Sergio Pérez

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Sergio Pérez
Sergio Pérez 2011
Automobil-/Formel-1-Weltmeisterschaft
Nation: MexikoMexiko Mexiko
Status: aktiv
Startnummer:

11

Erster Start: Großer Preis von Australien 2011
Konstrukteure
2011–2012 Sauber • 2013 McLaren • 2014–2015 Force India
Statistik
WM-Bilanz: WM-Zehnter (2012)
Starts Siege Poles SR
65 3
WM-Punkte: 158
Podestplätze: 4
Führungsrunden: 23 über 115,1 km
Stand: Großer Preis von Deutschland, 20. Juli 2014
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Sergio „Checo“ Pérez Mendoza (* 26. Januar 1990 in Guadalajara) ist ein mexikanischer Automobilrennfahrer.

Von 2009 bis 2010 startete er in der GP2-Serie und wurde dort 2010 Vizemeister. 2011 debütierte er für Sauber in der Formel 1 und geht seit dem in dieser an den Start. Seit 2014 tritt er für Force India an.

Karriere[Bearbeiten]

Anfänge im Motorsport (2004–2008)[Bearbeiten]

Nachdem Pérez 2004 an der Skip Barber National Championship teilgenommen hatte und dort Elfter in der Gesamtwertung wurde, wechselte er 2005 zu 4speed Media in die deutsche Formel BMW und wurde Gesamtvierzehnter. Auch im folgenden Jahr trat Pérez in der deutschen Formel BMW an und wurde für das Team ADAC Berlin-Brandenburg Sechster der Gesamtwertung. Außerdem nahm er im Winterhalbjahr 2006/2007 an zwei Rennen der A1GP-Serie für das mexikanische Team teil. 2007 wechselte Pérez zu T-Sport in die britische Formel-3-Meisterschaft und wurde mit 14 Siegen in 21 Rennen Meister der nationalen Klasse. 2008 stieg er in die internationale Klasse der britischen Formel-3-Meisterschaft auf und lag, erneut für T-Sport antretend, zum Saisonende mit vier Siegen aus 20 Rennen auf dem vierten Platz der Gesamtwertung.

GP2-Serie (2008–2010)[Bearbeiten]

In der GP2-Asia-Serie-Saison 2008/2009 fuhr Pérez an der Seite von Witali Petrow für Campos Grand Prix. Nachdem Pérez beim Sprintrennen in Sakhir seinen ersten GP2-Sieg feierte, zeigte er auch beim nächsten Rennwochenende in Losail eine gute Leistung: Nach Platz zwei im Hauptrennen gewann Pérez das Sprintrennen vor seinem Teamkollegen Petrow. Am Saisonende belegte Pérez den siebten Platz in der Gesamtwertung. Mit 26 zu 28 Punkten unterlag er Petrow knapp.

2009 nahm Pérez auch an der Hauptserie der GP2 teil. Zusammen mit Edoardo Mortara ging er für Arden International an den Start. Obwohl er kein Rennen gewann, zeigte er in seiner Debütsaison solide Leistungen. In Valencia stand er als Dritter im Haupt- und als Zweiter im Sprintrennen erstmals auf dem Podest und belegte am Saisonende den zwölften Gesamtrang. Intern setzte er sich mit 22 zu 19 Punkten gegen Mortara durch.

Für die GP2-Serie-Saison 2010 kehrte Pérez zum Barwa Addax Team, dem Nachfolgeteam von Campos Grand Prix, zurück.[1] Sein Teamkollege war der Niederländer Giedo van der Garde. Pérez war bereits davor eine Hälfte der GP2-Asia-Serie-Saison 2009/2010 für Barwa Addax gefahren und 15. in der Gesamtwertung geworden. In der regulären GP2-Serie gewann Pérez beim prestigeträchtigen Rennen in Monte Carlo sein erstes Rennen in der GP2-Serie. Mit weiteren Siegen in Silverstone, Hockenheim, Spa-Francorchamps und auf der Yas-Insel entschied er insgesamt fünf Rennen für sich. Am Saisonende wurde er hinter Pastor Maldonado Vizemeister und war zudem der Pilot mit den zweitmeisten Siegen. Im November 2010 absolvierte er seinen ersten Formel-1-Test für Sauber.[2]

Formel 1 (seit 2011)[Bearbeiten]

Sergio Pérez im Sauber C30 beim Großen Preis von Malaysia 2011

2011 trat er in der Formel 1 für das Sauber-Team an.[3] Zudem erhielt er einen Fördervertrag bei Ferrari.[4] In seinem ersten Rennen, dem Großen Preis von Australien, kam Pérez auf dem siebten Platz ins Ziel. Dabei war er der einzige Pilot, der eine Ein-Stopp-Strategie anwendete und 35 Runden mit einem weichen Reifensatz fuhr.[5] Da bei der technischen Inspektion nach dem Rennen an beiden Saubern illegale Heckflügel festgestellt wurden, wurden beide Piloten disqualifiziert.[6] Beim fünften Rennen, dem Großen Preis von Spanien, erzielte er als Neunter schließlich seine ersten Formel-1-Punkte.

Im Qualifying zum Großen Preis von Monaco verunglückte Pérez schwer. Ausgangs des Tunnels verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, drehte sich und schlug seitwärts in die Begrenzungsmauer der Hafenschikane ein. Pérez blieb bei Bewusstsein und wurde in ein Krankenhaus gebracht.[7] Pérez zog sich eine Gehirnerschütterung sowie eine Stauchung am Oberschenkel zu.[8] Den Start zum Grand Prix musste er absagen.[9] Beim folgenden Grand Prix in Kanada klagte Pérez nach dem ersten Freien Training über Übelkeit und wurde für das restliche Rennwochenende durch Pedro de la Rosa ersetzt.[10] Beim Großen Preis von Großbritannien erzielte er als Siebter seine beste Saisonplatzierung. In Japan machte Pérez einige Plätze gut und verbesserte sich vom 17. auf den achten Platz. Am Saisonende belegte er den 16. Gesamtrang. Intern unterlag er seinem Teamkollegen Kamui Kobayashi mit 14 zu 30 Punkten.

Pérez in der Schlussrunde beim Großen Preis von Malaysia 2012, wo er den zweiten Platz erzielte

Pérez absolvierte 2012 seine zweite Saison für Sauber.[11] Beim Saisonauftakt in Australien erreichte er als Achter das Ziel. Er war dabei wie schon im Vorjahr der einzige Fahrer, der nur mit einem Reifenwechsel ausgekommen war. Beim zweiten Rennen, dem Großen Preis von Malaysia, hatte Pérez in einem durch wechselnde Wetterbedingungen geprägten Rennen Siegchancen. Im Duell um den Sieg mit Fernando Alonso machte er jedoch einen kleinen Fahrfehler, kam aber schließlich mit 2,3 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Platz ins Ziel. Beim Großen Preis von Monaco erzielte er erstmals in der Formel 1 die schnellste Runde, blieb mit einem elften Platz jedoch ohne Punkte. Ein Rennen später in Kanada erzielte er mit einem dritten Platz eine weitere Podest-Platzierung. Beim Großen Preis von Italien gelang ihm ein weiterer zweiter Platz. Am Saisonende belegte er den zehnten Platz in der Weltmeisterschaft. Damit setzte er sich intern gegen Kobayashi mit 66 zu 60 Punkten durch.

Formel-1-Saison 2013 wechselte Pérez zu McLaren. Er ersetzte dort Lewis Hamilton[12] und wurde Teamkollege von Jenson Button. Beim Saisonauftakt in Australien verpasste er als Elfter Punkte. Eine Woche später in Malaysia holte er als Neunter erstmals für McLaren Punkte und erzielte die schnellste Rennrunde. Seine beste Platzierung erreichte Pérez mit einem fünften Platz in Indien. Obwohl die Zusammenarbeit mit McLaren ursprünglich für mehrere Jahre geplant war,[13] endete Pérez Engagement bei dem Rennstall bereits nach einer Saison.[14] Mit 49 zu 73 Punkten unterlag er intern Button und wurde Elfter in der Fahrerwertung.

Für die Saison 2014 erhielt Pérez ein Cockpit bei Force India. Er unterschrieb einen mehrjährigen Vertrag bei dem Rennstall und wurde Teamkollege von Nico Hülkenberg.[15] Beim Großen Preis von Malaysia konnte er wegen technischer Probleme nicht starten. Eine Woche später in Bahrain gelang ihm mit einem dritten Platz seine erste Podest-Platzierung mit Force India. Nach dem zehnten Rennen belegte er den elften Gesamtrang.

Sonstiges[Bearbeiten]

Seit Beginn seiner Karriere wird Pérez vom mexikanischen Telekommunikationskonzern Telmex unterstützt.[16]

Bei der Einführung der permanenten Formel-1-Startnummern 2014 wählte Pérez die #11 für seine weitere Karriere.[17] Pérez begründete seine Wahl damit, dass er die Nummer bereits im Kartsport sowie in seiner Debütsaison der GP2-Serie verwendete.[18]

Statistik[Bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten]

Statistik in der Formel 1[Bearbeiten]

Stand: Großer Preis von Deutschland, 20. Juli 2014

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
2011 Sauber F1 Team Sauber C30 Ferrari 2.4 V8 17 14 16.
2012 Sauber F1 Team Sauber C31 Ferrari 2.4 V8 20 2 1 1 66 10.
2013 Vodafone McLaren Mercedes McLaren MP4-28 Mercedes 2.4 V8 19 1 49 11.
2014 Sahara Force India F1 Team Force India VJM07 Mercedes 1.6 V6 Turbo 9 1 1 29 11.
Gesamt 65 2 2 3 158

Einzelergebnisse[Bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
2011 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Turkey.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Europe.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of South Korea.svg Flag of India.svg Flag of the United Arab Emirates.svg Flag of Brazil.svg  
DSQ DNF 17 14 9 DNS PO 11 7 11 15 DNF DNF 10 8 16 10 11 13  
2012 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Europe.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of South Korea.svg Flag of India.svg Flag of the United Arab Emirates.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg
8 2 11 11 DNF 11 3 9 DNF 6 14 DNF 2 10 DNF 11 DNF 15 11 DNF
2013 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of South Korea.svg Flag of Japan.svg Flag of India.svg Flag of the United Arab Emirates.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg  
11 9 11 6 9 16* 11 20* 8 9 11 12 8 10 15 5 9 7 6  
2014 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of Bahrain.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Austria.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of Russia.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg  
10 DNS 3 9 9 DNF 11* 6 11 10  

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Perez kehrt 2010 zu Addax zurück“ (Motorsport-Total.com am 9. Dezember 2009)
  2. „Sauber: Pérez' erster Tag als Formel-1-Pilot“ (Motorsport-Total.com am 17. November 2010)
  3. „Offiziell: Sauber 2011 mit Kobayashi und Pérez“ (Motorsport-Total.com am 4. Oktober 2010)
  4. „Sauber-Neuzugang Pérez wird Ferrari-Kaderfahrer“ (Motorsport-Total.com am 8. Oktober 2010)
  5. „Formel 1 - Sauber von Perez tief beeindruckt“ (Motorsport-Magazin.com am 31. März 2011)
  6. „Heckflügel illegal: Sauber disqualifiziert!“ (Motorsport-Total.com am 27. März 2011)
  7. „Unfall im Qualifying: Perez ist bei Bewusstsein“ (Motorsport-Total.com am 28. Mai 2011)
  8. „Keine Knochenbrüche bei Perez“ (Motorsport-Total.com am 28. Mai 2011)
  9. „Perez rechnet mit Comeback in Montreal“ (Motorsport-Total.com am 2. Mai 2011)
  10. „Perez fühlt sich nicht gut: De la Rosa springt ein“ (Motorsport-Total.com am 10. Juni 2011)
  11. „Formel 1 - Sauber behält seine Fahrer für 2012“ (Motorsport-Magazin.com am 28. Juli 2011)
  12. Jonathan Noble: “Sergio Perez gets Lewis Hamilton's McLaren seat”. autosport.com, 28. September 2012, abgerufen am 28. September 2012 (englisch).
  13. Jonathan Noble: “Sergio Perez gets Lewis Hamilton's McLaren seat”. autosport.com, 28. September 2012, abgerufen am 28. September 2012 (englisch).
  14. Christian Menath: „Formel 1 - Offiziell: Perez geht, Button bleibt“. Bleibe McLaren-Fan. Motorsport-Magazin.com, 13. November 2013, abgerufen am 13. November 2012.
  15. Stefan Ziegler: „Perez wechselt als Hülkenberg-Teamkollege zu Force India“. Motorsport-Total.com, 12. Dezember 2013, abgerufen am 12. Dezember 2013.
  16. „Nico Hülkenberg wechselt zu Force India“ (Spiegel Online am 25. November 2013)
  17. Robert Seiwert: „Formel 1 - Alle Startnummern fix: Vettel nimmt die 1“. Nummer 13: Ausgerechnet Maldonado. Motorsport-Magazin.com, 10. Januar 2014, abgerufen am 12. Januar 2014.
  18. Robert Seiwert: „Formel 1 - Neue Startnummer-Regel: Wünsch dir was!“ Motorsport-Magazin.com, 14. Dezember 2013, abgerufen am 12. Januar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sergio Pérez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien