88 PortugiesePortugiese Vieirinha 26.01.1984
09 SchweizerSchweizer Aleksandar Prijovic 21.04.1990
10 AngolanerAngolaner Djalma 30.05.1987
18 GriecheGrieche Dimitris Limnios 27.05.1998
20 GriecheGrieche Efthymis Koulouris 06.03.1996
29 SlovakierSlovakier Róbert Mak 08.03.1991

Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Syntrivani Stadion (1929 – 1959)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PAOK F.C. im Syntrivani Stadion, der ersten Heimarena

Das Syntrivani Stadion (Γήπεδο Συντριβανίου) war die erste Spielstätte des PAOK F.C., welche er sich in seinen Gründerjahren mit dem Klub A.E.K. Thessaloniki geteilt hat. Lokalisiert war die Spielstätte genau dort wo heute die Theologische Fakultät der Aristoteles Universität steht.[26] Die Grundsteinlegung für das Fußballstadion war am 12. Dezember 1929, obwohl der Platz bereits von AEK Thessaloniki und deren Abteilung für Leichtathletik im Jahr 1928 eingeweiht wurde. Am 5. Juni 1932 wurde mit dem Spiel von PAOK gegen Iraklis Thessaloniki das Stadion eingeweiht. Das Spiel konnte PAOK mit 3:2 für sich entscheiden. In einem Spiel gegen Panionios Athen am 17. Juli 1952 werden zum ersten Mal Flutlichtmasten eingesetzt. Am 31. Mai 1959 erfolgt das letzte offizielle Spiel im Stadion. Anschließend zog der Klub ins neu erbaute Toumba Stadion. Das Syntrivani wurde bis in die 1960`er Jahre für Freundschaftsspiele und Trainigseinheiten genutzt.[27]

Toumba Stadion (1959 - Heute)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Toumba Stadion

Das Toumba-Stadion liegt im 4. Bezirk der Stadt, dem gleichnamigen Stadtteil Toumba, nahe dem Stadtzentrum. Es ist das drittgrößte Fußballstadion Griechenlands, aber das größte, sich im Privateigentum befindende Stadion des Landes und das größte der Stadt.[28] Die Fußballmannschaft von PAOK Thessaloniki trägt hier ihre Heimspiele aus. Der erste Spatenstich zum Bau des neuen Stadions erfolgte im Jahr 1958 und die Eröffnung wurde 1959 mit einem Freundschaftsspiel gegen AEK Athen gefeiert.

Die Kapazität des Stadions belief sich bis 1998 auf 45.000 Plätze, bis dann Sitze installiert wurden, was die Kapazität auf 32.000 Plätze reduzierte. Die Einführung von Sicherheitszonen im Jahr 2000 haben die Kapazität nochmals sinken lassen, so dass die jetzigen Plätze auf 28.701 reduziert sind.

Am 19. Dezember 1976 zählte man die bis heute gültige Rekordkulisse von 45.252 Zuschauern, welche das Spiel der Heimmannschaft gegen A.E.K. Athen sehen wollten.[26]

Das Stadion wurde für die Olympischen Sommerspiele 2004 renoviert und war als Trainingsgelände vorgesehen.[28]

Trainingszentrum (Seit 2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Trainingsgelände der Fußballabteilung liegt in Nea Mesimvria. Das Projekt wurde während der Präsidentschaft von Theodoros Zagorakis angefangen und bis 2016 mit Erweiterungsbauten sowie Erschliessungen weitergeführt.[29]

Freundschaften und Rivalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freundschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partizan Belgrad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine enge Fanfreundschaft zu Partizan Belgrad, ein Leitspruch/Zitat der Partizan-Fans lautet:

Partizan Beograd & PAOK Saloniki iste boje – ista vera (deutsch: Partizan Belgrad & PAOK Saloniki gleiche Farben – gleicher Glaube/gleiche Religion)

Mit dem gleichen Glauben, oder der gleichen Religion, wird auf den unter den meisten Griechen und Serben verbreiteten christlich-orthodoxen Glauben Bezug genommen. Des Öfteren sind PAOK-Fans, vor allem aus der Ultra Gruppierung GATE 4, in Belgrad zu sehen, umgekehrt sind auch Partizan-Fans, besonders deren Ultras, genannt Grobari (dt. „Die Totengräber“), in Thessaloniki zu Gast. Diese regen Besuche gelten besonders Basketballspielen von PAOK Thessaloniki.[30]

Juventus Turin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein weiterer Klub, mit dem man eng in Verbindung steht, ist Juventus Turin, mit dem es seit 2013 eine offizielle Zusammenarbeit im Bereich der Jugendakademien gibt. Die Herleitung und Begründung liegt schlicht in den Vereinsfarben der beiden Klubs, welche Schwarz und Weiß sind. So fingen die PAOK Fans in den 1980er Jahren an, Trikots von Juventus zu tragen, so dass es soweit ging, dass die Fans von Juventus Turin dies auffingen und ihre Unterstützung für PAOK ebenfalls kundtaten.[31][32]

ZSKA Moskau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die jüngste der Fanfreundschaften ist die der Freundschaft mit dem russischen Klub ZSKA Moskau, welche sich in der Saison 2010/11 manifestierte, wo man gegeneinander im Europa League Play-Off spielte.[33]

OFI Kreta[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der einzige professionelle griechische Klub, mit dem PAOK-Fans freundschaftliche Verhältnisse pflegen, ist der Klub OFI Kreta. Man hat nicht nur gemeinsame Vereinsfarben, sondern auch in der Antipathie gegenüber der Athener Großklubs ist man sich einig. Ein bekanntes Beispiel für die Freundschaft beider Anhängergemeinden ist der verstorbene Komponist und in Kreta geborene Liedermacher Manolis Rasoulis, der in einem Interview für das damalige Klubmagazin PAOK Embisteftiko erklärte, dass für ihn immer zuerst OFI und dann PAOK käme. Geboren sei er in der Nähe des OFI Stadions und leben würde er in der Nähe des Tumba Stadions, womit er die Möglichkeit besaß, die Spiele von PAOK im Stadion verfolgen zu können. [34]

Apollon Pontou[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ebenfalls in Thessaloniki beheimatete Verein vieler pontischer Griechen spielt im Stadtteil Kalamaria und zeigt die Freundschaft zu PAOK regelmäßig. Zum einen haben beide Vereine das Gründerdatum gemein und zum anderen können beide eine ähnliche Gründergeschichte aufweisen können, was die beiden Vereine verbindet. Apollon Pontou wurde im Jahr 1926 durch Flüchtlinge aus dem Pontus am schwarzen Meer gegründet und hat sich, in Folge dessen, von Apollon Kalamarias auf Apollon Pontou umbenannt. Seitdem ist die Verbindung zwischen den Anhängern enger geworden. Für das Pokalspiel im Oktober 2017 wurde anhand dieser Verbrüderung durch Apollon eine gemeinsame Fankurve initiiert.[35]

Rivalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtrivalen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine traditionsreiche Rivalität ist die gegen den Stadtrivalen Aris Thessaloniki, die Jahrzehnte lang zurückreicht und bei den Fans der beiden Klubs tief verwurzelt ist.[36] Auch zum Traditionsverein Iraklis Thessaloniki bestehen Feindseligkeiten, die oftmals ein hohes Maß an fanatischen Ausbrüchen zur Folge hat. Diese spielen sich allerdings anders als bei der Rivalität mit Aris, aufeinem reinen sportlichen Niveau ab, und erreicht nur die Anhängerschaften beider Vereine. So hat sich der Besitzer von PAOK, Ivan Savvidis, für eine finanzielle Unterstützung des Traditionsvereins ausgesprochen, als dieser Mitte 2017 in einer bedrohlichen finanziellen Situation stand.[37]

Die Großklubs aus Attika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympiakos Piräus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rivalität zu Olympiakos Piräus ist eine mit weitreichenderen Auswirkungen, denn diese ist oftmals politisch motiviert. Gegenstand der Kritik, die die Mehrheit der PAOK Fangruppierungen anbringen, ist die zentralistischen Regierung, die oftmals die großen Klubs aus Athen oder Piräus bevorzugt behandeln soll. Der Klub wurde sehr oft für das Fehlverhalten der Fans in den Heimspielen bestraft, meist durch Punktabzügen oder Geldstrafen.[38]

Panathinaikos Athen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch zu Panathinaikos Athen besteht eine Abneigung, auch wenn diese nicht so ausgeprägt gelebt wird, wie die gegen den Klub aus Piräus. Trotzdem kam es in den Play-Offs der Super League zur Qualifikation für die Qualifikationsrunde der Champions League im Mai 2017, unter aufgeheizter Stimmung zum Wurf einer Bierdose, die Vladan Ivic, den Trainer von PAOK am Kopf traf. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen und der Trainer wurde ins Krankenhaus gebracht.[39]

Internationale Rivalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FC Schalke 04[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Huub Stevens trat als Trainer von PAOK gegen seinen Ex-Klub Schalke 04 in der Champions League-Qualifikationsrunde 2012 an.

Ein weitere Rivalität besteht gegen den FC Schalke 04. Die Ultras der deutschen Mannschaft pflegen eine Freundschaft zu Vardar Skopje, die im ersten Aufeinandertreffen der beiden Klubs am 21. August 2013 mit der Fahne des Stern von Vergina, politisch, kulturell und geschichtlich die Fans von PAOK provoziert haben, sodass PAOK-Anhänger mit der Stürmung der Nordkurve gedroht haben.

Im Rahmen dieses Champions League Qualifikationsspiels musste eine Hundertschaft der Polizei die Entfernung der Fahne aus dem Block der Nordkurve durchführen, indem man rabiat gegen die Schalke Anhänger sowie einige Ultras aus Skopje vorgehen musste, um schlussendlich die Fahne aus dem Block entfernen zu können. Dieser Einsatz führte zu einer monatelangen Kontroverse zwischen der Polizei Nordrhein-Westfalens, dem damaligen Innenminister Ralf Jäger, und Schalke 04.[40]

Die beiden Klubs wurden 2016/17 in der Europa League erneut zugelost. Das Hinspiel erfolgte am 16. Februar 2017, bei dem zunächst die Gelsenkirchener nach Thessaloniki mussten. Dort sorgten Schalke Ultras schon vor dem Spiel für schwere Ausschreitungen, sodass die Polizei massiv Tränengas einsetzen musste. Mindestens ein Schalke Anhänger musste in Gewahrsam genommen werden.[41]

Beim Rückspiel am 22. Februar 2017, welches durch die Polizei im Vorfeld als "Hochrisikospiel" eingestuft wurde, wurde durch die Gelsenkirchener Ultras und unter Beteiligung der Anhänger von Skopje, erneut mit dem Symbol des Sterns von Vergina, welcher ein anerkanntes kulturelles Wahrzeichen der griechischen Region Makedonien ist provoziert. Dieses Symbol wird durch die Nationalisten des Nachbarstaates der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien als Symbol der eigenen Expansionswünsche verwendet. Da diesmal sowohl die Polizei, als auch die Fans von PAOK besser vorbereitet waren, ließen sie diese wiederholte Provokation abprallen und blieben ruhig.[42][43]

Jugendförderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Programm "PAOK Academy" welches der Klub sowohl landesweit, aber auch international seit vielen Jahren betreibt, kooperiert der Verein mit Klubs, die potentielle Lieferanten von Talenten und jungen Fußballern sein könnten. Dabei sucht die Scouting-Abteilung des Vereins nach Klubs mit einer guten Infrastruktur im Bereich der Jugendarbeit. Ein nennenswertes internationales Projekt, ist die Zusammenarbeit mit dem Essener Kreisligisten F.C.Saloniki-Essen e.V., welcher im Essener Norden beheimatet ist, und von griechischen Einwanderern in den 1960er Jahren gegründet wurde. Mit den Jahrzehnten konnten solche Strukturen geschaffen werden, dass die Jugendabteilungen erweitert werden konnten. Die durchaus professionelle Gestaltung der Trainings-, und Spielplätze des heimischen Stadion der Bezirkssportanlage Bäuminghausstrasse und die Bedingungen für Kinder und Jugendliche wurde von PAOK als gut eingestuft, um die Zusammenarbeit zu forcieren.[44]

Der FC Pontus ist eine PAOK Academy aus München, die von der F-Jugend bis zur D-Jugend Kinder im Trainingszentrum fußballerisch ausbildet, und vom Programm mit finanziellen Mitteln unterstützt wird.[45]

In Offenbach ist die PAOK FC Academy Offenbach e.V. beheimatet, die durch ehemalige Fußballer von PAOK und Lizenztrainer organisiert wird. Teil des Programms ist es, die Jugendarbeit in Form von Trainingscamps, Fördertraining und vielen anderen Angeboten zu fördern.[46]

Weitere Länder, in denen es Zusammenarbeiten mit Klubs, im Sinne des PAOK Academy Programms gibt, sind Schweden, Zypern und die Vereinigten Staaten von Amerika.[47]

National betreibt der Klub das Programm der Akademie und verleiht diesen Titel offiziell an einige Klubs des Landes. Unter anderem ist der AED aus Didymoticho Mitglied der PAOK FC Youth and Development Sections. Weitere Sektionen in Griechenland befinden sich in Komotini, Xanthi, Kavala, Drama, Kozani, Ptolemaida, Katerini, Heraklion, Rhodos und Lesbos.[48]

Ehemalige Spieler, Trainer & Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Profispieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die "Ein-Klub-Spieler"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Georgios Koudas ist in Griechenland eine der größten Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts. Koudas trat im Alter von 12 Jahren in den Klub und spielte ununterbrochen bis 1984 für PAOK. Er absolvierte 504 Erstliga-Pflichtspiele für den Klub und erzielte 133 Tore. Er gewann in seiner Zeit 2 Pokale und eine Meisterschaft mit PAOK. Koudas ist einer der drei "Ein-Klub Spieler" der in seiner Karriere nie den Klub gewechselt hat.[49] Georgios Koudas war Kapitän der Nationalmannschaft Griechenlands in der Europameisterschaft 1980 in Italien.

Ein weiterer "Ein-Klub Spieler" ist der Top Scorer Stavros Safaris, der von 1968–1981 für PAOK gespielt hat, und bis heute die vereinsinterne Torschützenliste für die nationalen Wettbewerbe, mit 136 geschossenen Toren, anführt.[49]

Der Dritte Spieler ist Konstantinos Iosifidis. Er hat zwei Meisterschaften und zwei Pokale mit dem Verein gewonnen und hat von 1972 bis 1985 bei PAOK gespielt.

Ausländische Legenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pablo Garcia Publikumsliebling auf PAOK
Pablo Garcia war als Spieler und Trainer im Klub aktiv.

Der aus Sao Paolo stammende Brasilianer Neto Guerino spielte 10 Jahre von 1974 bis 1984 für PAOK und schoss 66 Tore in 231 Spielen. Er war ein Publikumsliebling wegen seiner 11 Toren in 30 Spielen in der Meisterschaftssaison 1976.[50]

Der bosnische Serbe Rade Paprica war einer der Schlüsselspieler der Meisterschaftssaison 1985, und ist bis heute ein Begriff für jeden Fan.

Vieirinha aus seiner ersten Zeit im Klub

Eines der bekanntesten Idole der PAOK Fans der letzten Jahre ist der Uruguayer Pablo Garcia. Dieser hat durch seine Art Sympathien gesammelt und gilt als Legende. Er spielte von 2008 bis 2013 für PAOK, bestritt 109 Spiele und erzielte in dieser Zeit fünf Tore. Pablo Garcia hat auch nach seiner aktiven Karriere ein Traineramt in den Jugendbereichen des Klubs übernommen. In der Saison 2016/17 mit der U-17 und in der Saison 2017/18 mit der U-20 des Klubs, konnte Garcia die griechische Meisterschaft holen.[51]

Ein Spieler der zum Publikumsliebling während seiner Zeit bei PAOK avancierte ist der Portugiese Vieirinha.[52] Der Portugiese kam vom FC Porto und spielte von 2008 bis 2011 für PAOK. Er erzielte 17 Tore in 83 Spielen für den Klub aus Thessaloniki, eher er den Verein in Richtung Wolfsburg verlies.

Im August 2017 kehrte der beliebte Portugiese und Europameister von 2016 jedoch zurück. PAOK einigte sich mit dem VFL Wolfsburg auf eine Ablöse und mit dem Spieler wurde ein 3 Jahresvertrag ausgehandelt, sodass der Spieler die Möglichkeit erhalten hat, seine Karriere bei seinem Herzensklub, wie er selbst immer betont hat, beenden zu können.[53]

Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus den erfolgreichen Zeiten des PAOK in den 1970er Jahren hat aus der Mannschaft ein weiterer Spieler den Legenden-Status bei den Fans erreichen können. Es ist Christos Terzanidis, der bei PAOK in seiner Zeit von 1969 bis 1977 zum Nationalspieler Griechenlands gereift ist.

Ioannis Gounaris machte für PAOK 432 Spiele und erzielte dabei 8 Tore. Genau wie Koudas, Iosifidis, Terzanidis und Damanakis nahm auch Gounaris an der Europameisterschaft 1980 für die griechische Fußballnationalmannschaft teil.

Für Georgios Kostikos wurde für damalige Zeiten eine hohe Ablösesumme bezahlt um ihn nach Thessaloniki zu holen. Insgesamt 8.000.000 GDR, wurden 1977 an Pierikos Katerini überwiesen. Doch diese hohe Ablösesumme zahlte sich aus, denn in neun Jahren in denen er für den Klub aufgelaufen ist, erzielte er 79 Tore in 233 Pflichtspielen. Er gewann mit PAOK eine Meisterschaft und bestritt 35 Nationalspiele für Griechenland. In den Jahren nach seiner aktiven Laufbahn, wechselte Kostikos ins Trainergeschäft wo er unter anderem in der Spielzeit 2005/06 PAOK trainierte. Seit 2012 ist Kostikos für PAOK als Scout aktiv.

Georgios Skartados der aus Rhodos kam und in PAOK seinen Durchbruch schaffte spielte von 1982 bis 1992 und machte 265 Spiele für den Verein, wobei er insgesamt 84 Tore machte. Auch Ioannis Damanakis konnte sich über PAOK für das Nationalteam von Griechenland empfehlen, indem er in 242 Spielen 17 Tore machte.

Stephanos Borbokis ist einer der Spieler, der mindestens 200 Spiele für PAOK absolvierte und dabei von 1986 bis 1994 insgesamt 32 Tore schoss.

Zisis Vryzas in offizieller Position des PAOK F.C.

Theodoros Zagorakis ist international das Gesicht des Klubs. Als Europameister von 2004 mit der griechischen Nationalmannschaft erlangte er Anerkennung und Berühmtheit. Er schnürte insgesamt 120-mal die Schuhe für die Nationalmannschaft. Für PAOK spielte er von 1993 bis 1998 und von 2005 bis 2007 und machte genau 200 Spiele. Im Juni 2007 übernahm Theodoros Zagorakis das Präsidentenamt bei PAOK und führte diesen durch die Jahre der Wirtschaftskrise bis zum Januar 2012.[11] Zisis Vryzas ist ein weiterer Europameister aus dem Jahr 2004 der in PAOK eine hohe Anerkennung erlangen konnte. Jeder PAOK-Fan verbindet mit ihm den Sieg über Arsenal London im UEFA Pokal. Vryzas spielte bei PAOK von 1996 bis 2000 und in der Saison 2007/08. Er absolvierte 121 Spiele und schoß 25 Tore. Als Präsident hatte er zwei Amtszeiten. Die erste Amtszeit erfolgte unter dem neuen Eigner des Klubs, Ivan Savvidis in der Saison 2009/2010. Die zweite Amtszeit erfolgte von 2011 bis 2014.

Dimitrios Salpingidis belegt mit 90 Toren den dritten Rang der ewigen Erstliga Torschützenliste des Klubs

Dimitrios Salpingidis ist einer der Top Scorer des Klubs und spielte zweimal für seinen Klub. Einmal Von 1999 bis 2006 und dann wieder von 2010 bis 2015. In dieser Zeit gewann er mit PAOK den griechischen Pokal 2003. Salpingidis machte in seinen zwei Spielzeiten für PAOK 90 Erstliga-Tore in 262 Spielen. Salpingidis ist mit seinen 82 Spielen für die Nationalmannschaft in der Top 5 der Rekordspieler für die Landesauswahl.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Trainerpersönlichkeiten waren unter anderen: Heinz Höher, Karl Durspekt, Jenő Csaknády, Branko Stankovic, Billy Bingham, Walter Skocik, Pál Csernai, Ivica Horvat, Egon Piechaczek, Miroslav Blazevic, László Bölöni, Fernando Santos, Angelos Anastasiadis, Gyula Lóránt, Ljupko Petrović, Arie Haan, Les Shannon, Rolf Fringer, Dušan Bajević, Mario Beretta, Georgios Donis, Thijs Libregts, Rinus Israël, Igor Tudor, Huub Stevens, Oleh Blochin und Vladimir Ivić.

Anastasiadis 2014 im PAOK- Trainingslager

Der Trainer mit der kürzesten Amtszeit ist bisher Mario Beretta mit nur 38 Tagen.

Angelos Anastasiadis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angelos Anastasiadis ist ein Trainer, der seinen Namen wie kaum ein anderer mit dem Traineramt des Klubs in Verbindung gebracht hat. In vier verschiedenen Perioden konnte Anastasiadis den Klub als sportlicher Hauptverantwortlicher sowie als Trainers leiten. Die erste Arbeitsaufnahme erfolgte in der Rückrunde der Saison 1997/1998 und ging vom 03. Februar 1997 bis zum 17. Mai 1998. Nach einer kurzen Unterbrechung erfolgte die zweite Amtszeit vom 30. September 1998 bis zum 07. Februar 1999. Drei Jahre später wurden die Dienste des Fußballlehrers erneut in Anspruch genommen. Die dritte Amtszeit ging vom 25. August 2002 bis zum 26. September 2004. Seine vierte Amtszeit erfolgte unter dem Besitzer Ivan Savvidis. Am 11. Juni 2014 trat Anastasiadis das Amt an und blieb bis zum 16. März 2015.[2] In der Saison 2002/03 konnte Anastasiadis den griechischen Pokal nach Thessaloniki holen.

Les Shannon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erfolgreichste Trainer der Klubgeschichte ist der Engländer Les Shannon, der in seiner Zeit von 1971 bis 1974 zweimal den Pokal holen konnte und einmal den Greater Greece Cup. Dies war ein Superpokal-Wettbewerb zwischen den Meistern Griechenlands und Zyperns, der nur sechsmal ausgetragen wurde. Les Shannon hat bis heute den Rekord der längsten Amtszeit als Profitrainer in der Klubgeschichte. Shannon war 3 Jahre und 8 Monate verantwortlich für die erste Mannschaft von PAOK.

Gyula Lorant[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gyula Lorant, der als Spieler für Ungarn im Weltmeisterschaftsfinales von 1954 stand, und dessen Credo "Kein Spieler darf klüger sein als ich" berühmt wurde, starb an einem Herzinfarkt während eines Punktspiels seiner Mannschaft im Jahr 1981.[54] Lorant hatte zwei Amtszeiten auf dem Trainerstuhl von PAOK, dessen größter Erfolg das Erlangen der griechischen Meisterschaft 1976 war. Die erste Amtszeit war die Saison 1975/76. Seine zweite Amtszeit war die Saison 1980/81.

Gesperrte Rückennummern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden zwei Rückennummern nicht mehr an Spieler vergeben. Zum einen die „12“, welche stellvertretend bei vielen europäischen Vereinen für die Fans als „12. Mann“ steht und zum anderen die „17“ n Gedenken an den 1998 bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten Spieler Panagiotis Katsouris. Zu Ehren des Spielers wird seit 2009 jährlich ein Jugendturnier ausgetragen, welches seinen Namen trägt.[55]

Die Opfer von Tempi/Thessalien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nacht des 4. Oktobers 1999 ereignete sich ein tragischer Verkehrsunfall auf der Höhe von Tempi in Thessalien. Ein Fanbus mit PAOK-Anhängern verunglückte so, sodass mehrere Fans ums Leben kamen. Seitdem erfolgt eine jährliche Zeremonie zur Ehre der Opfer im Namen des Klubs.[56]

Anhängerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gate 4 - Choreografie im Toumba Stadion

Die bekanntesten und ältesten Fan-Gruppierungen stehen im Toumba Stadion in der Kurve Gate 4. Demnach ist „Gate 4“ ein Sammelbegriff für die fanatischen unter den Anhängern im Stadion. Die organisierten Fans der „Northeners“, „Makedones“ oder der „Ultra Fans PAOK“ zählen zu den wildesten und dynamischen Gruppierungen unter den Anhänger des Traditionsklubs. Traditionell gibt es in Deutschland und den Vereinigten Staaten die meisten Fanclubs außerhalb Griechenlands. Allein in Deutschland zählt der Verein mehrere, überwiegend von Migranten aus dem Norden Griechenlands gegründete Organisationen, die in Städten wie Berlin, Düsseldorf[57], Stuttgart, Hannover, Reutlingen, Ulm, Nürnberg, München, Duisburg, Lüdenscheid, Solingen und einigen weiteren beheimatet sind.

Euklid Tsakalotos ist bekennender Anhänger des Klubs

Überall in Staaten, in denen es historisch Migranten aus Griechenland gibt, verhält es sich ähnlich. In den Vereinigten Staaten gibt es einen der größten Fanclubs außerhalb Europas. Nahezu jedes Jahr besucht der Präsident des Klubs die Anhänger in New York City. Weiterhin gibt es in Australien den bekannten Fanclub in Melbourne. Fanclubs von PAOK gibt es unter anderem in Schweden, England, Belgien, Zypern und in der Schweiz[58].

Auch viele bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Griechenland bekennen sich zum Klub. Eine berühmte und in der Öffentlichkeit stehende Persönlichkeit ist Euklid Tsakalotos, Finanzminister im zweiten Kabinett der Regierung Tsipras.[59] Akis Tsochatzopoulos sowie Evangelos Venizelos aus der sozialdemokratischen Partei PASOK und ehemalige Minister verschiedener Regierungen sind bekennende Anhänger, zumal beide zu politisch aktiven Zeiten in Wahlbezirken von Thessaloniki kandidiert haben.[60] Popi Tsapanidou[61] und Sissi Christidou[62], beide im griechischen Boulevard,- und Informationsjournalismus beheimatet und im Inland bekannt, sind Fans des Klubs. Pyrros Dimas, der erfolgreichste Gewichtheber Griechenlands und mehrmaliger Olympionike hat sich oftmals zum Klub bekannt.[63] Stratos Dionisiou, eine Legende des griechischen Musikstils Laiko und Rebetiko war bekennender Anhänger.[64]

Konstandinos Gatsioudis, der erfolgreichste Speerwerfer des Landes ist PAOK-Fan.[65] Auch Alkinoos Ioannidis ist ein Unterstützer und Fan des Klubs.

Rekordlisten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ewige Erstliga Torschützenliste
Platz Name Tore
1. Stavros Sarafis 136
2. Georgios Koudas 133
3. Dimitrios Salpingidis 90
4. Georgios Skartados 84
5. Georgios Kostikos 79
Ewige Tabelle der Erstligaeinsätze
Platz Name Spiele
1. Georgios Koudas 504
2. Konstantinos Iosifidis 397
3. Ioannis Gounaris 377
4. Stavros Sarafis 358
5. Aristarchos Fountoukidis 336


Weitere Abteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Fußball werden im Verein eine große Anzahl anderer Sportarten betrieben.

Basketball

Volleyball

Sonstige
Weitere Abteilungen gibt es in den Sportarten: Eishockey, Handball, Wasserball, Schwimmen, Ringen, Leichtathletik, Gewichtheben und Taekwondo.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: PAOK Thessaloniki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. History. 11. März 2016, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  2. a b 90 χρόνια ΠΑΟΚ! 90 χρόνια προπονητές! 11. März 2016, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  3. Alexis Kristallidis (Hrsg.): PAOK Embisteftiko 2000 - PAOK Ex Orismou. Nr. 9. Dikefalos EPE, Thessaloniki Dezember 1999, S. 38–41.
  4. a b The untold story of Giorgios Koudas. 16. Februar 2015, abgerufen am 13. März 2018 (englisch).
  5. a b c d e f g h PAOK History – Timeline. 16. Februar 2015, abgerufen am 13. März 2018 (englisch).
  6. Ημέρες Βουλινού. 31. Juli 2017, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  7. Fani Toli: Former PAOK FC President Thomas Voulinos Dies at 72. 11. Januar 2012, abgerufen am 13. März 2018 (englisch).
  8. Spielbericht: FC Arsenal gegen PAOK Thessaloniki. In: transfermarkt.de. Abgerufen am 13. März 2018.
  9. Δημήτρης Παφίλας: Η άνοδος και η πτώση ενός “Μπάτμαν”. 13. Juni 2010, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  10. ΝΙΚΟΣ ΓΙΑΝΝΟΠΟΥΛΟΣ: Γιάννης Γούμενος: Ο ασφαλιστής που έφερε την ανασφάλεια στον ΠΑΟΚ. 6. Dezember 2006, abgerufen am 13. März 2018 (gr).
  11. a b Ζαγοράκης: «Μόνος επενδυτής ο κόσμος». 15. Dezember 2008, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  12. Giorgos Christidis: Griechenland erlässt Fußballklub von Putin-Freund Steuerschulden. 30. März 2015, abgerufen am 13. März 2018.
  13. PAOK-Zugänge 15/16. Abgerufen am 13. März 2018.
  14. O Αλεξάνταρ Στανόγεβιτς στον πάγκο του ΠΑΟΚ. 16. Juni 2017, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  15. Ο Λουτσέσκου στον πάγκο του ΠΑΟΚ. 11. August 2017, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  16. PAOK gegen AEK: Präsident stürmt mit Pistole aufs Feld. In: focus.de. Abgerufen am 13. März 2018.
  17. Saloniki gewinnt griechischen Pokal. rheinpfalz.de, abgerufen am 13. Mai 2018.
  18. a b c d e f g Haris Hristidis: PAOK Embisteftiko 2000. Hrsg.: Alexis Kristallidis. Nr. 9. SCRIPTA E.P.E, Thessaloniki Dezember 1999, S. 60–65.
  19. Stavros Petrakopoulos: PAOK Embisteftiko - O PAOK stin Evropi (PAOK Embisteftiko- PAOK in Europa). Hrsg.: Alexis Kristallidis. Nr. 15. Ekdotiki Woriou Elladas A.E., Thessaloniki Juli 2000, S. 86–87.
  20. a b c d e f g h PAOK in Europe. Abgerufen am 13. März 2018 (englisch).
  21. Heimpleite gegen PAOK! BVB verzweifelt vor dem Tor und verpasst den Gruppensieg. 10. Dezember 2015, abgerufen am 13. März 2018.
  22. Spielbericht & Statistiken - Östersund FK vs. PAOK Saloniki. Abgerufen am 13. März 2018.
  23. Nach Suspendierung von Metalist Charkow - Schalke nun gegen Stevens-Klub PAOK Saloniki
  24. Draxler und Szalai beenden die Zitterpartie: PAOK Saloniki - FC Schalke 04 2:3 (0:1). In: kicker online, Nürnberg, Germany. Abgerufen am 13. März 2018 (deutsch).
  25. PAOK FC – First Team. Abgerufen am 13. März 2018.
  26. a b Home Ground. Abgerufen am 13. März 2018 (englisch).
  27. Ioannis Sotiriou: [www.inpaok.com To Gipedo sto Syntrivani.] 5. Juni 2018, abgerufen am 5. Juni 2018 (griechisch).
  28. a b Toumba Stadium. Abgerufen am 26. Mai 2017 (englisch).
  29. Η Νέα Μεσημβρία μεταμορφώνεται. 24. August 2016, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  30. Partizans „Totengräber“ sind mies darin, die eigenen Trommler unkenntlich zu machen. 11. Oktober 2017, abgerufen am 26. Mai 2017.
  31. Maria Konstantopoulou, Kyriakos Kyriakos: PAOK F.C. - The Magazine - Apostoli sto Torino. Hrsg.: Giorgos Batatoudis, Spyros Leventopoulos. Nr. 28. Ekdotiki Woriou Elladas A.E., Thessaloniki Juni 2002, S. 94–101.
  32. Stavros Kalafatis: PAOK Embisteftiko - Apostoli sti Juventus. Hrsg.: Alexis Kristallidis. Nr. 4. Dimosiografikos Organismos Lambraki A.E., Thessaloniki 30. Juni 1999, S. 20–26.
  33. Der ZSKA Moskau – ein Verein mit langer Tradition. In: Freundschaften des Vereins. Abgerufen am 13. März 2018.
  34. Πενυς Βερβερη: Μανωλης Ρασουλης - Ενας Βαλκανιος Παοκτζης. Hrsg.: Δικεφαλος Ε.Π.Ε. Nr. 9. Δικεφαλος Ε.Π.Ε, Θεσσαλονικη Dezember 2000, S. 122–127.
  35. Γιάννης Μάλαμας: Μαζί στις κερκίδες! 19. Oktober 2017, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  36. Thessaloniki Derby I Aris-PAOK. 3. März 2013, abgerufen am 13. März 2018.
  37. Ivan Savvidis express support to struggling Iraklis. 7. September 2017, abgerufen am 13. März 2018 (englisch).
  38. Pokal: Fans sorgen für Spielabbruch in Saloniki. 3. März 2016, abgerufen am 13. März 2018.
  39. Trainer von Paok Saloniki von Bierdose am Kopf getroffen. 18. Mai 2017, abgerufen am 13. März 2018.
  40. Skandalspiel Schalke vs. Saloniki: Ermittlungen gegen 23 Polizisten. 1. April 2014, abgerufen am 13. März 2018.
  41. Eiskaltes Schalke siegt bei PAOK. 17. Februar 2017, abgerufen am 13. März 2018.
  42. S04 - Fans provozieren mit Fahne. 22. Februar 2017, abgerufen am 13. März 2018.
  43. Schalke gegen Paok Saloniki: Es geht auch friedlich. 23. Februar 2017, abgerufen am 13. März 2018.
  44. FC Saloniki Essen kooperiert mit PAOK Thessaloniki. 8. November 2017, abgerufen am 13. März 2018.
  45. Munich FC Pontos. 12. Februar 2018, abgerufen am 12. Februar 2018.
  46. Internetseite PAOK FC Offenbach Academy. 12. Februar 2018, abgerufen am 12. Februar 2018.
  47. PAOK Fοοtball Prints. Internetseite des Klubs, 12. Februar 2018, abgerufen am 13. März 2018 (englisch).
  48. [www.paokfc.gr PAOK ACADEMY.] Internetseite des Klubs, 12. Februar 2018, abgerufen am 12. Februar 2018 (englisch).
  49. a b Haris Hristidis: PAOK Embisteftiko 2000. Hrsg.: Alexis Kristallides. Nr. 9. SCRIPTA E.P:E, Thessaloniki Dezember 1999, S. 54.
  50. Το ρεκόρ του Νέτο Γκουερίνο. Abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  51. [www.paokfc.gr Pablo Garcia.] 16. Mai 2018, abgerufen am 16. Mai 2018 (griechisch).
  52. Vertrag bis 2015: Vieirinha-Transfer nach Wolfsburg perfekt. 3. Januar 2012, abgerufen am 13. März 2018.
  53. Vieirinhas Rückkehr zu PAOK Saloniki perfekt. 31. August 2017, abgerufen am 13. März 2018.
  54. Gestorben: Guyla Lorant. 8. Juni 1981, abgerufen am 13. März 2018.
  55. Το μνημόσυνο για τον Παναγιώτη Κατσούρη. 9. Februar 2018, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  56. Τέμπη 4/10/1999: Η μαύρη μέρα του ΠΑΟΚ. 4. Oktober 2013, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  57. So glühten die PAOK-Fans im Düsseldorfer Vereinsheim vor. 23. Februar 2017, abgerufen am 13. März 2018.
  58. PAOK Fan Club of Switzerland - Σύνδεσμος φιλάθλων ΠΑΟΚ Ελβετίας. 22. Oktober 2017, abgerufen am 22. Oktober 2017.
  59. Ο Τσακαλώτος είδε ΠΑΟΚ με τον Ιβάν Σαββίδη από τη σουίτα του στην Τούμπα Πηγή: Ο Τσακαλώτος είδε ΠΑΟΚ με τον Ιβάν Σαββίδη από τη σουίτα του στην Τούμπα. 16. Februar 2017, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  60. Όταν οι οπαδοί του ΠΑΟΚ αποθέωναν το Βενιζέλο για τη μεταγραφή Γαλακτερού... Πηγή: Όταν οι οπαδοί του ΠΑΟΚ αποθέωναν το Βενιζέλο για τη μεταγραφή Γαλακτερού. 8. Juli 2012, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  61. Η Τσαπανίδου και η ΠΑΟΚτσίδικη τοστιέρα! 8. Dezember 2016, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  62. Soccer Mom η Σίσσυ Χρηστίδου. 4. Januar 2011, abgerufen am 3. September 2017 (griechisch).
  63. Πύρρος Δήμας: "Είμαι Εθνική και ΠΑΟΚ". 2. März 2011, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  64. «Ο Στράτος με έκανε και ΠΑΟΚτσή». 16. Januar 2016, abgerufen am 13. März 2018 (griechisch).
  65. Χρηστος Παυλιδης: Παοκ Εμπιστευτικο - Ακοντιο,μεταλλια και...Παοκαρα!. Hrsg.: Δικεφαλος Ε.Π.Ε. Nr. 9. Δικεφαλος Ε.Π.Ε, Θεσσαλονικη Dezember 2000, S. 99–102.