Houécourt

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Houécourt
Wappen von Houécourt
Houécourt (Frankreich)
Houécourt
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Neufchâteau
Kanton Mirecourt
Gemeindeverband Communauté de communes Terre d’Eau
Koordinaten 48° 18′ N, 5° 54′ OKoordinaten: 48° 18′ N, 5° 54′ O
Höhe 306–398 m
Fläche 9,91 km2
Einwohner 435 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 44 Einw./km2
Postleitzahl 88170
INSEE-Code

Lage der Gemeinde Houécourt
im Département Vosges

Houécourt ist eine französische Gemeinde mit 435 Einwohnern (1. Januar 2015) im Département Vosges in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Neufchâteau und zum Kanton Mirecourt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Houécourt liegt auf etwa 320 bis 330 m Meereshöhe im Süden Lothringens, auf halbem Weg zwischen Neufchâteau und Mirecourt, weiträumiger gesehen etwa 45 Kilometer südlich von Toul. Das Dorf erstreckt sich im Übergangsbereich zwischen dem Bassigny als Teil des Plateaus von Langres und dem Xaintois. Charakteristisch für das Gebiet sind die Flusstäler, die fächerförmig der oberen Maas zustreben.

Die Fläche des fast zehn Quadratkilometer großen Gemeindegebietes umfasst einen Abschnitt der leicht gewellten Landschaft im Bereich des Maas-Nebenflusses Vair, dessen windungsreicher Lauf die Gemeinde nach Westen und Südwesten begrenzt. Im Gebiet der Gemeinde mündet der Bach Ruisseau de Rainvaux von Südosten kommend in den Vair. Die sanften Täler werden von teilweise bewaldeten Hügeln flankiert. Zur Gemeinde gehört das Waldgebiet Bois Louvrois im Nordosten sowie der fast 3000 ha große Forst Bois de la Voivre im Südosten. Über die Hälfte des Gemeindeareals stehen der Landwirtschaft zur Verfügung.

Nachbargemeinden von Houécourt sind Morelmaison im Norden, Gironcourt-sur-Vraine im Osten, Dombrot-dur-Vair im Süden, La Neuveville-sous-Châtenois im Westen sowie Châtenois und Viocourt im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Houécourt gehörte vor der Französischen Revolution zur Vogtei Neufchâteau.

Eine Grafschaft Houécourt entstand 1719, die zwei Jahre später zur Markgrafschaft wurde. Die Grafen stellte die alteingesessene Familie von Lignéville.

Die Pfarrei Houécourt stand unter der Patronage des Abtes von Saint-Mihiel, der zwei Drittel des Zehnten beanspruchte.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 485 488 474 418 365 386 432

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Quentin
  • Kirche St. Quentin aus dem 18. Jahrhundert
  • kleine Kapelle aus dem Jahr 1546 (hier wurde der Herzog von Choiseul-Stainville 1838 begraben)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft spielt auch heute noch eine Rolle in Houécourt. Daneben existieren kleine Handels- und Handwerksbetriebe. Einige Bewohner pendeln in das BSN Glasspack-Werk der Nachbargemeinde Gironcourt-sur-Vraine, das seit 2004 zum Konzern Owens-Illinois gehört.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die teilweise zweistreifig und kreuzungsfrei ausgebaute D 166 von Épinal nach Neufchâteau umgeht die Gemeinde im Süden. Sie quert westlich von Houécourt die Autoroute A31 (Toul-Dijon). Die hier eingerichtete Autobahn-Anschlussstelle ist eine von drei Anschlüssen im Département Vosges und ein wichtiger regionaler Verkehrsknoten.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Houécourt auf vosges-archives.com. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 29. Juni 2011 (pdf; 122 kB, französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.vosges-archives.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Houécourt – Sammlung von Bildern
  • Statistik ab 1793 auf cassini.ehess.fr (französisch)