Hauptwerke der Backsteingotik
Die Backsteingotik ist eine in Norddeutschland und dem Ostseeraum verbreitete Bauweise der Gotik. Zahlreiche Altstädte, die von der Backsteinarchitektur geprägt sind, wurden zum Weltkulturerbe erklärt. Die Backsteingotik ist nur unscharf von der vorgehenden Backsteinromanik und der nachfolgenden Backsteinrenaissance abgegrenzt. Häufig wurden romanische Bauten gotisch überbaut oder umgewandelt, andere romanisch begonnen, jedoch wegen der häufig jahrzehntelangen Bauzeit gotisch vollendet. Solche Bauwerke lassen sich oft gleichermaßen der Romanik wie der Gotik zuordnen. Das Verbreitungsgebiet der Backsteingotik deckt sich weitgehend mit dem Einflussgebiet der Hanse (mit Ausnahme Westfalens und des Rheinlandes), jedoch mit einem deutlichen Übergewicht in den jüngeren Stadtgründungen östlich der Elbe. Neben städtischen Profanbauten, Domen und anderen Stadtkirchen hatten Klosterbauten der Bettelorden und anderer Ordensgemeinschaften, insbesondere der Zisterzienser und Prämonstratenser, einen bedeutenden Anteil an der Backsteinarchitektur. Im Deutschordensland zwischen Ostpreußen und Estland errichtete der Deutsche Orden zahlreiche Festungen.
Die Liste führt Bauten auf, die stilistisch einflussreich waren oder durch ihre Funktion besondere Bedeutung besaßen. Das Aufnahmekriterium dafür ist, dass das Bauwerk entsprechend in kunsthistorischen Überblickswerken zur Backsteingotik behandelt wird[1] und/oder seine herausragende Bedeutung in mehreren wissenschaftlichen Einzeluntersuchungen festgestellt wurde.
Die angegebenen Datierungen beziehen sich auf die heute existierenden gotischen Bauten, Vorgängerbauten und nachgotische Veränderungen werden in der Regel nicht mit angegeben und müssen über die jeweiligen Einzelartikel nachvollzogen werden. Die einflussreichsten Hauptbauten der Backsteingotik sind fett hervorgehoben. Für frühere und spätere Backsteinbauten des norddeutschen und des Ostseeraums siehe die Artikel Backsteinromanik und Backsteinrenaissance. Nicht aufgenommen werden gotische Backsteinbauten, die nicht dem Kulturkreis Norddeutschlands bzw. des Ostseeraumes angehören, etwa solche des Donauraumes, da diese in der kunsthistorischen Terminologie gewöhnlich nicht der Backsteingotik zugerechnet werden.
Inhaltsverzeichnis
Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Mecklenburg-Vorpommern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Stadt | Gebäude | Hauptbauzeit | Besonderheiten | Abbildung |
|---|---|---|---|---|
| Altentreptow | Petrikirche | Mitte des 13. bis erste Hälfte des 14. Jahrhunderts | Hallenkirche | |
| Stadttore: Brandenburger Tor, Demminer Tor | um 1450 | |||
| Anklam | Marienkirche | zweite Hälfte des 13. bis Ende des 14. Jahrhunderts | Hallenkirche; geplante Doppelturmanlage unvollendet (daher asymmetrischer Turm) | |
| Steintor | 13./14. Jahrhundert | |||
| Nikolaikirche | 14. Jahrhundert | 1945 stark zerstört, Ruine restauriert, im Wiederaufbau befindlich | ||
| Bad Doberan | Doberaner Münster | 1291 begonnen, 1368 geweiht | ehem. Klosterkirche der Zisterzienser; Basilika | |
| Bergen auf Rügen | Marienkirche | Baubeginn 1180, 1193 geweiht, 1380 und nach 1445 erneuert | ehem. Klosterkirche der Benediktinerinnen bzw. Zisterzienserinnen; Basilika | |
| Bützow | Stiftskirche | Mitte des 13. bis zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts | Hallenkirche | |
| Friedland | Marienkirche | 1330 bis Anfang des 15. Jahrhunderts | Hallenkirche | |
| Greifswald | Dom St. Nikolai | Mitte des 14. Jahrhunderts bis erstes Viertel des 15. Jahrhunderts | Basilika | |
| Marienkirche | 1275–1340 | Hallenkirche | ||
| St.-Jacobi-Kirche | erste Erwähnung 1280, um 1400 Umbau | frühgotische Hallenkirche | ||
| Wohnhaus Markt 11 | vermutlich nach 1400 | eines der schmuckreichsten Bürgerhäuser Norddeutschlands | ||
| bei Greifswald | Kloster Eldena | 1225 begonnen, 1265 vorläufig beendet, bis 1350 erweitert | ehem. Zisterzienserkloster; nur noch Ruine; eines der Lieblingsmotive Caspar David Friedrichs | |
| Güstrow | Dom | frühes 13. bis spätes 15. Jahrhundert | Hallenkirche | |
| Pfarrkirche St. Marien | gotische Backsteinbasilika | |||
| Malchin | Stadtkirche St. Johannis | ab 1397 | Basilika | |
| Stadtbefestigung, Kalensches Tor, Steintor, Fangelturm | 15. Jahrhundert | |||
| Neubrandenburg | Marienkirche | zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts, Umbau ab 1832, 1945 ausgebrannt | Bis 2001 Innenausbau zur Konzertkirche | |
| St. Johannis | erste Hälfte des 14. Jahrhunderts | Hallenkirche; ehem. Franziskanerkloster | ||
| Stadtbefestigung, Stargarder Tor, Treptower Tor, Neues Tor, Friedländer Tor | nach 1300 bis Anfang 15. Jahrhundert | |||
| Rostock | Marienkirche | zwei Bauetappen nach 1290 und nach 1398 | Basilika; Rostocker Hauptkirche | |
| Nikolaikirche | heutige Gestalt nach 1400 | |||
| Petrikirche | zwischen zweitem Viertel des 14. und dem frühen 15. Jahrhundert | |||
| Rathaus | im Kern um 1230; gotische Schaufront nach 1300 | seit 1729 größtenteils von barockem Vorbau verdeckt | ||
| Kloster zum Heiligen Kreuz | erste Hälfte des 14. Jahrhunderts | ehem. Zisterzienserinnenkloster | ||
| Jakobikirche | im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt, 1947 eingestürzt, 1960 endgültig abgerissen | |||
| Wohnhaus Kröpeliner Straße | Ende 15. Jahrhundert | ehem. Pfarrhaus (heute Stadtbibliothek) | ||
| Kerkhoffhaus | 3. Viertel des 15. Jahrhunderts | Bürgerhaus (heute Standesamt) | ||
| Stadttore (Kröpeliner Tor, Kuhtor) | 13.–15. Jahrhundert | |||
| Schwerin | Dom | um 1280 bis ca. 1420, neugotischer Turm 1889 bis 1893 | Basilika | |
| Sternberg | Stadtkirche | 1309–1322 | Hallenkirche | |
| Stralsund | Altstadt | Auf der Liste des UNESCO-Welterbes | ||
| Nikolaikirche | um 1270 bis Anfang des 15. Jahrhunderts | Hauptkirche Stralsunds | ||
| Rathaus | in mehreren Etappen im 13. und 14. Jahrhundert entstanden | wichtigster städtischer Profanbau Stralsunds | ||
| Marienkirche | 1382/84 bis Ende des 15. Jahrhunderts | zweitgrößte Backsteinkirche im Hanseraum; Basilika | ||
| Jakobikirche | heutiger Bau nach 1300 begonnen, nach 1400 umgestaltet | Basilika | ||
| Johanniskloster | frühes 14. Jahrhunderts | ehem. Franziskanerkloster; Hallenkirche | ||
| Wulflamhaus | ||||
| Katharinenkloster | zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts | ehem. Dominikanerkloster | ||
| Teterow | Stadtkirche St. Peter und Paul | ab 1215; Turm erste Hälfte des 15. Jahrhunderts | Basilika | |
| Stadttore (Rostocker Tor, Malchiner Tor) | 14. Jahrhundert | |||
| Wismar | Altstadt | Auf der Liste des UNESCO-Welterbes | ||
| Georgen-Kirche | ältester Teil um 1300, im 15. Jahrhundert vollendet | gehört zu den monumentalsten und bedeutendsten Bauten des Ostseeraumes | ||
| Nikolaikirche | heutiger Bau nach 1380 begonnen, zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts beendet | Basilika | ||
| Marienkirche | nach 1339 begonnen, im 15. Jahrhundert beendet | nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche 1960 gesprengt, heute steht nur noch der Turm, bis dahin galt sie als eine der schönsten Kirchen im norddeutschen Raum | ||
| Alter Schwede | um 1380 | Wohnhaus (heute Gaststätte) | ||
| Archidiakonat | Mitte des 15. Jahrhunderts | Wohnhaus | ||
| Wassertor | 1450 |
Schleswig-Holstein und Hamburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Stadt | Gebäude | Hauptbauzeit | Besonderheiten | Abbildung |
|---|---|---|---|---|
| Cismar | Kloster Cismar | 13. Jahrhundert | ehem. Benediktinerkloster | |
| Eutin | St.-Michaelis-Kirche | erstes Drittel des 13. Jahrhunderts, im 14. und 15. Jahrhundert verändert | ||
| Flensburg | Nikolaikirche | zwei Bauabschnitte zwischen 1390 und 1480 | ||
| Hamburg | St. Petri | |||
| St. Katharinen | ||||
| St. Jakobi | ||||
| Lübeck | Altstadt | Auf der Liste des UNESCO-Welterbes | ||
| Marienkirche | ab 1251, Ende des 14. Jahrhunderts abgeschlossen | Basilika; einflussreichstes Hauptwerk der Backsteingotik | ||
| Rathaus | Hauptbau 1340–50, das sog. Lange Haus 1298–1308, Kriegsstubenbau 1442–44 | einer der bedeutendsten Profanbauten der Backsteingotik | ||
| Dom | 1173 Grundsteinlegung durch Heinrich den Löwen, 1247 Weihe, ab 1266 gotischer Umbauten bis ins 15. Jahrhundert | |||
| Holstentor | 1466–78, später stark ausgebaut | |||
| Burgtor (Lübeck) | ||||
| Petrikirche | mehrere Bauabschnitten von Ende des 13. bis ins 15. Jahrhundert | |||
| Jakobikirche | nach 1276 bis 1334 | |||
| Aegidienkirche | erste Hälfte des 14. Jahrhunderts | |||
| Katharinenkirche | 1300–1330 errichtet | ehem Klosterkirche der Franziskaner | ||
| Heiligen-Geist-Hospital | um 1276 bis 1286 | |||
| Burgkloster | nach 1276 bis 1401 | ehem. Dominikanerkloster | ||
| St.-Annen-Kloster | ehem. Augustinerinnenkloster, 1843 durch Brand beschädigt | |||
| Kanzleigebäude | 1484 errichtet, 1588 und 1614 erweitert | |||
| Meldorf | Sankt-Johannis-Kirche | 1230–1300 | ||
| Mölln | Möllner Rathaus | 1373 | Bauwerk aus der Zeit der Pfandnahme Möllns durch Lübeck. 1409 durch den Herzog von Sachsen-Lauenburg abgebrannt und mit Hilfe Lübecks wieder aufgebaut. Offene Gerichtslaube von 1475. | |
| Schleswig | St.-Petri-Dom | 1275–1320 |
Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Stadt | Gebäude | Hauptbauzeit | Besonderheiten | Abbildung |
| Angermünde | Heilig-Geist-Kapelle | 14./15. Jahrhundert | Gehörte zum Heilig-Geist-Spital, das im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde | |
| Bad Wilsnack | Wunderblutkirche St. Nikolai | Hauptwallfahrtskirche in Norddeutschland | ||
| Berlin | Marienkirche | |||
| Nikolaikirche | ||||
| Graues Kloster | Ende des 13. Jahrhunderts | ehem. Franziskanerkloster; seit dem Zweiten Weltkrieg Ruine | ||
| Brandenburg | St.-Katharinenkirche | zwei Bauphasen nach 1401 | ||
| Dom St. Peter und Paul | Hauptbauzeit 1165–1240 | erste Backsteinkirche in der Mark Brandenburg | ||
| Altstädtisches Rathaus | Hauptbauzeit 1450–1468 | |||
| Ordonnanzhaus | Hauptbauzeit 1300–1310 | wahrscheinlich ältester steinerner Profanbau der Mark Brandenburg | ||
| Gotisches Haus | 1452 | |||
| St. Gotthardt | Hauptbauzeit 1450–1468 | romanisches Westportal und barocker Turm, | ||
| ehemalige Marienkirche | um 1220 begonnen, 1722 abgerissen | ehem. bedeutende Wallfahrtskirche | ||
| Chorin | Kloster Chorin | ehem. Zisterzienserkloster | ||
| Doberlug-Kirchhain | Kloster Dobrilugk | ehem. Zisterzienserkloster | ||
| Frankfurt (Oder) | Marienkirche | 1253–1367, Chor 1367 vollendet, Erweiterungen im 15. Jahrhundert | ||
| Frankfurt (Oder) | Rathaus | 1253 begonnen, im 14. Jahrhundert ausgebaut | ||
| Havelberg | Havelberger Dom | nach Brand 1279–1330 zum großen Teil gotisch wiederaufgebaut | ||
| Jüterbog | Rathaus | |||
| Mönchenkloster | ||||
| Jüterbog OT Zinna | Kloster Zinna | Hauptbauzeit ab 1220 | ehem. Zisterzienserkloster | |
| Lehnin | Kloster Lehnin | ab Ende des 12. Jahrhunderts, Weihe 1262 oder 1270 | ||
| Prenzlau | Marienkirche | in zwei Bauphasen von 1289 bis 1340 errichtet, Erweiterungen im 15. Jahrhundert | ||
| Salzwedel | St. Katharinen | 1280 begonnen, etwa 1500 vollendet | ||
| St. Marien | gotischer Neubau 1350–1550 anstelle eines romanischen Vorgängerbaus | |||
| Mönchskirche | 1250 begonnen | ehem. Franziskanerkloster, Klausur vorhanden | ||
| ehem. Rathaus Altstadt | 1509 begonnen | |||
| Stadtbefestigung (Steintor, Neuperver Tor) | ||||
| Stendal | Marienkirche | |||
| Dom St. Nikolaus | 1423 bis Mitte des 15. Jahrhunderts | |||
| Rathaus | gotischer Teil frühes 15. Jahrhundert | |||
| Stadtbefestigung (Tangermünder Tor, Uenglinger Tor) | ||||
| Tangermünde | Rathaus | um 1430 | ||
| Stephanskirche | 14. Jahrhundert | |||
| Stadtbefestigung (Eulenturm, Neustädter Tor, Elbtor) | 14. bis 15. Jahrhundert | |||
| Werben (Elbe) | Elbtor (Stadtbefestigung) | um 1470 | ||
| Wittstock/Dosse | Marienkirche | 13. bis 15. Jahrhundert |
Niedersachsen und Bremen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Stadt | Gebäude | Hauptbauzeit | Besonderheiten | Abbildung |
|---|---|---|---|---|
| Bardowick | Dom Peter und Paul | 1389–1485 | ||
| Braunschweig | Liberei | 1413–1422 | ältester Bibliotheksbau nördlich der Alpen | |
| Bremen | St. Martini | Spätgotik | ||
| Rathaus | 1405–1410; Umbau 1608–1612 (Weserrenaissance), 2004 Welterbe | |||
| Ebstorf | Kloster | 14. Jahrhundert | Prämonstratenser-, später Benediktinerinnenkloster | |
| Hannover | Marktkirche | 14. Jahrhundert | ||
| Hude | Kloster | 13. Jahrhundert | heute Ruine | |
| Lüneburg | St. Johannis | 1300–1370 | ||
| Rathaus | erste Hälfte bis Ende des 13. Jahrhunderts | |||
| Michaeliskirche | um 1375 | |||
| Nikolaikirche | 1407–1440 | |||
| Marienhafe | Marienkirche | 13. Jahrhundert | ehemals dreischiffige Kirche, Turm als Seezeichen, 1829 verkleinert, Turm eingekürzt | |
| Uelzen | St.-Marien-Kirche Uelzen | 13.-14. Jahrhundert | ||
| Verden | Dom | 1290–1323 und 1473–1490 | romanischer Vorgängerbau aus dem 12. Jahrhundert | |
| Wienhausen | Kloster Wienhausen | 13. und 14. Jahrhundert | Zisterzienserinnenkloster |
Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Stadt | Gebäude | Hauptbauzeit | Besonderheiten | Abbildung |
|---|---|---|---|---|
| Aarhus | Dom | Ende des 14. Jahrhunderts bis 1500 | ||
| Vor Frue Kirke | Mitte des 13. Jahrhunderts bis 1500 | |||
| Haderslev | Dom St. Marien | Mitte des 14. Jahrhunderts bis 1440 | ||
| Odense | St. Knud | |||
| Ribe | Dom St. Marien | im 12. und 13. Jahrhundert mit Tuffstein, Sandstein und Granit (romanisch); später mit Backstein erweitert |
Estland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Stadt | Gebäude | Hauptbauzeit | Besonderheiten | Abbildung |
|---|---|---|---|---|
| Tartu (Dorpat) | Dom | 15. Jahrhundert | im Nordischen Krieg zerstört; im Ostteil der Ruine heute Museum der Universität. Ursprüngliche Höhe der Türme 66 Meter (heute 22 Meter) | |
| Johanniskirche | Anfang des 14. Jahrhunderts | Terrakotta-Skulpturen |
Finnland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Stadt | Gebäude | Hauptbauzeit | Besonderheiten | Abbildung |
|---|---|---|---|---|
| Espoo | Dom | Teile in Backsteingotik | ||
| Halikko | Heilige Birgittakirche | Portikus in Backsteingotik | ||
| Hämeenlinna | Burg Häme | 1300–1450 | ||
| Hattula | Heiligkreuzkirche | |||
| Porvoo | Dom | |||
| Turku | Dom | |||
| Marienkirche |
Lettland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Stadt | Gebäude | Hauptbauzeit | Besonderheiten | Abbildung |
|---|---|---|---|---|
| Riga | Altstadt | Auf der Liste des UNESCO-Welterbes | ||
| Dom | 13. Jahrhundert | |||
| St. Petri | 13.–15. Jahrhundert | |||
| St. Jakobi | 13. Jahrhundert | |||
| St. Johannes | 15. Jahrhundert | ehem. Dominikanerkirche | ||
| Schwarzhäupterhaus |
Litauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Stadt | Gebäude | Hauptbauzeit | Besonderheiten | Abbildung |
|---|---|---|---|---|
| Vilnius | Annakirche | Spätgotisch | ||
| Kaunas | Dom | Bau ab 1408 | ||
| Trakai | Deutschordensburg | 14. Jahrhundert |
Polen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Stadt | Gebäude | Hauptbauzeit | Besonderheiten | Abbildung |
|---|---|---|---|---|
| Allenstein | Schloss des Domkapitels | zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts | Ordensburg; im 15. und 16. Jahrhundert zum Schloss umgebaut | |
| St.-Jakobi-Kathedrale | vor 1445 | spätgotische Hallenkirche | ||
| Breslau | Kirche St. Maria Magdalena | 1355–1360 | ||
| Cammin | Kathedrale St. Johannes | um 1175, im 15. Jahrhundert umgebaut | Basilika | |
| Danzig | Marienkirche | 1343–1502 | größte Backsteinkirche der Welt | |
| Katharinenkirche | vermutlich 14. und 15. Jahrhundert | |||
| Krantor | 1442–1444 | |||
| Elbing | Nikolaikirche | 13. Jahrhundert; im 15. Jahrhundert von einer Basilika zur Hallenkirche umgewandelt | 1945 ausgebrannt | |
| Frauenburg | Kathedrale | 1343–1383 | ||
| Gnesen | Dom der Jungfrau Maria und des Heiligen Adalbert | 1342–1415, Nordturm 1512 fertiggestellt | im 17. Jahrhundert barockisiert | |
| Kolberg | Dom St. Maria | 1288–1397 | ||
| Königsberg/Neumark | Rathaus | 15. Jahrhundert | ||
| Marienkirche | Hauptbauzeit 1389–1459 | |||
| Krakau | Marienkirche | 1321–1331, 14./15. Jahrhundert | Hallenkirche | |
| Kulm | Marienkirche | 1290–1333 | ||
| St. Peter und Paul | im 13. Jahrhundert errichtet, im 14. Jahrhundert verändert | ehem. Dominikanerkirche | ||
| Marienburg | Marienburg | 1276 bis Ende des 14. Jahrhunderts | auf der Liste des UNESCO-Welterbes; die Ordensburg Marienburg ist der größte Profanbau der Backsteingotik | |
| Posen | St.-Peter-und-Paul-Kathedrale | 14./15. Jahrhundert | ||
| Stettin | Jakobskathedrale | In mehreren Etappen zwischen 1375 und 1504 errichtet | ||
| Rathaus | 15. Jahrhundert | |||
| Thorn | Altstadt | Auf der Liste des UNESCO-Welterbes | ||
| Marienkirche | 1350–1370 | ehem. Franziskanerkirche | ||
| Rathaus | 14. Jahrhundert | |||
| Deutschordensburg | 13. bis frühes 15. Jahrhundert |
Russland (Kaliningrader Gebiet)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Stadt | Gebäude | Hauptbauzeit | Besonderheiten | Abbildung |
|---|---|---|---|---|
| Königsberg (seit 1946 Kaliningrad) | Dom | 1330–1380 | 1944 schwer beschädigt, ab 1992 restauriert | |
| Balga, Ostpreußen (bei Wesjoloje) | Ordensburg Balga | ab 1239 | seit Jahrhunderten eine Ruine |
Schweden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Stadt | Gebäude | Hauptbauzeit | Besonderheiten | Abbildung |
|---|---|---|---|---|
| Danmark (im Osten von Uppsala) | Gemeindekirche | 14. und 15. Jahrhunderte | ||
| Helsingborg | Sankt-Marien-Kirche (Helsingborg) | |||
| Lund | Klosterkirche Sankt Peter | Um 1300 | ||
| Malmö | Petrikirche | |||
| Ronneby | Heilig-Kreuz-Kirche | |||
| Sigtuna | Sankt-Marien-Kirche | Eine ehemalige Klosterkirche der Stadt | ||
| Skänninge | Vårfrukyrkan (die Frauenkirche) | |||
| Skokloster | Alte Klosterkirche | |||
| Söderköping | St. Laurentiuskirche | |||
| Stockholm | Nikolaikirche | Äußerlich 1740 zu barockem Putzbau umgearbeitet um dem Schloss ähnlicher zu sein; innen backsteingotische Merkmale gewahrt. – Bernt Notkes St. Jürgen mit dem Drachen als spätgotische Monumentalskulptur | ||
| Riddarholmskyrkan | Spät 13. Jahrhundert | Eine ehemalige Klosterkirche und Grabkirche des schwedischen Königshauses | ||
| Strängnäs | Dom zu Strängnäs | |||
| Tensta, im Norden von Uppsala | Gemeindekirche | |||
| Uppsala | Dom zu Uppsala | 13.–15. Jahrhundert | Die Türme und andere besondere Teile des Domes sind heute nach der Restaurierung im 19. Jahrhundert verändert | |
| Dreifaltigkeitskirche | ||||
| Vadstena | Haus von Mårten Skinnare | Spät Mittelalter, im 18. Jahrhundert verändert | Ursprüngliges Dach und Staffelgiebel waren im 18. Jahrhundert weggenommen. | |
| Ursprünglich ein königlicher Palast, später Teil des Klosters Vadstena und danach Hospital | Mitte des 13. Jahrhunderts, im 14. Jahrhundert verändert | Das Dach war niedriger gebaut, um bescheidener zu wirken, nachdem das Gebäude zum Kloster gegeben wurde. | ||
| Västerås | Dom zu Västerås | 13.–15. Jahrhundert | ||
| Växjö | Dom zu Växjö | Besondere Teile des Domes sind der Backsteingotik ähnlich | ||
| Ystad | Marienkirche | 13.–15. Jahrhundert | ||
| Franziskanerkloster | Ende des 13. bis ins 15. Jahrhundert | |||
| Alte Lateinschule |
Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Hans Josef Böker: Die mittelalterliche Backsteinarchitektur Norddeutschlands. Darmstadt 1988. ISBN 3-534-02510-5.
- Angela Pfotenhauer, Elmar Lixenfeld: Backsteingotik. Monumente-Edition. Monumente-Publikationen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2000. Überarb. Auflage 20054. ISBN 978-3-936942-10-1.
- Ernst Badstübner (Bearb.): Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Bearbeitet von Slawomir Brzezicki. München 2005. ISBN 3-422-03109-X.
- Hans-Christian Feldmann (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. München 2000. ISBN 3-422-03081-6.
- Gerhard Vinken (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg. München 2000. ISBN 3-422-03054-9.
- Johannes Habich (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hamburg und Schleswig-Holstein. München 1994. ISBN 3-422-03033-6.
- Michael Antoni (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. West- und Ostpreußen. München 1993. ISBN 3-422-03025-5.
- Gerd Weiß (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Bremen und Niedersachsen. München 1992. ISBN 3-422-03025-5.
- Marianne Mehling (Hg.): Knaurs Kulturführer in Farbe Polen. München 1995. ISBN 3-426-26492-7.
- Marianne Mehling (Hg.): Knaurs Kulturführer in Farbe Estland, Lettland, Litauen. München 1993. ISBN 3-426-26608-3.
- Marianne Mehling (Hg.): Knaurs Kulturführer in Farbe: Finnland. München 1988. ISBN 3-426-26248-7.
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Z.B. Angela Pfotenhauer, Florian Monheim, Carola Nathan: Backsteingotik. Monumente-Edition. Monumente-Publikation der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2000, ISBN 3-935208-00-6; Hans Josef Böker: Die mittelalterliche Backsteinarchitektur Norddeutschlands. Darmstadt 1988. ISBN 3-534-02510-5