Behren-lès-Forbach

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Behren-lès-Forbach
Wappen von Behren-lès-Forbach
Behren-lès-Forbach (Frankreich)
Behren-lès-Forbach
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle
Kanton Stiring-Wendel
Gemeindeverband Forbach Porte de France
Koordinaten 49° 10′ N, 6° 56′ OKoordinaten: 49° 10′ N, 6° 56′ O
Höhe 243–382 m
Fläche 5,98 km²
Einwohner 7.439 (1. Januar 2013)
Bevölkerungsdichte 1.244 Einw./km²
Postleitzahl 57460
INSEE-Code

Blick auf die Plattensiedlung

Behren-lès-Forbach (deutsch Behren) ist eine französische Gemeinde mit 7439 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Moselle in der Region Grand Est (vor 2016: Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle, war bis 2015 Hauptort des Kantons Behren-lès-Forbach und ist seitdem Teil des Kantons Stiring-Wendel.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Behren-lès-Forbach liegt unweit der Grenze zu Deutschland, drei Kilometer südöstlich der Stadt Forbach und etwa zehn Kilometer südlich von Saarbrücken.

Nachbargemeinden von Behren-lès-Forbach sind Etzling im Nordosten, Kerbach im Osten, Bousbach im Süden, Folkling im Südwesten, Œting im Westen sowie Forbach im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 884 und 1152 Berna[1][2] genannte Ort wird in einer Urkunde des Deutschen Ordens der Komturei Saarbrücken vom 8. Juli 1301 Burne[3] oder Berne[4] genannt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1946 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 429 534 10.486 12.512 12.015 11.152 10.291 10.073 8.781

Ab Ende der 1950er Jahre entstanden für die Arbeiter der seinerzeit blühenden Kohle- und Stahlindustrie zahlreiche Plattenbausiedlungen, so auch die Banlieue genannte vorstadtartige Siedlung in Behren nordwestlich des alten Dorfkerns. Die Bevölkerung stieg in wenigen Jahren auf das Zwanzigfache. Zahlreiche Arbeiter wurden aus Nordafrika, insbesondere aus Algerien angeworben, deren Nachfahren bis heute nicht in die Gesellschaft integriert sind. Die sozialen Spannungen und Probleme traten unter anderem bei Ausschreitungen im Jahr 2005 offen zutage. Seit dem Niedergang der Montanindustrie sind die Bevölkerungszahlen rückläufig.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die planmäßig errichtete Siedlung hat wenige Sehenswürdigkeiten aufzuweisen. Eine Grubenlok als Symbol des Steinkohlen-Bergbaus steht heute auf einer Kreisverkehrsinsel. Im alten Dorfkern steht die St. Blasiuskirche (Église Saint-Blaise).

Grubenlok mit Kohlewagen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar südwestlich von Behren liegt mit dem 1500 Hektar umfassenden Technopôle Forbach-Sud eines der größten Gewerbegebiete im Nordosten Frankreichs.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Roland W. L. Puhl: Die Gaue und Grafschaften des frühen Mittelalters im Saar-Mosel-Raum, Diss., Saarbrücken 1999, S. 258. ISBN 3-930843-48-X
  2. Bischmisheim Historie
  3. Saarbrücker Regesten Online 1301-07-08
  4. www.agglo-forbach/Behren

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Behren-lès-Forbach – Sammlung von Bildern